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 Herstellern von Solaranlagen droht Ungemach durch die Politi Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Kollektor
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2010
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 25.05.2006, 23:45 Nach oben

Herstellern von Solaranlagen droht Ungemach

Den Produzenten von Solaranlagen steht Ärger ins Haus. Weil die Preise für Solaranlagen trotz Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und anderer Unterstützung des Staates nicht sinken, will die Politik die Förderung neu gestalten.

HB BERLIN. „Es hat sich herausgestellt, dass die hohen Einspeisevergütungen keinen Anreiz zu Preissenkungen bei Solaranlagen geben. Das widerspricht der Zielsetzung des EEG. Wir müssen diese Entwicklung korrigieren und die Vergütungssätze für den Solarstrom deutlich absenken“, sagte Unionsfraktionsvize Katherina Reiche (CDU) dem Handelsblatt.

Das EEG mit seinen garantierten Einspeisevergütungen hat den Herstellern von Solarmodulen Rückenwind gegeben. Die Unternehmen konnten ihre Produktion in den vergangenen Jahren stark erhöhen und die Stückkosten senken. Beim Endkunden kommt davon nichts an. Für ihn steigen die Anlagenpreise. Solarmodule kosten heute mehr als vor Einführung des EEG.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag festgeschrieben, die Vergütungssätze für die Erneuerbaren Energien bis 2007 zu überprüfen und „gegebenenfalls neue Schwerpunkte zu setzen“. Mittlerweile mehren sich Zweifel daran, ob einer dieser Schwerpunkte die Solarenergie sein sollte: „Als Herstellerland ist Deutschland geeignet. Als Anwenderland dagegen nicht. Die Produktion von Solarstrom kostet hierzulande viel Geld, der Beitrag zur Stromversorgung wird aber marginal bleiben. Die Förderung der Solarenergie sollte gedeckelt werden“, sagte der Energiewissenschaftler Wolfgang Pfaffenberger dem Handelsblatt.

Reiche fordert, stärker auf die Förderung der Solarenergie über zinsverbilligte Darlehen zu setzen statt an hohen Einspeisvergütungen festzuhalten. Ein entsprechendes Förderprogramm der staatlichen Förderbank KfW gibt es bereits. Reiche sagte, es wäre sinnvoll, „das Kreditprogramm der KfW auszubauen. Damit bliebe der Anreiz für den einzelnen Bürger bestehen, in eine Solaranlage zu investieren“, sagte Reiche. 2005 hat die KfW Kredite für Solaranlagen im Gesamtvolumen von 548 Mill. Euro vergeben.


Quelle:
HANDELSBLATT, Donnerstag, 25. Mai 2006, 18:11 Uhr
Förderung für Erneuerbare Energien

http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1247470

_________________
Sonnige Grüße
Kollektor

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Verfasst am: Nach oben

cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1162
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 00:43 Nach oben

Oha.

Nun ja, dann kann der Boom bei uns natürlich ratzfatz vorbei sein, denn die Modulhersteller verkaufen dann wahrscheinlich eben nach Spanien & Co...

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
PV-Harry
Vielschreiber
Vielschreiber



Angemeldet: 24.04.2006
Beiträge: 285

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 08:47 Nach oben

Ich meine, die Entwicklung von Solarwerten an der Börse war schwindelerrregend und ein Zeichen dafür, dass die Gewinne der Konzerne nicht unbedingt an den Endverbraucher weitergegeben wurden
eher an die Aktionäre, deshalb kann ich aus dieser Sicht den Gedanken nicht ganz verurteilen, aber mal wieder typisch deutsch, kaum dass hier ein Pflänzchen sprießt, wird es fast im Keim wieder erstickt.

Vielleicht meint die Politik, dass dadurch die Energiepreise abgesenkt werden oder es stehen eben andere Konzerne dahinter, die durch eine dezentrale und autarke Energieversorgung ihr Monopol immer mehr für die Zukunft bröckeln sehen!?

Mich würde mal interessieren, wieviel die Förderung der Solarenergie durch das Umlageverfahren den tatsächlichen Energiepreis im Vergleich zu den ganzen Pfofiten der Hauptversorger...und den die Preise durch Steuern und deren Erhöhungen ab 2007 beeinflußt!?

Kann ja sein,dass man die Mehrwertsteuererhöhung auf Kosten der PV Politik abfedern will. Sollte ich mich irren, lasse ich mich gern belehren. Wink

Grüße von PV-Harry
AJ
Stammmitglied
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Angemeldet: 04.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: oberfranken

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 10:02 Nach oben

Die Einspeisevergütung wird von den Energieunternehmen auf den Einzelnen Stromabnehmer umgelegt. Es zahlt also nicht der Staat.

Habe mal eine Berechnung gesehen da hat man ausgerechnet das ein 4 Personen Haushalt pro Jahr ca. 7 Euro EEG Kosten hat.

Für die Kohle entstehen aber ca. 45 Euro pro Jahr.
Xamralos
Neu hier
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Angemeldet: 30.06.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 16:35 Nach oben

Die Hersteller haben alle ihre Preise gesenkt dieses Jahr.... das Problem ist das die Grosshändler und Installateure dies nicht weitergeben. Der Grund sei Modul Mangel.... das Stimmt aber nicht. mitlerweise sind alle Lager voll...angeblich...
AJ
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 04.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: oberfranken

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 21:15 Nach oben

Xamralos

wie kommst du darauf das alle Hersteller Ihre Preise gesenkt habe?

Ich kann dir nur sagen das Sharp im März nochmal eine kleine Preiserhöhung durchgezogen hat. Ansonsten ist mir kein großer Hersteller bekannt der die Preise gesenkt hat. Wenn du mehr weißt wie ich schicke mir bitte ne PN und teile mir den Großhändler mit, da ich auf der Suche nach günstigen Modulen bin.
Übrigens werden die Gestellpreise demnächst hochgehen!



Ich warte sehnsüchtig darauf das die Modulpreise fallen. Dies wird aber erst der Fall sein, wenn weniger Anlagen installiert werden. Ich denke das wird vielleicht noch dieses Jahr passieren.
Klaus
Vielschreiber
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Angemeldet: 17.10.2005
Beiträge: 168
Wohnort: Unterfranken

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 21:25 Nach oben

Hallo

Zitat:
Die Einspeisevergütung wird von den Energieunternehmen auf den Einzelnen Stromabnehmer umgelegt. Es zahlt also nicht der Staat.

Habe mal eine Berechnung gesehen da hat man ausgerechnet das ein 4 Personen Haushalt pro Jahr ca. 7 Euro EEG Kosten hat.

Für die Kohle entstehen aber ca. 45 Euro pro Jahr.

Glaubt jemanden die Energiekosten werden bei gekürtzter Einspeisevergütung sinken Embarassed
Die 7.-€ werden schon in die richtigen Taschen fließen Twisted Evil , aber nicht in die der Endverbraucher. Also doch besser EON Aktien als PV-Anlage kaufen Exclamation Ich hoffe der Umwelt zuliebe, es wird nicht so kommen.

Gruß Klaus
www.pv-appel.de
fadeka
Moderator



Angemeldet: 11.09.2005
Beiträge: 197
Wohnort: 94110 Wegscheid

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 22:51 Nach oben

Hallo
Da hoffe ich nur das die bestehenden Anlagen Bestandsschutz haben. Denn dann würden sich die Energieversorger vermutlich die Hände reiben.

Gruss
Franz

_________________
Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire 1694-1778)
Kollektor
Moderator


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Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2010
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 26.05.2006, 23:56 Nach oben

Ich gehe davon aus, dass sich 2007 für uns etablierte Anlagenbetreiber nichts ändert. Und weiter gehe ich davon aus, dass die Preise deutlich gesenkt werden können und zwar so viel, dass es immer noch neue Anlagen geben wird die sich zumindest in der Phase garantierter Einspeisevergütung amortisieren.

Der Zwang zu Innovationen und Produktivitätsfortschritt wird durch Änderungen des EEG erhöht. Selbst wenn Komplettanlagen nur noch 3000 €/KWp kosten dürfen damit sich eine Armotisation für den PV-Bertreiber einstellen kann werden die Hersteller immer noch eine vernünftige Marge haben.

Zur Zeit haben wir ja die Situation, dass sich Photovoltaik praktisch nur noch für die Hersteller lohnt. Die Betreiber müssen immer mehr mit spitzem Bleistift rechnen und einige zahlen heute schon drauf.

Wie ich die Märkte kenne, wird eine drohende Änderung erstmal dazu führen dass die Nachfrage vor dem Stichtag noch mal steigt und die Preise weiter oben bleiben.

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Kollektor

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Dr. John Zoidberg
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Angemeldet: 29.05.2006
Beiträge: 4
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 20:45 Nach oben

Die Frage ist doch vielmehr, ob die Herstellungspreise für Photovoltaik nicht schon am unteren Limit sind. Die Preise für die Solarzellen sind jedenfalls in den letzten 20 Jahren nicht besonders gefallen.
Kollektor
Moderator


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Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2010
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 21:06 Nach oben

Die Herstellungskosten sind noch lange nicht am unteren Limit, aber schon 30 % tiefer als 2003. Die Preise sind jedoch um 25 bis 30 % gestiegen, was Herstellern wie Solarworld Traumgewinne bescherten und sie zum Börsenstar avancierten.


http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=14615&market_id=1&tr=3y&ct=jc&grid=on&gb=2w&log=0&redvol=0&gd1=0&gd2=0&size=tool&till=1147478400&1148932889

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Dr. John Zoidberg
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Angemeldet: 29.05.2006
Beiträge: 4
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 21:26 Nach oben

Ich dachte wir reden hier über Preise von Solaranlagen. Aktienkurse erschließen sich nicht nur durch den Absatz der Solaranlagen. Da kann eine Firma zum beispiel schlechte Absatzzahlen aufweisen und trotzdem klettern die Aktienkurse in den Himmel oder andersherum.
Aktionäre orientieren sich nur an Ihrem Profit und nichts anderem.
Kollektor
Moderator


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Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2010
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 21:43 Nach oben

Natürlich reden wir hier hier nicht über Aktienbewertungen. Die Kurse zeigen jedoch klar eine Unsymmetrie der Profite von Herstellern und Betreibern. Würde die Einspeisevergütung erhöht, so würden die Modulpreise sofort steigen weil die meisten PV-Betreiber höhere Preise akzeptieren würden. Der Markt funktioniert nicht in diesem Segment weil der wirklich harte Wettbewerb für die Hersteller fehlt.

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Kollektor

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Dr. John Zoidberg
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Angemeldet: 29.05.2006
Beiträge: 4
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 21:49 Nach oben

Da hast Du den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen. Der harte Wettbewerb unter den Herstellern fehlt. Wenn ein Hersteller nun auf den Markt käme, der die Solarzellen wirklich günstiger anbieten könnte, weil seine Herstellungskosten das zuließen, so könnte er sich ebenfalls eine goldene Nase verdienen.

Zum Vergleich:

Bei LCD-Bildschirmen unterbieten sich die Hersteller gegenseitig, weil die Kosteneinsparung bei der Produktion vorangetrieben wird.
PV-Harry
Vielschreiber
Vielschreiber



Angemeldet: 24.04.2006
Beiträge: 285

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 22:15 Nach oben

Hallo Dr. John Zoidberg,

[i]...Aktionäre orientieren sich nur an Ihrem Profit und nichts anderem...[/i]

Ich meine Aktionäre interessieren sich nicht am Profit schlechthin. Viele Kurse werden durch die Phantasie der Zukunftsaussichten gemacht. Ich kenne viele Konzerne die verbrennen viel Geld, machen Verluste pro Aktie
und sind berechtigt hoch bewertet.

Servus PV-Harry
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