Geeignete Module für Einstrahlungen deutlich über 1kW/qm

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Geeignete Module für Einstrahlungen deutlich über 1kW/qm

Beitragvon Semillas » 02.03.2009, 11:54

Hallo,

ich plane auf der Kanareninsel La Palma eine Inselanlage für Testzwecke.

Diese Anlage muß ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben, sonst rentiert sie sich nie.
Aufgrund von gezielten Hindernissen des Monopolstromlieferanten ENDESA sind Einspeisungen über Kleinanlagen in das Netz so erschwert, daß man Sie nur nach einem langwierigen Rechtsstreit erzwingen könnte. (Der Strombetreiber verlangt eine Einspeiseleitung bis zur nächsten Trafostation)

Da ich nur geringe, angelesene Kenntnisse habe, bitte ich um Hilfe:

Welche Module sind überhaupt so konzipiert, daß sie das Einstrahlungs-Plus, was wir hier gegenüber Mitteleuropa haben, tatsächlich in Strom umsetzen?

Gruß

Peter
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Beitragvon pv-muenchen » 02.03.2009, 12:29

a) Dir ist schon bewusst, dass die Leistung eines Moduls bei 150Watt/qm, wenns teurer sein darf vielleicht auch bei 180Watt, liegt und rein physikalisch auf absehbare Zeit nicht über 250W/qm steigen kann?!

b) "sonst rentiert sie sich nie", hm, wenn sie sich in E (Festland) rentiert sollte sie sich erstrecht auf La Palma rentieren...

c) "Welche Module sind überhaupt so konzipiert, daß sie das Einstrahlungs-Plus, was wir hier gegenüber Mitteleuropa haben, tatsächlich in Strom umsetzen?"

Alle - oder versteh ich deine Frage nicht?
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Beitragvon Semillas » 02.03.2009, 12:57

Hi pv-muenchen,

die Amortisationszeit wird auch bei uns sehr lang, wenn nicht eingespeist werden kann. Natürlich rentiert sich die Anlage irgendwann (lange Haltbarkeit vorausgesetzt) , aber bevor ich den Versuch starte und ein paar tausend Euro investiere, versuche ich den Break Even Point lieber erst einmal zu bestimmen.

Sieht die Rechnung ungünstig aus, dann lasse ich die Finger lieber davon.

Ich gehe doch mal davon aus, daß die Kennlinien von Modulen unter Feldbedingungen sehr unterschiedlich sind und mir ist klar, daß es je nach Typ ein Maximum an Leistung gibt, ganz egal was ich einstrahle.
Dieser maximale Wirkungsgrad ist aber unter Laborbedingungen bestimmt und entspricht natürlich nicht den Feldbedingungen.

Was ich brauche sind Kennlinien oberhalb der Testnorm, also Bestrahlungsstärke bis 2000W/m2 und Zelltemperatur bis 70°C
Gibt es eigentlich solche Kenndaten für verschiedene Module, oder muß man sich die selbst erstellen?

Gruß

Peter
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Beitragvon pv-muenchen » 02.03.2009, 13:36

Ich hätte beim 1. Mal lesen besser auf dein Wort "Einstrahlung"achten sollen, sorry... dann hätt' ich beim 1. mal verstanden worauf du hinauswillst ;- )

Viell. schaust du mal hier
http://sonnenertrag.eu/index.php?&lang=es
oder hier
http://www.solarweb.net/forosolar/

ich könnt mir vorstellen, dass da mehr Erfahrung mit heissen sonnigen Modulen vorhanden sind?
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Beitragvon RainerN » 02.03.2009, 13:40

Semillas hat geschrieben:Was ich brauche sind Kennlinien oberhalb der Testnorm, also Bestrahlungsstärke bis 2000W/m2
Gruß

Peter


Schau doch mal hier:

http://www.pvaustria.at/content/page.asp?id=62

und dann sag mir mal, wie Du auf diese Einstrahlungswerte kommen willst... 8)

Gruß Rainer
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Beitragvon I-V » 02.03.2009, 16:28

Hallo,
durch Reflektionen (besonders bei lockerer Bewölkung über dem Meer) kann die auf der Erdoberfläche gemessene Globalstrahlung größer sein als die Solarkonstante 1367 W/m² (die übrigens auch nicht soo konstant ist). Aber bei 2000 W/m² würde ich mal nachschauen, ob die Einstrahlung vielleicht durch reflektierende Elemente in der Nähe verstärkt wird.
http://www.kippzonen.com/?faqcategory/3 ... eters.aspx
Ciao
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Beitragvon RainerN » 02.03.2009, 16:49

I-V hat geschrieben:Hallo,
durch Reflektionen (besonders bei lockerer Bewölkung über dem Meer) kann die auf der Erdoberfläche gemessene Globalstrahlung größer sein als die Solarkonstante 1367 W/m² (die übrigens auch nicht soo konstant ist). Aber bei 2000 W/m² würde ich mal nachschauen, ob die Einstrahlung vielleicht durch reflektierende Elemente in der Nähe verstärkt wird.
http://www.kippzonen.com/?faqcategory/3 ... eters.aspx
Ciao
I-V


Klar, auch mit Konzentratoren kann man die Einstrahlung auf eine Zelle / ein Modul erhöhen....

Hier liegt aber mal wieder, denke ich, eine Verwechslung vor zwischen der Einstrahlung an sich in Watt pro qm und der jährlichen Einstrahlung in kWh pro qm...

Egal,
für das Modul spielt beides keine Rolle,
bei Konzentratoren nur die Temperatur.

Gruß Rainer
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Beitragvon pv-muenchen » 02.03.2009, 20:04

Es lag also nicht alleine an mir mit der Irritation ;- ) puhhh

Aber was Semillas meint ist doch einfach, wie aussagekräftig sind "Standard"-Testbedingungen zb Temp. von -40 bis +85° wenn die "normale" (Luft-)Temperatur in der Sonne schon 30-60° sind und wie verhalten sich die Module wenn sie über 20 Jahre permanent an der Obergrenze betrieben werden?
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Re: Geeignete Module für Einstrahlungen deutlich über 1kW/qm

Beitragvon Retrerni » 02.03.2009, 20:21

Semillas hat geschrieben:Welche Module sind überhaupt so konzipiert, daß sie das Einstrahlungs-Plus, was wir hier gegenüber Mitteleuropa haben, tatsächlich in Strom umsetzen?

Also Du benötigst günstigerweise Module mit geringem Temperaturkoeffizienten (der Leistung bzw. Spannung).

Ciao

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Re: Geeignete Module für Einstrahlungen deutlich über 1kW/qm

Beitragvon wieso » 19.11.2011, 00:12

Hallo

wenn Du eine Inselanlage haben willst , musst Du von Anfang an in den sauren Apfel beisen

wenn Du dies nicht machst dann wirst Du auf Jahre immer nachbessern und mehr bezahlen

In deinem Fall siehts eher nach 8-10 kw PV aus und einer 1600 ah Batterie @ 48 volt

Kosten 11000 euro PV incl. Laderegler , plus7000- 8500 Euro Batterie plus 5000 Euro Inselwechselrichter und los gehts :wink:

Klar dein Stromverbrauch ist für ne Inselanlage recht ausgiebig ( wäschetrockner ist nicht mal hier in Irland notwendig :wink: )

Gruss Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
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