Alles über Photovoltaik Module...
Moderator: Mod-Team
von ARPO » 26.03.2012, 23:05
Hallo zusammen,
angesichts der täglichen Meldungen, das wieder mal ein Modulhersteller in die Insolvenz gegangen ist stellt sich für den PVA-Betreiber früher oder später die Frage: Was passiert eigentlich, wenn ein Modul ausfällt, die Garantie nicht mehr greift bzw. der Hersteller pleite gegangen ist? Kann das Modul einfach gegen ein neues eines anderen Herstellers (evtl. mit anderer Leistung ausgetauscht werden? Nach meiner Kenntnis werden bei Planung der Anlage stets Modultypen gleicher Güte eines einzigen Herstellers verbaut um möglichst gleichbleibende Qualität zu bekommen. Lassen diese sich im Falle eines Falles einfach so austauschen ohne die nachfolgenden Bauteile (z. B. Wechselrichter) zu beschädigen? Im Forum fand ich dazu nichts. Bin mal auf die Antworten gespannt!
Beste Grüße ARPO
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von Helios » 26.03.2012, 23:24
...da mach Dich mal nicht durcheinander..., es gibt 1000e von Modulen. Schaust grad in die ModuldatenbankGibt es beispielsweise ein 160Wp Modul nicht mehr, nimmst halt ein 170Wp Modul. Probleme gibt es dadurch keine. Gruß Helios
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von JayM » 26.03.2012, 23:33
ARPO hat geschrieben: Lassen diese sich im Falle eines Falles einfach so austauschen ohne die nachfolgenden Bauteile (z. B. Wechselrichter) zu beschädigen?
Hallo ARPO, einfach so nicht, aber mit ein bisschen Überlegung und Sachverstand sollte man das schon hinbekommen. Jeder gute Solateur sollte die notwendige Auslegung hinbekommen. Hauptpunkte: - Impp: der Strom im Arbeitspunkt sollte gleich oder doch wenigsten ähnlich sein - Uoc: die Leerlaufspannung darf nicht zum Überschreiten der zulässigen Spannung von Komponenten im System führen - nach Möglichkeit sollte die Modulgröße und Optik passen. - wenn dann noch die Stecker passen, wird es richtig einfach Bei den zwei am meisten gebrauchten Modultypen sollte das kein unüberwindliches Problem sein (6 x 12 5"Zellen oder 6 x 10 6" Zellen gibt es beide in poly- und monokristallinen Varianten von vielen Herstellern). Bei anderen Module, und insbesondere bei Dünnschichtmodulen, könnte es schwieriger werden. unter Umständen muß man dann auf dem Gebrauchtmarkt ein passendes Modul suchen. Nach EEG §32 ist übrigens nur der Austausch beschädiger Module unschädlich für die Vergütung. Die Lösung bei ein paar defekten Modulen einfach den ganzen String zu tauschen fällt also wahrscheinlich leider aus. Aber auch dazu wird über die kommenden Jahre in der Rechtsprechung noch einiges klarer werden. Gruß Jochen
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von kalle bond » 27.03.2012, 00:03
Leistung gleich oder ähnlich... dann müssen nur noch die Abmessungen stimmen. Gerade bei älteren Modulen hat sich gezeigt, die neuen Typen mit 6' Zelle anstatt 5' sehen völlig anders aus, von den uralten 4' gar nicht zu reden. Wenn eine Baureihe ausgelaufen ist, haben die Hersteller schnell nichts mehr auf Lager. Zuletzt hilft nur noch die Kleinanzeige oder die Bucht Grüße Kalle Bond
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von Sonnenmelker » 27.03.2012, 08:45
Moin, die beste Garantie ist eine gute Qualität. Ansonsten das defekte Modul rausbrücken oder gegen irgend etwas Vergleichbares ersetzen.
Richtig blöd wird es für die Cadmium Fraktion. Wenn hier die entsprechende Firma Insolvenz anmeldet dann sitzt man in 20 Jahren auf ein paar Tonnen Sondermüll.
Gruß Manfred
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von buergersolar » 27.03.2012, 09:54
Wenn die Spannung des neuen Moduls ähnlich ist wie die des alten, dann spielt eine größere Nennleistung kene Rolle: Die verpufft, denn der Strom wird auf den der alten Module begrenzt und somit auch die Leistung. Ein 200W-Modul in einem String von 180W-Modulen bringt dann auch nur 180W.
Anders sieht es aus, wenn die Spannung höher ist und der Strom gleich, dann bringt das neue Modul tatsächlich mehr Leistung als das alte.
Sonnige Grüße
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von Sappo » 27.03.2012, 11:48
Wie ist das, wenn die komplette Anlage ausgetauscht werden muss, da mehr als die Hälfte delaminiert ist bzw Hot Spots aufweist oder schon Glasbruch hat? Kann ich dann alle alten Module und Wechselrichter ersetzen, bleibt hier der Vergütungsanspruch bestehen?
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von ARPO » 27.03.2012, 20:20
 Zusammengefasst: Eine vorausschauende Sichtweise bei möglichen Defekten und auch die spätere Entsorgung gehört in meinen Augen bereits bei der Anlagenplanung als unbedingtes "Must-Have" auf den Zettel! Hier ist es wichtig, einen erfahrenen und guten Solarteur zu finden, der Antworten auf derart wichtige Fragen anbietet. Ganz lieben Dank für die vielen und raschen Antworten! Es ist immer gut zu wissen, das es jemanden gibt, der eine schnelle Hilfe anbietet. Gerade bei der großen Anzahl und Qualitäten der derzeit auf dem Markt befindlichen Module (und der, die zukünftig auf den Markt kommen werden) sowie deren Abmessungen ist es nicht unbedingt einfach, hier im Falle eines Falles die richtige Wahl zu treffen. Anschlussvarianten und Schadstoffe wie Cd hatte ich da noch nicht einmal auf dem Schirm gehabt. Sonnige Grüße ARPO
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