Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreibern

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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Jenenser2010 » 24.02.2012, 08:11

Hallo allerseits,

auch ich habe - aufgeschreckt durch die aktuelle neue politische Entwicklung - mich mal wieder hier blicken lassen.

Meine Meinung - wir als PV-Betreiber brauchen so schnell wie möglich eine starke, durchsetzungsfähige Interessenvertretung durch einen NEUEN Verband - gründet sich hier durch die Art und dem Inhalt der Diskussionen zwischen den Vertretern von PV-Forum und SFV.

Unsere Gegner werden solange die Oberhand behalten, wie wir zersplittert sind und uns mit Kleinkrieg das Miteinander schwer machen. Ich denke es bedarf einer breiten Basis, welche auch radikale Ansätze zulässt. Es geht uns doch nicht um Kassemachen, sondern um wirtschaftliche Anreize und Lösungen für die Realisierung sinnvoller Energiekonzepte zu schaffen.

Also bitte schafft einen neuen Verband in dem alle eine neue Heimat finden können. Dies wäre ein Zusammenschluss auf Augenhöhe, wo keiner sein Gesicht verliert - im Gegenteil. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Mit sonnigen Grüssen aus Jena,
Andreas
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Wolfgang Neumann » 24.02.2012, 17:18

Hallo zusammen,

Dank der Rundmail vom SFV zum Thema, haben sich ja ganz viele User (SFV-Mitglieder) neu im Forum angemeldet. Wie es ja in diesem Beitrag angeschnitten wurde, gibt es ja von einigen Mitgliedern konstruktive Kritiken am SFV. Da diese hier aber nicht reingehören wurde dafür ein eigener Thread aufgemacht.

Ich würde mich freuen, wenn man diesen neuen Thread dazu nutzen könnte zusammen mit den Mitarbeitern des SFV über vereinsspezifische Themen zu diskutieren. Schön wäre es wenn sich auch speziell die neuen User und SFV-Mitglieder hier beteiligen würden und es nicht nur bei Ihrer einmaligen Aussage: "Ich bin SFV Mitglied und alle ist gut" belassen würden, denn dies hätte dann den Eindruck einer gesteuerten Meinungsbildung im Forum, was der Sache und Bewertung dann ja nicht dienlich wäre.

Also bitte Eure Meinungen und / oder konstruktiven Kritiken zum SFV (aber bitte sachlich bleiben) im folgenden Thread: SFV - Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.

Danke

Hier kann es dann ja weitergehen mit der Diskussion zu neuen Interessenvertretungen.

Viele Grüße
Wolfgang
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Didilight » 26.02.2012, 12:58

Hallo zusammen,

ich finde es absolut enttäuschend, wie sich das hier entwickelt. Mit Verlaub, es macht mir den Eindruck, als würden hier kleine Machtspielchen betrieben. Es geht bei dem Thema doch um eine Neugründung einer Organisation von PV-Betreibern. Nachdem aber schon etablierte Vereine existieren, braucht es doch nicht zu wundern, dass über diese auch geschrieben wird - und was ggf. deren Defizite sind. Nur dann kann man doch beurteilen, ob man einen neuen Verein braucht und was dieser anders machen soll.

Meiner Meinung nach ist es absolut keine Themaverfehlung, wenn hier auch über existente Vereine geschrieben wird und wie diese von den Usern bewertet werden. Mindestens ist es kleinlich, die Beiträge zu verschieben - wenn man böse denkt könnte man meinen, es stünde eine Absicht dahinter.

Gruß, Didi.
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Solarstrom_Simon » 26.02.2012, 13:06

Warum nicht Verein mit Zentralen Einkauf und Unterstützung der Mitglieder? :idea:

Hier im Forum werden immer wieder Preise genannt die gut klingen. :oops:

Politische Arbeit ist wichtig und das Aufzeigen der Alternativen :wink:

Wir müssen ohne EEG Förderung auch Anlagen bauen können! :lol:

Wichtig ist das vorrangige Recht ein Zuspeisen ins Strom Netz!

mit sonnigen Grüßen Josef Simon 8)
Für Energie Alternativen Solarstrom Simon aus Bayern München / Olching
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Kollektor » 26.02.2012, 13:16

Solarstrom_Simon hat geschrieben:Warum nicht Verein mit Zentralen Einkauf und Unterstützung der Mitglieder? :idea:


Das ist nicht die Kernkompetenz einer Betreiberorganisation, das kann der freie Wettbewerb besser. Außerdem betrifft dies nur einen sehr kleinen Teil der Mitglieder.
Sonnige Grüße
Kollektor
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Helios » 26.02.2012, 13:19

Didilight hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich finde es absolut enttäuschend, wie sich das hier entwickelt. Mit Verlaub, es macht mir den Eindruck, als würden hier kleine Machtspielchen betrieben. Es geht bei dem Thema doch um eine Neugründung einer Organisation von PV-Betreibern. Nachdem aber schon etablierte Vereine existieren, braucht es doch nicht zu wundern, dass über diese auch geschrieben wird - und was ggf. deren Defizite sind. Nur dann kann man doch beurteilen, ob man einen neuen Verein braucht und was dieser anders machen soll.

Meiner Meinung nach ist es absolut keine Themaverfehlung, wenn hier auch über existente Vereine geschrieben wird und wie diese von den Usern bewertet werden. Mindestens ist es kleinlich, die Beiträge zu verschieben - wenn man böse denkt könnte man meinen, es stünde eine Absicht dahinter.

Gruß, Didi.


Hallo Didi,

in diesem Thread geht es rein darum ob Betreiber es für notwendig erachten die Gründung eines Betreibervereins zu unterstützen. Das hat grundsätzlich mit dem SFV nichts zu tun. Erst die Rundmail des SFV hat zu Diskussionen um und über den Verein geführt.

Ich persönlich gehe unvoreingenommen an diese Initiative heran und sehe andere Vereine dadurch nicht gefährdet. Ich warte erst einmal ab was für Ziele der neu zu gründende Verein formuliert, wer die Initiatoren überhaupt sind und was im Ganzen dahinter steckt.
Teilweise wird ja gerade so getan als ob hier der Untergang des SFV herbei geführt werden soll, was mit Sicherheit nicht der Fall ist.

Gruß Helios
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon eckard » 26.02.2012, 18:05

Hallo PV Enthusiasten
Einen Verein, der technische, politische, wirtschaftliche und weitere Kompetenz bündelt gibt es schon seit mindestens 20 Jahren. D.h. diese Leute haben auch Erfahrung! Siehe http://www.sfv.de
Noch einen gründen hilft in der Sache nicht weiter, sondern sorgt nur für Zersplitterung der Interessenten.
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Didilight » 26.02.2012, 21:27

Ich bin derselben Meinung wie Eckard. Übrigens, herzlich willkommen im Forum!

Helios hat geschrieben:in diesem Thread geht es rein darum ob Betreiber es für notwendig erachten die Gründung eines Betreibervereins zu unterstützen. Das hat grundsätzlich mit dem SFV nichts zu tun. Erst die Rundmail des SFV hat zu Diskussionen um und über den Verein geführt.


Helios, natürlich hat das was mit dem SFV zu tun. Der SFV ist DER Betreiberverein; zumindest einer der wichtigsten und kompetentesten, so weit ich das beurteilen kann.


Trotz allem bin ich ebenfalls der Meinung (wie viele andere hier), dass es ein ernstes Problem mit der öffentlichen Wahrnehmung unserer Interessen gibt. Es gibt zu wenig und auch zu wenig plakative Öffentlichkeit. Da tun sich die 4 von der Steckdose mit ihren riesigen PR-Abteilungen und ihrer finanziellen Stärke naturgemäß etwas leichter. Man erinnere sich nur an die seitenfüllenden Kampagnen der Energiekonzerne. Um dem etwas entgegensetzen zu können, glaube ich nach wie vor, dass wir unsere (ohnehin vergleichsweise schwachen) Kräfte bündeln sollten.

Didi.
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon Frank Busse » 27.02.2012, 12:16

Helios hat geschrieben:in diesem Thread geht es rein darum ob Betreiber es für notwendig erachten die Gründung eines Betreibervereins zu unterstützen. Das hat grundsätzlich mit dem SFV nichts zu tun.

Ob für eine definierte Aufgabe eine Neugründung erforderlich ist, hat natürlich mit der Frage zu tun, ob existierende Institutionen diese Aufgabe bereits erfüllen. Und offensichtlich stand ja auch die persönliche Frustration von Jürgen Haar über das nach seiner Ansicht mangelhafte Auftreten des SFV mindestens im Hintergrund der Umfrage. Die Rundmail des SFV und die Reaktionen auch vieler Stammmitglieder hier im Forum haben die Diskussion dieser Frage völlig zurecht in den Vordergrund gerückt.

Ich persönlich bin zwiegespalten: Natürlich ist es für den SFV erfreulich, wenn viele Betreiber Mitglieder werden - aber ein Lobbyverein vergleichbar dem ADAC, wie ihn Jürgen Haar in der Umfrage anregt, kann und soll der SFV m.E. nicht sein.

Die Gemeinsamkeit aller Betreiber, die ein Lobbyverein vertreten könnte, wären insbesondere deren wirtschaftliche Interessen - etwas platt formuliert: "möglichst viel Geld herausholen!" Der SFV hat dagegen eine primär ideologisch begründete Zielsetzung: "100 % Erneuerbare - so schnell wie möglich!" - die in der Satzung des SFV verankerte "Interessenvertretung der dezentralen Solarstromeinspeiser" ist (nur) Mittel zum Zweck, und geht m.E. nur soweit, wie sie dem übergeordneten Vereinsziel dient. Um den Unterschied zu verdeutlichen:

  • Der SFV kritisiert ausdrücklich die Errichtung von Freiflächenanlagen - was den Interessen der Betreiber dieser Anlagen deutlich zuwiderläuft.
  • Wenn der SFV zu der Erkenntnis kommen sollte, dass die Förderung neuer PV-Anlagen seinem Vereinsziel widerspricht, würde er diese ablehnen - offensichtlich entgegen den Interessen der Betreiber.
  • Die hier angedachten Aufgaben eines Betreibervereins (wie des ADAC) als Einkaufsgemeinschaft wird der SFV nicht erfüllen.
  • Im Gegensatz zu einem Lobbyverein der Betreiber sind im SFV auch viele Menschen organisiert, die selbst (noch) keine Anlage betreiben.

Ich persönlich kann mir ein Nebeneinander des SFV mit einem Betreiberverein - und auch eine freundschaftliche Zusammenarbeit und gegenseitig befruchtende Ergänzung - gut vorstellen. Beide können getrennt marschieren und - wo sich die jeweiligen Ziele decken - gemeinsam agi(ti)eren.
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Re: Umfrage zur Gründung einer Organisation von PV-Betreiber

Beitragvon amoss » 27.02.2012, 16:07

Frank Busse hat geschrieben:Die Gemeinsamkeit aller Betreiber, die ein Lobbyverein vertreten könnte, wären insbesondere deren wirtschaftliche Interessen - etwas platt formuliert: "möglichst viel Geld herausholen!" Der SFV hat dagegen eine primär ideologisch begründete Zielsetzung: "100 % Erneuerbare - so schnell wie möglich!" - die in der Satzung des SFV verankerte "Interessenvertretung der dezentralen Solarstromeinspeiser" ist (nur) Mittel zum Zweck, und geht m.E. nur soweit, wie sie dem übergeordneten Vereinsziel dient.

Hallo,
das jüngste Posting von Frank Busse gefällt mir in diesem thread besonders gut.
Es bringt genau das auf den Punkt, was auch mir wichtig ist.

Und es stellt für mich endgültig klar, dass nun doch tatsächlich ZWEI große Verbände notwendig sind.

Denn wenn der SFV sich NUR der (extrem wichtigen!) ideologischen Arbeit widmen will, steht für mich fest, dass es einen zweiten Verein braucht, der auch die wirtschaftlichen Interessen ALLER PV-Betreiber abdeckt. Denn das fehlt definitiv und ist auch notwendig.

Und ich bin sicher, dass anders als zur Pionierzeit der PV die Mehrheit der PV-Betreiber heute neben dem bloßen Umweltgedanken auch, oder sogar überwiegend wirtschaftliche Motive hat. Bei einer auch weiterhin nur ideologischen Ausrichtung des SFV geraten aber genau diese Betreiber - also wohl die Mehrheit - zunehmend ins Hintertreffen, was die Vertretung ihrer Interessen betrifft!


Ich persönlich bin der Meinung, dass mit zunehmender Reife eines Marktes die ökonomische Seite immer wichtiger wird, um die ideologischen Ziele überhaupt vollständig erreichen zu können.

Beispiel ist der Markt der BIO-Lebensmittel. Ziel war die Verbreitung solcher Lebensmittel. Anfangs nur von wenigen Idealisten gekauft war die reine Masse letztlich doch bedeutungslos. Damit lag aber auch das Ziel in weiter Ferne, nämlich möglichst viele biologische erzeugte Lebensmittel.
Heute sind BIO-Lebensmittel ein Massenmarkt, und zwar NUR WEIL damit sehr gut verdient werden kann. Ohne diesen guten Verdienst wären BIO-Lebensmittel nach wie vor nur eine winzige Nische und das Ziel wäre somit noch nicht annähernd so gut erreicht wie heute.

Ich bin sicher, dass man ökologische Ziele über den Umweg einer ökonomischen Optimierung schneller und nachhaltiger erreichen und in der breiten Bevölkerung verankern kann.
Idealistischer Radikal-Ökologismus, der mit Verboten, Vorschriften und finanziellen Nachteilen arbeitet, erzeugt nur Gegenwehr, selbst wenn er langfristig auch ökonomisch vorteilhaft wäre, was aber gar nicht sein muss. Solch ein Vorgehen missachtet ausgerechnet das natürliche Verhalten der Menschen, eigentlich ein Unding für eine ökologische Betrachtungsweise!

Wie im Kampfsport erreicht man aber mit der Brachialmethode sein Ziel meistens schlechter. Man muss den Gegner "mitnehmen", selber arbeiten lassen.
Gruß,
amoss

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