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 Diskussion - CO2-Fragen, Fragmente, ... aus dem Off-Topic Nächstes Thema anzeigen
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Autor
cephalotus
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Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1183
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 17:35 Nach oben

Don Carlos hat Folgendes geschrieben:

Aus der Schule wissen wir noch, das Wasser bei 4°C seine höchste Dichte hat und sich in fester Form als Eis darstellt. Wenn also das gesamte Packeis am Nordpol abtaut, müsste doch folglich der Wasserstand der Ozeane zurückgehen, weil Wasser mit zunehmender Temperatur eine abnehmende Dichte hat und nur ein Siebtel des oberhalb der Wasserfläche befindlichen Eisvolumens für einen Anstieg des Meerespegels in Frage käme. Da kommt am Ende beim schlechtesten Szenario NULL raus.


Das Meer besteht ja nicht nur aus dem Polarmeer.

An den kalten Schichten in der Tiefe wird sich (vermutlich) sehr wenig verändern (die Dichte-Temperatur-Verältnisse bei hohen Drücken sind etwas anders als an der Oberfläche), das Oberflächenwasser der Meere ist aber im Schnitt wärmer als 4°C und nicht kälter.

Wenn sich also die Weltmeere erwärmen, wird sich das Wasser im Schnitt ausdehnen. Die genauen Zahlen hab ich nicht im Kopf, es schon 1°C mehr macht schon erstaunlich viel aus.



Zitat:
Selbst die Menge des Grönlandeises ändert nichts Wesentliches an diesen Verhältnissen,


Doch. Genau das macht das wesentliche aus, denn das Grönlandeis ist zusätzliches Wasser, das bisher nicht in den Weltmeeren enthalten ist. Ganz im Ggensatz zum Packeis, bei dem ist es weitgehend egal, ob es schmilzt, da es ja auch heute schon die entsprechende Menge an Wasser verdrängt.


Zitat:
weil mit zunehmender Temperatur auch die Verdunstung zunimmt


Auf der Welt gibt es ca. 1340 Mio km³ Wasser

Der Anteil an Wasserdampf in der Atmosphäre liegt bei 0,0015 Mio. km³ Wasser, Verdunstung wird auf den Meeresspiegel keinerlei Auswirkung haben, der Anteil an Wasserdampf ist mit grob 0,0001% winzigst.


Zitat:
und mit abnehmendem Druck auf den Erdmantel tektonische Auswirkungen nicht nur auf dem Festland zu erwarten sind. Vielleicht müsste man auch die Zentrifugalkräfte der Erde einbeziehen und die Meeresströmungen, die beim maritimen Packeis zur Schollenbildung führen. Da wirkt doch noch viel mehr zusammen, als die leidige Temperaturerhöhung.


Das Wasser soll also wohin verschwinden? In irgendwelche sich plötzlich öffnende Erdspalten oder vom Mond angezogen werden???


Zitat:
Saufen unsere Küsten nun ab oder nicht?
Wieviel Jahre oder Jahrzehnte, Jahrhunderte usw. würde dieser Abschmelzprozess des Festlandeises wohl dauern?
Hört er zwischendurch auf?
Kehrt er sich wieder um?
Wann müssen wir anfangen die Deiche zu erhöhen oder neue zu bauen?[/


Das weiß wohl keiner.

Wenn man von einer 5m hohen Mauer hüpft kann auch keiner Voraussagen, was genau passieren wird. Es kann auch alles gut gehen.

Macht mans trotzdem?

Zitat:
Kommentar D.C.
Hier http://news.independent.co.uk/environment/article2099971.ece vom 24.12.2006 steht, dass der Meeresspiegel gestiegen ist und die Insel im Gangesdelta unter Wasser liegt. Ohne weiteres wird hier auf die Meerespiegelerhöhung durch die allgemeine Erderwärmung abgestellt und andere Faktoren wie Wind, Springflut, Seebeben, Tsunami und andere Möglichkeiten werden nicht mal gedacht. Und wie kommt es, dass dieser Anstieg so lokal begrenzt erfolgte. Ob der Independent das tatsächlich so genau weiß?


Springfluten, Tsunumis und Seebeben sind sehr kurzzeitige Ereignisse. Niemand bestimmt die Meeresspiegelhöhe dann, wenn zufällig mal grad ein Tsunami anrollt.


Zitat:
Meine Englischkenntnisse sind nicht so gut und ich glaubte an Fehler in meiner Übersetzung. Freunde haben es dann noch mal versucht. Es steht dort wirklich geschrieben, dass die Wissenschaftler zugeben, dass sie zu einer gültigen Aussage nicht in der Lage sind!


Natürlich nicht.

Was ist daran denn so verwunderlich? Wir können ja nicht mal das Wetter für drei Tage voraus sagen.

Sollte man deswegen eine Sturmwarnung ignoerieren, nur weil sie vielleicht auch falsch sein könnte oder weil man nicht weiß, ob die Böen nun 180km/h oder 220km/h haben werden?


Zitat:
Auf welcher Grundlage kann sich nun jedes Land, je nach Interessenlage den oder die Klimaberichte in die gewünschte Richtung biegen? Ist das Klimaproblem plötzlich ein lokales oder welchen Interessen wird gedient?


Natürlich werde die Folgen primär lokal betrachtet werden, während die Ursachen global sind.

Ein "Klimawandel" könnte durchaus für manche Regionen auch positiv sein, z.B. die Tundragebiete in Kanada/Alsaka/Russland, möglicherweise könnten manche heute öde Landstriche plötzlich fruchtbarer sein, manche Regionne könnten toursitisch attraktiver werden, usw, usf...

Auch könnte sich z.B. der Heizenergienedarf senken, weniger Schnee würde die Autofahrer freuen...

Auf der anderen Seite könnten heute fruchtbare Gebiete plötzlich veröden, es wäre denkbar, dass sich katastrophale Wetterereignisse zunehmen, der Meeresspiegel steigt, usw...

Jemand hier in Bayern wird sich vermutlich einen Kehrricht drum scheren, ob die anzahl der Hurrikans im Pazifik zunimmt und ob der Meeresspiegel nun 10m höher liegt oder nicht. Er wird sich eher mit dem Abschmelzen der Alpengeltscher auseinader setzen oder mit Sommertrockenheit oder ähnliches.

Man weiß ja nicht, was genau auf uns zukommt.

Zitat:
Bin ich bescheuert oder war der Rezensent besoffen - die Folgen dieser Unwissenheit - Scharlatanerie und Betrugsabsicht – sind eigentlich sind nicht klarer darzustellen? Hoffentlich wird der nicht vor ein Auto gestolpert. Man lese auch: Die Erderwärmung bedeutet klimatische Abkühlung.


Man weiß sehr vieles nicht unter anderem weiß man tatsächlich nicht, wie warm es denn nun in 30 Jahren sein wird Das ist absolut nichts außergewöhnliches.

Man weiß auch nicht, wer in 30 Jahren an der Regierung sein wird, wie viel wert eine Aktie sein wird, wer deutscher Fussballmesiter sein wird, ob es weiße Weihnachten geben wird, wieviele Menschen auf der Welt leben werden, usw, usf...

Trotzdem werden Prognosen basierend auf Vermutungen gemacht und man orientiert sich daran.
---

Bitte threads zusammenfügen!

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Helios
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 17:45 Nach oben

...ich dachte bisher eigentlich, dass wir uns inmitten eines großen Kreislaufes befinden, z.B. denke ich, dass die Menge von CO2 sich nicht verändert hat, nur war sie bisher gebunden und wird vermehrt durch den Menschen freigesetzt. Genauso sehe ich es mit anderen vielen chemischen Verbindungen.
Oder z.B. Wasser, Eis war irgendwann einmal flüssig und wird wieder zu Wasser.

...mal ganz unwissenschaftlich betrachtet.....

Heiko

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cephalotus
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Angemeldet: 06.04.2006
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 17:58 Nach oben

Helios hat Folgendes geschrieben:
...ich dachte bisher eigentlich, dass wir uns inmitten eines großen Kreislaufes befinden, z.B. denke ich, dass die Menge von CO2 sich nicht verändert hat, nur war sie bisher gebunden und wird vermehrt durch den Menschen freigesetzt.


Wenn CO2 "chemisch gebunden" ist (z.B. als Erdöl), dann ist es auch kein CO2 mehr, also ändert sich die Menge an CO2 sehr wohl, die Menge an Kohlenstoff bleibt halt in Erdkruste/Meere + Biosphäre + Atmosphäre weitgehend gleich.

Aber in welcher Form dieser auftritt ist ja nun alles andere als irrelevant für unsere Dasein.

Zitat:
Genauso sehe ich es mit anderen vielen chemischen Verbindungen.
Oder z.B. Wasser, Eis war irgendwann einmal flüssig und wird wieder zu Wasser.


Klar, nur ist es dummerweise für uns alles andere als egal, in welcher Form und in welcher Menge Wasser nun so auftritt. Dem Verdustenden in der Wütse und dem, der in der Überschwemmung ertrinkt wird es herzlich egal sein, dass sich an der Gesamtmenge an H20 weltweit gesehen nicht sehr viel verändert.
(dank chemischer Prozesse ist die Menge an H20 eh nicht 100%ig konstant)

Man kann natürlich alles flapsig sehen, dem Universum an sich wäre es auchvöllig egal, ob aus der Erde ein brodelnder radioaktiver Lavasee wird (in ein paar Milliarden Jahren ist's eh vorbei mit dem Planeten, also warum sich groß aufregen), ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die meisten Menschen damit nicht gerade glücklich wären.

Die meisten halten sogar ihr eigenes völlig unbedeutendes Leben für recht wichtig.

mfg

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Helios
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 19:53 Nach oben

cephalotus hat Folgendes geschrieben:


Wenn CO2 "chemisch gebunden" ist (z.B. als Erdöl), dann ist es auch kein CO2 mehr, also ändert sich die Menge an CO2 sehr wohl, die Menge an Kohlenstoff bleibt halt in Erdkruste/Meere + Biosphäre + Atmosphäre weitgehend gleich.

Aber in welcher Form dieser auftritt ist ja nun alles andere als irrelevant für unsere Dasein.



Klar, nur ist es dummerweise für uns alles andere als egal, in welcher Form und in welcher Menge Wasser nun so auftritt. Dem Verdustenden in der Wütse und dem, der in der Überschwemmung ertrinkt wird es herzlich egal sein, dass sich an der Gesamtmenge an H20 weltweit gesehen nicht sehr viel verändert.
(dank chemischer Prozesse ist die Menge an H20 eh nicht 100%ig konstant)

Man kann natürlich alles flapsig sehen, dem Universum an sich wäre es auchvöllig egal, ob aus der Erde ein brodelnder radioaktiver Lavasee wird (in ein paar Milliarden Jahren ist's eh vorbei mit dem Planeten, also warum sich groß aufregen), ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die meisten Menschen damit nicht gerade glücklich wären.

Die meisten halten sogar ihr eigenes völlig unbedeutendes Leben für recht wichtig.

mfg


....ich betrachte dieses Thema grad völlig emotionslos und nüchtern, bitte beachten.
Und ich vertraue auf die Selbstheilungskraft der Natur.
Die Erde und die Natur haben sich in Jahrmillionen ständig verändert, Kontinente sind entstanden, Ozeane, Seen geboren und wieder verschwunden. Ein Wald brennt ab, ( selbst ohne das wir ihn anzünden), Erst dadurch haben junge Bäume die Chance wieder zu wachsen. Katastrophen sind immer auch Neuanfänge.
Wenn die Menschheit so weitermacht, vor allem die reichen Industrienationen ( auch wir), wird es zwangsläufig in eine Katastrophe führen, früher oder später und die Chance für eine Neuanfang wird da sein. Die Erde wird sich wieder von uns erholen und wenn es 30000 Jahre dauert.
Nun unterscheiden wir Menschen uns allerdings von anderen Lebewesen in der Form, als uns ein logisches Denkvermögen zur Verfügung steht.
Darin sehe ich die einzige Chance für uns und zukünftige Generationen.

Gruß Heiko

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cephalotus
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 20:28 Nach oben

Mag sein, dass das emotionsloses Denken ist, ein solcher emotionsloser Denker würde dann aber auch an Völkermord achselzuckend vorbeigehen, denn schließlich ist es völlig egal, ob ein paar Millionen Menschen niedergemetzelt werden, angesichts der Anzahl an Menschen, die trotzdem noch weiter leben.

Der Planet ändert sich, selbst die sauerstoffhaltige Atmosphäre war nicht der Orginalzustand. Was ist schon "natürlich"? Eine Eiszeit oder eine Warmzeit, wieviele Arten braucht die Natur, wie hoch ist der Meeresspiegel natürlicherweise?

So gesehen kann man natürlich einfach weiter machen, 10° hin oder her werden das Leben an sich gewiss nicht auslöschen. Wir leben im Zeitalter der Insekten (der Gedanke, ein paar aufrecht gehende Primaten wären die beherrschende Spezies ist ziemlich absurd) und Insekten werden vermutlich noch lange prima gedeihen, wenn der letzte Homo sapiens längst verschwunden ist. Die sind wesentlich anpassungsfähiger als wir.

Ich hingegen bin der Ansicht, dass es keineswegs egal ist, wenn Milliarden Menschen verhungern und finde es durchaus eins der erstrebenswertesten Ziele überhaupt, das Leben der Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten und dann spielt es eben sehr wohl eine wichtige Rolle, welche Temperatur auf dem Planten herrscht, wie hoch der Meerespiegel liegt, welche Niederschläge fallen, wieviel Energie zur Verfügung steht, usw...

Es wäre doch mehr als bedauerlich, wenn die Geschichte unserer Spezies jetzt schon den Höhepunkt erreicht hätte. Sollen wir wirklich nur eine kuriose Randnotiz der Geschichte, eine Sackgasse der Evolution sein, so wie einst die Dinosaurier?

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Helios
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 21:02 Nach oben

...ich muss nüchtern denken, sonst würde unsereiner jeden Tag durchdrehen.
Meinen letzten Satz hast Du scheints überlesen, sonst würdest Du mir nicht unterstellen, dass mir der Tod von Millionen Menschen egal ist.
Wolltest Du diesen Thread als Monolog führen?
Finde es auch merkwürdig, dass Du ausgerechnet uns, die wir hier nun alle etwas für die CO2 Reduzierung tun, viel Geld dafür ausgegeben haben, ein Risiko dafür eingegangen sind, versuchst zu missionieren. Meinst Du nicht, dass doch der Gedanke an unsere Umwelt auch eine kleine Rolle gespielt hat? Wenn auch nicht ausschließlich.

Ich schweife mal noch ein bisschen weiter ab..., eben habe ich zwischendurch einen Refiner ( zermahlt Hackschnitzel zu Brei, Papierrohstoff) kalibriert. Der hat eine Leistung von 20MW, daneben steht noch einer mit ebenso 20 MW, daneben einer mit 10 MW. Papier ist einer der Alltagsdinge zu dessen Herstellung eine Unmenge an Energie verbraucht wird, wir alle benutzen es wie selbstverständlich, massenhaft.
Was soll ich machen? Ich brauche das Geld, meine PV-Anlage wirft nicht genügend ab, als das ich davon leben könnte.

Im Grunde bin ich Deiner Meinung, auch wenn ich sie nicht radikal vertrete.

Gruß Heiko

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cephalotus
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 21:52 Nach oben

Du hast Dich selbst als rationaler Denker beschrieben, ich beschrieb, was ich unter diesem Begriff verstehe (und das übrigens ohne jegliche Wertung!).

Missionieren will ich hier niemanden, ich verstehe überhaupt nicht, warum ich so radikal rüberkomme. Ganz im Gegenteil mag ich einseitiges Betrachten von Sachverhalten überhaupt nicht und gerade deswegen antworte ich auch auf Don Carlos Beiträge, weil ich mit vielen Argumenten bzw. Schlussfolgerungen hinten und vorne nicht einverstanden bin.

Des weiteren halte ich PV keineswegs für den idealen Weg, um CO2 zu reduzieren. Ganz im Gegenteil könnte man mit den ganzen Geld, das derzeit in PV gesteckt wird sicherlich wesentlich(!) mehr CO2 reduzieren, wenn man Hausisolierungen oder spritsparende Autos oder Aufforstungen subventionieren würde.
Auch die Umrechnung von produzierten kWh in eingesparte CO2 in manchen Darstellungen (so auch bei meiner, ich hab halt ein fertiges Produkt genommen) finde ich ausgesprochen unglücklich und irreführend.

Photovoltaik ist aus meiner Sicht eine recht faszinierende Technik und ich finde es aus vielerlei Hinsicht auch gut, dass sie gefördert wird, aber ich halte sie keineswegs für das alleinig seelig machende und nur weil jemand eine PV Anlage auf dem Dach hat verhält er sich noch lange nicht umweltfreundlich und resourcendschonend, genauso wie auch der Umkehrschluss nicht zutreffen muss.

Die einzige Ansicht, die ich tatsächlich mit einer gewissen "Vehmenz" vertrete ist die, dass ich es für egoistisch und kurzsichtig halte, wenn man einfach so auf gut Glück dahin lebt und es riskiert, künftigen Generationen nur noch ein Trümmerfeld zu hinterlassen. Jemandem, der um seine schiere Existenz kämpft kann man keinen Vorwurf machen, aber wir können uns sehr wohl den Luxus leisten, mit Resourcen auch sparsamer umzugehen.

Die Generation meiner Großväter hat unser Land schon mal ziemlich zugrunde gerichtet und musste sich dafür auch verantworten. Ich möchte nicht einer Generation angehöre, die sich dann in 50 Jahren ähnlich unbequemen Fragen stellen muss, nur weil man heute einfach mitgelaufen ist und eh von nichts gewusst hat. Und während ein Land nach dem Krieg unter günstigen Bedingungen schnell wieder aufgebaut werden kann, wird das Verbrauchen aller Resourcen oder eine weltweite Veränderung des Klimas weitaus langfristigere und möglicherweise auch endgültige Folgen haben.

Es sollte eiegntlich gar keine Frage sein, ob wir uns darüber Gednaken machen sollen oder nicht, aus meiner Sicht ist es eine Verpflichtung auch unseren Kindern gegenüber.

mfg

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Helios
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 23:54 Nach oben

...mit meinem Vater hatte ich füher schon Streit über folgende Frage: Mensch weiß um einen Mißstand ( egal jetzt mal welchen), tut aber nichts dagegen. Ein anderer weiß ebenfalls um diesen Mißstand, streitet und agitiert vehement, fühlt sich aber außerstande etwas zu ändern, ( kann es auch nicht, weil entweder mittellos, Angst oder würde sogar gegen Gesetze verstoßen).
Wer von Beiden ist jetzt der bessere Mensch?

Die für mich grundlegende Frage ist die Frage" Wieviel Mensch verträgt/erträgt die Erde"? Jeder Mensch der dazu kommt, ist gleichzeitig auch ein weiterer CO2 Produzent.
Die Erde wehrt sich mit Naturkatastrophen..., nur trifft es (leider) nicht die Verursacher. Grund: Gerechtigkeit gibt es nicht.

Um mal zum Thema zurück zu kommen. Ich denke dass Deutschland schon ein Stück weit auf dem richtigen Weg ist. Nicht nur mit PV ( sehe ich auch so) ( vielleicht sollte bei Inbetriebnahme einer PV-Anlage der CO2 Ausstoß erst einmal mit einem Minus beginnen), Wir als Verbraucher haben die Möglichkeiten, nutzen bereits Solarthermie, Regenwasser, gut gedämmte Häuser, Niedrigenergiehäuser ( mein Haus braucht 800ltr Heizöl im Jahr, hätte gern noch weniger). usw., usw. . Im Bereich der regenerativen Energien sind 10000de Arbeitsplätze entstanden, darauf können wir glaube ich auch stolz sein. ( kein Grund sich auszuruhen!) Einen 5er BMW Geländewagen, neben eine PV-Anlage zu stellen halte ich auch für etwas geschmacklos, doch verbieten können wir es niemanden, aufklären ja.
Deinen letzten Beitrag kann ich voll zustimmen Ce.

Gruß Heiko
edit PS: na nicht ganz, es kann keinen Vergleich zwischen dem Krieg unserer Großväter und der Umweltverschmutzung geben, bzw. halte ich den Vergleich nicht für angemessen.

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Beiträge: 5221
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 23:59 Nach oben

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Missionieren will ich hier niemanden, ich verstehe überhaupt nicht, warum ich so radikal rüberkomme. Ganz im Gegenteil mag ich einseitiges Betrachten von Sachverhalten überhaupt nicht und gerade deswegen antworte ich auch auf Don Carlos Beiträge, weil ich mit vielen Argumenten bzw. Schlussfolgerungen hinten und vorne nicht einverstanden bin.

Ich muß auch gestehen, daß deine Schreibweise etwas...nah sagen wir mal "reizend" ist. Du hast natürlich in vielen Punkten vollkommen recht, aber vielleicht versuchst Du es mal etwas anders auszudrücken. Das würde bestimmt auch helfen, damit hier nicht irgendwas langsam überkocht.

Der Tom Cool

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Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866

BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 22:46 Nach oben

...nun habe ich gerade den Monitor im Ersten gesehen und
sensiblisiert durch Dons literarische Prosa, genau aufgepasst...
... Klimaschutz, Energiewirtschaft und Politik...armes Deutschland... Evil or Very Mad
...aber richtig erschreckend: Methanhydrat...

...wie 'ne gespannte Mausefalle... Shocked
Kollektor
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Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2170
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 13:47 Nach oben

Klimawandel bringt uns tropische Krankheiten
Selbst Malaria scheint möglich.

Wegen der steigenden Durchschnittstemperaturen treten in Deutschland mittlerweile tropische Erkrankungen auf. Experten halten selbst Malaria-Infektionen für möglich - der Überträger der Tropenkrankheit wurde bereits in zwei Bundesländern entdeckt.

HB BERLIN. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ erkrankten im Sommer 2006 drei Ostsee-Badegäste aus Mecklenburg-Vorpommern an einer Infektion durch das Bakterium „Vibrio vulnificus“. Der Erreger, den Reisemediziner als „Fluch der Karibik“ bezeichneten, komme normalerweise in gemäßigten Zonen nur in geringer Zahl vor. Im vergangenen Jahr habe er sich wegen der starken Erwärmung der Ostsee dort sehr stark vermehren können. Zudem seien in den vergangenen Jahren mehrere Menschen an der so genannten Orientbeule (Leishmaniose) erkrankt, obwohl sie Deutschland nie verlassen hätten.

Nach Einschätzung des Direktors des Münchner Tropeninstituts, Thomas Löscher, könnten sogar Infektionen wie die Malaria in Deutschland heimisch werden. Anopheles-Mücken, die die Krankheit übertragen, seien bereits in Bayern und Nordrhein-Westfalen registriert worden. „Rund um die Osterseen bei München beispielsweise gibt es Anopheles. Die Erwärmung begünstigt deren Ausbreitung und erhöht das Risiko, dass sich Malaria-Erreger in diesen Mücken vermehren“, so Experte Löscher. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden bereits Malaria-Mücken registriert.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel meinte dazu, er sehe keinen Grund, in Panik zu verfallen. Zugleich plädierte der Minister erneut für Maßnahmen zur drastischen Senkung beim Ausstoß von Treibhausgasen, um den Klimawandel und seine Folgen beherrschbar zu machen.
[07.01.2007]

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Sonnige Grüße
Kollektor
Eberhard
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Wohnort: D 95233 Helmbrechts

BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 17:13 Nach oben

Zum Thema Treibhausgase habe ich diesen Link gefunden
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,2020966,00.html
eine schöne auch für Nichtfachleute verständliche Erklärung. Meinungen sollte sich jeder selbst darüber bilden.
Mit sonnigem Gruß
Eberhard

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Sonnenertrag
TanteEmma
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Angemeldet: 10.01.2005
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 01.02.2007, 13:04 Nach oben

"Nach einer Studie der Nonprofit-Organisation Rocky Mountain Institute (RMI) sparen die Verbraucher nach dem Austausch einer traditionellen 75-Watt-Glühbirne durch eine mit 20-Watt 55 Dollar (42 Euro), denn die Glühbirne hält nur rund 750 Stunden, die Energiesparlampe dagegen 10.000 Stunden. 585 Kilogramm Kohlendioxid werden dadurch gespart."
aus:
http://www.gmx.net/de/themen/finanzen/wirtschaft/maerkte/3554706,cc=000000194100035547061MIa6K.html

Gruß Helga
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 21:51 Nach oben

Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation?(TREC)
Verschoben als neues Thema nach http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?p=35564#35564
D.C.
solerling
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Angemeldet: 01.03.2006
Beiträge: 686
Wohnort: 85

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 22:52 Nach oben

Halloo Don Carlos!

In der Tageszeitung "Donaukurier-Ingolstadt" folgende Überschriften:

Autobauer machen Druck ( 29.01.07)
Protestbrief an Brüssel: Umweltauflagen kosten Arbeitsplätze

Merkel gegen EU-Abgaspläne (31.01.07)

Angela Merkel hat angekündigt,"mit aller Härte"gegen die von der EU gewünschten generellenAbgaswerte zu kämpfen


Ich bin enttäuscht von unserer Regierung,was wollen wir denn den Anderen vorschreiben,wenn wir selbst an dem Ast sägen auf dem wir sitzen?

Danke für Deine interessanten Beiträge

Gruß Josef
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