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 Was haltet Ihr vom IBC Solarfonds 2007 Nächstes Thema anzeigen
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Autor
MichaelE
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Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 03.08.2008, 17:40 Nach oben

Was haltet Ihr vom IBC Solarfonds 2007 ? Ist das Angebot seriös und würdet Ihr Euch beteiligen ?
http://www.ee-direkt.de/kapitalanlage_solarenergie_solarfonds_bayern_projekte_2007.php
Ich danke für Eure Meinungen.
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Verfasst am: Nach oben

Kollektor
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Angemeldet: 31.08.2005
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Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 03.08.2008, 22:52 Nach oben

Die Firma IBC ist seriös und hat in den letzten Jahren mehrere Solarfonds aufgelegt die gut laufen. Den Prospekt zum Solarfonds 2007 habe ich nur überflogen, mir fielen keine Auffälligkeiten auf. Merkürdig finde ich nur, dass er jetzt noch beworben wird. Die erwartete Rendite ist nicht so hoch, dass man unbedingt zeichnen muss, das gilt aber für alle Beteiligungen dieser Art.

Für mich kommt eine Beteiligung nicht in Frage weil solche Fonds meinen persönlichen Liquiditätsbedürfnissen nicht entsprechen. Die hohen Ausschüttungen kommen erst gegen Ende der Laufzeit wenn das Fremdkapital getilgt ist. Für jüngere Interessenten mag das passen. Man kommt auch kaum aus diesen Fonds wieder vorzeitig raus ohne Abschläge ( Verkauf im Zweitmarkt ).

Meine Meinung wird Dir nicht viel nützen, ich gebe sie dennoch weil sonst niemand geantwortet hat.

_________________
Sonnige Grüße
Kollektor

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MichaelE
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Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 09:58 Nach oben

Vielen Dank Kollektor für Deine Einschätzung. Der Fonds heißt zwar 2007 weil er in 2007 errichtet wurde bzw. ans Netz ging, es wurde aber über die Umweltbank zwischenfinanziert und jetzt die Anteile verkauft. Der Vertrieb startete wohl erst vor 3 Wochen. Der Vorteil ist, man kann die Erträge im Monitoring für das erste halbe Jahr sehen (auf IBC Solar Internetseite) und man hat nicht das Risiko der Fertigstellung als Anleger.

Findest du die hohen Ausschüttungen zum Ende der Laufzeit z.B. für einen heute 60 Jährigen zu lang hin ? Ich denke schon, dass man mit 75plus auch noch Geld braucht. Oder meinst Du, man erreicht das Alter nicht ?
Du brauchst natürlich nicht Dein Alter zu nennen, aber es würde mich trotzdem interessieren.

Sonnige Grüße

Michael
Kollektor
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Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2010
Wohnort: Südliche Weinstraße

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 18:33 Nach oben

MichaelE hat Folgendes geschrieben:
Findest du die hohen Ausschüttungen zum Ende der Laufzeit z.B. für einen heute 60 Jährigen zu lang hin ? Ich denke schon, dass man mit 75plus auch noch Geld braucht. Oder meinst Du, man erreicht das Alter nicht ?
Du brauchst natürlich nicht Dein Alter zu nennen, aber es würde mich trotzdem interessieren.


Mein Alter kommt so ungefähr hin. Natürlich denke ich, dass ich mit 75 auch noch Geld brauche, insbesondere da ich generationenübergreifend denke und handle. Mein jüngster Sohn wird in 2 Jahren anfangen zu studieren, andere Kinder sind noch nicht ganz fertig damit, so dass ich eben in den nächsten Jahren mehr Liquidität einplanen muss als in 15 Jahren. Festgeld bringt derzeit über 5 % Zinsen auf ein Jahr völlig frei von Risiken und zudem in einem steigenden Zinskanal, so ein Fonds bringt da nicht nenneswert mehr ( IBC-Fonds 2007 prognostiziert 6,57 % nach Gewerbesteuer ) und ich habe das volle Inflationsrisiko. Seit es die Verlustzuweisung und das Steuerstundungsmodell nach § 15 b EStG nicht mehr gibt sind solche geschlossenene Fonds in meinem Alter total unattraktiv geworden, früher bin ich noch Kommanditbeteiligungen im Windparkbereich eingegangen.

Und schließlich soll man seine Kapitalanlagen diversifizieren und nicht alles in den Bereich PV, Wind & Co stecken. Wer in ökologischen Investments noch unterrepräsentiert ist und der 15 Jahre warten kann soll sich ruhig beteiligen, ich habe ja nichts negatives über den IBC-Fonds gesagt, nur warum er für mich nicht in Frage kommt. Seriös, transparent und sicherer als mancher ( nicht alle ! ) Spanienfonds ist er allemal ( Beteiligungen die von "Vertriebsprofis" aufgelegt werden sind oft Abzockmodelle, viel zu teuer in der Herstellung und Betriebsführung, das holt auch die spanische Sonne nicht mehr rein ).

_________________
Sonnige Grüße
Kollektor

Solarlog + Sonnenertrag
MichaelE
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Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 08:39 Nach oben

Kollektor, Du hast mir beim Entscheidungsprozess sehr geholfen. Wir werden erst mal noch abwarten, ob sich noch lukrativere Angebote zeigen., wenn man schon für eine so lange Zeit investiert. "Grünes Geld" hin oder her, die Renditeprognose sollte für die Unwägbarkeiten der nächsten 20 Jahre prinzipiell deutlich höher sein als bei einjährigem Festgeld, wie Du auch schon geschrieben hast.

Im nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich etwas provokativ gefragt hatte, ob Du meinst, man erreicht das Alter 75 nicht. Aber das war wirklich ernst gemeint. Ich bin selber knapp über 30, Anlage wäre für meine Mutter bestimmt gewesen, knapp über 60, und wollte die Meinung auch eines "Älteren" gerne hören. Ich habe noch keine Vorstellung wie es mit 60 ist. Generell gehöre ich aber auch zu den generationenübergreifend denkenden Menschen, unser Sohn wird morgen gerade 3 Wochen alt.

Habe ganz lieben Dank, Kollektor.


Michael
heitob76
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Angemeldet: 08.08.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 16:06 Nach oben

Hallo,
ich bin schon seid längeren auf der Suche nach einer Beteiligung im Solarbereich. Hab gerade mal die Beteiligung von IBC Solarfonds 2007 überflogen. Von den Weichkosten und jährlichen Betriebskosten sieht die Beteiligung nicht so schlecht aus, aber da es sich größtenteils um eine Freilandanlage handelt, erzielt diese leider nur mäßige Erträge (37,98 Ct/KW). Außerdem ist mir aufgefallen das keine jährliche Degradation berücksichtigt wurden.

Alternativ hatte ich mir schon vorher die Beteiligung "KOGEP drei GmbH & Co Solar Wandersleben KG " von RGE-Energy angesehen.
http://www.rgeenergy.de/beteiligungen/zeichnungsfaehige-fonds.html?de
Dies ist von der größe her eine vergleichbare Anlage (ca. 1,4 MW). Die Ertragssituation sieht hier wesentlich besser aus (48,2 Ct/KW). Leider fallen hier extrem hohe Betriebs- und Nebenkosten an. Ca. 18 % der Erlöse gehen allein für jährliche Betriebskosten (ohne Zinsen) drauf.

Kennt jemand eine Beteiligung mit guten Ertragswerten und fairen Betriebs- und Nebenkosten?
Kollektor
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BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 19:52 Nach oben

MichaelE hat Folgendes geschrieben:
Im nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich etwas provokativ gefragt hatte, ob Du meinst, man erreicht das Alter 75 nicht. Aber das war wirklich ernst gemeint. Ich bin selber knapp über 30, Anlage wäre für meine Mutter bestimmt gewesen, knapp über 60, und wollte die Meinung auch eines "Älteren" gerne hören. Ich habe noch keine Vorstellung wie es mit 60 ist. Generell gehöre ich aber auch zu den generationenübergreifend denkenden Menschen, unser Sohn wird morgen gerade 3 Wochen alt.


Nee habe ich nicht provokativ aufgefasst Wink Glückwunsch zum frischgeborenen Sohn Very Happy Ich bin seit 4 Wochen zum zweiten Mal Opa Wink

Ich übe mich schon seit 30 Jahren im life management und ganz besonders im Untersektor money management. Ziel war mit 50 finanziell unabhängig vom Arbeitsmarkt und sonstigen Unsicherheiten zu werden, tatsächlich geschafft habe ich es allerdings erst mit 55. Anfangs eher mit spekulativen Investments, nach einer Lernphase strikt auf Sicherheit bedacht. Mein Motto hieß: "Wer nur die Hälfte ausgibt, braucht nur halb so lange zu arbeiten". Die Sicherstellung der Liquidität in jeder Lebensphase hat Vorrang vor unsicherem Vermögenszuwachs. Luxus und Statussymbole brauche ich nicht und sind für mich eher ein Zeichen von Schwäche und Dekadenz. Allerdings soll man sich ruhig auch mal was gönnen, z.B. ein Essen in einem guten Restaurant mit Angehörigen oder guten Freunden. Aber in Abständen so dass es etwas besonderes bleibt und nicht zur Routine verkommt. Aber jetzt zurück zum Thema Embarassed

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Kollektor
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BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 20:09 Nach oben

heitob76 hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
ich bin schon seid längeren auf der Suche nach einer Beteiligung im Solarbereich. Hab gerade mal die Beteiligung von IBC Solarfonds 2007 überflogen. Von den Weichkosten und jährlichen Betriebskosten sieht die Beteiligung nicht so schlecht aus, aber da es sich größtenteils um eine Freilandanlage handelt, erzielt diese leider nur mäßige Erträge (37,98 Ct/KW). Außerdem ist mir aufgefallen das keine jährliche Degradation berücksichtigt wurden.

Alternativ hatte ich mir schon vorher die Beteiligung "KOGEP drei GmbH & Co Solar Wandersleben KG " von RGE-Energy angesehen.
http://www.rgeenergy.de/beteiligungen/zeichnungsfaehige-fonds.html?de
Dies ist von der größe her eine vergleichbare Anlage (ca. 1,4 MW). Die Ertragssituation sieht hier wesentlich besser aus (48,2 Ct/KW). Leider fallen hier extrem hohe Betriebs- und Nebenkosten an. Ca. 18 % der Erlöse gehen allein für jährliche Betriebskosten (ohne Zinsen) drauf.

Kennt jemand eine Beteiligung mit guten Ertragswerten und fairen Betriebs- und Nebenkosten?


Die Degradation wird bei IBC-2007 insofern teilweise aufgefangen, dass hier mit realistischen Abschlägen gerechnet wird. Die geringen Weich- und Betriebskosten gefallen mir an diesem Fonds, weshalb ich ihn ja auch als prinzipiell empfehlenswert einstufe. Die Rendite gegenüber kapitalmarktüblichen Vergleichsangeboten ist dennoch zu gering, ich muss ihn nicht haben.

Leider kenne ich auch keine anderen Fonds, die man unbedingt haben müsste. 18 % Weichkosten würde ich keinesfalls akzeptieren. Mehr als 90 % aller Beteiligungen sind nur für den Initiator gut, der Kommanditist trägt das Hauptrisiko, die Banken noch ein wenig davon nur die Initiatoren und ihre Betreibergesellschafter machen ihren sicheren Gewinn ohne eigenes Risiko. Generell neige ich wenig dazu, mein Geld anderen in die Hand zu geben. Eine meiner Windparkbeteiligungen war schon mehrfach nahe der Insolvenz, das reicht mir erstmal...

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BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 10:34 Nach oben

heitob76 hat Folgendes geschrieben:
Alternativ hatte ich mir schon vorher die Beteiligung "KOGEP drei GmbH & Co Solar Wandersleben KG " von RGE-Energy angesehen.
http://www.rgeenergy.de/beteiligungen/zeichnungsfaehige-fonds.html?de
Dies ist von der größe her eine vergleichbare Anlage (ca. 1,4 MW). Die Ertragssituation sieht hier wesentlich besser aus (48,2 Ct/KW). Leider fallen hier extrem hohe Betriebs- und Nebenkosten an. Ca. 18 % der Erlöse gehen allein für jährliche Betriebskosten (ohne Zinsen) drauf.


Ich habe mir den Prospekt auch mal genauer angesehen. 6 % Geschäftsführervergütung sind ganz schön happig. Confused Dazu kommen noch mal 5 % Agio bei der Zeichnung, was die prognostizierte Rendite unter 8 % drückt. Die Kostensteigerung von 1,5 % p.a. ist m.E. zu niedrig angesetzt, das gilt aber für fast alle Beteiligungen auf dem Markt.

Trotzdem komme ich bei einem Vergleich zu dem IBC-2007 zu einem insgesamt besseren Ergebnis. First-Solar ist besser als Kaneka einzuschätzen, vor allem in Bezug auf die Degradation. Die Dachvergütung von 48,2 Ct/kWh ( 28 Einzeldächer ) ist schon mal ein großes Plus. Die Ausschüttungen sind deutlich höher und damit schnellerer Rückfluss des Kapitals, was sich auch in der Höhe der Rendite nach internem Zinsfuß zeigt. Die Risiken sind insgesamt überschaubar. Die erwartete Rendite ist höher als bei den meisten hier im Forum diskutierten Kleinanlagen auf EFH, dazu hat man selbst kaum Arbeit mit der Planung, Überwachung und dem Finanzamt, dafür hat der EFH-PV-Betreiber nach 20 Jahren aber immer noch eine Anlage auf dem eigenen Dach was oft nicht berücksicht wird.

Bei einer Investitionssumme ab 100.000 € würde ich eher selbst eine Anlage betreiben und mir das Geschäftsführersalär selbst einsacken anstatt eine Beteiligung einzugehen. Die Anlage liegt dann auch eher bei 3600 €/kWp statt bei 4100 €/kWp und steuerlich kann man in meinem Fall die Gewinne in die Rentenphase verschieben was die Rendite deutlich erhöht.

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