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 Impedanzsprünge führen zum Abschalten der SMC-Wechselrichter Nächstes Thema anzeigen
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Autor
benni_76
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Angemeldet: 09.02.2007
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 09.02.2007, 21:01 Nach oben

Hallo zusammen,
bei einer mittelgroßen PV-Anlage führen Impedanzsprünge zum Abschalten der SMC-Wechselrichter von SMA - dieses Problem tritt bei wechselndem Wetter auf (bewölkt nach sonnig, dann Abschaltung).
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie habt Ihr das Problem in den Griff bekommen, bzw. woran hat es gelegen? Das Problem scheint 100%ig beim EVU zu liegen - dieses ist jedoch ratlos ....
Danke für eure Antworten!
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Verfasst am: Nach oben

Hitzebeständig
Vielschreiber
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Angemeldet: 08.01.2007
Beiträge: 226
Wohnort: Siegen

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 11:17 Nach oben

Ja, hatte ich auch schon bei Solarmax etc.
Dort hat geholfen, den WR auf einen Toleranzwert von 1 Hz zu stellen ( mittels Softwareumstellung ) - bei SMA müsste es ähnlich gehen.
Alternative : mit SMA reden, wie das dort bewerkstelligt wird ( evtl. Austausch Steuerplatine ) - das EVU kann dir nicht helfen, da diese Sprünge folgende Ursachen haben :

1. schlechtes Netz seitens EVU Rolling Eyes
2. Unterschiedliche starke Auslastung des Netzes durch die Verbraucher selber ( beliebte Zeiten zum Beispiel, wenn viele Leute nach Hause kommen und ihre Verbraucher einschalten, dadurch Impedanzsprünge / Spannungsänderungen )
3. Grenzwertige Auslegung der WR ( dann kumulieren sich Spannungsveränderungen und der Punkt 2. )

Tel. SMA : 0561 9522-0

Hoffe, das war so halbwegs richtig.....Shocked

Gruß
kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2149
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 14:35 Nach oben

Hitzebeständig hat Folgendes geschrieben:
auf einen Toleranzwert von 1 Hz zu stellen


Du meintest sicher 1Ohm. Der Wert lässt sich verstellen mit SunnyDataControl und dem Installateur-Passwort. Auf jeden Fall Rücksprache mit SMA-Hotline nehmen und vor allem mit dem EVU und die Änderung absegnen lassen, da sonst die Betriebserlaubnis für den WR erlöschen kann.

Kato

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Atommafia
Forumsinventar
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Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 20:35 Nach oben

Tach
kato hat Folgendes geschrieben:
Hitzebeständig hat Folgendes geschrieben:
auf einen Toleranzwert von 1 Hz zu stellen


Du meintest sicher 1Ohm. Der Wert lässt sich verstellen mit SunnyDataControl und dem Installateur-Passwort. Auf jeden Fall Rücksprache mit SMA-Hotline nehmen und vor allem mit dem EVU und die Änderung absegnen lassen, da sonst die Betriebserlaubnis für den WR erlöschen kann.

Kato


1 Ohm für den Impedanzsprung ist doch der Standardwert seit einiger Zeit
laut VDEW-Richtlinie.
Ggfs sollte man über eine jederzeit zugängliche Trennstelle nachdenken,
wenn diese vorhanden ist, kann man die ENS-Mimik legal stillegen.

MfG
Hitzebeständig
Vielschreiber
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Angemeldet: 08.01.2007
Beiträge: 226
Wohnort: Siegen

BeitragVerfasst am: 20.02.2007, 14:57 Nach oben

kato hat Folgendes geschrieben:
Hitzebeständig hat Folgendes geschrieben:
auf einen Toleranzwert von 1 Hz zu stellen


Du meintest sicher 1Ohm. Der Wert lässt sich verstellen mit SunnyDataControl und dem Installateur-Passwort. Auf jeden Fall Rücksprache mit SMA-Hotline nehmen und vor allem mit dem EVU und die Änderung absegnen lassen, da sonst die Betriebserlaubnis für den WR erlöschen kann.

Kato


Danke Kato, das meinte ich Wink
Bei Solarmax ( die ich jetzt nicht verwende ) wurden diese Impedanzsprünge ( die den Fehler 32776 erzeugen ) als normal betrachtet, allerdings wurde der WR problemlos getauscht ( Steuerplatine hätte ja gereicht ) - ansonsten befolge bitte, was Kato schrieb - stimmt definitiv..
sunjunkie
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BeitragVerfasst am: 20.02.2007, 21:20 Nach oben

ist vielleicht weit hergeholt,aber was für Kabel hast du verwendet? wie lang? wie groß ist die Anlage genau?
Ich hatte auch Probleme mit Abschaltungen und denke das es z.T. am Kabel liegt. Die Messungen des EVU waren ohne Ergebnis.


SJ. Cool

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benni_76
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Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 22.02.2007, 21:14 Nach oben

... Wechselrichter: 3 x SMC8000TL (1.,2.,3. Phase).
Außerdem hängen auf der 1. und 2. Phase noch 1 Sunny Boy 3300 und 1 Sunny Boy 3000.

Kabel bis zur Panzersicherung: 5x35mm² CU, Länge ca. 12m; also mehr als ausreichend.

Einspeisepunkt hängt an Freileitung im entferntesten Punkt des Netzausläufers (!!).

Alle 3 SMC8000TL-Wechselrichter sind betroffen, beim Übergang von bewölkt nach sonnig (also beim Hochfahren der Leistung). Die kleinen Wechselrichter funktionieren einwandfrei.

EVU stimmt einer Änderung des Grenzwertes für einen Impedanzsprung nicht zu, was SMA vorgschlagen hat.

Im SMC ist dieser Wert standardmäßig auf 0,6Ohm gesetzt. Die Sprünge liegen zwischen 0,7 und 0,9Ohm.

In wie weit ist das EVU verpflichtet, das Netz so herzurichten, dass eine Einspeisung fehlerfrei möglich ist? Die Verluste die durch das permanenete Aussteigen entstehen sind hier nicht zu unterschätzen!
sunjunkie
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Beiträge: 516
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BeitragVerfasst am: 22.02.2007, 21:56 Nach oben

So weit ich weis ,liegt der Grenzwert bei 1 Ohm, das EVU muss also nicht zustimmen ,da du ja nicht über den erlaubten Wert gehst. Ich würde die Impedanz raufsetzen,ob das EVU will oder nicht, dann siehst du ja ob es funzt.

SJ. Cool

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benni_76
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Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 22.02.2007, 22:09 Nach oben

... nach den 1Ohm Grenzwert habe ich auch im Internet gesucht, aber keine verlässliche Quelle gefunden.

Ich bitte unbedingt um eine Antwort zu der Frage zur Verpflichtung des EVU's das Netz auszubauen, so dass die Sprünge nicht mehr auftreten. Danke!
kato
Moderator


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Beiträge: 2149
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BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 08:08 Nach oben

Bei mir ist alles neu ausgebaut, neues Erdkabel, neue Trafostation und trotzdem Impedanz von 0,7-1,1Ohm. Meine "Problemphase liegt im Schnitt bei 1,0Ohm. Der Wechselrichter schaltet nur ab, wenn plötzlich der Sprung da ist. Wenn dauerhaft 1,o sind passiert gar nichts. Da es nur im Schnitte ienmal am Tag auftritt, sehe ich aber keinen Handlungsbedarf.

Gruß Kato

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Friday
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Beiträge: 125
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BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 08:10 Nach oben

benni_76 hat Folgendes geschrieben:
... nach den 1Ohm Grenzwert habe ich auch im Internet gesucht, aber keine verlässliche Quelle gefunden.

Ich bitte unbedingt um eine Antwort zu der Frage zur Verpflichtung des EVU's das Netz auszubauen, so dass die Sprünge nicht mehr auftreten. Danke!
Nun mal langsam.
Das EVU darf für den besonderen Fall - der liegt hier offensichtlich vor - vorschreiben, den 1 Ohm-Wert auch sicher zu unterschreiten. Damit sollte klar sein, daß es für das EVU in diesem Fall keine Verpflichtung gibt, das Netz zu verbessern. Es wäre für das EVU nicht zumutbar da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg stehen würde.
Quelle: "Richtlinie für Anschluß und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" 4.3, Absatz 3: "Der VNB kann jederzeit eine Prüfung des Kuppelschalters und der Schutzeinrichtungen für die Entkupplung verlangen. Wenn es der Netzbetrieb erfordert, kann der VNB geänderte Einstellwerte der Schutzeinrichtungen vorgeben."
Was nun?
Überleg doch mal, woher der festgestellte Impedanzsprung kommt. So wie Du es hier schilderst hast Du eine lange (Frei-)Leitung an die Du angeschlossen bist und somit ist die an diesem Anschlußpunkt vorhandene Kurzschlußleistung zu gering für die angeschlossene Einspeiseleistung. Freu Dich also daß das EVU das überhaupt zuläßt.
Also muß entweder die Kurzschlußleistung hoch oder der Einspeiseleistungssprung runter.
Schauen wir mal nach der Kurzschlußleistung: Was ist das für ein Objekt? Alter Bauernhof? Hast Du einen guten Schutz-Potentialausgleich? Hast Du eine sehr gute Erde? Wenn Du die Möglichkeit hast, Deine Erdungsanlage zu verbessern wirst Du die von der Anlage gemessenen Impedanzsprünge verkleinern. Ob es reicht kann ich natürlich so nicht sagen.
Was wäre mit der Verringerung der Leistungssprünge? Ist die Aufteilung auf die Phasen optimal?

Wie ist die Anlage aufgebaut? Schaltet ein zentraler Kuppelschalter ab oder messen alle WR selber und schalten dann alle WR gleichzeitig ab? Schreib mal etwas zur Leistung .

Da würde ich erst einmal prüfen.

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Angemeldet: 09.02.2007
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 09:30 Nach oben

... das EVU fordert nicht explizit eine Unterschreitung der 1Ohm-Genze, es stimmt aber einer Änderung der ENS-einstellungen des SMC8000TL nicht zu. Unglücklicherweise steht hier der zu. Impedanzsprung bei 0,63Ohm (anscheinend dürften es aber 1Ohm sein??)
Die Gesamtleistung der Anlagen-Wechselrichterleistung ist <30kW. Also musste sie auf jeden Fall zugelassen werden.
1. Phase: 1SMC8000TL + 1 SB3000
2. Phase: 1SMC8000TL + 1 SB2500
3. Phase: 1SMC8000TL
Es gibt es keine zentralen Kuppelschalter - alle WR einzeln mit Standard-ENS von SMA ausgestattet. Nu die großen WR schalten ab. Teilweise zu gleicher Zeit, teilweise unterschiedlich.
Die Erdung ist über einen Erdspieß ausgeführt (alte Scheune).
Noachmal zu Klärung: Wir sprechen von einem Impedanzsprung - nicht von einem grundsätzl. zu hohen Netzwiderstand!
Friday
Stammmitglied
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Angemeldet: 11.01.2007
Beiträge: 125
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BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 09:56 Nach oben

benni_76 hat Folgendes geschrieben:
Die Erdung ist über einen Erdspieß ausgeführt (alte Scheune).
Noachmal zu Klärung: Wir sprechen von einem Impedanzsprung - nicht von einem grundsätzl. zu hohen Netzwiderstand!
Ja richtig - Impedanzsprung. Die Auswirkung der relativ schlechten Netzimpedanz ist ein relativ großer Impedanzsprung beim "Einschalten" von Einspeisung oder von Verbrauch. Das würdest Du durch eine bessere Erdung/Nullung verbessern. Bei der derzeitigen einfachen Verwendung eines Erdspießes (Mit Sicherheit deutlich mehr als 5 Ohm!) sollte die Verbesserung der Nullungsbedingungen (Erdung) auch Erfolg bringen. Das kannst Du natürlich auch mit eigenen Geräten erstellen so daß das wenig kostet.

Der Wert 1 Ohm steht übrigens in der VDN-Ergänzung 2 zur VDEW-Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz", die beim Verband der Netzbetreiber im September 2005 erschienen ist.

Allerdings hat wie oben beschrieben der Netzbetreiber die Möglichkeit, Dich auf niedrigere Werte "zu verhaften".

Eigentlich funktioniert das System doch: Einzelne WR stellen den zu großen Impedanzsprung fest, schalten ab und dadurch wird der Impedanzsprung so klein gehalten, daß in der Regel die anderen WR nicht auch noch abschalten müssen. Die Ursache ist doch die plötzliche Energieeinspeisung (am dafür zu schwachen Netzanschlußpunkt) und nicht das zu schwache Netz des Netzbetreibers.

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Friday der Bastler
benni_76
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Angemeldet: 09.02.2007
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BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 10:14 Nach oben

Aber: Die Ursache f.d. schwachen Netzanschlusspunkt ist soch wohl das zu schwache bzw. schlechte Netz?
Also sehe ich hier auch das EVU in der Pflicht.

Das mit dem Abschalten der einzelnen Wechselrichter ist schon relativ schlimm: Hat der WR erst einmal abgeschaltet, so dauert es teilweise bis zu einer halben Stunde, bis er wieder einspeisen kann ...

Aber eigentlich steht an erster Stelle, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Deshalb wieder zurück zum Thema:

Das mit der Erdung hätte ich gerne mal näher erklärt. Wie sind hier die physikalischen Zusammenhänge?

Würde es helfen, einen weiteren Erdspieß einzusetzen und die beiden zu verbinden? In einer Entfernung von ca. 10m ist noch ein kleiner Wasserlauf. Macht es Sinn, einen Erdspieß da hineinzusetzen?
kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2149
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BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 10:28 Nach oben

benni_76 hat Folgendes geschrieben:
Das mit dem Abschalten der einzelnen Wechselrichter ist schon relativ schlimm: Hat der WR erst einmal abgeschaltet, so dauert es teilweise bis zu einer halben Stunde, bis er wieder einspeisen kann ...


Als wenn es bei mir zu einer Abschaltung kommt, ist er WR innerhalb von max einer Minute wieder da. Kannst du denn die Netzimpedanz mit einem Datenlogger aufzeichnen?

Wenn deine Impedanz um 0,7-0,9Ohm springt bis zu welchem Wert springen die denn dann? 0,9Ohm ist manchem sein Ganzes, dann müsste sie ja auf 0 oder auf 1,9 Ohm springen.

Kato

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