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Autor
Robert2000
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Angemeldet: 28.05.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 09:57 Nach oben

Hallo,

ich bin neu hier und brauche Eure Expertenmeinung.

Ich habe vor 3 Solaranlagen in Oberbayern, nähe Rosenheim zu installieren. Wegen der Einspeisevergütung soll ein Teil der Anlagen auf mich, ein anderer Teil auf meine Frau laufen.

- ca. 9 kWp auf mein Wohnhausdach, 25° Dachneigung (Süddach, exakte Ausrichtung nicht bekannt) mit 44 X Alfasolar 180PQ6L (polykristallin) mit Pyramidglas

- ca. 29,5 kWp auf das Dach meiner Werkstatt, 15° Dachneigung (Ost-/Westdach, auf beiden Dachhälften) mit 347 X Dünnschichtmodulen von Sharp NA-851WQ (amorph/mikrokristallin)

- ca. 16 kWp auf das Dach meines Holzlagerschuppens, ca. 25° Dachneigung (Ost-/Westdach, auf beiden Dachhälften) mit 190 X Dünnschichtmodulen von Sharp NA-851WQ (amorph/mikrokristallin)

Der Solarberater hat mit einem Ertrag von ca. 1000 kWh pro installiertem kWp pro Jahr gerechnet, auch bei den großen Flächen auf den Ost-West-Dächern. Begründet hat er das, da ja beim Einsatz von Dünnschichtmodulen die volle Leistung der Module schon bei recht geringer Lichtintensität erreicht würde. Laus Aussage sollen die 1000 kWh auch der unterste Wert sein. Erreichbar wären sogar 1200 und mehr.

Die Anlagen sollen zusammen ca. 255000 EUR/netto kosten (komplett auf dem Dach, mit Allem.)

Nun hier meine wichtigsten Fragen:

- Sind die Aussagen bezüglich der Erträge realistisch?

- Sind die Kosten angemessen?

- Hat jemand Erfahrung mit dem Pyramidglas? (Verschmutzung...)

- Ist die Anlage überhaupt finanzierbar?

Schönen Dank für die Antworten.

Robert





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Verfasst am: Nach oben

Sonnenfinsternis
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Angemeldet: 22.08.2007
Beiträge: 559
Wohnort: Frohburg

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 10:23 Nach oben

Hallo Robert,

willkommen im Forum

Robert2000 hat Folgendes geschrieben:
- Sind die Aussagen bezüglich der Erträge realistisch?

meiner Meinung nach nicht; habe zwar nicht nachgerechnet, aber nur mal so zum Vergleich: in ganz D haben 2007 gerade mal 6 (!!!) von über 1.000 nicht nachgeführte Anlagen die magische 1.200er Grenze geknackt - und alle hatten maximal 20° Abweichung von Süd

Robert2000 hat Folgendes geschrieben:
- Sind die Kosten angemessen?

4.679 €/kWp bei diesen Anlagengrössen - hatte Dein Anbieter Dollarzeichen in den Augen?

Robert2000 hat Folgendes geschrieben:
- Hat jemand Erfahrung mit dem Pyramidglas? (Verschmutzung...)

ich nicht

Robert2000 hat Folgendes geschrieben:
- Ist die Anlage überhaupt finanzierbar?

hängt von Deiner finanziellen Situation ab; falls Du an eine 100%ige Finanzierung denkst, wirst Du's bestimmt schwer haben was zu finden

Sonnenfinsternis

_________________
am Netz seit 17.10.2007 mit 6,3 kWp
36 * Suntechpower STP175S
1 * Fronius IG 60
Dachausrichtung 225° Dachneigung 38°
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=1761
MBIKER_SURFER
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Angemeldet: 21.08.2007
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 10:30 Nach oben

Hallo Robert2000,

also der Anlagenpreis ist natürlich viel zu hoch!! Dünnschichtmodule liegen bei max 4000€ komplett installiert. Wir haben selbt dieses Jahr 33 KWp Dünnschicht installieren lassen. Erträge bei 1000 KWh pro KWp sind meines Erachtens zu hoch - also nicht realistisch. Ich habe bei unserer Anlage mit 930 KWh gerechnet - liege aber anscheinend zu hoch. Am gleichen Standort machen wir mit Poly Modulen ca. 1130 KWh pro KWp.

Gruß
Martin

_________________
6 KWp mit Isofoton seit 6/2003 - na ja
11,2 KWp mit Sunways SM 215 und 2 X 5000TL-20 seit 6/2008 - topp
sonnenökonom
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Angemeldet: 24.02.2008
Beiträge: 447
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BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 11:53 Nach oben

servus Robert2000!


Erstens: Hab jetzt zwar den kWp-Preis nicht umgerechnet, aber ich hab - bei 80 kWp - für Sanyos weniger bezahlt Razz

Zweitens:
Zitat:
Die Anlagen sollen zusammen ca. 255000 EUR/netto kosten (komplett auf dem Dach, mit Allem.)

Bei dieser Größenordnung benötigst du u.U. einen gesonderten Einspeisepunkt! Müßte auf jeden Fall erst mit dem Netzbetreiber geklärt werden. Und ob diese Kosten auch enthalten sind...?

Drittens: Bei Ost-/Westdach und Dünnschicht halte ich 1000 kWh/kWp schon für äußerst gewagt (um nicht zu sagen unmöglich)!



Außerdem:
Zitat:
Wegen der Einspeisevergütung soll ein Teil der Anlagen auf mich, ein anderer Teil auf meine Frau laufen.

Wofür soll das gut sein? Da sehe ich momentan keinen Sinn dahinter.

sonnenökonom

_________________
25,8 kWp Sanyo + SMA MC 8000 TL
www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2343
60 kWp Sanyo + div. SMA
www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2387
5,85 kWp Sanyo + SB 5000TL HC
www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2889
Robert2000
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Angemeldet: 28.05.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 16:08 Nach oben

Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.

Kann mir jemand sagen, mit wieviel kWh pro Jahr ich bei den Ost-Westdächern rechnen kann?

Dann würde mich natürlich interessieren, bei welchen Anbietern ich die günstigeren Preise erhalten kann.

Den Solaranbieter hab ich auf der Messe Rosenheim kennengelernt.

Ein Anderer von Solar Projekt war auch schon da. Der hat sich allerdings noch nicht mal aufs Dach raufgetraut (wegen Höhenangst, tolle Vorraussetzung für den Job) und als ich ihm dann meine Werkstatt gezeigt hatte, wurde ihm das Ganze zu groß und er wollte mich an einen kompetenten Kollegen verweisen. Bis jetzt hab ich allerdings noch nichts gehört. Ein Angebot für das Wohnhausdach hab ich bis heute noch nicht bekommen (Ich hab für ihn die Fläche dann schließlich selber vermessen).

Morgen Abend kommt der nächste (diesmal aus Österreich) Mal schauen, was der draufhat.


Zitat:
Zitat:
Wegen der Einspeisevergütung soll ein Teil der Anlagen auf mich, ein anderer Teil auf meine Frau laufen.

Wofür soll das gut sein? Da sehe ich momentan keinen Sinn dahinter.


Die geplanten Anlagen auf der Werkstatt und dem Holzlagerschuppen stehen nebeneinander und haben den selben Einspeisepunkt. Ich denke, wenn eine Anlage auf mich und eine auf meine Frau läuft, kommt keiner auf die Idee, es könnte sich um nur eine Anlage handeln. Ab 30 kW gibts ja weniger Vergütung. Also das ist hier mein Hintergedanke.

Schönen Tag,

Robert
sonnenökonom
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Angemeldet: 24.02.2008
Beiträge: 447
Wohnort: Rottal-Inn

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 18:27 Nach oben

Robert2000 hat Folgendes geschrieben:
Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.

Kann mir jemand sagen, mit wieviel kWh pro Jahr ich bei den Ost-Westdächern rechnen kann?
Dann würde mich natürlich interessieren, bei welchen Anbietern ich die günstigeren Preise erhalten kann.

Den Solaranbieter hab ich auf der Messe Rosenheim kennengelernt.

Ein Anderer von Solar Projekt war auch schon da. Der hat sich allerdings noch nicht mal aufs Dach raufgetraut (wegen Höhenangst, tolle Vorraussetzung für den Job) und als ich ihm dann meine Werkstatt gezeigt hatte, wurde ihm das Ganze zu groß und er wollte mich an einen kompetenten Kollegen verweisen. Bis jetzt hab ich allerdings noch nichts gehört. Ein Angebot für das Wohnhausdach hab ich bis heute noch nicht bekommen (Ich hab für ihn die Fläche dann schließlich selber vermessen).

Morgen Abend kommt der nächste (diesmal aus Österreich) Mal schauen, was der draufhat.


Zitat:
Zitat:
Wegen der Einspeisevergütung soll ein Teil der Anlagen auf mich, ein anderer Teil auf meine Frau laufen.

Wofür soll das gut sein? Da sehe ich momentan keinen Sinn dahinter.


Die geplanten Anlagen auf der Werkstatt und dem Holzlagerschuppen stehen nebeneinander und haben den selben Einspeisepunkt. Ich denke, wenn eine Anlage auf mich und eine auf meine Frau läuft, kommt keiner auf die Idee, es könnte sich um nur eine Anlage handeln. Ab 30 kW gibts ja weniger Vergütung. Also das ist hier mein Hintergedanke.

Schönen Tag,

Robert


servus!

mach ma wieder mal ein Farbenspiel:

zu Solar Projekt (auch SolarProject, Solar-Projekt usw.) benutz doch mal die Suche, ist sicherlich interessant in dem Zusammenhang Cool

Suchfunktion auch zu "Messe-Angeboten"!

Die 30 kWp beziehen sich auf "je Dach"! Die Gesamt-Einspeisemenge ist unerheblich. Bei mehr als 30 kWp je Dach gibts immer Kürzung, auch bei mehreren Betreibern. Übrigens gibt es auch dazu bereits einen Thread

hab ich noch nicht nachgesehen!

Ich hoffe etliches zu "Verunsicherung" beigetragen zu haben Razz

sonnenökonom (Karl)

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Angemeldet: 21.08.2007
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 08:31 Nach oben

Hallo Robert2000,

also Ost-/West kannst Du mit ca. 900 KWh pro KWp rechnen bei Dünnschicht.

Gruß
Martin

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Robert2000
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Angemeldet: 28.05.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 09:41 Nach oben

Das ist mal eine klare Aussage. Damit kann ich was anfangen. DANKE.

Jetzt brauch ich nur noch einen Anbieter, der mir ein sehr viel günstigeres Angebot macht. Mit dem Angebot, das ich gerade vorliegen habe, klappt das da offenbar nicht, dass ich die Anlagen zu 100 % finanziert bekommen.
Robert2000
Stammmitglied
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Angemeldet: 28.05.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 15:48 Nach oben

So, ich hab jetzt auch die genaue Ausrichtung der Dächer. Wenn ich meinen Kompass anschaue, dann ist Süden 0°, Westen 90°, Norden 180° und Osten 270°. Stimmt das so? Ich glaub ich habs irgendwo hier genau andersrum gelesen.

Also das Wohnhausdach ist ein Süddach mit 15° Abweichung nach Westen (Dachneigung 25°). Sollte also kein Problem darstellen.

Die beiden anderen O/W-Dächer haben die Ausrichtung 100°/280°.
BOBO
Forumsinventar
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Angemeldet: 11.04.2006
Beiträge: 1941
Wohnort: Südlich von München

BeitragVerfasst am: 30.05.2008, 12:21 Nach oben

Servus Robert,

die Sharp-Dünnschichtmodule sind teurer als Kaneka oder FirstSolar. Trotzdem ist dein Preis deutlichst überzogen.

Alleine mit seinen Aussagen zu den 1000 kWh/kWp hat sich dein "Solarberater" schon disqualifiziert.

Die Alfasolar-Module sind top. Ob du durch das Pyramidglas tatsächlich deutlichen Mehrertrag hast, kann ich aber auch nicht beurteilen.

Finanzierbar sind solche Anlagen natürlich, wenn der Kaufpreis angemessen ist und eine vernünftige Finanzierung vorliegt. Hier hilft dir erstmal ein photovoltaikkundiger Bankberater.

Realistische Werte. Bei deinem Wohnhausdach sind 1200 kWh/kWp durchaus einmal jährlich möglich (ich gehöre auch zu den 6 Anlagen die bei www.sonnenertrag.eu diese Marke letztes Jahr geknackt hatten). Trotzdem solltest du nicht mit Spitzenwerten, sondern mit eher konservativ niedrig gesetzten Werten die Finanzierung durchrechnen.
Für die Finanzierung würde ich 1000 kWh/kWP für dein Wohnhausdach ansetzen. Für die beiden anderen Dächer 900 kWh/kWp.
Tatsächlich rechnen könntest du mit 1100 bzw. 1000.
Wenn du willst, kann ich dir per PN gerne Solarteure aus unserer Gegend nennen.

Gruß BOBO

_________________
seit 17.07.06 bin ich Betreiber einer 6,02 kWp-Anlage mit:
28 x Sanyo HIP 215 und 2 x WR Solarmax 3000C
hier kann man sie sehen: http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=390 oder auch hier: http://www.solarlog-home.de/bobo/
Robert2000
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 28.05.2008
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 02.06.2008, 21:18 Nach oben

Hallo Bobo,

vielen Dank für Deine Hilfe. Ich nehme das gerne an. Das die Preise wohl überzogen sind, hab ich mittlerweile auch schon gemerkt. War halt mein erstes Angebot, das ich erhalten habe. Ich hab hier im Internet schon seeehr viel billigere Angebote entdeckt.

Übrigens, ein zweiter Anbieter war auch schon da. Ebenfalls furchtbar teuer und der rechnet auch auf dem O/W-Dach mit 1000 kW/h. Diese Masche schein wohl schon allgemein üblich zu sein, um den Ertrag einer überteuerten Anlage schön zurechnen.

Was die Finanzierung anbelangt, so bin ich wohl auf meine Hausbank angewiesen. Ich hab da noch die Finanzierung meiner Werkstatt laufen und will den bereits freigewordenen Grundschuldbetrag als Sicherheit für PV-Anlage nutzen. Hab bei denen schon mal vorgesprochen, dass sie schauen sollen, was die KfW so hergibt.

Schöne Grüße,

Robert
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