| Autor |
|
mister5
Stammmitglied

Angemeldet: 21.02.2006
Beiträge: 75
|
Verfasst am:
16.08.2007, 23:50 |
 |
Hallo an alle hier im Forum,
ich plane zur Zeit den Bau einer 29,71 KW-Anlage mit ASE300Gt/FT 310W Modulen und 3 SMA 8000 sowie einem 4200TLHC.
Die Anlage soll auf einem landwirtschaftlichen Gebäude, Scheune entstehen.
Nun folgendes Problem:
Die Scheune steht 550m außerhalb der Ortschaft sowie 500m vom Trafo des Netzbetreibers (eon) entfernt.
Da in diesem Gebäude, sowieso ein Stromanschluss benötigt wird, habe ich mir von der eon ein Angebot über die Verlegung des Kabels über 500m mit allen Erdarbeiten, sowie Anschlüssen machen lassen und komme auf ca. 15.000Euro.
So, nun habe ich der eon mitgeteilt, dass ich gerne von diesem Ort in das Netz mit meiner Photovoltaikanlage einspeisen möchte, und bekam als Antwort, dafür müsse man ein weiteres Kabel zum Trafo legen?
Es sollte doch über ein Kabel, Strom bezogen werden können, sowie auch eingespeist werden, oder liege ich hier falsch?
Das Problem ist nämlich das Kabel kostet ca. 7000Euro, und für 21000Euro ist die Geschichte wieder uninteressant für mich?
Oder hat gar eon die Pflicht einen %-Anteil der kosten zu Übernehmen?
Ich wäre für jede Antwort dankbar.
Mit sonnigen Grüßen
Florian |
|
|
|
 |
Google-Werbung
|
Verfasst am:
|
 |
|
|
 |
Alexander Haelbich
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 18.07.2006
Beiträge: 469
Wohnort: München
|
Verfasst am:
17.08.2007, 04:56 |
 |
Hallo mister5,
der beantragte Stromanschluß hat ja 550 m Leitung, wem wird diese Leitung gehören? Wo wird der Stromzähler für den Hausanschluß stehen vor der Leitung in deiner Scheune oder nach der Leitung nahe am bestehenden Stromnetz? Klär das bitte auf, dein Problem ist je nach Gegebenheit ein schwierig zu lösendes oder sehr einfach zu handhaben.
Sonnige Grüße |
|
|
|
 |
mister5
Stammmitglied

Angemeldet: 21.02.2006
Beiträge: 75
|
Verfasst am:
17.08.2007, 08:00 |
 |
Hallo Alexander,
also es sieht so aus,
bis jetzt sollte die Leitung mir gehören, und der Zähler wird in der Scheune gesetzt, im Schlatschrank,
also direkt bei der Photovoltaikanlage.
Mit sonnigen Grüßen
Florian |
|
|
|
 |
Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 3681
|
Verfasst am:
17.08.2007, 08:24 |
 |
Hallo,
im Moment läuft hier ein ganz ähnliches Projekt, allerdings auf einer Scheune neben einem Wohngebäude. Die Anlage hat 30kwP und wird nächste Woche in Betrieb gehen., Es liegt auch auf einem Hof am Rand des Ortes und ein Kabel geht bereits von dort direkt zur Trafostation in etwa 400-500m Entfernung.
Das Kabel hat 70mm² und bei symetrischer Drehstrom-Einspeisung entstehen den Stadtwerken noch nicht einmal große Verluste.
Du hast es vielleicht mit EON etwas ungeschickt angefangen, im Prinzip braucht es nur 1 Kabel. Was hat das Kabel für einen Querschnitt ?
Vielleicht ist es knapp dimensioniert und sie möchten jetzt mehr Querschnitt haben?
Oder man schikaniert gerne ?
Ich hätte jetzt gesagt, erstmal Stromanschluß legen lassen und dabei interessiert den Kabelqerschnitt monitoren.
Danach ist es bis 30kwP alleinige Sache von EON die PV-Anlage anzubinden
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
|
|
 |
mister5
Stammmitglied

Angemeldet: 21.02.2006
Beiträge: 75
|
Verfasst am:
17.08.2007, 08:40 |
 |
Hallo Boelckmoeller3
bei dem Kabel, dass ich zu der Scheune legen werde, handelt es sich um ein
NAY2Y-J 4x150 qmm, wurde so von der eon ausgewählt.
ich denke das sollte reichen für ca. 30kwP-Anlage.
Das Proplem ist, wenn die Erdarbeiten begonnen haben, dann möchte ich natürlich nicht 2Wochen später wieder alles Aufgraben müssen und eine weitere Leitung verlegen müssen.
Gruß
Florian |
|
|
|
 |
Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 3681
|
Verfasst am:
17.08.2007, 10:02 |
 |
Hallo Florian,
150mm² reicht locker bei 500m aus.
Bei 30kw-Drehstromeinspeisung bleibt EON da unter maximal 1 % Kabelverluste bis zur Trafostation.
Das mit dem zweiten Kabel ist nicht notwendig und könnte man als Schikane ansehen.
Da Du jetzt schon "die schlafenden Hunde" aufgweckt hast, würd ich vorschlagen entweder mal beim zuständigen EON-Sachbearbeiter die Beweggründe zu hinterfragen oder besser Möglichkeit 2 :
EON geschickt in die Richtung bekommst.
Ich denke, wenn Du deinen Stromanschluß zuerst in Betrieb nimmst und dann etwas später mit Einspeisung bis 30kw beginnst, ist Alles so vom EEG abgedeckt und EON kann nichts machen.
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
|
|
 |
mister5
Stammmitglied

Angemeldet: 21.02.2006
Beiträge: 75
|
Verfasst am:
18.08.2007, 11:23 |
 |
Hallo Klaus,
danke erstmal für deine Antwort.
Ich werde mich am Montag mal mit den Herren von der eon unterhalten.
Sollte noch jemand Erfahrung mit solch einem Fall haben, wäre das sehr hilfreich.
Grüße
Florian |
|
|
|
 |
Atommafia
Forumsinventar

Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 636
|
Verfasst am:
18.08.2007, 21:29 |
 |
Tach
| Boelckmoeller3 hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Florian,
150mm² reicht locker bei 500m aus.
Bei 30kw-Drehstromeinspeisung bleibt EON da unter maximal 1 % Kabelverluste bis zur Trafostation.
Das mit dem zweiten Kabel ist nicht notwendig und könnte man als Schikane ansehen.
Viele Grüße:
Klaus |
EVU-Netzberechnungen sind etwas aufwendiger, es werden nicht nur Verluste phi x Daumen berechnet, diverse Vorgaben zB DIN VDE IEC, Netzqualität, Spannungsober und -untergrenzen, auch wenn mal nicht die Sonne scheint usw
Und wenn zB ein Querschnitt von 150 mm² Alu nicht ganz ausreicht,
dann nimmt man kein Querschnitt von 185 mm² oder 240 mm², sondern
2 Kabel a 150 mm² , das läßt sich leichter verlegen und man spart den
Aufwand den Kleinkram wie Klemmen, Muffen usw in 185 /240 mm²
vorhalten zu müssen
MfG |
|
|
|
 |
stätzlinger
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 14.04.2007
Beiträge: 395
|
Verfasst am:
19.08.2007, 08:00 |
 |
Bei 500 m Kabel 150qmm hat man bei 12200 Watt 2,5 % Leitungsverlust. Mit 2 Kabeln nur 1,25 %. Da der Zähler an deiner Scheune hängt ist der Leitungsverlust nicht dein Problem.
Sag dem EVU, daß Sie ein zweites Kabel haben können wenn sie sich an den Kosten von 21000 Euro zur Hälfte beteiligen. Das werden sie aber nicht machen. 1% von 30000 KW im Jahr sind 300 KW. Bei einem Durchschnittseinkaufspeis aus Atom und Kohlekraftwerken von nur wenigen Cent pro KW sind das ein paar Euro im Jahr. Lieber 300KW mehr beim Atomkraftwerk abnehmen als wegen 300 KW teure Netzverstärkung betreiben.
Es läuft darauf hinaus, daß das 150 qmm verlegt wird. Dein Antrag auf Einspeisung mit einer PV Anlage kann nicht abgelehnt werden. Aber höchstwahrscheinlich werden sie eine symmetrische Einspeisung verlangen. Also keine Phasenunterschiede. Die drei 8000er gehen in Ordnung, den 4200er kannst du dann vergessen. Weglassen oder drei 1500er.
Stätzlinger,  |
|
|
|
 |
Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 3681
|
Verfasst am:
19.08.2007, 08:49 |
 |
| stätzlinger hat Folgendes geschrieben: |
Bei 500 m Kabel 150qmm hat man bei 12200 Watt 2,5 % Leitungsverlust. Mit 2 Kabeln nur 1,25 %. Da der Zähler an deiner Scheune hängt ist der Leitungsverlust nicht dein Problem.
Sag dem EVU, daß Sie ein zweites Kabel haben können wenn sie sich an den Kosten von 21000 Euro zur Hälfte beteiligen. Das werden sie aber nicht machen. 1% von 30000 KW im Jahr sind 300 KW. Bei einem Durchschnittseinkaufspeis aus Atom und Kohlekraftwerken von nur wenigen Cent pro KW sind das ein paar Euro im Jahr. Lieber 300KW mehr beim Atomkraftwerk abnehmen als wegen 300 KW teure Netzverstärkung betreiben.
Es läuft darauf hinaus, daß das 150 qmm verlegt wird. Dein Antrag auf Einspeisung mit einer PV Anlage kann nicht abgelehnt werden. Aber höchstwahrscheinlich werden sie eine symmetrische Einspeisung verlangen. Also keine Phasenunterschiede. Die drei 8000er gehen in Ordnung, den 4200er kannst du dann vergessen. Weglassen oder drei 1500er.
Stätzlinger,  |
@stätzinger
Hallo, deiner Berechnung kann ich noch nicht so ganz folgen. Ich gebe ja zu, hatte spontan mit Kupfer gerechnet aber mit Alu komm ich jetzt bei 30kw (ist eigentlich schon mehr wie die WR können) symetrischer Einspeisung und 550m auf 1,9 % Verluste. Da aber natürlich nicht permanent die Maximalleistung eingespeist werden wird und die Verlustleistung im Kabel mit dem Strom quadratisch fällt kann man von etwa 1% im Langzeit-Mittel ausgehen.
Der kleine WR erzeugt Unsymetrie underhöht leicht die Gesamtverluste. Meiner Meinung nach kann EON aber hier keine symetrische Einspeisung vorgeben.
@atommafia
ich wollt hier keine wissenschaftliche Ausarbeitung machen sondern kurz das Wesentliche, nämlich die Kabelverluste berechen.
Deine anderen Aspekte werden in der Regel erfüllt.
Das EON noch nach allen anderen Normen, Verfahren und Gründen suchen wird es mister5 schwer zu machen ist mir eigentlich klar.
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
|
|
 |
Atommafia
Forumsinventar

Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 636
|
Verfasst am:
19.08.2007, 13:31 |
 |
Tach
| mister5 hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Alexander,
also es sieht so aus,
bis jetzt sollte die Leitung mir gehören, und der Zähler wird in der Scheune gesetzt, im Schlatschrank,
also direkt bei der Photovoltaikanlage.
Mit sonnigen Grüßen
Florian |
wo befindet sich der Hausanschlußkasten, die Übergabestelle EVU/Kundenanlage ?
In der Scheune oder als Kabelverteilerschrank am Feldrand ?
MfG |
|
|
|
 |
mister5
Stammmitglied

Angemeldet: 21.02.2006
Beiträge: 75
|
Verfasst am:
19.08.2007, 14:48 |
 |
Hallo Atommafia
der befindet sich in der Scheune.
Spielt das eine Rolle?
Gruß
Florian |
|
|
|
 |
Atommafia
Forumsinventar

Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 636
|
Verfasst am:
19.08.2007, 18:31 |
 |
Tach
| mister5 hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Atommafia
der befindet sich in der Scheune.
Spielt das eine Rolle?
Florian |
bis zur EVU-Eigentumsgrenze sind bei EEG-Anlagen bis 30 kW Netzverstärkungen zB ausreichende Kabelquerschnitte Aufgabe des EVUs
MfG |
|
|
|
 |
alexl
Neu hier

Angemeldet: 13.06.2007
Beiträge: 6
Wohnort: Rottweil
|
Verfasst am:
19.08.2007, 22:08 |
 |
Hallo,
habe ähnliche Situation. Geräteschuppen 500m auserhalb gelegen ohne Stromanschluss.
nachdem ich eine 29KW/p Anlage angefragt habe ist diese Nachricht gekommen:
"entsprechen ihres Auftrages haben wir den technisch und wirtschaftlich geeigneten Anschlusspunkt ermittelt. Aufgrund der mitgeteilten Anlagenleistung von insgesammt 29kw/kwp liegt der Verknüpfungspunkt (Energieübergabestelle) derzeit an der Anklemmung an der Niederspannungsverteilung der Umspannstation ....... "
Die Messeinrichtung ist beim Verknüpfungspunkt zu erichten
Die EnBw stell das also so hin, als hätte sie hier keinerlei Verpflichtung.
Ist daran also wirklich nichts zu machen?
Ein Bekannter der im nachbar Ort beim Energieversorger arbeitet gab mir die Information, die EnBw müsse die Kosten für die Leitung übernehmen solange die Anschlusskosten nicht höher als 25% der Anlagenkosten übersteigt....
Hat den davon schonmal jemand gehört?
Muss man einfach etwas Druck machen damit da was geht seitens der EnBw?
Danke für eure Hilfe!
Freundliche Grüße |
|
|
|
 |
Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 3681
|
Verfasst am:
19.08.2007, 22:46 |
 |
Warum wählt ihr denn immer nur die falsche Reihenfolge ?
Erst braucht ihr mal einen Drehstromanschluß in eurer Scheuer weil ihr meinetwegen da elektrisch heizen oder schweißen wollt oder irgendwas.. Aber nur zur Entnahme !
Und wenn das über die Bühne ist, kommt ihr auf die Idee mit der PV.
Nur so rum gehts doch eigentlich !
Ist doch klar wenn noch gar kein Anschluß da ist, werden die sich hüten die Leitungsverluste bei Einspeisung zu übernehmen
Eure Reihenfolge impliziert ja geradezu ein dickes Kabel bis zur Trafostation zu legen.
Würde doch jeder so verlangen, sitzen doch auch keine Deppen bei den EVUs, die man über den Tisch ziehen kann.
.
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
|
|
 |
|
|
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|