Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

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Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon eggis » 23.04.2012, 13:07

20 Prozent Wirkungsgrad ist nicht genug. Deshalb will man nun möglichst viel der restlichen 80 Prozent nutzen.
Das Problem dabei ist, dass diese 80 Prozent des Lichts einfach nicht energiereich genug sind, um die Elektronen aus dem Halbleiter zu lösen und über die Leiter "auf Reisen" zu schicken. Die Elektron "fallen" wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück (Bandlücke) und geben zudem auch noch Wärme ab die die Effektivität des Halbleiters mindert. Die Lösung dafür soll die "Hochkonversion" sein. Man 'nimmt' einfach die Energie von zwei oder drei energiearmen Elektronen und gibt diese an eines weiter, welches dann in der Lage ist als Strom von der Zelle abgegriffen zu werden. Man kann sich das in etwa wie eine Treppe hohe Stufen vorstellen.
Unbenannt.png

Um den Elektronen dabei zu helfen, baut man kleinere Zwischenstufen ein, um sich dort zu sammeln und so genug Energie für die letzte Stufe zu haben. Eine Verdoppelung des Wirkungsgrades scheint durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen. 1 kWp Leistung aus 3m² "Dach"Fläche ist doch der Traum eines jeden Reihenhausbesitzers mit Dachgaube. :D

Das Thema ist nicht neu.
Prof. Dr. Martha Lux-Steiner: Optische Hochkonversion und Nanotechnologie (2003)
Auch wenn es immer mal wieder Meldungen über Fortschritte
Photovoltaik-Forschungsdurchbruch: Australischer Forscher entwickelt "Turbobooster" für Solarzellen
dazu gibt.
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Re: Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon bower1988 » 23.04.2012, 20:25

Interessante Geschichte...hoffen wir mal, dass es in absehbarer Zeit was wird ;)
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Re: Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon Herrvolt » 23.04.2012, 20:35

Die Technik ist interessant, ändert aber nicht viel an den Problemen welche die PV hat:
Nachts scheint dann die Sonne immer noch nicht.
Bezahlbare Speicherlösungen gibt es noch nicht.
Billiger wird es dadurch wohl auch nicht nicht gleich.
Der PV-Strom ist die nächste Zeit wohl nicht so gewünscht, sonst wäre die Einspeisvergütung nicht so drastisch gesenkt worden.
Oder was ändert es, wenn diese Zellen auf den Markt kommen? :juggle:
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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Re: Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon Farmjanny » 23.04.2012, 22:36

Was ändert es?
Vielleicht, daß zumindest tagsüber (fast) immer genug Strom vom (begrenzten) Dach kommt, um sich zu versorgen. Überschüsse werden dann fallen gelassen, wenn sie nicht im Netz gebraucht werden (wenn die Technik günstig genug wird, um sich das zu erlauben).
Grüße von der Küste
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Re: Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon eggis » 24.04.2012, 09:39

Moin Herrvolt,
Herrvolt hat geschrieben:...was ändert es, wenn diese Zellen auf den Markt kommen?

man kann auch fragen, was bringt es überhaupt, den Wirkungsgrad zu erhöhen? Man hätte auch bei 12% für kristalline Zellen bleiben können. Besonders für mobile Anwendungen (Pkw/Lkw, Caravan, Boot) scheint hier ein Nutzen zu sein.
Herrvolt hat geschrieben:Nachts scheint dann die Sonne immer noch nicht.

Mit diesen Zellen kann länger Strom produziert werden. Auch diffuses Licht in der Dämmerung kann noch einen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Auch im Winter sollte eine höhere Leistung zu erzielen sein. Ungünstige Ausrichtungen können besser genutzt werden, da energiearme diffuses Licht besser genutzt werden kann.
Herrvolt hat geschrieben:Bezahlbare Speicherlösungen gibt es noch nicht.

Abwarten, das kommt schneller als man denkt.
Herrvolt hat geschrieben:Billiger wird es dadurch wohl auch nicht nicht gleich.

Es kommt wohl darauf an, was die "Behandlung" der Zellen kostet, damit sie diese neue Eigenschaft haben. Solange ein doppelter Wirkungsgrad nicht an einen doppelten Preis gebunden ist, sollte sich diese Technik rechnen.
Herrvolt hat geschrieben:Der PV-Strom ist die nächste Zeit wohl nicht so gewünscht, sonst wäre die Einspeisvergütung nicht so drastisch gesenkt worden.

Das ist ein anderes Thema. :roll:
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Re: Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon Ulenspiegel » 24.04.2012, 10:48

Die Steigerung der Leistung wurde IIRC durch organische Moleküle erzielt, also nichts, was eine sinnvolle Langzeitstabilität hat.
Selbst die Autoren waren in Interviews sehr vorsichtig, was die Praxisrelvanz anging. :-)
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Re: Hochkonversion - eine Technik mit Zukunft?

Beitragvon PV-Berlin » 24.04.2012, 15:36

Module mit sagen wir mal nahe 50% WG auf Modulebene haben einen hohen Markwert von deutlich > 3.000 € je kWp.
Denn dann lohnte es sich auf jeden Fall die im Bereich Schwertransport auf die Auflieger zu packen. Hier muss PV Strom nur gegen den versteuerten Diesel anstinken. Das geht fast überall in der Welt auf.

2,60 m mal 16 m sind das Maß, da passenden dann aber schon einige KWp drauf. Ob nun nur für die Thermo King Anlage oder auch für den Hybridantrieb, wenn der kommt. Aber selbst nur 3 KWp auf einem Kleinbus (Klimaanlage) lassen den Dieselverbrauch deutlich sinken. Da geht es ganz schnell um einige € am Tag! Bei einem Reisebus nimmt der Kompressor mehr als 5 KW Leistung! (Travego) Den Rest kann man sich ja mal selbst ausrechnen, in Ländern wie Spanien, der Türkei etc.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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