Dünnschicht oder Monokristallin

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Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon teichinger » 29.12.2011, 08:08

Hallo zusammen,

wir planen aktuell für unser Bürogebäude mit Lager eine PV-Anlage. Leider muss ich als absoluter Laie feststellen, dass das Themengebiet doch deutlich komplexer ist und weit über die Entscheidung China vs. Deutsch rausgeht.
Das Dach ist nahezu ein Flachdach mit ganz leichter Neigung. Das Lager ist mit Trapezblech gedeckt und das Bürogebäude mit Falzblech.
Bis auf eine Firma haben alle Monokristallin aufgeständert angeboten. Nur einer hat Dünnschicht angeboten. Spontan und auf Grund der eindeutigen Mehrheit habe ich auch zu Monokristallin tendiert. Aber nach weiteren Unterhaltungen bin ich leider nicht mehr ganz so sicher, manchmal hat ja doch die Minderheit recht. Die meisten Argumente gegen Dünnschicht basieren auf der Schadstoffbelastung, bzw. auf dem Thema Sondermüll. Mir wurden hier die Module „Solar Frontier SF155“ angeboten. Angeblich enthalten sie keine Schadstoffe?!
Wer hat Erfahrungen mit Dünnschicht, bzw. ist die Technik bereist ausgereift? Angeblich soll es ja die Technik der Zukunft sein, zumindest nach kurzer Google-Recherche. Andererseits möchte ich kein Versuchskaninchen sein und nach 15 Jahren mit nur noch 15% Leistung dastehen.

Ein weiteres Argument für Aufständern ist der Reinigungseffekt. Man hört, dass flach verlegte Module strak verschmutzen, da der Regen nicht mehr unterstützt.
Gibt es hier Erfahrungen, speziell mit Flachdächern?
Fragen über Fragen.
Schon mal vielen Dank für Eure Meinung.

Danke
Thomas
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon MBIKER_SURFER » 29.12.2011, 08:43

Hallo Thomas,

also die SF Module sind mehr oder weniger Schadstofffrei! Sondermüll sind die FS Modul mit Cadmium etc.

Würde immer Poly/Monomodule nehmen, da Du da ja mehr kwp aufs Dach bekommst. Es gibt genügend Forumsanalgen mit nur um die 8° Dachneigung, die noch keine Reinigung durchgeführt haben.

Außerdem hat ja DS keinen Preisvorteil mehr - das war bis 2010 anders.

Gruß
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon open source energy » 29.12.2011, 08:46

Unsere erste Anlage (meine eigene auf dem Wohnhaus meiner Oma) war eine DS Anlage! Wir haben DS im MWp Bereich installiert. Wenn wir Probleme mit Modulen haben, dann mit Dünnschicht. Wir würden im Moment DS nur dann einsetzen, wenn entweder der Hersteller PERSÖNLICH eine Bürgschaft für Schäden hinterlegt oder der Preis bei rund der Hälfte liegt. Die Messung und der Nachweis eines Leistungsabfalls ist kaum machbar, da es schwer ist DS genauer als +/-5% zu messen.

Es gibt nach meiner Einschätzung auch keinen Grund DS einzusetzen.

=> ziemlich genau die gleichen spezifischen Erträge wie Mono / Poly
=> WENIGER Flächenleistung
=> das Märchen des Diffusen Lichts konnten wir bislang noch nicht belegen.
=> zumal steckt hinter SOlar Frontier doch Shell wenn ich mich nicht irre. Und wie die sich aus dem GEschäft verabschiedet haben wissen wir doch :-)
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon Boelckmoeller3 » 29.12.2011, 09:51

Hallo,

nach meiner Auffassung sind die SF-Module doch alle gerahmt ? Bei einem flachen Dach ohne Aufständerung hat man einen Vorteil bezüglich wenig Schmutz insofern man rahmenlose DS-Module verlegt. Bei Aufständerung fällt der Vorteil sowieso weg.
Im Übrigen stimme ich meinen Vorschreibern zu, ich würde keine DS-Module zur Zeit nehmen außer der Preis der Module liegt bei etwa der Hälfte das kwP. Wieso soll man denn auch seine Dachflächen so uneffizient ausnutzen ?

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon Elektro und Umwelt » 29.12.2011, 11:12

open source energy hat geschrieben:Unsere erste Anlage (meine eigene auf dem Wohnhaus meiner Oma) war eine DS Anlage! Wir haben DS im MWp Bereich installiert. Wenn wir Probleme mit Modulen haben, dann mit Dünnschicht. Wir würden im Moment DS nur dann einsetzen, wenn entweder der Hersteller PERSÖNLICH eine Bürgschaft für Schäden hinterlegt oder der Preis bei rund der Hälfte liegt.


Das sind wieder so pauschale Aussagen.... :?
Wenn dann solltest Du wohl ein wenig genauer spezifizieren da Dünnschicht nicht gleich Dünnschicht ist! :wink:
Mit welchen Modulen habt Ihr denn Probleme?
Warum soll ein "Dünnschicht" Hersteller denn anders haften als ein "kristalliner"? Laut Deiner Auffassung sind Garantien doch ohnehin nichs wert? :roll:

open source energy hat geschrieben:=> zumal steckt hinter SOlar Frontier doch Shell wenn ich mich nicht irre. Und wie die sich aus dem GEschäft verabschiedet haben wissen wir doch :-)


Da irrst Du schon!
Shell hat seinerzeit lediglich die kristalline Modulsparte an SolarWorld verkauft. Die Gründe dafür sind auch hinlänglich bekannt und ich wüsste jetzt nicht was daran so "problematisch" gewesen sein soll?
Der CIS Bereich dagegen wurde behalten und gemeinsam mit Saint Gobain weiterentwickelt. Entstanden ist daraus:
http://www.avancis.de/
2009 hat Saint-Gobain dann alle Anteile übernommen.
:wink:

Gruß E&U
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon funky63 » 29.12.2011, 11:39

Doch stimmt schon, die SF-Technologie kommt von Shell Solar: http://www.solar-frontier.com/MainMenu/About-Us/1

So pauschal find ich die Aussagen von OSE gar nicht. Ist doch ganz konkret seine Haltung. Wobei natürlich schon interessant wäre zu erfahren, welche Hersteller denn nun genau gemeint sind...
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon Elektro und Umwelt » 29.12.2011, 11:58

funky63 hat geschrieben:Doch stimmt schon, die SF-Technologie kommt von Shell Solar: http://www.solar-frontier.com/MainMenu/About-Us/1


Das die Technologie von Shell stammt mag sein, jedoch "steht oder steckt" Shell nicht hinter SF

funky63 hat geschrieben:So pauschal find ich die Aussagen von OSE gar nicht. Ist doch ganz konkret seine Haltung. Wobei natürlich schon interessant wäre zu erfahren, welche Hersteller denn nun genau gemeint sind...


Von welcher Dünnschichttechnologie stammen denn die "Problemanlagen"?
- amorphes Si
- mikroamorph
- CIGS/CIS
- CaTe

Für mich bestehen da schon erhebliche Unterschiede! :wink:

Gruß E&U
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon open source energy » 29.12.2011, 12:55

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo,

nach meiner Auffassung sind die SF-Module doch alle gerahmt ? Bei einem flachen Dach ohne Aufständerung hat man einen Vorteil bezüglich wenig Schmutz insofern man rahmenlose DS-Module verlegt. Bei Aufständerung fällt der Vorteil sowieso weg.
Im Übrigen stimme ich meinen Vorschreibern zu, ich würde keine DS-Module zur Zeit nehmen außer der Preis der Module liegt bei etwa der Hälfte das kwP. Wieso soll man denn auch seine Dachflächen so uneffizient ausnutzen ?

Viele Grüße:

Klaus



Das stimmt nicht, egal ob mit oder ohne Rahmen, es hängt bei DS Modulen ab, in welcher Richtung die Module verbaut werden. Sind verlaufen die Zellen entlang der DN, so wird jede Zelle nur mit ein paar mm verschmutzt, die Auswirkungen sind daher recht gering, anders wie bei kristallinen Modulen, wobei auch dieser Effekt überschätzt wird. Hab auf dem Bürodach 5° kristalline Module sogar QUER verbaut und die Zellen haben so gut wie keinen Abstand zum Rahmen.
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon open source energy » 29.12.2011, 12:57

Elektro und Umwelt hat geschrieben:
funky63 hat geschrieben:Doch stimmt schon, die SF-Technologie kommt von Shell Solar: http://www.solar-frontier.com/MainMenu/About-Us/1


Das die Technologie von Shell stammt mag sein, jedoch "steht oder steckt" Shell nicht hinter SF

was hältst Du dann davon ...

Shell investiert auch in Erneuerbare Energien. Über die Unternehmenstochter Solar Frontier (bis 2010 Showa Shell Solar) expandiert Shell im Bereich der Photovoltaik, außerdem plant und betreibt Shell Windparks vor allem in den USA. Weiterhin soll die Erforschung und Entwicklung von Kraftstoffen aus Biomasse weiter ausgebaut werden, in diesem Segment ist Shell der weltgrößte Einkäufer und Anwender.[11] Shell engagiert sich ferner auf dem Sektor der Wasserstoffwirtschaft.


aus http://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Dutch_Shell
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Re: Dünnschicht oder Monokristallin

Beitragvon teichinger » 30.12.2011, 10:25

@all

Hallo zusammen,

jetzt ist noch ein dritter Ansatz mit angeboten worden, der auch interessant klingt.
Multikristalline Module (REC 240 PE) die ang. alle Vorteile der Welten kombinieren.
Sollen wohl auch ohne aufständern auskommen und diffuses Licht besser einfangen als mono und deutlich effektiver sein als Dünnschicht.
Es wird nicht leichter....

Danke und Grüße
Thomas
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