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 Anschluss an Blitzschutzanlage Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Solar Invest
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Angemeldet: 20.07.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 14:45 Nach oben

Hallo,

mein erster Beitrag! Vorab erst mal Lob für das Forum, habe hier schon viele gute Infos gefunden Smile . Jetzt habe ich jedoch ein Problem, zu dem ich mir gerne ein paar Meinungen einholen möchte.

Ich habe vor zwei Wochen eine 30 kWp Anlage auf einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude in Bodensee-Nähe in Betrieb genommen. Bei der Montage hat mein Solateur jedoch die bereits vorhandene Blitzschutzanlage auf dem Dach einfach ignoriert und die Module einfach über die Blitzableiter-Stränge montiert. Zum First, auf dem ein horizontaler Blitzschutz-Strang läuft sind ca. 50 cm Abstand. Das Gestell wurde über eine eigene Leitung geerdet (Erdspieß).

Wie ich leider erst hinterher (u.a. hier im Forum) gelesen habe, sollte jedoch zu den Blitzableitern ein Mindestabstand von 50 cm bis 1 m eingehalten werden. Nachdem ich meinen Solateur darauf angesprochen habe, schlägt er mir nun vor, das Gestell mit den (vertikalen) Blitzableitern oben und unten zu verbinden (angeblich aufgrund Ratschlag eines Blitzschutzexperten).

Wenn ich den Beitrag in http://www.heizmann.com/Download/Montageanleitung/Erdung_von_PV_anlagen.pdf richtig verstehe, dann schlägt dieser auch vor, das Gestell mit der Blitzschutzanlage zu verknüpfen.

Ich frage mich jedoch, was denn passiert, wenn der Blitzt tatsächlich mal einschlägt. Dann geht der ganze Strom ja direkt auf das Gestell und damit auf die Module. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei nicht etwas zerstört wird (zumindest die Bypass-Diode wird wohl darunter leiden). Und was passiert mit den Wechselrichtern? (ich habe keinen inneren Blitzschutz).

Zwar habe ich eine Solarversicherung, die auch nur die Erdung der Module nach VDE vorgeschrieben hat, ich befürchte im Schadensfall jedoch, dass es zu Streitigkeiten bzgl. der fachgerechten Ausführung kommt.

Kann mir jemand einen Rat geben, wie der Blitzschutz tatsächlich aussehen sollte? Soll ich wirklich die PV-Anlage mit der Blitzschutzanlage verbinden? Oder sollte ich evtl. die Blitzschutzanlage ganz deinstallieren?

Hat jemand schon Erfahrungen mit Leistung von Versicherungen (hier konkret DBV Winterthur) bei Blitzschlag?

MfG

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Verfasst am: Nach oben

Wechsel-Richter
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 02.05.2006
Beiträge: 879
Wohnort: 97892 bei Wertheim / Main

BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 15:24 Nach oben

Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Bei der Montage hat mein Solateur jedoch die bereits vorhandene Blitzschutzanlage auf dem Dach einfach ignoriert und die Module einfach über die Blitzableiter-Stränge montiert.


Meiner auch, da ich ihn aber vorher direkt darauf angesprochen hatte den Blitzschutz zu beachten, musste er im Nachhinein den Blitzableiter auf seien Kosten umbauen - und dieser Umbau ist noch immer nicht komplett fertig.

Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Zum First, auf dem ein horizontaler Blitzschutz-Strang läuft sind ca. 50 cm Abstand.

Wie ich leider erst hinterher (u.a. hier im Forum) gelesen habe, sollte jedoch zu den Blitzableitern ein Mindestabstand von 50 cm bis 1 m eingehalten werden.

Bei mir auf einem Einfamilienhaus sind angeblich 30cm Abstand genug.

Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Das Gestell wurde über eine eigene Leitung geerdet (Erdspieß).

Das ist schon mal richtig.


Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Nachdem ich meinen Solateur darauf angesprochen habe, schlägt er mir nun vor, das Gestell mit den (vertikalen) Blitzableitern oben und unten zu verbinden (angeblich aufgrund Ratschlag eines Blitzschutzexperten).

Wenn ich den Beitrag in http://www.heizmann.com/Download/Montageanleitung/Erdung_von_PV_anlagen.pdf richtig verstehe, dann schlägt dieser auch vor, das Gestell mit der Blitzschutzanlage zu verknüpfen.

Das darf NICHT sein


Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Ich frage mich jedoch, was denn passiert, wenn der Blitzt tatsächlich mal einschlägt. Dann geht der ganze Strom ja direkt auf das Gestell und damit auf die Module. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei nicht etwas zerstört wird (zumindest die Bypass-Diode wird wohl darunter leiden). Und was passiert mit den Wechselrichtern?

Da wird sicher einiges kaputt gehen

Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
(ich habe keinen inneren Blitzschutz).

Den habe ich auch nicht - Schäden durch Überspannung (auch Blitz) am Hausrat sind bis 14.400 Euro in EDIT MEINER EDIT END Hausrat versichert.


Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Zwar habe ich eine Solarversicherung, die auch nur die Erdung der Module nach VDE vorgeschrieben hat, ich befürchte im Schadensfall jedoch, dass es zu Streitigkeiten bzgl. der fachgerechten Ausführung kommt.

Ich auch - kurioserweise zahlen sie immer, wenn KEIN Blitzschutz vorhanden ist (sofern keiner vorgeschrieben ist wie z.B. in öffentichen Gebäuden.) Wenn aber einer vorhanden ist MUSS er auch den Vorschriften entsprechen.

Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Kann mir jemand einen Rat geben, wie der Blitzschutz tatsächlich aussehen sollte? Soll ich wirklich die PV-Anlage mit der Blitzschutzanlage verbinden? Oder sollte ich evtl. die Blitzschutzanlage ganz deinstallieren?

Siehe Antworten oben.
Bei mir wurde auf dem Dach nun der Blitzableiter der einen Dachfläche von dem der anderen Hälfte getrennt, umgebaut als Erdung. Auf der anderen Dachfläche sind nun je 2 mal 2 eineinhalb Meter lange Fangstangen montiert worden. Die sind so ausgelegt, dass wenn man eine Halbkugel über das Dach spannt die PV-Anlage darunter verschwinden würde. So soll der Blitz in die Fangstangen hauen und sonst nirgendwo hin - ob das nicht aber trotzdem die PV-Anlage schädigt...
...aber dann greift ja die Versicherung.

Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Hat jemand schon Erfahrungen mit Leistung von Versicherungen (hier konkret DBV Winterthur) bei Blitzschlag?

Bis jetzt zum Glück nicht - bin übrigens auch bei der DBV

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Bild: http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=329

Zuletzt bearbeitet von Wechsel-Richter am 06.08.2006, 16:22, insgesamt einmal bearbeitet
kato
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Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2060
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 15:40 Nach oben

Wechsel-Richter hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich den Beitrag in http://www.heizmann.com/Download/Montageanleitung/Erdung_von_PV_anlagen.pdf richtig verstehe, dann schlägt dieser auch vor, das Gestell mit der Blitzschutzanlage zu verknüpfen.

Das darf NICHT sein

Wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, soll man das Gestell mit dem Blitzableiter verbinden, damit diese wenigstens das gleiche Potential haben. So wird verhindert, das der Blitz nicht per Lichtbogen auf das Gestell überschlägt, da dieses ja ziemlich dicht vorbei geht und auch geerdet ist.

Zusätzlich sollten auf jeden Fall Überspannungsableiter eingesetzt werden.

Kato

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peso
Gast






BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 15:58 Nach oben

Sollte der PV-Generator näher als 50cm zum Blitzschutz montiert sein, so ist er auf jeden in den Blitzschutz eingebunden werden. Ragt der Generator über die oberen Fangstangen, so sind diese zu erhöhen, oder zu erweitern.
Übrigens kann auch ein nicht direkter Blitzeinschlag zur Zerstörung der Wechselrichter oder anderer Bauteile führen. Die eingebauten Varistoren sind hierfür meist zu träge. Weitere Info´s findet ihr auch unter:
http://eshop.phoenixcontact.de/phoenix/treeViewClick.do;jsessionid=GVyPVtp5sp22RvrZrLZs53xNwcQdfGWYQm9rhLPW1xR8pszJtpmv!-1114584553!NONE?UID=852164145&parentUID=735099529&reloadFrame=true

Gruß
Peso[/img]
lehmann28
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Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4572
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 16:07 Nach oben

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Bei der Montage hat mein Solateur jedoch die bereits vorhandene Blitzschutzanlage auf dem Dach einfach ignoriert und die Module einfach über die Blitzableiter-Stränge montiert.


Meiner auch, da ich ihn aber vorher direkt darauf angesprochen hatte den Blitzschutz zu beachten, musste er im Nachhinein den Blitzableiter auf seien Kosten umbauen - und dieser Umbau ist noch immer nicht komplett fertig.


Die Blitzschutzableitungen dürfen aufgarkeinen Fall unter den Modulen und dem Montagegestell hergeführt werden!

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Zum First, auf dem ein horizontaler Blitzschutz-Strang läuft sind ca. 50 cm Abstand.

Wie ich leider erst hinterher (u.a. hier im Forum) gelesen habe, sollte jedoch zu den Blitzableitern ein Mindestabstand von 50 cm bis 1 m eingehalten werden.

Bei mir auf einem Einfamilienhaus sind angeblich 30cm Abstand genug.


Es ist unerheblich ob es sich um eine Scheune, ein Fabrikdach oder Einfamilienhaus handelt, es muß unbedingt der Näherungsabstand eingehalten werden. Bis vor 2-3 Jahren hat man noch 0,5-0,6m angenommen. Heutzutage gibt es eine Formel zur Berechnung des Näherungsabstandes. Hier muß man dann auch die Höhe des Gebäudes und die Anzahl der Ableitungen einbringen.

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Das Gestell wurde über eine eigene Leitung geerdet (Erdspieß).

Das ist schon mal richtig.


Das Gestell extra zu erden ist vollkommen ok. Es wäre aber besser an die Poti-Schiene zu gehen, da hiermit ein Potentialunterschied zum geerdeten Wechselrichter ganz sicher verhindert werden kann.

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Nachdem ich meinen Solateur darauf angesprochen habe, schlägt er mir nun vor, das Gestell mit den (vertikalen) Blitzableitern oben und unten zu verbinden (angeblich aufgrund Ratschlag eines Blitzschutzexperten).

Wenn ich den Beitrag in http://www.heizmann.com/Download/Montageanleitung/Erdung_von_PV_anlagen.pdf richtig verstehe, dann schlägt dieser auch vor, das Gestell mit der Blitzschutzanlage zu verknüpfen.

Das darf NICHT sein


Hier muß ich Wechsel-Richter wiedersprechen. Im Fall von Solar Invert "muß" er das Gestell mit an den Blitzschutz anschließen, da sein Solarteur die Module und das Montagegestell zu dicht an den Blitzschutz installiert hat. Besser wäre es allerdings, wenn man den Blitzschutz und die PV-Anlage entsprechend umbaut, damit die Blitzschutzanlage wieder als "Blitzschutz" funktionieren kann. Bei der Einbesziehung der PV-Anlage in den Blitzschutz ist auch unbedingt eine Überspannungsanlage einzubauen. (Siehe VDE 0185 Teile 1-4


Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Ich frage mich jedoch, was denn passiert, wenn der Blitzt tatsächlich mal einschlägt. Dann geht der ganze Strom ja direkt auf das Gestell und damit auf die Module. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei nicht etwas zerstört wird (zumindest die Bypass-Diode wird wohl darunter leiden). Und was passiert mit den Wechselrichtern?

Da wird sicher einiges kaputt gehen


Kann ich nur zustimmen. Smile

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
(ich habe keinen inneren Blitzschutz).

Den habe ich auch nicht - Schäden durch Überspannung (auch Blitz) am Hausrat sind bis 14.400 Euro in der Hausrat versichert.


Ab eine PV-Leistung von 10kWp wird vom VDS nach der Richtlinie VDS 2010 eine Blitzschutz und Überspannungsanlage gefordert. Ob diese Richtlinie mit Abstimmung der VDE eingehalten wird ist eine Frage der Versicherung und deren Forderungen. Wir haben es schon erlebt, daß die Versicherung nur 50% der Kosten getragen hat da Vorschriften durch den Eigentümer nicht eingehalten wurden.


Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Zwar habe ich eine Solarversicherung, die auch nur die Erdung der Module nach VDE vorgeschrieben hat, ich befürchte im Schadensfall jedoch, dass es zu Streitigkeiten bzgl. der fachgerechten Ausführung kommt.

Ich auch - kurioserweise zahlen sie immer, wenn KEIN Blitzschutz vorhanden ist (sofern keiner vorgeschrieben ist wie z.B. in öffentichen Gebäuden.) Wenn aber einer vorhanden ist MUSS er auch den Vorschriften entsprechen.


Siehe meine Antwort weiter oben!

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Kann mir jemand einen Rat geben, wie der Blitzschutz tatsächlich aussehen sollte? Soll ich wirklich die PV-Anlage mit der Blitzschutzanlage verbinden? Oder sollte ich evtl. die Blitzschutzanlage ganz deinstallieren?

Siehe Antworten oben.
Bei mir wurde auf dem Dach nun der Blitzableiter der einen Dachfläche von dem der anderen Hälfte getrennt, umgebaut als Erdung. Auf der anderen Dachfläche sind nun je 2 mal 2 eineinhalb Meter lange Fangstangen montiert worden. Die sind so ausgelegt, dass wenn man eine Halbkugel über das Dach spannt die PV-Anlage darunter verschwinden würde. So soll der Blitz in die Fangstangen hauen und sonst nirgendwo hin - ob das nicht aber trotzdem die PV-Anlage schädigt...
...aber dann greift ja die Versicherung.


Die Blitzkugelmethode ist richtig wie Wechsel-Richter es erklärt hat, allerdings müßte man in Solar Inverts Fall sich mal ganz genau das Dach und die örtlichen Gegebenheiten ansehen. Leider gibt es hier noch ein paar andere Dinge zu beachten. Vielleicht könntet ihr beiden mal Fotos eurer PV- und Blitzschutzanlagen ins Forum stellen. trotzdem ist bei einer so großen PV-Anlage unbedingt ein Überspannungsschutz vorzusehen.

Zitat:
Solar Invest hat Folgendes geschrieben:
Hat jemand schon Erfahrungen mit Leistung von Versicherungen (hier konkret DBV Winterthur) bei Blitzschlag?

Bis jetzt zum Glück nicht - bin übrigens auch bei der DBV


Zum Glück hatten wir noch keine Erfahrung mit einer Versicherung im Bezug zur Photovoltaik. Unser Betrieb ist aber auch schon seit 20 Jahren im Bereich Blitzschutz tätig. In solchen schwierigen Fällen arbeiten wir mit einem unabhängigen Blitz- und Überspannungsschutz Sachverständigen zusammen und da gab es noch nie Probleme.

Ich kann euch nur raten einfach mal eine Blitzschutzfachfirma dazuzuholen, die sich das ganze mal ganz unverbindlich anguckt und euch ein paar Tips gibt.

Der Tom
Wechsel-Richter
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Wohnort: 97892 bei Wertheim / Main

BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 17:15 Nach oben

Ein Foto meiner Anlage siehst du wenn du auf den Link in meiner Signatur klickst - allerdings noch ohne korrekten Blitzschutz.

off toppic:
Ich würde gerne statt dem Text des Linkes einen Text z.B. "Bild meiner Anlage - hier klicken" schreiben. Kann mir einer erklären ob, und wenn , wie das geht?

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Bild: http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=329
Solar Invest
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Angemeldet: 20.07.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 23:19 Nach oben

vielen Dank für die vielen Antworten!

Habe leider noch kein gutes Bild von der Komplett-Anlage, hier habe ich jedoch gerade mal eins vom Aufbau abgelegt. Die Blitzschutzleiter sind leider so gut wie nicht zu sehen, deswegen habe ich sie schematisch als rote Linien eingezeichnet:
https://fotoalbum.web.de/gast/solar-invest/PV_Anlage

Wechselrichter hat geschrieben:
Zitat:
Ich auch - kurioserweise zahlen sie immer, wenn KEIN Blitzschutz vorhanden ist (sofern keiner vorgeschrieben ist wie z.B. in öffentichen Gebäuden.) Wenn aber einer vorhanden ist MUSS er auch den Vorschriften entsprechen


Ist es demnach evtl. sogar besser, die Blitzschutzanlage ganz (oder zumindest auf der Südseite) zu entfernen, da sie zudem schon älter ist und vermutlich nicht gewartet wurde?

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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
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BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 00:06 Nach oben

So wie es auf deinem Foto aussieht, ist es anscheinend ein landwirtschaftlicher Betrieb. Hier geben die Versicherungen regelmäßig vor die Elektroanlage und somit auch die Blitzschutzanlage zu überprüfen. Wenn Du nun das ganze nur als Privathaus nutzt und auch kein angrenzendes Gebäude landwirtschaftlich nutzt, gilt dieses nicht mehr.

Allerdings ist es immer wieder schwierig hier eine konkrete Aussage im Bezug zum Blitzschutz zu treffen. Eine gute und vorschriftsmäßige Blitzschutzanlage ist natürlich eine gute Sache und Schütz das Haus vor möglichen Blitzeinschlägen. Aber wenn Sie wie bei dir durch eine unsachgemäß installierte PV-Anlage außerkraft gesetzt wird, wirkt sie nicht mehr als Schutz vor Blitz, sondern unterstützt den Blitz um Schaden anzurichten.Dieses könnte höchstens noch durch einen entsprechenden Überspannungsschutz verhindert werden bzw. gemindert.

Ich würde an deiner Stelle deine Versicherung zu einem Ortstermin einladen, um abzuklären was bei einem Schaden von der Versicherung übernommen wird und welche Voraussetzungen sie fordern.
Denn was eine Versicherung bei Abschluß eines Vertrages alles verspricht und was sie hinterher wirklich zahlen ist glaube jedem bekannt.Da werden aufeinmal die tollsten Sachen bemängelt oder als nicht versicherte Leistung aufgeführt.

Beläuft sich der Schaden auf ca. 1000,-€ wird die Versicherung meißtens ohne mit der Wimper zu zucken das Geld überweisen. Muß sie allerdings einen Wechselrichter und 15 Module für sagen wir mal 15000,-€ austauschen und bezahlen, dann werden sie bestimmt einen Grund finden den Preis zu drücken.

Frag doch mal ganz unverbindlich ein Blitzschutzunternehmen aus deiner Nähe was sie unternehmen würden um die Blitzschutzanlage wieder ordnungsgemäß in Betrieb zu sätzen. Da wird wahrscheinlich nur noch der Abbau der Ableitungen auf der PV-Seite möglich sein und auf dem First werden eine entsprechende Anzahl von Fangstangen angebracht. Hier sollte aber trotzdem ersteinmal eine Mesung des Ringerders unternommen werden. Denn die tollste und modernste Blitzschutzanlage bringt dir nichts, wenn der Blitz nicht entsprechend ins Erdreich geleitet werden kann.

Der Tom
Andreas
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 18.08.2005
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 15.08.2006, 11:14 Nach oben

Hallo Tom,

ich klinke mich hier mal ein, da mich die Problematik auch betrifft.

So wie ich Dich verstanden habe, darf die Ableitung nicht unter den Modulen verlaufen.
Bei mir würde dieser 2,5 Ziegel unter den Modulen verlaufen. Vom Gestell bis zum Ortsgang(blech) ist es noch ein Ziegel.
Hier ein Foto:
http://andr-eas.fotoalbum-medion.de/

Ich hätte das Gestell im Bereich des unteren Dachhakens kurz an die Ableitung angebunden.

Deine Informationen oben habe ich ja gelesen. Hast Du vielleicht noch einen Tipp anhand des Fotos?

Danke und Grüsse
Andreas
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4572
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 15.08.2006, 13:50 Nach oben

Hallo Andreas,

den Blitzschutz unter dem Montagegestell ist natürlich eine schlechte Sache.

Wie Du schon gesagt hast, mußt das Gestell an den Blitzschutz angeschlossen werden. Gleichzeitig müßtest Du aber auch einen entsprechenden Überspannungsschutz auf der DC- und AC-Seite vorsehen.

Melde dich doch mal per PN bei mir.

Der Tom Cool
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