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Autor
Brauno
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Angemeldet: 16.07.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16.07.2007, 12:01 Nach oben

Hallo liebe Spezialisten,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Solarenergie. Stoße aber immer wieder auf Fragen. Und zwar plane ich eine Anlage für mein Flachdach. Man bekommt immer tolle Angebote von Firmen, die einem erzählen, dass natürlich deren Modul das Beste sei. Aber welches ist denn nun tatsächlich das Beste Modul für die Region Bremen?
Die Anlage soll bei einem starren Unterbau etwa 52 Module mit je ca. 1qm Fläche umfassen. Die Frage ist um wieviel Prozent höher die Ausbeute einer geführten Anlage sein kann. Meine Infos gehen von 20% bis 50%. Sollte man lieber eine 1- oder 2-achsig geführte Anlage nehmen?
Bitte machen Sie sich nicht die Mühe eines Kostenvergleichs zunächst würde ich gerne wissen was das Beste ist und erst dann an die Kosten denken.
Vielen Dank schon mal im Voraus für ihre Tipps.

Mit freundlichen Grüßen
Brauno
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Verfasst am: Nach oben

lehmann28
Forumsinventar
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4563
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 16.07.2007, 12:09 Nach oben

Hallo Brauno,

das optimalste ist natürlich eine 2-achsig nachgeführte PV-Anlage mit recht kleinen Modulen und einer hohen Modulleistung. Leider gibt es da aber noch ein paar andere Faktoren zu berücksichtigen.

Flachdach ist nicht gleich Flachdach. Handelt es sich um ein Betondach oder Sparrendach. Ist die Dachhaut aus Holz und Bitumenbahnen oder ein Trapezdach? Ist eine Durchdringung der Dachhaut ohne Probleme möglich und wieder 100%ig dicht zu bekommen oder ist nur eine Beschwerung der PV-Anlage möglich?

Es gibt hier noch viel mehr zu beachten, dann würde das ganze abe rnoch unübersichtlicher. Stell doch mal ein Foto rein und wir wären ein ganzes Stück weiter.

Ansonsten gib uns mal deine Dachmaße und es werden bestimmt ein paar Aufbaubeispiele zusammenkommen.

Der Tom Cool

_________________
Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können
Brauno
Neu hier
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Angemeldet: 16.07.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 18:09 Nach oben

Hallo Tom,

also es handelt sich um ein Betondach. Es war früher mit Kieselsteinen bedeckt die etwa eine 30-40 cm dicke Schicht bildeten. Diese Schicht wurde abgetragen. Der Statiker sagt, dass das Dach die Last auf jeden Fall aufnehmen kann. Laut meinem Architekten ist es allerdings nicht ratsam, die Anlage zu verschrauben, da man eine dauerhafte Abdichtung kaum realisieren kann.
Die Anlage soll also nur beschwert werden. Die Frage ist noch ob eine starre oder eine geführte Anlage. Wie sind die Erfahrungen? Welchen Mehrertrag kann man tatsächlich erzielen? Wie teuer sind geführte Anlagen eigentlich in der Wartung?
Am wichtigsten für mich ist aber wohl: Wer hat das beste Modul? Und was ist bei der Auswahl zu beachten?
Vielen Dank für die Antworten!

Mit freundlichen Grüßen
Brauno
Xam Ralos
Forumsinventar
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Angemeldet: 10.11.2005
Beiträge: 2094

BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 18:18 Nach oben

Tracker nur beschweren kannst schon mal vergessen (oder..???)....

Wer dir 50% mehr bei Nachführungen angibt, hat keine Ahnung... 20% liegen schon drinn 25% wenns hoch kommt... es gibt ja noch ein Kühlungseffekt der den Modulen auch gut tut.... wie viel dieser davon noch ausmacht ist eine unbekannte...

Ich würde empfehlen wenn die Module nicht abgeschattet und gut ausgerichtet sind, eine Fixanlage zu errichten... es gibt genügend gute Systeme um die Dachaut nicht zu beschädigen...

Wirtschaftlich gesehen... natürlich atraktiv eine Nachführung... aber du schreibst das du das beste willst, das beste ist nicht am wirtschaftlichsten...

_________________
32.06kWp Kyocera KC-167 GH-2; Solarmax40
16.34kWp Kyocera KC170 GHT-2; 2xSolarmax6000C 1x6000S
109.2kWp Sharp NT R5E3E; Solarmax100C
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4563
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 19:58 Nach oben

Brauno hat Folgendes geschrieben:
...also es handelt sich um ein Betondach. Es war früher mit Kieselsteinen bedeckt die etwa eine 30-40 cm dicke Schicht bildeten. Diese Schicht wurde abgetragen. Der Statiker sagt, dass das Dach die Last auf jeden Fall aufnehmen kann. Laut meinem Architekten ist es allerdings nicht ratsam, die Anlage zu verschrauben, da man eine dauerhafte Abdichtung kaum realisieren kann.
Die Anlage soll also nur beschwert werden. Die Frage ist noch ob eine starre oder eine geführte Anlage.


Na das ist doch schonmal eine Aussage. Wie groß ist das Dach und wo soll die PV-Anlage erichtet werden? In Schleswig-Holstein? In Bayern? In Sachsen? Im Saarland?...?

Foto wäre immer noch eine große Hilfe.

Der Tom Cool

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Hoinzi
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Info: Betreiber
Angemeldet: 01.06.2007
Beiträge: 71
Wohnort: Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 21:56 Nach oben

lehmann28 hat Folgendes geschrieben:

Na das ist doch schonmal eine Aussage. Wie groß ist das Dach und wo soll die PV-Anlage erichtet werden? In Schleswig-Holstein? In Bayern? In Sachsen? Im Saarland?...?


Hm, im ersten Posting steht "Region Bremen"... Shocked Wink

Grüße

Jan
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4563
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 23:32 Nach oben

Wer lesen kann , ist klar im Vorteil. Wink

In Bremen sind wir nächste Woche auch, da könnte man mal vorbeigucken und vor Ort die Sache besprechen.

Der Tom Cool

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Brauno
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Angemeldet: 16.07.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 19:32 Nach oben

Hallo Leute,

es wird wohl tatsächlich eine starre Anlage!!!
Bin jetzt mit BP in Kontakt getreten und interessiere mich für das Modul IBC-225M MEGALINE. Gibt es da Erfahrungen?
Wieviel Abstand sollte man eigentlich am Besten zwischen den Modulreihen lassen? Der Händler vor Ort hat mir 2,5m genannt.
Ist der ideale Winkel 30°. Lohnt sich eventuell eine manuelle Winkelverstellung für die verschiedenen Jahreszeiten?
Ist Fronius der führende Hersteller von Wechselrichtern?
ISt es wichtig, dass ein MOdul möglichst viel Leistung hat, oder kann die Leistung in Bremen gar nicht erreicht werden? Wenn nicht wieviel Leistung wäre wohl ausreichend?

Ich bin euch wirklich sehr dankbar für die Hilfe!

Schöne Grüße
Brauno
Xam Ralos
Forumsinventar
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Angemeldet: 10.11.2005
Beiträge: 2094

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 19:43 Nach oben

Zitat:
es wird wohl tatsächlich eine starre Anlage!!!
Bin jetzt mit BP in Kontakt getreten und interessiere mich für das Modul IBC-225M MEGALINE. Gibt es da Erfahrungen?


grundsätzlich gutes Modul, nur was hat das mit IBC zutun...

Zitat:
Wieviel Abstand sollte man eigentlich am Besten zwischen den Modulreihen lassen? Der Händler vor Ort hat mir 2,5m genannt.

kommt drauf an, die gross das Modul ist, wie geneigt, angeordnet u.s.w.
Zitat:
Ist der ideale Winkel 30°.
35°
Zitat:
Lohnt sich eventuell eine manuelle Winkelverstellung für die verschiedenen Jahreszeiten?
Lohnen immer, Aufwand/Kosten/Ertrag... na ja...
Zitat:
Ist Fronius der führende Hersteller von Wechselrichtern?

2ter... nach SMA, ganz kurz vor Solarmax und Kaco... technisch nicht bei den Tops...
Zitat:
Ist es wichtig, dass ein MOdul möglichst viel Leistung hat, oder kann die Leistung in Bremen gar nicht erreicht werden?

??? ne es ist nicht wirklich wichtig welche Leistung das Modul hat. 1x200W wird in Bremen genau gleich viel machen wie 2x100W... die angabe wird praktisch nie erreicht, aber auch in Bayern nicht....dafür kann das module aber nix...
Wenn nicht wieviel Leistung wäre wohl ausreichend?

_________________
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16.34kWp Kyocera KC170 GHT-2; 2xSolarmax6000C 1x6000S
109.2kWp Sharp NT R5E3E; Solarmax100C
Brauno
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Angemeldet: 16.07.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 20:30 Nach oben

Die Frage ist doch ob es sich sinnvoll ist ein Modul mit 200W zu kaufen wenn eh nur 150W erzeugt werden können. Dann könnt ich auch ein 165W Modul kaufen. Oder ist das falsch?
Xam Ralos
Forumsinventar
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Angemeldet: 10.11.2005
Beiträge: 2094

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 20:37 Nach oben

wenn ein 200W module nur 150W bringt, kommt vom 165W Modul auch nur äää 123W...

_________________
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Regenhasser
Stammmitglied
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Angemeldet: 04.07.2007
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 21:05 Nach oben

Hallo Xam Ralos!
Ein modul bringt schon die angegebene leistung, doch nur wenn wirklich 1000 watt/qm reindonnern,die ausrichtung stimmt u.die temp. 25°C(modul) stimmen. die frage ist nur wie oft passiert das, eigentlich nie.
Sonnige Grüsse vom Regenhasser! Shocked
Luke
Forumsinventar
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Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 23:11 Nach oben

...naja, die meisten, gutausgerichteten Module haben wohl eh keine Chance zu beweisen,
dass sie sogar mehr als ihre Nennleistung bringen könnten...
...weil die Wechselrichter zu klein dimensioniert sind... Crying or Very sad

...meine Empfehlung daher für Bremen:
...soviel Generatorleistung wie möglich an einem Wechselrichter, dessen
maximale AC-Ausgangsleistung ca. 95% der Generatorleistung beträgt...
...und das ganze bei möglichst exakter Südausrichtung und
ca. 40° Neigungswinkel zum niedrigstmöglichen Preis / kWp

respectfully

Luke
MonoPoly
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 10.07.2007
Beiträge: 314
Wohnort: Do Süd

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 23:39 Nach oben

Luke hat Folgendes geschrieben:
...naja, die meisten, gutausgerichteten Module haben wohl eh keine Chance zu beweisen,
dass sie sogar mehr als ihre Nennleistung bringen könnten...
...weil die Wechselrichter zu klein dimensioniert sind... Crying or Very sad


Aha wir warten auf den Toptag im April mit 10°C Modultemperatur und einer Einstrahlung von 1200W/m² durch Wolkenreflxion Laughing Laughing
Da lohnt sich dann der zu groß dimensionierte WR dann wirklich Wink

Verstehe ich daraus ein Verhältnis (DC) SG:WR von 1:1?

Hatte irgendwann so etwa 1:0,9 im Kopf Confused
Luke
Forumsinventar
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Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866

BeitragVerfasst am: 19.07.2007, 00:21 Nach oben

1. Argument für 'kleinere' WR: der Preis
...ist Verhandlungssache...

2. Argument für kleinere WR: der bessere Wirkungsgrad bei Maximalleistung
...ist de facto bei den gängigsten WR'n schlechter als im mittleren Leistungsbereich,
also häufig schlichtweg falsch!

3. Argument für kleinere WR: der bessere Wirkungsgrad im unteren Leistungsbereich
...konnte ich bisher bei keinem WR nachvollziehen

Hauptargument für größere WR:

Image

oder von Heiko entdeckt:

Image


'türlich kann ein kleinerer WR ökonomisch sein...wenn die Modulausrichtung ungünstig ist
oder für den 'Großen' zu viel Geld gezahlt wird..
...häufig haben größere WR sogar einen höheren WG als ihre kleineren
Kollegen, sehr schön zu sehen bei den Solarmaxen
(mit Außnahme des 4000C, der konstruktiv aus dem Konzept fällt)

respectfully

Luke

Nachtrag:
...bei der von Brauno in Erwägung gezogenen Generatornachführung
würde ich durchaus auf 1:1 gehen...
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