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mwanton
Fleißiges Mitglied

Info: Betreiber
Angemeldet: 29.04.2007
Beiträge: 462
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am:
21.04.2008, 10:16 |
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Hatte mich im Zuge meiner Anlagenplanung eigentlich für SMA SMC xx000 TL Wechselrichter entschieden.
Von einem Anbieter (der nur Fronius anbietet ...) kam das Argument, das trafobasierte Geräte auf Grund der galvanischen Trennung mehr Schutz bieten würden gegen Überspannungen (z.B. durch Blitz). Bei trafolosen WR könnte ein Blitz hingegen den Thyristor durchbrennen lassen und dadurch könnte es dann zu Schäden an den Modulen kommen.
Technisch leuchtet mir das Argument im Prinzip ein, aber hat es auch Praxisrelevanz oder ist das nur eine Schutzbehauptung? |
_________________ Gruß mwanton
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=3383
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=3438 |
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Verfasst am:
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boese
Fleißiges Mitglied

Info: Betreiber
Angemeldet: 28.04.2007
Beiträge: 416
Wohnort: Wolfsburg
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Verfasst am:
21.04.2008, 10:50 |
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Hallo Mwanton,
technisch kann ich Dir dazu leider keine Auskunft geben. Trotzdem denke ich, dass dieses "Argument" eine Schutzbehauptung ist. Jeder, der eine Photovoltaikanlage betreibt, hat in der Regel eine Allgefahrenversicherung (Photovoltaikversicherung). Egal was Dir Deine Anlage im Falle eines Falles zerschießt, zahlt diese Versicherung - ergo ist es ziemlich egal, ob die betreffende Firma mit ihrer Behauptung zugunsten Fronius-WR Recht hat.
Zudem kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein WR einen wirklichen Blitzschlag übersteht ...
Noch etwas: Die Versicherungen haben Statistiken erstellt, denen zufolge ein Blitzschlag bei Häusern mit Photovoltaikanlage nicht häufiger vorkommt, als bei Häusern ohne PV. Geh mal in Dich und frage Dich, ob Du bisher eine Blitzschutzanlage auf Deinem Hausdach installiert hast. Falls nein, hast Du zur Zeit ohne Blitzableiter bei einem Blitzschlag ziemlich schlechte Karten, was Dein gesamtes Haus angeht. Dies allerdings mit einem sehr, sehr geringen Risiko, dass ein solcher Unglücksfall überhaut einmal eintritt. Das relativiert die Sache weiter, denke ich. |
_________________ 5,24 kWp mit 22 Sunways SM230 - 240Wp, SMA 5000 TL HC, SolarLog 100e |
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Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 3363
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Verfasst am:
21.04.2008, 11:05 |
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Hallo,
jetzt noch was zur technischen Seite,
hat er wirklich Thyristor gesagt ? Ist doch gar keiner drinn
Außerdem hat ein Trafo-Wechselrichter doch genauso einige IGBT's drinn?
Und auch Varistoren zum Überspannungsschutz am Eingang.
Ich denke nicht, dass es da Unterschiede gibt im Falle eines Blitzschlages.
Bei einem Blitzschlag gibt es die unterschiedlichsten Variationen was passieren kann, wenn Du Pech hast ist auch dein Trafo-Wechselrichter nur noch ein Haufen Elekronik-Schrott. Mit etwas Glück brauchst nur neue Varistoren.
Ist immer wieder interessant, welche Verkaufsargumente so kommen.
Naja, dein Solarteur scheint wenigstens schonmal im Verkauf nicht unbegabt zu sein, muss er nur noch mit genauso viel Begabung im Anlagenbau glänzen.
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
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boese
Fleißiges Mitglied

Info: Betreiber
Angemeldet: 28.04.2007
Beiträge: 416
Wohnort: Wolfsburg
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Verfasst am:
21.04.2008, 11:12 |
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Wo Boelckmoeller gerade mit der Feststellung kommt, dass Dein Solateur seine Verkäuferschulung bestens bestanden hat: Fronius-Wechselrichter sind zwar etwas billiger als andere, haben im Vergleich aber auch ziemlich mäßige Wirkungsgrade. Andere Hersteller sind da weitaus besser. Über die Zeit gesehen spielen WR mit besseren Wirkungsgraden ihren Mehrpreis nicht nur wieder ein, sondern sorgen langfristig für bessere Erträge und damit für mehr Geld in der Kasse. Such doch hier mal nach threads bezüglich Fronius WR, da wirst Du diese Ansicht oft bestätigt finden ... |
_________________ 5,24 kWp mit 22 Sunways SM230 - 240Wp, SMA 5000 TL HC, SolarLog 100e |
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Elektron
Administrator

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Angemeldet: 10.01.2005
Beiträge: 2571
Wohnort: 88457 Kirchdorf
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Verfasst am:
21.04.2008, 11:19 |
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mwanton
Fleißiges Mitglied

Info: Betreiber
Angemeldet: 29.04.2007
Beiträge: 462
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am:
21.04.2008, 12:35 |
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Retrerni
Forumsinventar

Angemeldet: 09.11.2007
Beiträge: 1082
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Verfasst am:
21.04.2008, 20:48 |
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Hi mwanton,
also ganz falsch ist die Behauptung nicht, allerdings betrifft sie wohl eher einen mittleren "Schadensfall". Bei einer "kleinen" Überspannung, z.B. induziert durch eine Blitzeinschlag in der Nähe, überleben typischerweise sowohl trafolose wie auch trafobasierte WR. Bei einem näheren Einschlag mit höherer Überspannung werden bei beiden Geräten die Halbleiterschalter (welches heutzutage typischerweise IGBTs sind und nicht mehr Thyristoren) und Varistoren das zeitliche segnen. Allerdings bleiben beim Trafogerät die Steckdosen noch in der Wand, beim trafolosen u.U. nicht mehr, da hier dann eine direkte, leidende Verbindung zum AC-Netz besteht. Der Trafo wird üblicherweise mit >=2 kV Spannungsfestigkeit gebaut & geprüft, das halten die IGBTs i.d.R. nicht aus. Hier habe ich schon zwei Trafo-WR gesehen, bei denen AC-seitig noch alles i.O. war und die galvanische Trennung somit ihre Berechtigung hatte. Die anderen Fälle sind mir noch nicht untergekommen, im letzten wird man dann aber eh nur einen großen Klumpen ex-WR haben. Mit welcher Häufigkeit nun welche der o.g. drei "Klassen" auftreten, bleibt nun wieder den Statistikern überlassen.
Bei einem direkten Blitzschlag bringt einem das alles nichts, da wird man dann das gesamte Haus neu verkabeln können...
Ciao
Retrerni |
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