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 Firmwareupdates -> Welche Strategie - welcher Hersteller? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Fischkopp
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 25.07.2007
Beiträge: 581
Wohnort: Reinbek

BeitragVerfasst am: 04.07.2008, 10:01 Nach oben

Hallo,

mal allgemein hier über Firmwareupdates von Wechselrichtern sinniert.
Jüngster Fall von einem Mastervolt QS6400, der nicht so richtig wollte und nach einem Firmwareupdate fröhlich und ohne Mucken produziert.
Oder die Modifikation der Firmware vom Sunville-WR, die das Testergebnis in der PHOTON massiv verändert hat.

Zuerst einmal liegt in der Firmware die Schlüssel für das "genaue" Tracking, das Aufwachverhalten, die Netzkonformität... bis hin zum Wirkungsgrad des Wechselrichters.
Was mich wundert ist die Tatsache, das Wechselrichterhersteller offensichtlich Wechselrichter in Umlauf bringen, die mit einer modifizierten Firmware ausgestattet sind, die nicht ausreichend getestet wurde. (Negative) Abweichungen zum Datenblatt sind so "vorprogrammiert".
Das macht mir irgendwie nervös, wenn sich Wechselrichter mit identischer Hardware und einem unterschiedlichen Revisionsstand der Software dramatisch anders verhalten können. Wenn es weniger dramatisch ist, fällt es keinem auf, könnte aber so das eine oder andere Prozent vom Ertrag kosten...

In der Praxis könnte das ungenaues, verzögertes oder hängendes Mpp-Tracking bedeuten oder... im Extremfall ... besteht die Möglichkeit der Zerstörung von Bauteilen aufgrund von unvorsichtiger Programmierung.

Würde hier mal gerne etwas Updatestrategie erfahren, die verschiedene Hersteller betreiben?!

Mastervolt scheint wie eingangs erwähnt keine ausreichenden Feldtests vor Auslieferung mit einer neuen Firmware durchgeführt... uups.
SMA macht meines Wissens nach einige Feldtests, aber Ich hatte schon den Eindruck, daß es gelegentlich Firmwareprobleme geben könnte, die aber durch zügiges Austauschen des betroffenen WR beseitigt werden - und der Kunde häufig nicht erfährt, was der WR eigentlich hatte.
Oder die Solarmax bewirbt die neueste Serie jetzt mit einer besonders störunempfindlichen Netzüberwachung... die Behebung eines solchen (größeren generellen) Problemes wurde in einen Serienwechsel verpackt.

... gibt es Hersteller die explizit Wechselrichter mit gewissen Softwarerevisionsstände zum Update reinholen?

Weiß jemand etwas genaueres über die verschiedenen Strategien.

In Zukunft könnte es noch spannender werden, wenn die Wechselrichter eigene Webserver bekommen und remote geupdated werden können. Labile Firmware könnte dann gefixt werden... oder ein schlecht getesteter Fix könnte reihenweise für Ärger sorgen, der dann bald wieder gefixt wird usw.

Schließlich fragt man sich, wie einem Gerät heutzutage überhaupt Netzkonformität bescheinigt werden kann, wenn ein Stück Software (was nicht in der Konformitätsbescheinigung erwähnt wird) frei verändert werden kann.

Bin mal gespannt auf Eure Antworten

Gruß
fischkopp

_________________
mit 30x Solara 870TI (170W) & Sunnyboy 5000TL auf Photonenfang
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Verfasst am: Nach oben

fn-at
Vielschreiber
Vielschreiber



Angemeldet: 23.03.2008
Beiträge: 207
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 04.07.2008, 15:32 Nach oben

.
Meiner persönlichen (Minderheiten)Meinung hier im Forum läuft in der PV-Branche ja so einiges "unrund".
Die Wechselrichter sind da auch so ein "spezielles" Thema..

Primär am Herzen liegen den WR-Herstellern m.M. anscheinend:
-) der Wirkungsgrad
-) der Preis
-) das formschöne "bunte" Datenauslesen für die User
-) das formschöne "bunte" Design des Gehäuses
-) Hochglanz-Prospekte
-) und die Angst in Misskritik (bei Kunden und Communities) zu kommen. (Also das kommentarlose Ad-Hopp tauschen defekter Geräte.)

Sekundär scheint verlässliche Technik zu sein.

========================================

So eine defakto Betatester'ei (von Hard- und Firmeware) beim Kunden ist doch Mist ala Microsoft & Co!!

Wisst ihr wie in anderen Industrie-Branchen die Hard- und Software getestet wird? - Da sitzen Wochen bis Monate DAUs (Schüler, Studenten) an den Maschinen/Geräten und probieren den ganzen Tag nur die Benutzerbedienmaske "abschützen" zu lassen.

========================================

Was mich auch wundert ist, das viele WR-Hersteller aus der artverwandten Frequenzumrichter- oder Schaltnetzteilbranche kommen und trotzdem keine überzeugenden WR bauen können..

Die Industrie würde diese Defekthäufigkeit bei Frequenzumrichtern für E-Motoren oder Schaltnetzteilen nie dulden. Da kann der Hersteller am freien Markt baden gehen..

Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass bei elektron. geregelten Frequenzumrichtern (für Fräsen, Drehmaschinen, Förderbänder, Lüftungsgeräte, (Heizungs)Pumpen, Lifte; in der Papiererzeugung, Lebensmittelindustrie, Stahlwerkstechnik, Hüttentechnik, PV-Zellenherstellung, etc.) regelmäßig bis ständig ein Servicetechniker vorbeikommt und die Geräte (FUs) oder den EPROM bzw. die Firmware tauscht. Rolling Eyes

.
LumpiStefan
Forumsinventar
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 16.03.2007
Beiträge: 1518
Wohnort: Sindelfingen

BeitragVerfasst am: 04.07.2008, 15:38 Nach oben

fn-at hat Folgendes geschrieben:

Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass bei elektron. geregelten Frequenzumrichtern (für Fräsen, Drehmaschinen, Förderbänder, Lüftungsgeräte, (Heizungs)Pumpen, Lifte; in der Papiererzeugung, Lebensmittelindustrie, Stahlwerkstechnik, Hüttentechnik, PV-Zellenhestellung, etc.) ständig ein Servicetechniker vorbeikommt und die FUs tauscht oder den EPROM bzw. Firmware tauscht. Rolling Eyes


Bei WR doch auch nicht. Sofern keine groben Schnitzer drin sind, oder die WR Probleme haben laufen auch diese mit der Firmware des AUslieferungszustandes weiter. Wie in anderen Bereichen (die ja fn-at auch schon angesprochen hat) auch mit Fehlern in der Firmware, wodurch die Produkte nicht immer das Optimale ausschöpfen. Oft spielt aber einfach auch die Stabilität eine Übergeordnete Rolle. Sonst müßte man jeden WR auf die installierte Anlage abstimmen. Vielleicht eine Marktlücke.
Im Automobilsektor ist es genau das selbe. Es gibt die Seriengeräte, dann gibt es "billige" Optimierungen (Standardtuning) und "teure" Optimierungen wo das Steuergerät explizit auf den verbauten Motor angepasst wird.

So, in meinen Augen nix Neues.

Stefan

_________________
12.1 kWp bestehend aus:
49 Sunways SM215 an einem Sunways NT10000 (seit 05.06.2007)
und
7 SolarFabrik 150/10 an einem SMA SunnyBoy 1100 (seit 22.03.2008) und Solarlog 800e.
http://www.stefan-bauer.net/daten/SolarLog/
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