relativer Wirkungsgrad

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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon leo2a8 » 23.11.2011, 09:28

Erstmals danke an Brick.
Da ich gestern auf Arbeit nicht mehr viel Zeit hat, hab ich schnell noch was dahingeschrieben. Der letzte Satz lässt wirklich darauf zurückschließen, dass ich von der Materie keine Ahnung habe. Aber kann dir versichern, dass ich zumindest etwas Ahnung habe.
ICh drücke mich am besten nochmal besser aus.

Also: Wie ja bekannt ist, nimmt der Strom bei geringerer Einstrahlung linear ab.
mit Pv=I²*R kann ja vermutet werden, dass bei geringere Einstrahlung geringere Verlsute auftreten. Da aber R nicht konstant bleibt, sondern R (Serienwiderstad) bei einer Einstrahlung <400W/m² ( siehe "http://books.google.de/books?id=ptww7s6IX8IC&pg=PA37&lpg=PA37&dq=effektives+solarzellen+kennlinien+modell&source=bl&ots=Kj4fvCFMrJ&sig=TLztWGTfWdaPPDiAxuVb0elTSIs&hl=de&ei=DLenToqxK9CLswaZk-T3DQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CGkQ6AEwBA#v=onepage&q=schwachlicht&f=false" Seite 55 ) exponetiell ansteigt, kann nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass es bei geringerer Einstrahlung zu einer geringeren Verlustleistung kommt.

Wenn man sich den verlauf der Effizienz über die Einstrahlung anschaut. Ergeben sich für 99% der Hersteller ein verlauf der bei einer Einstrahlung geringer 400W/m² extem abfällt. Nur bei 3 Herstellern ist das nicht so. ICh bin nun eben skeptisch, ob diese Hersteller ihre Module einfach nur Manipulieren, oder Sie besonders effektive Zellen verwenden. Wenn ja, kann ich mir den Physikalischen Hintergrund jedoch nicht erklären
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Re: relativer Wirkungsgrad

Beitragvon brick » 23.11.2011, 10:36

leo2a8 hat geschrieben:Also: Wie ja bekannt ist, nimmt der Strom bei geringerer Einstrahlung linear ab.
mit Pv=I²*R kann ja vermutet werden, dass bei geringere Einstrahlung geringere Verlsute auftreten. Da aber R nicht konstant bleibt, sondern R (Serienwiderstad) bei einer Einstrahlung <400W/m² ( siehe Seite 55 ) exponetiell ansteigt, kann nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass es bei geringerer Einstrahlung zu einer geringeren Verlustleistung kommt.

Wenn ich mir den Graph auf der Seite anschaue, fällt mir als erstes auf, dass sich die Kurve zwischen 300 und 900 W/m² kaum verändert und erst danach in den expotentiellen Wachstum geht.

Annahme:
900W/m² entspricht Rs = 1,2 Ohm; I = 9/9 A
600W/m² entspricht Rs = 1,2 Ohm; I = 6/9 A
300W/m² entspricht Rs = 1,8 Ohm; I = 3/9 A
200W/m² entspricht Rs = 2,8 Ohm; I = 2/9 A
100W/m² entspricht Rs = 6,6 Ohm; I = 1/9 A

Ergebnis Verlustleistung Pv=I²*Rs:
Pv(900W/m²) = (9/9)² * 1,2 Ohm = 1,20 W
Pv(600W/m²) = (6/9)² * 1,2 Ohm = 0,53 W
Pv(300W/m²) = (3/9)² * 1,8 Ohm = 0,19 W
Pv(200W/m²) = (2/9)² * 2,8 Ohm = 0,14 W
Pv(100W/m²) = (1/9)² * 6,6 Ohm = 0,08 W

Man sieht also, dass die Verlustleistung bis runter zu 100W/m² stärker abnimmt, als die Einstrahlung. Damit sollte also der relative Wirkungsgrad steigen.

leo2a8 hat geschrieben:Wenn man sich den verlauf der Effizienz über die Einstrahlung anschaut. Ergeben sich für 99% der Hersteller ein verlauf der bei einer Einstrahlung geringer 400W/m² extem abfällt. Nur bei 3 Herstellern ist das nicht so. ICh bin nun eben skeptisch, ob diese Hersteller ihre Module einfach nur Manipulieren, oder Sie besonders effektive Zellen verwenden. Wenn ja, kann ich mir den Physikalischen Hintergrund jedoch nicht erklären

Ich kann mir das jetzt auch nicht erklären, da ich nicht weiß, was für Module Du vergleichst. Ich kann mir aber vorstellen, dass manche Hersteller die Leiterquerschnitte nicht groß genug machen, für die hohen Einstrahlungen und sich mit höheren Verlusten abfinden. Leitergeometrie kostet schließlich viel Geld. Aber eigentlich wäre das dumm, da ja nach Flashleistung bezahlt wird. Ebenso verhält es sich mit den Kontakten. Gute, große Kontakte haben kleiner Verluste.

PS: Eigentlich habe ich von Strom nicht wirklich viel Ahnung und reime mir viel aus meiner eigenen Logik zusammen. Aber ob die immer hin haut, ist fraglich. Lieber noch mal jemanden zu Wort kommen lassen, der wirklich Ahnung hat.
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