relativer Wirkungsgrad

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relativer Wirkungsgrad

Beitragvon leo2a8 » 22.11.2011, 14:06

Hallo Miteinander
Ich hätte mal eine Frage an all diejenigen die sich genauer mit dem Aufbau der Module ansich auskennen.
Ich hol am besten mal etwas weiter aus.
Also ich beschäftige mich gerade im Rahmen einer Hausarbeit mit dem Thema Schwachlichtverhalten von Modulen.
In einem sehr beliebten Simulationsprogramm zur Ermittlung des jährlichen Ertrages geben die Firmen neben den STC Werten immer auch einen Schwachlichtwert an. Sie geben also beispielsweise bei einer Einstrahlung von 300W/m² sämtliche elektrischen Werte an ( Kurzschlussstrom, Leerlaufstrom, maximale Spannung, maximaler Strom). Daraus werden dann die verschiedene Werte wie der Füllfaktor oder der relative Wirkungsgrad ermittelt.

Jetzt meine Frage:
Einige Hersteller geben die Werte so an, sodass sich gegenüber den STC Werten ein größerer relativer Wirkungsgrad(auch Effizienz genannt) ergibt. Wie kann das eurer Meinung nach sein? Für mich heißt das, dass ein Modul bei einer geringeren Strahlungsintensität mehr Leistung erzeugt als bei einer höheren Intensität.
Kann mir das jemand erklären? Oder werden die Werte von einigen Firmen schlichtweg einfach falsch angegeben, sodass sich ein höherer Jahresertrag ergibt.
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon Mühli » 22.11.2011, 14:32

Sind die gefragte Wattagen unter Laborbedingungen (STC) angegeben oder unter Arbeitsbedingungen (NOC)?

Falls unter NOC, geht der Temperaturkoeffizient ein und aus der geringeren Einstrahlung resultiert eine niedrigere Temperatur

Gruß
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon leo2a8 » 22.11.2011, 14:37

Hallo Mühli
Alle werte werden bei einer Modultemperatur von 25°C angegeben. Sowohl STC werd als auch Schwachlichtwert
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon Helmut1 » 22.11.2011, 14:47

leo2a8 hat geschrieben:Einige Hersteller geben die Werte so an, sodass sich gegenüber den STC Werten ein größerer relativer Wirkungsgrad(auch Effizienz genannt) ergibt. Wie kann das eurer Meinung nach sein? Für mich heißt das, dass ein Modul bei einer geringeren Strahlungsintensität mehr Leistung erzeugt als bei einer höheren Intensität.
Kann mir das jemand erklären? Oder werden die Werte von einigen Firmen schlichtweg einfach falsch angegeben, sodass sich ein höherer Jahresertrag ergibt.

Das ist falsch!
Höherer Wirkungsgrad ist doch nicht gleich höhere Leistung! Der "output" ist nur relativ höher im Bezug zum "Input". Bei halber Strahlungsintensität ist die Leistung dann halt etwas höher als die Hälfte.
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon leo2a8 » 22.11.2011, 15:13

Hey Helmut.
Sorry ich hab mich schlecht ausgedrückt. Deine Wortwahl find ich gut, deswegn verwende ich die gleich mal.

Also: Wie kann es sein, das der Output bei geringeren Strahlen relativ gesehen höher ist als der Outout bei höherer Einstrahlung .
Also warum kann bei halber Strahlung etwas mehr als die Hälfte der Leistung produziert werden.
Irgendwie müssen da ja veränderungen im Modul auftreten. Nur die frage ist welche:
Kann sich die Leitfähigkeit von p und n schicht bei egringer Einstrahlung erhöhen? Ich dachte eigentlich immer es wäre andersrum.
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon Helmut1 » 22.11.2011, 15:27

leo2a8 hat geschrieben:Hey Helmut.
Sorry ich hab mich schlecht ausgedrückt. Deine Wortwahl find ich gut, deswegn verwende ich die gleich mal.

Also: Wie kann es sein, das der Output bei geringeren Strahlen relativ gesehen höher ist als der Outout bei höherer Einstrahlung .
Also warum kann bei halber Strahlung etwas mehr als die Hälfte der Leistung produziert werden.
Irgendwie müssen da ja veränderungen im Modul auftreten. Nur die frage ist welche:
Kann sich die Leitfähigkeit von p und n schicht bei egringer Einstrahlung erhöhen? Ich dachte eigentlich immer es wäre andersrum.

Ich vermute, dass trotz gleicher äußerer Modultemperatur die elektrischen Verluste im Modul höher sind bei höherer Leistung (Leiterbahn wird heiß). Ob es zusätzliche PV spezifische Effekte gibt die da wie du vermutest eine Rolle spielen weiß ich nicht.
Gruß Helmut
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon brick » 22.11.2011, 16:43

Die Leitergeometrien und Kontaktflächen im Modul erzeugen bei geringerem Strom weniger Verluste.
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon leo2a8 » 22.11.2011, 17:00

Hallo brick.
Das ist interessant:
Kanns du das vielleicht etwas ausführlicher erklären.
Warum erzeugen Leitergeometrien bei geringerer Einstrahlungen weniger Verluste?
Also das erste was mir jetzt gerade in den Sinn kam, war das Wort Stromwärmeverlsute!
Kann das sein, dass durch den geringeren Strom wärme Abgegeben wird und dadurch das Modul eine bessere Effizienz erreicht?
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon brick » 22.11.2011, 17:22

leo2a8 hat geschrieben:[...]Kann das sein, dass durch den geringeren Strom wärme Abgegeben wird und dadurch das Modul eine bessere Effizienz erreicht?

Wenn ich diesen Satz lese, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, zu erklären.

Wenn viele kleine "Stromteilchen" durch ein Kabel mit kleinem Querschnitt durch wollen, stoßen sie ganz oft miteinander an. Das erzeugt Reibung, die in Wärme umgewandelt wird. Dadurch werden diese langsamer und es kommen weniger "Teilchen" zur gleichen Zeit durch, was Verlust bedeutet. Wollen nur ganz wenig "Stromteilchen" durch das gleiche Kabel, haben die unheimlich viel Platz, treffen sich kaum und es entsteht kaum Reibung. Bei Schwachlicht werden weniger "Teilchen" produziert und die können sich den gesamten Leiterquerschnitt teilen, der sonst für ganz viele da ist.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu gesellschaftswissenschaftlich.

Etwas bildlicher vielleicht: Es ist ungefähr der Unterschied, als würdest Du einen Golfball durch einen Gartenschlauch saugen wollen zum Werfen einer Salami in eine Turnhalle.
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon Mühli » 22.11.2011, 20:25

Wie wärs mit elektrischem Widerstand und Pv=RxI² ?
Damit sollte man umgehen können, wenn man an PV rumdoktorieren will :D

Gruß
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