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 Montage bis an den Dachrand Sturmsicher machen Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Bill_Tecker
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Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 13:58 Nach oben

Hallo,
ich würde gerne aus Optischen- aber auch aus Flächengründen den PV Generator bis an den Dachrand montieren. Mir gefällt der "Dachziegelrahmen" optisch nicht.
Ich stelle mir einen sehr kleinen in Blechrahmen der DAchhaut vor.
Bevor jetzt die Anmerkung zur Windlast kommt. Das soll meine Frage sein.
Wenn ich die Seiten der Anlage, die bei normalen Wetter eine Hinterlüftung ermöglichen sollen mit "Klappen" bei Sturm verschließen kann, dann sollte ich doch eigentlich kein Problem mehr mit der Windlast haben. Die Klappen könnte man auch mit einem Windsensor koppeln.
Kennt jemand ein solches System?
Sieht jemand bei einer solchen Kösung noch Probleme mit der Windlast?

Wer ist hier noch an solchen Experimenten interssiert.
Vieleicht geht auch eine "Prollvariante" mit Spoilern die hohe Windspizen über die Anlage leiten.

Grüße
Bill
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Verfasst am: Nach oben

eifel-solar.de
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Angemeldet: 31.01.2007
Beiträge: 462
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BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 15:37 Nach oben

Hallo,

Bill_Tecker, den Aufwand kannste dir sparen. Die meisten Montagegestell-Hersteller emfhehlen zwar, ca. 1 m Abstand vom Ortgang einzuhalten, wir haben aber durchaus schon Generatoren bis an den Rand gebaut:

Im Randbereich jeden Sparren mit Dachhaken (mit mindestens 3 Holzschrauben) bestücken, diese möglichst stabil wählen und auch bei den Profilen mindestens eine Stärke von 40 x 60 mm einhalten - so verarbeitet haben diese Generatoren bei uns (in der Eifel) auch `Kyrill´ überlebt.

Gruss aus der Eifel:

Frank (eifel-solar.de)

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Fassadenanlage 2,96 kWp SSW, 45° MN
16 x Conergy E 185 P an Fronius IG 30 und
Aufdachanlage 5,28 kWp SSO, 40° DN
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Beiträge: 870
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BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 17:50 Nach oben

Moin Bill_Tecker,

denke auch der Aufwand lohnt nicht, habe meine Module auch bis auf eine halbe Ortgangziegelbreite an den Rand gelegt, Gebäude allerdings nicht so hoch.
Aber alleine das Verschließen der Seitenbereiche bringt da eh nicht viel, denn mindestens genauso stark ist der Sog über den Modulen wen der Wind um die Kante pfeifft, hier kann schon ein starker Sog entstehen.

Wir haben unsere Module, wie eifel-solar schon geschrieben hat, im Randbereich besonders gut befestigt und damit schon Windgeschwindigkeiten von 150Km/h in Böen problemlos überstanden.

Gruß von der sonnigen Nordseeküste
Roman

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sabre
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Beiträge: 168

BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 19:05 Nach oben

Wir hatten ebenfalls nie derartige Probleme; bei Belegung der gesamten Dachfläche wurden an den Rändern mehr Dachhaken verbaut und diese separat mit stärkeren und längeren Schrauben bestückt.
Wechsel-Richter
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Wohnort: 97892 bei Wertheim / Main

BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 20:57 Nach oben

Jep - genaus so hab ich das auch machen lassen. Bis an den Rand oben, links, rechts und unten sogar über die Dachrinne hinaus.

Einfach ein paar Dachhaken mehr, das wars.

Wie oben schon gesshrieben ist nicht der Wind, der zwischen Dach und Modul pfeift das Problem, sondern der Unterdruck (= Sog) auf der Windabgewandten Seite. Der sorgt normalerweise dafür, dass es die Dachziegel anhebt, die dann rausfallen und so Sturmschäden entstehen. Durch Winddruck auf der Wind zugenwanten Seite passiert weder den Ziegeln noch den Modulen etwas.

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Bild: http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=329
Bill_Tecker
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Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 21:44 Nach oben

Danke für die Erfahrungswerte.
Aber zu dem Sog der entsteht sei noch zu bemerken, der kann nur entstehen, wenn auch unter den Modulen die Luft durchströmt. Nur die Differenz der Strömungsgeschwindigkeit erzeugt den Unterdruck.
Aber ich denke es sind noch keinem Module aus der Fläche vom Dach gefallen. Oder?
Grüße
Bill
Ostfriesenstrom
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Angemeldet: 02.04.2006
Beiträge: 870
Wohnort: Ostfriesland

BeitragVerfasst am: 01.08.2007, 22:02 Nach oben

Moin Bill_Tecker,

aber dann wäre ja das seitliche Verschließen noch nachteiliger, denn dann hättest du ja nach der Theorie unter den Modulen Null Strömungsgeschwindigkeit und darüber danz viel, also besonders große Differenz Question Question

Gruß von der Küste
Roman

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heinros
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Beiträge: 265
Wohnort: Ostalbkreis/BaWü

BeitragVerfasst am: 02.08.2007, 19:08 Nach oben

Bin weder Physiker noch Statiker. Aber notorisch ungläubig, dass man bei einer Versicherung einen fairen Vertragspartner hat.
Wenn man seine Anlage also versichern will, sollte man der Versicherung nicht im Vorfeld leichtfertig Argumente geben, sich aus der Leistungspflicht zu verabschieden.
Wenn ein Gutachter hier sich an der DIN 1055 festhält und sagt, die Anlage entspreche wegen dem Randbau nicht den Vorschriften, kannst Du Dich auf jahrelange Prozesse einstellen und siehst keinen Cent.

heinros

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Ausrichtung Süd-West, Azimut: 30 Grad
450m über NN
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solar-Pfister
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Beiträge: 45
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BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 01:57 Nach oben

Hallo Bill,

es gibt Leute die notorisch das "Schlechte" in einem....oder vielen Menschen sehen, und es gibt Leute die jede Vorschrift.....sofern es eine geben sollte....für "Alle" als "gegeben hinnehmen" ohne zu fragen, ....desweiteren gibt es Leute....darunter auch Solarteure, die ihren Beruf ernst nehmen und die Vorgaben von Normen als selbstverständlich annehmen und das so umsetzen dass deiner zukünftigen Anlage nix passieren sollte....das setze ich einfach mal voraus....der Ruf nach Einhaltung irgendwelcher DIN-Normen mag zunächst mal einleuchtend klingen, aber wenn man sich die Norm mal anschaut so stellt man fest, dass sie sich mit Problemen beschäftigt die bei uns im Remstal wohl eher unvorstellbar sind, es sei denn wir steuern demnächst in Richtung einer neuen Eiszeit zu......wie war das noch mit der Klimaerwärmung? Palmen im Remstal?

Also nix für ungut, ich denke bau es so wie du willst, dein Solarteur wird schon wissen was er tut....und wegen der Versicherung brauchst dir auch keinen Kopf zu machen....beim ersten Schaden, wenn er denn jemals eintreten sollte, werden sie wohl auf jeden Fall zahlen (müssen), danach sieht es wohl anders aus,

Gruß, solar-Pfister Schorndorf

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Betatester
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BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 09:51 Nach oben

Mich wundert der Thread, aber vor allem die Antworten doch sehr.

Den ganzen Zeitraum wo ich hier im Forum aktiv bin, wurde im Prinzip ausnahmslos abgelehnt die Module bis zum Rand zu bauen auf Hinblick der DIN bzw. des Sturmes.

Mit keiner Silbe wurde davon gesprochen das dort "mehr Haken an den Rändern" genügt um das Problem zu lösen.

Also Leute was ist nun wirklich sache ?

-Ist es erlaubt ?
-Welche Verstärkung am Rand muss gegeben sein ?
-Was sagt die Versicherung ...vor allem wenn es den Solateur nicht mehr geben sollte..... Confused ?

Nochmal, ....das in diesem Thread auf einmal grundsätzlich ganz andere Meinungen zu früher geäußert werden, verwundert mich doch stark.

Beta

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Beiträge: 58
Wohnort: Emmerich

BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 11:22 Nach oben

Betatester hat zum Teil Recht.

Ich bin zwar nicht der Experte, habe jedoch eine Tabelle von Schletter gesehen wo die Randbelegung mit Verstärkungen nach DIN möglich ist.

ABER, das war abhängig von der Windlastzone, der Umfeldbebauung, der Höhe des Gebäudes, usw.

Somit wie fast immer im Leben, möglich ja, aber es kommt auf die Umstände an.

_________________
4,25kWp = 25x Conergy S170M (Suntech),
18x 45° Neigung, Ausrichtung 220°, SB3300TL
7x 52° Neigung, Ausrichtung 220°, SB1100
Schletter, Solarlog 400e
Terrassendach teiltransparent, Ertex-Solar, 2,15kWp an SB2100TL
eifel-solar.de
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 31.01.2007
Beiträge: 462
Wohnort: Eifel

BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 12:17 Nach oben

Hallo!

beta hat Folgendes geschrieben:
Den ganzen Zeitraum wo ich hier im Forum aktiv bin, wurde im Prinzip ausnahmslos abgelehnt die Module bis zum Rand zu bauen auf Hinblick der DIN bzw. des Sturmes. Mit keiner Silbe wurde davon gesprochen das dort "mehr Haken an den Rändern" genügt um das Problem zu lösen.


Also: Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, den Genarator nicht bis an die Ortgangziegel zu bauen und vermeide es möglichst (auch unter dem Aspekt an einem ungesicherten Dachrand herumturnen zu müssen). Zu Beginn des Threads, Beta, wurde jedoch gefragt was man tuen könne, wenn man das denn doch will und ob es sinnvoll sei Bleche, Windleitbleche oder Spoiler zu verbauen - was ich für Unsinnig halte. Darauf bezog sich meine Antwort.

Wenn es nicht anders möglich oder ausdrücklich vom Kunden gewünscht ( wie hier - aus optischen Gründen ), verfahren wir so, um mögliche Schäden, bzw. Regressansprüche der Versicherungen zu vermeiden.

Gruß aus der Eifel:

Frank (eifel-solar.de)

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Bill_Tecker
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Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 05.08.2007, 18:27 Nach oben

Ostfriesenstrom hat Folgendes geschrieben:
Moin Bill_Tecker,

aber dann wäre ja das seitliche Verschließen noch nachteiliger, denn dann hättest du ja nach der Theorie unter den Modulen Null Strömungsgeschwindigkeit und darüber danz viel, also besonders große Differenz Question Question

Gruß von der Küste
Roman


Na gut die Geschwindigkeitsdifferenz bei einem umströmten Körper.
Wenn also keine Wind drunter kommt kein Sog.

Ansonsten stelle ich also fest- geht bis zum Dachrand, einige Gestellhersteller haben ja sogar Empfehlungen.
Ich denke ich werde dann mehr Dachhacken nehmen und noch einen kleinen Überstand am Dachrand anbringen, um eventuelle schädliche Böen ein wenig zu verwirbeln.

Werde aber wohl erst im Herbst den Bau soweit haben, dass ich dann mal über die Erfahrungen berichten kann.
Grüße
Bill
verlierer
Stammmitglied
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Angemeldet: 25.06.2007
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 11.08.2007, 22:03 Nach oben

CBACK CrackerTracker Professional

Eintrag erfolgreich gelöscht!
sand-pit
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Angemeldet: 11.07.2006
Beiträge: 652
Wohnort: Geldern Niederrhein

BeitragVerfasst am: 12.08.2007, 10:04 Nach oben

Hi alle,

...bin auch bis an die Firstkante und an den Ortgang mit der Belegung gegangen und hab auch jeden Sparren im Randbereich mit Dachhaken bestückt und (in hartem Holz) mit drei Schrauben eindrehen lassen.
Kyrill hat nix bewegt, obwohl wir Spitzen bis 133 Km/h hatten.

Bei bewegbaren Klappen hätte ich Angst, dass sich gerade die dann "bewegen" wenn der Sturm da ist!

@ Roland - Dein Video bewegt sich auch nicht

_________________
28 x SW200; WR SPI 4500; 5,65 KWp; 33° Dach; 180°.
"Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle."
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