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 Teilverschattung, wie berücksichtigen? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
michaeljk
Öfters hier
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Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 07.04.2006, 09:59 Nach oben

Hallo, liebe Experten,

über die Grundlagen bei der Verschattung habe ich mich eingelesen, jetzt benötige ich noch Unterstützung bei der konkreten Entscheidung, welche Fläche ich mit Modulen belegen soll und wie ich sie am besten verschalten soll.

Standort ist im Raum Stuttgart. Das Dach hat 40° Neigung, -20° Süd/Ost orientiert, Schildwände und im First einen Glasaufbau. Die belegbare Fläche beträgt max. 7,60 b x 4,40 m h abzügl. ca. 2,00 x 1,00 m wegen des Glasaufbaus. Zusätzlich könnte evtl. noch eine Fläche mit ca. 2,50 b x 1, 50 bis 2, 00 m h belegt werden, die aber im Winter längere Zeit im Schatten bleibt (auf den Fotos unter den Kollektoren, nur bis zur Kante des Kollektors wegen Schatten der Gaube).

Die Hauptfläche ist außer am frühen Morgen und am späten Nachmittag voll besonnt. Unklar ist mir, wie stark sich die zeitweise Teilverschattung auswirkt und ob ich die entsprechenden Flächen dennoch belegen soll oder nicht.
Hier mal einige Fotos, zunächst die Situation im Winter am 11.12.:

8:45 Uhr
Image

9:30 Uhr
Image


15:30 Uhr
Image

Um 16:00 ist alles beschattet. Volle Sonne ist also auf der Hauptfläche ca. 5,5 Stunden lang. Wie lange die kleinere Fläche unter den Kollektoren besonnt ist, habe ich leider nicht dokumentiert.

Hier die Situation im März (19.03.):

7:30 Uhr:
Image

7:45 Uhr
Image

Ab ca. 8:30 Uhr ist auch die Fläche unter den Kollektoren voll besonnt

16:15 Uhr. Schatten neben dem Glasaufbau
Image

17:00 Uhr: langer Schatten neben dem Glasaufbau, Sonne steht extrem schräg.
Image

Um 17:00 Uhr ist das Dach beschattet. Macht also ca. 7.5 Stunden volle Sonne auf der Hauptfläche. Die kleine Fläche vermutlich ist ca. 6 - 7 Stunden voll besonnt.

Da die Verschattung neben dem Glasaufbau dann auftritt, wenn die Sonne noch bzw. schon sehr schräg steht, bin ich mir einfach unsicher, ob das viel ausmacht.


Für die Hauptfläche plane ich 2 Strings über einen Multi-String-Wechselrichter (z.B. SB 4200) oder 2 einzelne WR einzuspeisen, damit jeweils die Hälfte der Module schon/noch laufen, wenn die Teilbeschattung da ist. Entweder würde ich jeweils die oberen und die unteren, oder die östlichen und die westlichen Module zu einem String nehmen.

Falls die kleinere Fläche auch genutzt werden soll, muss ich die Module dort auf alle Fälle ebenfalls separat anschließen. Dann käme z.B. der SB 5000TL in Frage.


Jetzt meine Fragen:

1. Würdet Ihr die Fläche ganz oben links und rechts des Glasaufbaus auch belegen und den zeitweisen Schatten in Kauf nehmen oder besser 2 - 3 Ziegelreihen (70 - 100 cm) unterhalb des Firstes freilassen weniger Module montieren?

2. Würdet Ihr die Fläche unter dem Kollektor auch belegen? Vorteil wäre die höhere Gesamtleistung und vielleicht ein besseres Kosten/Nutzen-Verhältnis bei der Investition, Nachteil der etwas geringere Ertrag pro kwP. Im Winter

3. Seht Ihr das auch so, dass auf jeden Fall ein Multistring-WR sinnvoll wäre, auch wenn der etwas mehr kostet, oder sind die Zeiten der Teilbeschattung zu gering, dass es zu berücksichtigen wäre?

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!

Viele Grüße

Michael
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Verfasst am: Nach oben

Solarzelle77
Stammmitglied
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Angemeldet: 20.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: sankt augustin

BeitragVerfasst am: 20.04.2006, 10:26 Nach oben

Hallo Michael,

ich suche auch grade nach der besten Lösung.

Ich habe mal gegoogelt und bin auf wuertsolar.de gestossen.
Die schalten ALLE Module paralell, so dass das Verschatette die Anlage nicht runterbremst.

LG
Walter
Forumsinventar
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Info: Berater
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2175
Wohnort: Regen

BeitragVerfasst am: 20.04.2006, 14:33 Nach oben

Solarzelle77 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Michael,

ich suche auch grade nach der besten Lösung.

Ich habe mal gegoogelt und bin auf wuertsolar.de gestossen.
Die schalten ALLE Module paralell, so dass das Verschatette die Anlage nicht runterbremst.

LG


Richtig !!! Dafür zahlst du für eine Würth Solaranlage aber auch bis 7000 € pro kWp. Ob sich das lohnt Question
Im übrigen kannst du auch jedes andere Modul parallel schalten.

Aber zu den Bildern von michaeljk

Ich persönlich würde es bleiben lassen. Es ist sehr schwierig auf diesem Dach eine vernünftige Anlage zu bauen. Das Dach wirkt sehr zerpflückt. Du müsstest viele kleinere Felder machen und diese dann miteinander verbinden.
Oder du packst die Thermische Anlage auf die rechte Seite. dann hast links Platz für ein zusammenhängendes Feld. Dann den Baum noch weg, dann ist nur noch die Dachgaube im Weg.

_________________
Gruss Walter ( Lothar Beer )
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kato
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Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2145
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 20.04.2006, 15:57 Nach oben

Ich halte das Dach nicht so sehr geeignet, zu viele Schatten. Wenn überhaupt dann oben rechts vielleicht ein paar Module.

Kato

_________________
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Luke
Forumsinventar
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Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866

BeitragVerfasst am: 20.04.2006, 16:34 Nach oben

hallo michaeljk,

ich habe eine ähnliche Situation und bin bei einem Kompromiß
zwischen Parallel und Strangschaltung gelandet...

Aus 28 Modulen wurden 4 Stränge gebildet die
in einen Mastervolt QS 6400 einspeisen...
...der WR hat für jeden Strang einen eigenen MPP Tracker!
...die max. 5,5 kW Wechselstromleistung geht zweiphasig in das Netz!

...die Dachfläche wurde bzgl. der Modulverteilung sorgfältig analysiert...

...die ersten 2 Betriebsmonate zeigen erstaunlich gute Werte!

respectfully

Luke
Solarzelle77
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 20.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: sankt augustin

BeitragVerfasst am: 21.04.2006, 13:11 Nach oben

@Luke

Kannst du davon vielleicht mal Fotos machen und einstellen?

Ich habe auch eine Gaube die Schatten produziert.

Danke
Luke
Forumsinventar
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Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866

BeitragVerfasst am: 21.04.2006, 21:18 Nach oben

...also String 1 und 4 arbeiten optimal...
...die Strings 2 und 3 werden morgens bzw. abends teilverschattet...
...das rechte obere Modul von String 3 habe ich nachträglich 20cm tiefer gesetzt,
weil ich im November den Schornsteinschatten unterschätzt habe...
...ab Mitte März blieb eine kleine Modulecke rechts oben länger verschattet als
die giebelbedingte großflächige Verschattung der unteren Module...
...Einbuße / Tag ca. 1kWh bei direkter Sonneneinstrahlung zwischen 9:00 und 11:00 ab Mitte März...

die bisherigen Energiewerte (Mitte Februar bis heute):

Strang 1: 225 kWh
Strang 2: 219 kWh
Strang 3: 219 kWh
Strang 4: 225 kWh

Image


Luke
michaeljk
Öfters hier
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Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 15:03 Nach oben

@Walter und Kato,

meint Ihr wirklich, dass es sich auf meinem Dach gar nicht lohnt? Ich tu mich schwer, das nachzuvollziehen, da die Hauptfläche ja nicht beschattet ist. Wenn ich also unter dem First ca 70 cm freilassen würde, käme ich vermutlich noch auf ca. 3 kWp. Das müßte doch minimal machbar sein, oder?

Für den Bereich links und rechts des Glasaufbaus muss ich nochmal explizit nachfragen: Denkt Ihr wirklich, dass die Ertragseinbußen groß sind, wenn während je ca. 0,5 bis 1 Stunde am Tag ein String (von 2) ausfällt bei dem ja dann sehr schrägem Sonneneinfall? Kann man das überschlagen, was das in KWh ausmacht?

Für die Fläche unter dem Kollektor leuchtet mir ein, dass es besser ist, dort nichts zu machen.

@ Luke

Wenn ich mir Dein Dach anschaue, habe ich den Eindruck, dass durch die Gaube viel mehr Bereiche beschattet werden, als bei mir. Trotzdem hast Du ja rel. wenig Ertragseinbußen bei den teilweise beschatteten Strings.

Weißt Du, ob es auch WR im Bereich bis ca. 4 kWp gibt, die mehr als 2 MPP-Tracker haben?

Gruß

Michael
blabla
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Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach

BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 15:38 Nach oben

Ist es denn nicht möglich, die Bäume zu stutzen oder umzuschneiden? Prinzipiell würde ich auf einem solchen Dach schon eine Photovoltaik installieren, nur sollte das ganze gut ausgetüftelt sein. Am besten sieht man sowas leider immer nur vor Ort.
Mit einem solchen Dach hat man halt 2 Möglichkeiten: Entweder MultiString oder mehrere kleine Wechselrichter, je nachdem wieviel Module man immer zusammenfassen kann.

_________________
2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp

WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180°
kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2145
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 16:43 Nach oben

Hallo michael,

ich würde unter dem First über der Gaube die Module montieren. Weniger ist manchmal mehr.

Gruß Kato

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Luke
Forumsinventar
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Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866

BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 18:49 Nach oben

@ Michael

...meine schattenhafte Erkenntnis etwas ausführlicher...

1. so viele Strings wie möglich bilden
2. unbedingt Multistring WR verwenden,
jeder String hat seinen MPP Tracker
3. Zitat kato: weniger ist manchmal mehr
...gilt besonders beim String Konzept...
4. Module sorgsam positionieren:
erstklassige Dachflächen nur für Premium Strings
mit sortierten Klasse 1 Modulen...
...alle anderen Module so anordnen, dass selbst
kleine Teilverschattungen auf der Ostseite nur möglichst
spät, auf der Westseite nur möglichst früh auftreten
5. ...den Sonnenverlauf von Januar bis Juli berücksichtigen

die beiden Diagramme von heute zeigen, dass zu dieser
Jahreszeit zwischen 10:30 und 16:30 alle Strings optimal
bestrahlt werden...
...String 2 hat noch ein Problem mit einer Sat-Schüssel...
...wird demnächst optimiert...

30,4 kWh (EVU-Zähler) hat's heute bei nicht ganz klarem Himmel gebracht...
...die einzelnen Erträge (kWh) vom WR gemessen:

Strang 1: 7,59
Strang 2: 7,08
Strang 3: 7,51
Strang 4: 7,78

zum WR, mir ist nur der QS6400 von Mastervolt in dieser Größenordnung
mit 4 MPP Trackern bekannt...
...er läßt sich auf 4600 Watt AC reduzieren und speist dann einphasig
in's Netz...

Image

respectfully

Luke
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