Alles über Photovoltaik Module...
Moderator: Mod-Team
von Ralf Hofmann » 12.07.2012, 20:10
Hallo zusammen,
um eine extrem preiswerte kleine PV-Anlage (1 - 1,5 kwp) zusammenzubauen suche ich mir gebrauchte Teile zusammen. Jetzt ist mir theoretisch klar, dass die Module von ihren elektrischen Werten her möglichst identisch sein sollten. In der Praxis wird das nicht möglich sein, wenn`s wirklich billig sein soll und ausserdem evtl. später erweitert wird.
Was kann ich in einem String mischen, ohne zu große Einbußen zu haben oder gar einen Schaden zu verursachen? Klar, nur gleiche Modultypen: 6" 60-Zeller kann man nicht wirklich mit 5" 72-Zellern mischen. Aber selbst bei 60-Zellern gibt`s ja locker 2-3 Volt Unterschiede im MPP.
Kosten verschiedene Module mit den genannten Spannungsunterschieden und ggfls. verschiedenen Temperaturkoeffizienten hier nur etwas Leistung oder sind die Auswirkungen größer?
MfG Ralf Hofmann _________________________________________________________________________ 30 kwp seit 12/2011 (Suntech STP 250er / SolarMax MT / SL 1000) + 23,6 kwp seit 4/2013 Meine Anlagen: viewtopic.php?t=72378.html
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Ralf Hofmann
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von Cristian_G_aus_P » 12.07.2012, 20:13
Die Frage ist was klein heisst
ich denke es wird leichter 4 gleiche Module günstig aufzutreiben als 3-4 verschiedene.. Oder?
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von Ralf Hofmann » 12.07.2012, 20:18
Hi, Cristian_G_aus_P hat geschrieben:ich denke es wird leichter 4 gleiche Module günstig aufzutreiben als 3-4 verschiedene.. Oder?
möglich. Bei eBay z.B. sind öfter mal einzelne Module älterer Bauart zu bekommen, Ausstellungsstücke oder welche, die noch als Reserve irgendwo `rumlagen. Die kosten dann ab und zu deutlich unter -,30 EUR/Wattp, an sowas dachte ich.
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von Helmut1 » 12.07.2012, 21:08
Ist bei der Frage ob so ein Mix funktioniert nicht die Spannung recht wurscht? Kommt es nicht primär darauf an, dass die Stromstärke jeweils recht genau zueinander passen muss? Die Spannung adiert sich doch nur im String. 
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von Cristian_G_aus_P » 12.07.2012, 21:24
der wichtigste Wert is meiner Meinung nach der Höchststrom lMpp gemessen in A..
is der kleiner als zum bsp 3 andere Module zieht das kleinste Module den string dort runter
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von Wolfsolar » 12.07.2012, 21:38
Hallo... Man nehme pro String immer die gleichen Module mit den gleichen Parametern, sonnst zieht das schwächste Modul den String runter, wie "Cristian_G_aus_P" schon meinte. Das hat mir auch mal ein guter Solateur gesagt und der muss es ja wissen. Mit sonnigen Grüßen Wolfsolar
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von JayM » 13.07.2012, 05:21
Ideal ist das natuerlich nicht. Aber Helmut und Christian haben den richtigen Hinweis gegeben, Strom bei MPP sollte moeglichst gleich sein, Spannungen addieren sich. Man kann mitunter auch 60 Zeller mit 48 Zellern zusammenschalten. 72 Zeller passen nicht dazu weil die mit 5 Zoll Zellen gemacht werden und geringere Stroeme liefern.
Die Leistungskurve um den MPP ist relativ flach. Wenn die Abweichungen nicht zu gross sind ist der Leistungsverlust gar nicht so gravierend.
Gruss Jochen Gesendet von meinem BASE Lutea 2 mit Tapatalk 2
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von Ralf Hofmann » 13.07.2012, 07:40
Hallo, danke an alle für die Hinweise. Eine Verständnisfrage habe ich aber doch: Helmut1 hat geschrieben:Ist bei der Frage ob so ein Mix funktioniert nicht die Spannung recht wurscht? Kommt es nicht primär darauf an, dass die Stromstärke jeweils recht genau zueinander passen muss? Die Spannung adiert sich doch nur im String. 
Der MPPT des WR stellt ja immer den MPP ein, abhängig von Zelltemperatur und aktueller Einstrahlung. Der MPP wird eingestellt, indem die String spannung etwas verändert wird, weil die Module im String abhängig von Zelltemperatur und aktueller Einstrahlung bei unterschiedlich hohen Spannungen ihre max. Leistung abgeben. Ist soweit richtig, oder? Wenn jetzt nur der IMPP der verwendeten Module gleich ist, dieser aber nur bei stark voneinander abweichendem UMPP erreicht wird, habe ich doch auch nix gewonnen, oder? Weil der MPPT dann ja nicht von allen Modulen den optimalen MPP einstellt, sondern nur einen Durchschnittswert, richtig? Ist das nicht genau das gleiche, wie identische UMPPs bei abweichenden IMPPs? Oder wiegt eine Abweichung im IMPP wirklich viel schwerer wie ein unterschiedlicher UMPP? Wenn ja, warum? Müssen nicht grundsätzlich in diesem Fall IMPP und UMPP aller verwendeten Module möglichst gleich sein?
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von Dachssolar » 13.07.2012, 08:19
Es widerspricht zwar dem "billig", aber eine Lösung wäre vermutlich "Solaredge".
War vor kurzem auf der Homepage und wenn ich mich recht erinnere, dann sollte das mit unterschiedlichen Modulen kein Problem sein...
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von Ralf Hofmann » 13.07.2012, 11:31
Hi, Dachssolar hat geschrieben:Es widerspricht zwar dem "billig", aber eine Lösung wäre vermutlich "Solaredge".
ja, das habe ich sogar damals bei meiner Neuanlage aus Kostengründen verworfen. Selbst Wettbewerber mit vergleichbaren Systemen (Tigo und andere) sind da nicht wirklich preiswerter. Da ist`s immer noch billiger, 10 gleiche Module zu kaufen und dafür mehr für`s WattP zu zahlen. Nee, es geht mir bei dieser Anlage nicht primär darum, das Optimum an möglicher Leistung herauszuholen. Das mache ich zwar sonst sehr gern, aber die Priorität liegt hier ganz klar auf den Systemkosten, die müssen maximal gering sein bei zuverlässigem Betrieb. Heisst im Klartext: Keine No-Name Brands, dafür gern ein fetter Kompromiss bei der Leistung, wenn die Betriebssicherheit und der Preis dafür stimmt. Die ganze Anlage mit etwa 1 - 1,5 kwp soll incl. allem nicht über EUR 500,- kosten (ohne Montage).
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