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solarfix
Öfters hier


Angemeldet: 21.05.2006
Beiträge: 24
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Verfasst am:
01.12.2006, 21:13 |
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Stellen wir uns doch die Frage was wir mit einer Photovoltaikanlage erreichen wollen?
Umweltfreundliche Energie erzeugen, eine nette Redite erzielen, ein Stück unabhängig von den Energiemonopolisten machen.
Alles ist endlich, auch das Leben einer Photovoltaikanlage. Was passiert nun mit diesem Schrott? Rücknahme durch den Hersteller? Umweltgerechte Entsorgung und Wiederverwertung?
Wer garantiert den Besitzern dieser cadmiumhaltigen Module eine kostenlose Rücknahme? FirstSolar? Kann wohl sein, aber wer weiss den ob es FirstSolar in 20 oder 30 Jahren noch gibt? Vielleicht durch einen anderen Konzern geschluckt, die Garantiebedingungen geändert, das geht doch alles recht einfach. Eine Sicherheit gibt es mit Sicherheit nicht.
Es drängt sich doch die Frage auf, muss man heute den Sondermüll von morgen erzeugen? Wohlwissend dass es Alternativen gibt, die auch im Fall Dünnschicht vorhanden sind.
Kann eine FirstSolar wirklich 100% dokumentieren wo ihre Module weltweit verbaut werden um sie dann auch irgendwann umweltgerecht zu entsorgen? Das halte ich für unwahrscheinlich! Eher werden sie in irgendeiner Müllhalde verbuddelt. Abgesehen von anderen Herstellern, wie Antec, die eine solche Rücknahmegarantie erst gar nicht anbieten.
Umweltfreundliche Energie erzeugen mit Produkten die hochgiftige Stoffe enthalten? Muss das wirklich sein?
Gruß Solarfix
[edit admin] ich habe den Beitrag in ein neues Thema eröffnet, da es nicht direkt zum Thema Antec passt. |
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Verfasst am:
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 5221
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
01.12.2006, 21:46 |
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strawberry
Vielschreiber

Angemeldet: 21.08.2005
Beiträge: 161
Wohnort: Luxemburg
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Verfasst am:
02.12.2006, 00:14 |
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Hallo solarfix,
Die Module fallen unter die Elektronikschrottverordnung. Wenn in 20-30 Jahren das Schrottaufkommen wächst rentiert es sich bestimmt das verwendete Material sortenrein zu trennen.
Möglicherweise können die kompletten Zellen in neuen Modulen weiterarbeiten, Tests weisen in diese Richtung.
Kuckst du auch hier:
http://www.photovoltaikforen.de/viewtopic.php?t=1308&highlight=elektronikschrott
mfG
Strawberry |
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 5221
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
02.12.2006, 01:31 |
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Hier ein Schreiben des ZVEI:
Zitat:
Sehr geehrter Herr ***,
Komplette Photovoltaikanlagen fallen m.E. nicht in den Scope des Elektrogesetzes, da es sich um "fixed installations" (Anlagen) handelt, die am Ort der Nutzung vom Fachmann zusammengebaut werden.
Einzelne Komponenten können in den Scope fallen, sofern sie in eine der 10 WEEE-Kategorien eingeordnet werden können.
Näheres finden Sie im beigefügten Leitfaden des Umweltministeriums "Hinweise zum Anwendungsbereich ElektroG 24. Juni 2005".
Auch die FAQ-Seite der EAR kann Hilfestellung geben http://www.stiftung-ear.de/.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Scholz
Zitatende
Wer sich mal das ElektroG vornimmt, wird hier keine Hinweise finden um Dünnschichtmodule hierüber entsorgen zu können. Mit viel Glück könnte man den Wechselrichter einbringen, aber wahrscheinlicher werden Meßeinheiten wie Datenlogger zur Anlagenüberwachung akzeptiert werden.
Erst recht fällt das Elektronikschrottgesetz aus, da die meißten ihre PV-Anlage als Gewerbe betreiben werden. Hier gilt das ElektroG aber nicht. Es ist nur für die Beziehung Handel <-> Privatpersonen gedacht.
Der Tom  |
_________________ Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können |
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Luke
Forumsinventar

Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866
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Verfasst am:
02.12.2006, 10:16 |
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| solarfix hat Folgendes geschrieben: |
Umweltfreundliche Energie erzeugen mit Produkten die hochgiftige Stoffe enthalten? Muss das wirklich sein?
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...es muss nicht sein...
...habe mich mit diesem Thema die letzten Tage beschäftigt und bin für
mich zu folgendem Ergebnis gekommen:
1. Si mono, poly oder amorph
...keine Bedenken, die möglicherweise enthaltene giftige Dotierung ist
mengenmäßig vernachlässigbar...
2. CIS
...mit 0,2 bis 0,45g Cd pro m² Modulfläche bedenklich aber IMHO noch tolerabel...
3. CdTe
...mit 5,55 bis 66,4g Cd pro m² Modulfläche für mich nicht mehr tolerabel
unter Berücksichtigung weiterer Kriterien komme ich zu dem
Ergebnis, dass ich aus heutiger Sicht weiterhin
mono- oder poly-kristalline Module vorziehen werde...
Zu meiner Meinungsfindung hat maßgeblich folgende Arbeit von IE und Ökopol beigetragen:
Stoffbezogene Anforderungen an Photovoltaik-Produkte und deren Entsorgung
respectfully
Luke |
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sand-pit
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 11.07.2006
Beiträge: 652
Wohnort: Geldern Niederrhein
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Verfasst am:
02.12.2006, 12:06 |
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Hi solarfix, hi Gemeinde,
die Entsorgungsproblematik für Arsen,- NickelCadmium,- Tantalbehafteten Elektronikbauteilen ist Thema seit etwa 1980 (als die Privatrechner ihren Einzug in die Haushalte starteten)
Es gibt viele parallele Problematiken - wie z.B. Asbest in Baumaterialien und Bremsscheiben.
Für die meisten Materialien mit Asbest wurden inzwischen Alternativen gefunden.
Zum Elektronikschrott wurde in den letzten Jahren ein neues Verfahren der Pyrolyse entwickelt.
Einzelheiten hier : http://idw-online.de/pages/de/news157540
Die technische Entwicklung neuer Gerätschaften und Verfahren fordert oft einen Tribut, der bei der Entstehung nicht absehbar ist. Deshalb Dank an alle in diesem Forum sich auch einer solchen Diskussion zu stellen.
Trotzdem habe ich keine Probleme mit der Verwendung solcher Gerätschaften.
Der Grund dafür ist für mich die Wertung der unterschiedlichen Problematiken. Dabei ist für mich die größte Problematik der wachsende Anteil an CO2 in der Athmospäre und die damit verbundene Wandlung des Klimas.
Wir hingegen arbeiten - lasst es mich so ausdrücken - "mit leicht schmutzigen" Technologien - PV - dagegen!
Die Entsorgungstechnologie für Elektronikschrott ist noch jung und wird sich noch perfektionieren. Da sind 25 Jahre ein großer Zeitraum.
Die CO2 Problematik kann aber überhaupt nicht - oder bei positiver Denkweise - nur gering vermindert werden.
Anders sähe das aus, wenn in Europa jeder, der eine Dachfläche besitzt, PV Anlagen installieren würde.
Das aber bleibt vorerst ein schöner Traum, da viele sich für 30TEUR lieber ein neues Auto kaufen. Da kann man nur hoffen, dass sich die Brennstoffzelle schneller entwickelt.....
Trotzdem blicke ich positiv in die Zukunft (der Entsorgung) - denn Gülle wurde vor zwanzig Jahren auf die Felder gekippt und nitrierte den Boden und damit das Grundwasser. Heute liefert sie auch Energie.
Keine Angst - Angst ist Mangel an Information....wir tun das Richtige
Euer Sand-pit |
_________________ 28 x SW200; WR SPI 4500; 5,65 KWp; 33° Dach; 180°.
"Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle." |
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solarfix
Öfters hier


Angemeldet: 21.05.2006
Beiträge: 24
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Verfasst am:
02.12.2006, 18:26 |
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Hallo strawbwrry, sand-pit,
die Frage ist doch, ob es sein, muss einen Giftstoff und Schwermetall für ein "umweltfreundliches Produkt" zu verwenden, wenn es Alternativen gibt die nicht umweltschädlich sind?
Erinnert euch an die Problematik der illegalen Elektronikschrottentsorgung in Afrika und den osteuropäischen Staaten!
In Zukunft wird es immer teurer Sondermüll zu entsorgen, da wachsen dann die krummen Geschäftemacher wie Pilze aus dem Boden.
Ich möchte hier niemanden kritisieren, sondern nur zum Nachdenken anregen. Wir sind auch für unsere Hinterlassenschaften verantwortlich!
Darauf zu hoffen, dass es in Zukunft schon irgendeinen schlauen Kopf gibt der dieses Problem löst, ist nicht fair.
Pro qm Modulfläche fällt der Cadmiumgehalt einer kleine Batterie an. Bei einer geplanten Fertigungskapazität von 100 MW/Jahr könnt ihr euch die Menge ausrechnen.
Bei einer durchschnittlichen Leistung von 65 Wp/Modul ergibt sich folgende Berechnung:
Modul-Fläche First Solar FS-262: 1200 x 600 mm = 0,72 m²
Leistung: 65 Wp/0,72 m²
Leistung: 100 MW p.a. = 100.000.000 Wp = 100 Millionen Wp
Leistung: 100 Millionen Wp = 1.538.461 Module
Fläche: 1.538.461 x 0,72 m² = 1.107.692 m² Modulfläche/Jahr
Dieser Berechnung folgend werden Cadmiummengen in Höhe von 1.1 Millionen kleiner Batterien verarbeitet, wohlgemerkt, jedes Jahr!
Ist das wirklich mit einer umweltfreundlichen Energieerzeugung zu rechtfertigen?
Es gibt Alternativen!!
Gruß Solarfix |
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sand-pit
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 11.07.2006
Beiträge: 652
Wohnort: Geldern Niederrhein
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Verfasst am:
03.12.2006, 11:13 |
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Hi Solarfix,
...im Prinzip gebe ich Dir Recht - all das negative geschieht....
Feststellung :
Du bist meinem Link nicht gefolgt ? Hätte eine Stellungnahme erwartet....Für verschiedene "schmutzige" Hilfsmittel gibt es noch keinen Ersatz. Bei genügend Nachfrage PV regelt das aber der Markt - wie die Vergangenheit mit Asbest zeigt.
Man sollte nicht einäugig in die Zukunft schauen.
Außerdem : Der größte Verschmutzungsfaktor sind wir selbst..... |
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"Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle." |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1183
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
03.12.2006, 12:47 |
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Sehr guter Link, danke.
Übrigens interessant, wie sehr man sich 2003 noch geirrt hat, was die Geschwindigkeit des weiteren PV Ausbaus angeht. |
_________________ 24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1183
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
03.12.2006, 12:51 |
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| sand-pit hat Folgendes geschrieben: |
Feststellung :
Du bist meinem Link nicht gefolgt ? Hätte eine Stellungnahme erwartet....Für verschiedene "schmutzige" Hilfsmittel gibt es noch keinen Ersatz..... |
Der Meinung bin ich nicht. Cadmium haltige Dünnschicht-Zellen lassen sich einwandfrei und ohne technische Nachteile durch Zellen aus kristallinem Silizium substituieren, ich wüsste keinen einzigen Anwedungszweck, wo dies nicht möglich wäre.
Anders ist es bei Zellen aus GaAs, die sind kristallinen Si Zellen beim Wirkungsgrad und beim Verhalten bei hohen Temperaturen sehr deutlich überlegen und lassen sich daher nicht für alle Einsatzzwecke ersetzen, z.B. Raumfahrt, Rennsolarmobile, Konzentratorsysteme, etc... |
_________________ 24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp |
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voltaikfuchs
Gast
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Verfasst am:
03.12.2006, 13:36 |
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Na die Arbeit ist aus 2003.
Zu FS - die Module enthalten derzeit 8g je Qm
Zur Meinungsfindung siehe an o.a. Quelle die Seiten 77-81 und folgende.
Meist kann man aber Vorurteile nur sehr schwer ablegen
voltaikfuchs |
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solarfix
Öfters hier


Angemeldet: 21.05.2006
Beiträge: 24
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Verfasst am:
03.12.2006, 14:23 |
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Hallo sand-pit,
bin deinem Link gefolgt!
Was ändert das an der Feststellung das Cadminum eine Schwermetall und Giftstoff ist?
Warum bist du so ein Verfechter dieser Technologie?
Findest du es einäugig auf diese giftstoffhaltige Technologie zu verzichten, wo es genügend Alternativen gibt?
Wie schon bemerkt, etwas zu entwicklen und zu hoffen dass andere den Dreck wegräumen ist meiner Meinung einäugig. Siehe Atommüll! Gleiches Thema.
Deine Schlußbemerkung "Der größte Verschmutzungsfaktor sind wir selbst" bestätigt doch meine Aussagen.
Lasst uns die alternativen, umweltfreundlichen Technologien aus Siliziumbasis anwenden und wir haben dieses Entsorgungsproblem erst gar nicht. |
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 5221
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
03.12.2006, 19:58 |
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| voltaikfuchs hat Folgendes geschrieben: |
Zu FS - die Module enthalten derzeit 8g je Qm
Zur Meinungsfindung siehe an o.a. Quelle die Seiten 77-81 und folgende.
Meist kann man aber Vorurteile nur sehr schwer ablegen |
Welche Vorurteile sollten mit der Quelle ab Seite 77 wiederlegt werden? Ich konnte dort nur Bestätigungen für unsere Meinungen finden. Zumindestens gibt es kein positives Fazit im Bezug zu Cadmium-Dünnschichtmodulen.
Der Tom  |
_________________ Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1183
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
03.12.2006, 21:40 |
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Selbst wenn man alle ökologischen Bedenken einfach mal so beiseite wischt bleibt immer noch die ökonomische Seite.
Habe ich kristalline Solarzellen auf dem Dach, so wird sich ein Entsorger darüber freuen, da er aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Entsorgen der Module noch einen schöne Gewinn machen kann (ja nachdem, wie sich die Preise für Silizium-Zellen so weiterentwickeln), der Energieeinsatz für Module aus Recyclingzellen wäre ja laut Link wesentlich(!) geringer als beim Neubau von Modulen.
Hab ich hingegen Zellen mit Cadmium auf dem Dach so ist das schwermetallhaltiger Sondermüll ohne jeglichen Wert, man kann ja nichts wertvolles daraus zurückgewinnen. Wegen des niedrigeren Wirkungsgardes ist es auch noch in etwa das doppelte Volumen pro kWp installierter Leistung.
mfg |
_________________ 24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp |
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Don Carlos
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450
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Verfasst am:
03.12.2006, 22:23 |
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Weil heute Sonntag ist, hier mal meine oberflächliche Betrachtung
zu Photovoltaik mit Dünnschichtmodulen im Allgemeinen und den Randbedingungen im Besonderen.
1.
Alternativen sind niemals zeitlos, sondern stehen immer im Kontext zu jeweiligen gesellschaftlichen Situation.
Wenn die Dünnschichttechnologie tatsächlich heute und für absehbare Zeit den Zuwachs an der Gewinnung von regenerativer Energie beschleunigen kann, ist das nach meiner Einsicht in Ordnung. Das bedeutet deshalb noch lange nicht, dass die damit hervorgerufen neuen Probleme, wie z. B. die gesundheitliche Bedenklichkeit von Schwermetallen in Frage gestellt oder gar negiert wird.
First Solar scheint sich über die Konsequenzen genauestens im Klaren zu sein.
2.
Technologien jeglicher Art unterliegen einer unumkehrbaren Entwicklung, die auch durch die Verteufelung ihrer Fortschritte nicht oder nur vorübergehend aufgehalten werden kann. Ich erinnere an die Entwicklung der Dampfmaschine und der Elektrizität und der damit verbundenen industriellen Revolution. Stichwort: Maschinenstürmer.
Ich erinnere auch an die erste Photoelemente, die den photoelektrischen Effekt von Selen ausnutzten. An Silizium oder Verbundhalbleiter war nicht zu denken – es gab nicht einmal dieses Wort!
Stromgewinnung aus der Sonne gehörte vor 50 Jahren zu den Träumen der Menschheit, genau wie die Raumfahrt.
3.
Die Dünnschichttechnologie für die Photovoltaikanwendungen stellt m. E. eine Zwischenstufe dar. Das ergibt sich aus den Möglichkeiten, die aktuell und BISHER zur Serienreife gebracht wurden.
Die Entwicklung ist damit nicht zu Ende, da immer neue Herstellungsverfahren und Wirkungsgrad steigernde Technologien entdeckt und entwickelt werden, – im Gegensatz zu Kolbenmotor, Turbine oder Schwungrad usw.
4.
Information ist alles. Richtig. Aber was ist, wenn man der jeweiligen Information auf den Grund geht und plötzlich mehr Fragen hat, als Antworten?
Da unterscheiden sich dann die Menschen mit (Aus)Bildung von denen, die geBILDet sind. Die einen suchen weiter und bei den anderen entsteht plötzlich (plötzlich?) ganz fix der Tenor von den gefährlichen Technologien und dem „sinnvollen“ Widerstand.
Zwei Beispiele:
Gift – löst die Assoziation von Gefahr für Leib und Leben aus. Das ist gut so, weil der Begriff zur Vorsicht beim Umgang mit der Sache mahnt.
Dabei ist eines klar: Für den Mensch und Tier macht alleine die Dosis den Giftcharakter der jeweiligen Substanz aus. Sie wird ausschließlich durch unsachgemäßen gebrauch zum Gift!
Auch Trinkwasser ist in diesem Sinne giftig und potenziell gefährlich sowieso – man kann darin sehr leicht umkommen – wenn man damit nicht umgehen, sprich schwimmen kann.
Übrigens ist Nitroglycerin bekanntermaßen ein gefährlicher und hochexplosiver Sprengstoff. Aber er hilft super bei Herzinfarkt, und man staune: OHNE das der Patient explodiert!
Atommüll – löst neben den gleichen Assoziationen wie Gift noch gesellschaftlich dezidierte Vorbehalte und Reaktionen aus, die weit über das Problem hinausgehen.
Die Bezeichnung verhindert alleine durch seinen Gebrauch einen emotionslosen Umgang mit dem Problem und eine sachliche Diskussion.
Dieser Begriff wurde seinerzeit in Deutschland von interessierten Kreisen geprägt und platziert mit allen direkt oder indirekt mit der Kernenergie im Zusammenhang stehende Entwicklungen. (Ich erlaube mir daran zu erinnern, dass seinerzeit Deutschland mit großem Vorsprung führend war in der Entwicklung von neuartigen Atomstromanlagen – die neben wesentlich verbesserter Sicherheit gleichzeitig das Entsorgungsproblem hätten minimieren können.)
Ohne Frage sind die Reste der heutigen Atomstromerzeugung hochgefährlich. Sie sind aber kein MÜLL, sondern mit derzeitigen Technologien nicht nutzbare Rohstoffe, mit denen ein sorgfältigster Umgang gepflegt werden muss.
Auch hier erinnere ich an Deponien mit hochenergetischen Haushaltsmüll, der heute erst nach der Abtrennung hochenergetischer Rohstoffe zum REST-Müll wird.
5.
Man sollte sich also stets vor Augen halten, dass bestimmte Begriffe Assoziationen hervorrufen, die gewollter Maßen das Denken und die Denkweise von gesellschaftlichen Gruppen in bestimmte Richtungen lenken und kanalisieren sollen, um damit Reaktionen berechenbar und Aktionen vorhersehbar und beherrschbar zu machen oder grob ausgedrückt – das Konsumentenverhalten zu manipulieren.
Wer daran Interesse hat? Keine Ahnung! Dies ist jedenfalls meine Definition von „Mainstream“.
Fazit : Bitte bei jeglicher Diskussion immer GENAU hinsehen, sonst findet man sich schnell auf Nebenschauplätzen wieder, die mit der Sache nur noch marginal zu tun haben.
Wie immer – meine Meinung
D.C. |
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