Frage an QCell-Experten

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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon PV-Berlin » 13.05.2011, 11:33

Ich bin ja ganz bestimmt kein PV Techniker, aber wenn ich so ein Bla Bla von einem Q-Cells Mitstreiter lesen muss, dann wird mir anders.
Sicher hat Dünnschicht noch Potential. Auch Solon SE sucht sein Heil in Kupfer plus ... Dünnschicht.

Zwei Sachen vergessen die Jungs Bei der Q-Cells schon immer: Die Kraft reicht nicht für 10 Kids. Irgendwann muss man sich mal entscheiden, was man will. Geld ist endlich. Zeit ist alles.
Als Bleistift hab ich ja wenig Ahnung von Technik, aber dafür eine Menge Erfahrung in Sachen Durchsetzungskraft. Es gibt einen ganzen Haufen Beispiele, wo sich die vermeidlich bessere Technologie nicht durchgesetzt hat.
FS muss für eine neue Fabrik neu Bauen (Gebäude) und insgesamt 250 Mill. $ in die Hand nehmen. Eine Modullinie der PV 2 kostet knapp 15 Mill. € . Logisch, dass die weniger schafft und man noch Zellen benötigt. Aber die stellen sie dir in 8 Wochen hin. Und dann ist die schon halb bezahlt, da fangen die bei Dünnschicht grade mit der Serienproduktion an. Schon deshalb kann man, sofern man nicht wie FS im Geld erstickt, kaum bei Dünnschicht mithalten. Wer nur einen kurzen Moment überlegt, was es FS kostet einen Wettbewerber plattzuwalzen, der muss schon selten kaufmännisch unbegabt sein, in Dünnschicht zu gehen.

Und auf Dächern in D. ist Platz nun mal mal knapp, daher der WG entscheidend. 2.000 Dächer a 5 bis 150 kWp machen auch ganz gut Mist. Da kann FS seine MWp Parks ruhig bauen. In Australien Freifläche würde ich logisch nur FS bauen. In D., sind aber schon die Freiflächen recht knapp. Zur Zeit haben beide Technologie genug Spielfläche und tun sich nicht weh. Was in 10 Jahren kommt?
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon richard82 » 13.05.2011, 11:59

Ich bin eigentlich ehrlich hier und momentan verschwinden viel mehr Dünnschicht-Produzenten wieder vom Markt oder sind schon verschwunden, als welche mit kristallinen Modulen, die expandieren eigentlich nur permanent. Nein, ich sehe das rein gar nicht so wie du.Scheinst dadurch dass du bei einem Dünnschicht-Produzenten arbeitest aber schon etwas vorbelastet zu sein, kann man dir auch nicht übel nehmen. :D


:D :D :D :D :D :D :D :D

ihr habt aber auch gute argumente.

also ich finde nicht das die Dünnschichthersteller verschwinden, ganz im gegenteil.

Bei uns im Solar Valley gibt es schon allein davon 4. Und unser betrieb expantiert jetzt auch mit noch größeren Fab`s.
Also ich weiß ja nicht wo du das aufgegriffen hast aber ich sehe das nicht so.



Sehr schön, nur traurig dass der Kunde und auch der Solarteur zunächst die Kinderkrankheiten ausbaden muss.

Unabhängige Institute haben herausgefunden das die Dünschichtmodule von Solibro die besten unter allen anderen, sie haben selbst ein Weltrekord erzielt.

In jeder Industriebranche ist das halt so, ob Auto, Fernsehr oder sonstwas, am anfang ist nunmal nicht alles ausgereift. :roll:

Welche unabhängigen Institute genau ? Wo wurden die Ergebnisse veröffentlicht ? Bitte mehr Details ! Ein Weltrekord beim Wirkungsgrad ist jaschön, aber bis zur Auslieferung entsprechender Module bleibt ein weiter Weg. Außerdem hat der Wirkungsgrad wenig mit den spezifischen erwirtschafteten jährlichen Erträgen der Betreiber zu tun, nur mit der Leistung die aus einer vorgegebenen Fläche geholt werden kann und da sind die kristallinen noch mit Abstand vorne.


Diese werden schon verkauft. Sehe ich doch bei uns, wir kommen mit der Produktion gar nicht mehr hinterher wie bestellt wird und das trotz alldem das bei uns seit 2 Jahren eine 2 Fab dazugekommen ist. :lol:


In Australien ist es, wie wir alle wissen etwas sonnenreicher als in Deutschland mit auch höheren Temperaturen. Da schneiden DS-Module wegen ihres besseren TK und anderen Effekten natürlich im Vergleich ein Stück besser ab.

Gerade deswegen sollten doch da die anderen Module besser oder genauso gut abschneiden! Aber es war nunmal leider nicht so.

Welche Zwischenfälle, Störungen sollte es deiner Meinung bei einem Test bei den unterschiedlichen Modultypen geben ?
Bitte benenne den Test hier mal genau ! Informationsuellen dazu ?

z.B. wie gesagt wurde Glasbruch oder Leistungseinbruch


[color=#0000FF]Das sehen viele Betreiber, auch ich, mit schon einigen Jahren Betriebserfahrung jetzt aber ganz anders.
Du kannst natürlich auf dein Dach bauen was du möchtest, auch wenn du nicht in Australien oder Asien wohnst. :D Wenn ich da arbeiten würde wo du bist hätte ich vermutlich auch deren Module auf meinem Dach, alles Andere wäre ja irgendwie merkwürdig oder sogar verdächtig.

naja wieso? Könnte mir auch die Kristallinien aufs Dach packen aber erstens sind die schwerer, bringen nicht so die Leistung wie ich haben will. Und von der Optik her gefallen mir diese ebend nicht aber das ist geschmackssache. :wink:

http://www.q-cells.com/de/solarmodule/referenzen/index.html


Und hier mal noch ein Testbericht. :mrgreen:

http://www.q-cells.com/de/unternehmen/investor_relations/unternehmensmeldungen/16022011_qcells_solarmodule_erzielen_spitzenertraege_im_testzentrum_desert_knowledge_australia_solar/index.html?pr=242

Mfg....richard
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon richard82 » 13.05.2011, 12:02

open source energy hat geschrieben:
richard82 hat geschrieben:
Also warum sollte ich mir was aufs Dach packen was nur bei Sonneneinstrahlung seine volle Leistung entwickelt? :?: :?: :!: :!: :!: :roll: :roll:



Dann packe doch noch von den "Diffuslichtgeneratoren" ein paar in den Lichtschacht der Kellerfenster. Dieses Ammenmärchen glaubt doch kein Mensch mehr! Hier fallen die meisten dem Prozentrechnen zum Opfer



Joar das ist ne gute idee :idea:

selbst da würden die mehr leistung haben als Kristalline aufn Dach bei sonnenschein :P :P :P :P
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon Boelckmoeller3 » 13.05.2011, 12:10

Richard,

ich denke du überbllckst die genauen technischen Zusammenhänge in der australischen Wüste, insbesondere auf Differenzen zwischen verschiedenen Modultypen im Bezug auf diffuses Licht, direktes Licht, Temperaturkoeffizienten, zeitweise auftretende reversible Degradationseffekte bei Dünnschichtzellen und kalten Temperaturen.... noch zu wenig, aber was nicht ist kann ja noch werden. :D
Und Mitteilungen aus dem Hause Q-Cells mit Verweis auf Tests in der australischen Wüste sind auch noch lange nicht gleichzusetzen mit neutralen Tests aus erster Hand aus Deutschland oder EU und für unsere Region wirklich kaum aussagekräftig.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon richard82 » 13.05.2011, 12:33

Hmmmm naja wenn du meinst, es war ja nur mal nen beispiel.
Es hat auch ein Deutsches Institut genau das selbe herausgefunden aber da weiß ich jetzt leider nicht mehr den namen des instituts oder i-netseite wo ich es gelesen habe.


Ich persönlich kenne ja auch viele die mit den Dünnschichtm. voll zufrieden sind.


Mfg....richard
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon Spekulatius » 13.05.2011, 14:03

PV-Berlin hat geschrieben:FS muss für eine neue Fabrik neu Bauen (Gebäude) und insgesamt 250 Mill. $ in die Hand nehmen. Eine Modullinie der PV 2 kostet knapp 15 Mill. € . Logisch, dass die weniger schafft und man noch Zellen benötigt. Aber die stellen sie dir in 8 Wochen hin. Und dann ist die schon halb bezahlt, da fangen die bei Dünnschicht grade mit der Serienproduktion an. Schon deshalb kann man, sofern man nicht wie FS im Geld erstickt, kaum bei Dünnschicht mithalten. Wer nur einen kurzen Moment überlegt, was es FS kostet einen Wettbewerber plattzuwalzen, der muss schon selten kaufmännisch unbegabt sein, in Dünnschicht zu gehen.


Es ist verwunderlich, dass Sie, als erfahrener Bleistift, nicht auf die Herstellkosten als wichtigste Kenngrösse zur Einschätzung der Wirtschaftlichkeit schauen.

First Solar Q42010: $0,75/Wp
Trina Q42010: $1,16/Wp

Selbst wenn Sie auf FS die Zusatzkosten der höheren BOS (etwa 7 uscent pro %Wirkungsgrad) dazurechnen liegen Sie deutlich unter Trina, dem chinesischen c-si Anbieter mit den niedrigsten Kosten.

Ausserdem machen Sie einen unsauberen CAPEX-Vergleich zwischen einer durchintegrierten Modullinie (FS) und einer Modulklitsche, die nur den letzten Schritt in der c-Si Wertschöpfungskette darstellt. Wenn Sie den CAPEX für die Polyherstellung, das Wafering, und die Zellen dazuaddieren, und die Summe als €/Wp Kapazität ausdrücken, werden Sie zu ihrem Staunen über FS liegen.

Der Spekulatius :mrgreen:
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon free solar » 13.05.2011, 21:59

Hallo
also ich hab Solibro Dünnschichtmodule von Q-Cells auf dem Dach. Heut musste ich leider nach 2,5 Jahren erste Schäden
(Glasbruch auf der Rückseite ) feststellen. Bin gespannt wie der Hersteller darauf reagiert.
Hat jemand schon die gleichen Schäden gehabt?
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon PV-Berlin » 16.05.2011, 08:22

FS möchte dieses Jahr bei den neusten Anlagen sogar unter 50 US Cent kommen. Wie sie das genau berechnen bleibt mir verborgen.
Viel wichtiger wäre ja die Frage, wieso sie auf Umsatz verzichten, obwohl sie alle Möglichkeiten dazu besitzen, die ausgebrachte Menge sogar deutlich zu erhöhen.
Rein theoretische Preise können einem eventuell die Tendenz aufzeigen, bringen aber dem Zubau erst mal nix.

Es ist gut möglich, dass bei einigermaßen akzeptablen Wirkungsgraden die Dünnschichttechnologie auf mittlere Sicht im Kommen ist. Zur Zeit sind alle außer FS tief rot.
Bei Si gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen, die nicht nur ihre Anlagen gut verdienen, sondern sogar echten Gewinn machen können. In D. sind schon Einige operativ beim Ergebnis negativ, von Zinsen Abschreibungen und ähnlich "unwichtigen" Kram gar nicht zu sprechen.

Die Distributionskosten sind bei fast alle Si Produzenten deutlich zu hoch. Da ist noch eine Menge Luft drin. Dazu muss aber erstmal der Besen richtig durchgehen. Auch sind die Kosten vieler Solarteure für die Beschaffung der Module viel zu hoch. Auch dort müssen die Kosten und die Kapitalbindung deutlich gesenkt werden.

Letztendlich wird über Erfolg oder Misserfolg nicht nur das Modul selbst entscheiden, sonder eine Summe von Faktoren, die vom Einkauf bis zur Montage auf dem Dach reichen. Bei größeren MWp Freilandanlagen gibt es auch noch genug Potential die Kosten zu senken. Nur dazu braucht es andere Formen der Finanzierung bzw. der Darstellung der Projekte.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon eggis » 30.11.2011, 13:57

Die Q-Cells-Tochter Solibro stellt mit der CIGS-Technologie einen neuen Weltrekord für Dünnschichtmodule auf.
CIGS DÜNNSCHICHT-TECHNOLOGIE ERZIELT WELTREKORDEFFIZIENZ VON 17,4%
Das Test"modul" hat zwar nur eine Fläche von 16cm², man rechnet aber damit, dass sich damit sehr schnell auch richtige Module mit hohem Wirkungsgrad herstellen herstellen lassen.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)

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Re: Frage an QCell-Experten

Beitragvon open source energy » 30.11.2011, 14:29

eggis hat geschrieben:Die Q-Cells-Tochter Solibro stellt mit der CIGS-Technologie einen neuen Weltrekord für Dünnschichtmodule auf.
CIGS DÜNNSCHICHT-TECHNOLOGIE ERZIELT WELTREKORDEFFIZIENZ VON 17,4%
Das Test"modul" hat zwar nur eine Fläche von 16cm², man rechnet aber damit, dass sich damit sehr schnell auch richtige Module mit hohem Wirkungsgrad herstellen herstellen lassen.


Die sollen die Zellen auf 5 oer 6 Zoll mit 18 oder 19% drucken und dann den "normalen" Modulherstellen zur Verfügung stellen. Das wäre doch echt ne bessere Alternative!
-------------------------
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