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Autor
Doris
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg

BeitragVerfasst am: 10.02.2006, 20:37 Nach oben

Solarstrompark "Gut Erlasee" in der Nähe von Würzburg

Die S.A.G. Solarstrom AG hatte Anfang der Woche wieder knapp 100 Anlagen für private Investoren verfügbar.
Die Leistungen liegen im Bereich 6,0 bis 9,9 kWp. Es handelt sich bei den Anlagen um zweiachsig nachgeführte SOLON-Mover, deren Ertrag konservativ kalkuliert ist und der mindestens 30% über dem stationärer Anlagen gleicher Leistung liegt.

Preis: 5.765 Euro/kWp.
Bezahlt wird die Leistung, die gekauft wird.
Die Anlagen sind damit ca. 3,3 % günstiger als 2005.

Die Anlagen können sowohl mitt 100% Eigenkapital, als auch zu 69% fremdfinanziert (nur Umweltbank) werden. Unverändert ist die Besicherung des Darlehns mit der Anlage selbst.
Damit rentiert sich eine solche Anlage mit Fremdfinanzierung und bei 31% Eigenkapital und
trotz verminderter Einspeisevergütung mit 6 % vor Steuern.

Enthalten sind, wie bisher auch, die Aufwendungen für Grundstückspacht, Überwachung und Wartung der Anlage, Versicherung, Betrieb und Verwaltung, Rückstellung für Reparaturen, Messkosten und Netzverluste.

Nach der Kalkulation entsteht bereits 2010 das erste Mal ein signifikanter Überschuss.

Anders als bei Solar-Fonds oder Beteiligungen funktioniert hier unverändert die Möglichkeit der Steueroptimierung bei der Einkommenssteuer durch einen möglichen Verlustrücktrag/-vortrag.


Es sollte kein Problem sein zu ermitteln, was 1 kWp einer normalen stationären Anlage mit optimaler Neigung und Ausrichtung kosten dürfte, um auf ein vergleichbares Ergebnis zu kommen. Shocked

Weitere Informationen hier: http://www.solaroptimal.de/
und hier: mo-fr 9-18 Uhr 0761-4770-480

Tschüss
Doris
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Verfasst am: Nach oben

Roger
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 05.01.2006
Beiträge: 21
Wohnort: 33428 Marienfeld NRW

BeitragVerfasst am: 11.02.2006, 00:27 Nach oben

Hallo Doris.

Ist das wirklich so einfach?
Haben Sie noch mehr info?
Muss Mann das auch beim F.A. anmelden?
Vielen dank.


Mfg

Roger
Kollektor
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2037
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 11.02.2006, 00:49 Nach oben

Hallo Doris,

schön dass Du wieder da bist Smile

Nach mir vorliegenden Informationen gingen die letzten 105 Solarmover noch 2005 ans Netz und partizipieren deshalb auch von der Einspeisevergütung von 2005 von 43,4 Cent pro KWh, dafür leider nur noch 20 Jahre. Freilandanlagen werden 2006 nur noch mit 40,5 Cent pro KWh vergütet ( 6,5 % Degression ).

Der theoretische Mehrertrag von perfekt nachgeführten Anlagen beträgt 29 % gegenüber feststehenden optimal ausgerichteten Anlagen.

Nachgeführte Freilandanlagen dürfen 2005 also 43,5/54,5*1,29=1,03 mal mehr kosten als optimal aufgestellte Dachanlagen. Da optimale Dachanlagen nur selten zutreffen, ist ein Mehrpreis von etwa 5 bis 10 % gerechtfertigt. Weitere 10 % auch dadurch, dass alle Serviceleistungen schon drin sind ( ich glaube mal dass die schon drin sind ).

2006 werden sich Freilandanlagen in Deutschland nur noch rentieren, wenn der Kaufpreis wesentlich niedriger ist als heute.

_________________
Sonnige Grüße
Kollektor

Solarlog + Sonnenertrag
Doris
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 17.05.2005
Beiträge: 454
Wohnort: im Südosten von Brandenburg

BeitragVerfasst am: 11.02.2006, 11:05 Nach oben

Hallo Kollektor,

meine Info ist vom 7. Februar 2006, also noch ziemlich warm. Es sind noch 98 Anlagen verfügbar. Da diese noch 2005 an das Netz gingen, gibt es auch noch die Vergütung von 43,42 ct bis einschließlich 2025.

Die Darlehenszinsen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben und in der Kalkulation mit 4,25% p. a. angesetzt.
Bei den anderen Aufwendungen ist außerdem eine jährliche Inflationsrate von 2% berücksichtigt.

Für den Ertrag gibt es eine Expertise von der meteocontrol GmbH. Die bestätigen den zu erwartenden Mehrertrag von min. 29 %. Der spezifische Energiertrag ist danach 1.275 kWp/kWh.
Na mal sehen was da raus kommt, wenn das erste Jahr vorbei ist im Juni. Bis jetzt sieht es jedenfalls sehr gut aus.

Ob es noch weitere Anlagenzugänge in 2006 gibt, weiß ich nicht. Im Oktober sah mir die Fläche schon ziemlich vollgebaut aus.

@Roger
Hallo,
ja es ist wirklich so einfach. Kann alles innerhalb von 10 Tagen abgewickelt sein. Die S.A.G arbeitet sehr zügig und bei der Umweltbank gibt es ein extra Team für die Bearbeitung. Alle sind sehr freundlich und kompetent. Probieren Sie es aus. Alle Unterlagen gibt es vorher. Sie müssen ja nicht sofort kaufen, weil eine unverbindliche Reservierung für ein paar Tage problemlos möglich ist. (Anrufen!) Und prüfen sollten Sie schon, ob alles passt.
Der Netzbetreiber ist die E.ON Bayern AG. Den Einspeisevertrag kann man unterschreiben. Der wurde auf die Verhältnisse in Erlasee abgeglichen. Es steht nichts weiter drin als die Abwicklung und die Modalitäten.

Natürlich muss man die Unternehmereigenschaft nicht anmelden. Dann kommen auf jeden Preis noch die Mehrwertsteuern drauf. Schon wegen der Erstattung der Mehrwertsteuer würde ich mir das genau überlegen. Die Erträge müssen aber dennoch als Einkommen versteuert werden.
Variante Wink : Dem Kind oder Enkel (ohne eigenes Einkommen) das Geld zweckgebunden für den Kauf der Anlage schenken. Die Erträge sollten innerhalb des Grundfreibetrages liegen. Enkel/Kind braucht vorerst keine Steuern zu zahlen (Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen!) und hat in Lehre, Studium usw. ein schönes Taschengeld oder Startkapital. Aber Achtung: Das FA guckt hier genau hin! Die Anlage selber ist Hartz4fest, nicht aber der Ertrag.
(Wie immer hier der Hinweis: Ich weiß nicht, ob das so stimmt und so geht. Ich kann mich nämlich irren. Besser Steuerberater fragen!)

Tschüss
Doris
Roger
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 05.01.2006
Beiträge: 21
Wohnort: 33428 Marienfeld NRW

BeitragVerfasst am: 11.02.2006, 18:14 Nach oben

Hallo Doris.

Vielen dank.

Mfg

Roger
Kollektor
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2037
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 20:12 Nach oben

Offensichtlich hat sich für den Initiator die Sache nicht gelohnt:

Ergebnisbelastung in 2005 durch Großprojekt von zwei Millionen Euro


Freiburg, 28.02.2006 – Die S.A.G. Solarstrom hat bei ihrem Großprojekt Erlasee im vierten Quartal 2005 Marge eingebüßt. Gründe sind ein niedrigerer Verkaufspreis und außerplanmäßige Zusatzkosten. Damit wird das Konzernergebnis rund 2 Millionen Euro tiefer ausfallen als geplant und das Planergebnis 2005 voraussichtlich unter Null liegen. Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 und Prognose für 2006 wird das Unternehmen Ende März veröffentlichen.

„Bei dem Großprojekt haben wir vierzig Prozent der Anlagen an eine Fondsgesellschaft verkauft und konnten dabei das Margenziel nicht erreichen“, sagt Finanzvorstand Benedikt Ortmann. „Zudem hatten wir beim Vertrieb des Produktes höhere Aufwendungen für Werbung.“

„Der Margeneinbruch bei Erlasee ist ein Rückschlag für unser Unternehmen. Er stellt jedoch nicht das Geschäftsmodell in Frage, mit dem wir uns eine wichtige Marktposition erarbeitet haben“, sagt Vorstandssprecher Uwe Ilgemann.

Ab 2006 wird die S.A.G. Solarstrom den Anteil des Franchisegeschäfts stark steigern. Damit verringern sich die Risiken aus Großprojekten. Zudem werden durch neue Lieferanten stabilere und günstigere Lieferbeziehungen bestehen als im Vorjahr. Außerdem werden die margenstarken südeuropäischen Märkte in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag leisten.

Die S.A.G. Solarstrom AG gehört zu den Pionieren im internationalen Solarstrommarkt und ist einer der bekanntesten Systemintegratoren der Photovoltaik. Sie vertreibt Solarstromanlagen und zugehörige Serviceleistungen an Privat- und Geschäftskunden über ein Franchisesystem mit derzeit 70 Partnern in Deutschland und ab 2006 auch in Spanien und Italien. Für Kapitalanleger entwickelt sie Finanzprodukte auf der Basis von Photovoltaik und vermarktet diese im Direktvertrieb. Der Konzern ist international tätig und mit eigenen Tochtergesellschaften in Spanien, Österreich und der Schweiz vertreten.


S.A.G. Solarstrom AG
Investor Relations
Antje Greiner

Sasbacher Straße 5
79111 Freiburg

Tel.: +49 761-4770-201
Fax.: +49 761-4770-219

_________________
Sonnige Grüße
Kollektor

Solarlog + Sonnenertrag
Steffnix
Vielschreiber
Vielschreiber



Angemeldet: 29.12.2005
Beiträge: 232
Wohnort: Rothaargebirge

BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 10:50 Nach oben

Habe mich auch mal bei der S.A.G. gemeldet, um Infomaterial zu bekommen. Habe ich dann auch bekommen. So weit, so gut.

Werde aber seitdem mit Infomaterial zugemüllt. Evil or Very Mad Ist zwar nicht Hochglanz, aber trotzdem umfangreich und kostet sicherlich eine ganze Stange Euros. Ist halt Werbung der Firma. Da kann man dazu stehen, wie man will (ohne Werbung keine neuen Kunden usw.).

Ich für meinen Teil halte hiervon allerdings nichts, weil ich mir denke, dass das alles bezahlt werden will. Wie das finanziert wird, weiß ich allerdings nicht. Rolling Eyes

Ich würde in meinem Freundes-/Bekanntenkreis rumfragen und ggf. eine Gemeinschaftsanlage planen und bauen; ohne diesen teueren Schnickschnack (Werbung, Vorstandgehälter etc.). In meiner Gegend läuft gerade ein Gemeinschaftsprojekt einer städtischen Feuerwehr. Mal sehen, vielleicht mache ich dort mit. Cool

Steffnix

_________________
Mit sonnigen Grüßen!!!
Kollektor
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2037
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 12:36 Nach oben

Die Idee von Solar Optimal, Solarmover auf einem großen Feld aufzustellen, einzeln zu verkaufen und ein Fullservicepaket anzubieten fand ich gut.

Ich habe mir das Ganze auch für mich durchgerechnet. Die Gesamtrendite eines Movers lag unterhalb 5 % und nur durch extremes Hebeln mit einer billigen Finanzierung kam der Käufer auf eine Eigenkapitalrendite von 6 %. Rentennahe Jahrgänge haben noch einen zusätzlichen Steuerstundungseffekt mitnehmen können. Da man bei einer sicheren Geldanlage derzeit nur auf eine Rendite von etwa 4 % kommt lohnt sich der Kauf für Leute ohne eigenes Dach dennoch. SAG Solarstrom ist eine vertrauenswürdige Firma mit gutem Ruf.

Bei meinen Projekten kam ich bisher auf eine Gesamtrendite von 7 bis 9 %, durch entsprechendes Hebeln mit zinsgünstigen Krediten komme ich im Mittel auf ca 10 % auf das tatsächlich eingesetzte Kapital ( über alle drei Projekte habe ich zusammengenommen ca 50 % Eigenkapital eingesetzt ).

In der derzeitgen Lage ist das nicht wiederholbar, ich investiere nur in neue Projekte wenn mindestens 10 % der Anschaffungssumme jährlich zurückfließen ( anfänglich müssen es mehr sein wegen der Alterung und den Rücklagen ). Das entspricht einer Basisrendite von 7,75 % ohne Hebel.

Bin mal gespannt wie sich Solar Optimal in Spanien rentiert, im 2. Quartal soll es erste Angebote geben. Vielleicht bin ich dann dabei.

_________________
Sonnige Grüße
Kollektor

Solarlog + Sonnenertrag
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 19:02 Nach oben

@steffnix
rufe bei der S.A.G. an und schon kriegst Du keine Infos mehr. Woher sollen die wissen, dass Dir die Infos jetzt ausreichen?

@Kollektor
Das sich die S.A.G. in Erlasee verkalkuliert hatte, war schon klar, als der Fonds dort einstieg und weniger Anlagen orderte, als angenommen. Deshalb wurde der Rest auch einzeln verkauft. Soweit ich mich erinnere, war das ursprünglich so nicht vorgesehen. Jedenfalls nicht in diesem Verhältnis.

Spanien ist für mich auch interessant. Noch interessanter scheint aber Zypern zu werden. Spanien ist leider auch Euro-Gebiet und am Ende wird es mit den Preisen nicht viel anders als in Deutschland werden. Wie sollte sonst die S.A.G. ihre Erwartungen erfüllen? Ob die Margen dann wirklich so hoch sind, wird sich erst noch herausstellen. Für die S.A.G. schon möglich. Für den Privatinvestor noch nicht überschaubar.
Aber neben PV gibt es ja auch noch Strom aus Biomasse.
Grundsatz für den Privatinvestor: Nicht alle Eier in einen Korb Wink

D.C.
christophschoenenborn
Neu hier
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Angemeldet: 03.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 09.05.2006, 12:49 Nach oben

Seit ca. 02.05.06 werden Schritt für Schritt bei den Movern von SolarOptimal, die mit den Sunpower Modulen ausgestattet sind, die asp Wechselrichter durch Xantrex Wechselrichter (Angepasster GT3.8) ausgetauscht.

Um einen Vergleich zu bekommen, ob die Tagesertragsdaten jetzt wirklich besser werden, suche ich Sunpower-Mover Besitzer, die bereits einen R E A L E N Einspeisezähler in der Vergangenheit hatten und bereit sind, mit mir diese Ertragsdaten auszutauschen. Die SAG rückt diese Daten leider nicht heraus.

Hintergrund:

Die meisten Käufer, die eine SolarOptimal Anlage in 2005 gekauft haben, haben bis heute keine Einspeisezähler, sondern erhalten von der SAG einen hochgerechneten Ertrag einer Referenzanlage im Trafobereich 2, die aber aus polykristallinem Silizium und dem kleinen asp WR besteht.


Vielen Dank,
Christoph
Sonnenstrahl
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 27.06.2006
Beiträge: 14
Wohnort: Erdweg

BeitragVerfasst am: 27.06.2006, 17:57 Nach oben

Hallo Smile ,

da weiß ich was Besseres: Die eigene Photovoltaik-Anlage in Spanien. Mehr Sonne, viel mehr Rendite, viel längere Abnahmegarantie. Und genau so seriös und sicher, wie der Link zur S.A.G Solarstrom.

Gruß vom Sonnenstrahl

_________________
Let the sunshine in Wink
christophschoenenborn
Neu hier
Neu hier



Angemeldet: 03.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 12.12.2006, 15:24 Nach oben

Bezug: Mein Aufruf vom 09.05.06 zur Analyse der Mover Performance in diesem Thread Neuigkeiten von SolarOptimal:

Vielen Dank für Ihre/Eure Rückmeldungen. Hier nun der aktuelle Stand bzgl. der zu geringen Performance derjenigen Solon Mover auf Gut Erlasee, die als Einzelkraftwerk SolarOptimal (nicht verwechseln mit dem Fonds Gut Erlasee, der im Sommer 2006 aufgelegt wurde) in 2005 und Anfang 2006 verkauft wurden:

1.a) Meine Messungen zusammen mit Solon und MeteoControl vor Ort im Juni 2006 haben gezeigt, daß die realen Performance Werte viel besser waren, als die Werte, die im Internet-Portal durch Hochrechnung angezeigt wurden. Der Jahresverlauf bis Ende November bei täglicher Berücksichtigung der Tageseinstrahlungswerte zeigt, daß die Solon Mover die notwendige Performance erreichen können, um in einem Durchschnittsjahr die 1.301 kWh/kWp (bzw. 1.275 kWh/kWp am Übergabepunkt) zu erreichen. Dies gilt für Mover mit Zellen von Q-Cells und für die Mover mit Sunpower-Modulen, sofern diese auf Xantrex-Wechselrichter umgebaut worden sind. Soweit die gute Nachricht.

1.b) Die schlechte Nachricht liegt darin, daß die allermeisten Mover Besitzer in der Zeit, in der sie noch keinen eigenen realen Einspeisezähler besessen haben, wahrscheinlich eine zu geringe Einspeisevergütung bezahlt bekommen haben. Die Größenordnung liegt zwischen 6% und 11%. Alle Mover-Besitzer, die mit mir Kontakt aufgenommen haben und ihre realen Zählerwerte vor Ort in Erlasee überprüft haben, konnten dies feststellen. Die über das Internet angezeigten Erträge waren um den genannten Prozentsatz geringer. Der Zeitraum ohne eigenen realen Zähler wurde aber mit diesen hochgerechneten und damit zu geringen Beträgen abgerechnet.

1.c) Die meisten Mover Besitzer haben erst seit ca. Anfang November die Möglichkeit, die reale Performance ihrer Mover im Internet angezeigt zu bekommen. Die Tageseinstrahlungswerte in der Mover-Ebene in den Wintermonaten ist aber eher geringer und die Verschattungen der Mover spielen eine größere Rolle. Vor allen Dingen ist aber wegen der Abschaltung des Referenz-Movers im Internet kein direkter Vergleich mehr möglich. Deshalb fällt die jetzt bessere Performance nur denen auf, die per Hand täglich die eingespeiste elektrische Energie und die Einstrahlungswerte dokumentieren. Bei ausgewählten Movern ergab dies im November eine Differenz von 13,6% (nicht auf das Jahr hochrechenbar!) und zwar unter Einbeziehung der Trafoverluste bis zum Übergabepunkt. Diejenigen, die keine tägliche Dokumentation durchgeführt haben, können als Anhaltspunkt die Performance am 03.12. mit der Performance vom 15.11. bzw. 03.11. vergleichen.


Fazit:

2.a) Die meisten Mover-Besitzer haben für die Zeit, in denen sie keinen eigenen Zähler hatten, zu geringe Einspeisevergütungen erhalten. Aufgrund der Erläuterungen von 1.c) wird dies den wenigsten Mover-Besitzern auffallen.

2.b) Da bereits bis 10.12.06 eine um ca. 3,5% höhere für die Mover relevante Einstrahlung in 2006 vorliegt, wird der spezifische Ertrag inklusive der durch die SAG SolarVertriebsgesellschaft gezahlten anfänglichen Einspeisevergütungen innerhalb der Prognose liegen. Auch dies führt wiederum dazu, daß die zu geringe Anfangsvergütung in den wenigsten Fällen auffallen wird.

2.c) Ob man die fehlende Einspeisevergütung noch erhalten kann und in welcher Weise, wird man wohl mit einem Anwalt abwägen müssen. Ob sich der Streit lohnt, hängt von den Kosten des Anwalts und vom Zeitraum ohne eigenen Zähler sowie vom Standort ab. Auf jeden Fall ist ein erstes Schreiben per Einschreiben mit Rückschein (!) erforderlich, damit keine Fristen verstreichen und um sich alles offen zu halten.


In eigener Sache

Ich gehe nach wie vor davon aus, daß die anfänglich zu geringe Bezahlung ein Mißgeschick und keine Absicht vorhanden war. Deshalb stehe ich auch keiner pauschalen negativen Meinungsmache gegen eine der beteiligten Firmen zur Verfügung. Allerdings bin ich der Meinung, daß jeder Mover Besitzer das vergütet bekommt, was er eingespeist hat.


Gruß,
Christoph
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 12.12.2006, 19:03 Nach oben

Hallo Christoph,

diesen Betrag habe ich glatt übersehen - Danke für die PN.

Die E-Zähler von den Anlagen unterhalb Nr. 0400, also dem 1. Bauabschnitt, sind offensichtlich noch in 2005 installiert worden. Jedenfalls rechnet seit dem 01.01.2006 E.ON Bayern den Mover ab.

Der Mover ist lt. Protokoll seit dem 18.06.05 in Betrieb. Seit dem 01.07.2005 erfolgt auch die Dokumentation über meteocontrol Safer'Sun.
Das da zwischenzeitlich Daten von einem Referenz-Mover eingespielt wurden halte ich für unwahrscheinlich.

Der Mover hat SunPower-Module und ist im April 2006 auf Solon GTM Wechselrichter umgebaut worden.

Evt. Abrechnungsdifferenzen von Juli bis Dezember 2005 kann ich zur Zeit nicht nachweisen, da mir die aktuellen Zählerstände noch nicht bekannt sind.
Selbst wenn die Abrechnungsdifferenz für die 6 Monate 5% oder 10% betragen sollte, ist ein gerichtsfester Nachweis problematisch. Ob die Vermutung einer fehlerhaften oder falscher Ab- oder Berechnung dafür genügt weiß ich nicht. Die Beweislast dürfte so oder so beim Anlagenbetreiber liegen.

Was sagt die Solarstrom AG dazu?
Wie kann ich helfen?

D.C.
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