von P.Voltologe » 16.12.2011, 13:19
Auf jeden Fall direkt am Bauwerk mit den "Verursachern" ansprechen und wärw ich es, ich würde es verlangen, weil es genug gute Gründe dafür gibt Kabel Induktionsarm, erd- und kurzschlussicher zu Verlegen (elektrische Sicherheit, auch Personenschutz). Auch dürfen die zugelassen Parameter des Kabels nicht überschritten werden (z.B. Biegeradien, Zugbeanspruchung, Temperatur usw.). Das alles gehört zu den anerkannten Regeln der Technik, die man einhalten sollte (wenn was passiert oder versichert werden soll: einhalten muss).
Ob man das schließlich durchsetzen kann, wenn dort jemand bockig ist, hängt vom Vertrag ab, den man geschlossen hat. Wenn eine fachgerechte oder den geltenen Regeln/Normen entsprechende Ausführung der Montage und Installation irgendwo versprochen wurde, dann stehen die Chancen sehr gut, dies auch mit Nachdruck durchzusetzen. Sollten Ausschlüsse formuliert sein oder gar nichts geregelt worden sein, so beginnt der Auslegungsspielraum der Rechtsbewanderten speziell für diesen Einzelfall.
Dennoch würde ich zunächst ein die Einsicht der Solarteure apellieren und es versuchen mit Sachargumenten, wie, wenn das Montagegestellt eine technische Vorrichtung hat, die Führung der Kabel zu unterstützen, warum man die dann nicht nutzt.
Rückmeldungen würde ich gern zur Reaktion der Monteuere oder des Firmenleiters hören.
Ich würde mich auch nie an den Rüstaufwendungen der ausführenden Kräfte orientieren ("ob man so etwas verlangen darf"). Meine Meinung: "Wenn die es erst lernen müssen, dann bleibt es besser hängen, wenn man sich länger damit beschäftigt."
Grüße
PS: je nach dem in welchem betrieblichen Umfeld man die PV-Anlage errichtet, muss eventuell noch mehr für den Schutz der Kabel (nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik) getan werden. Beispiel, Landwirtschaft hat oftmals mit Tagetierfraß zu tun oder mit aggressiven Dämpfen, Stäuben, Flüssigkeiten).