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Sonia
Neu hier

Info: Berater
Angemeldet: 08.04.2008
Beiträge: 1
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Verfasst am:
08.04.2008, 15:57 |
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Hallo,
habe eine Frage zur Vergleichbarkeit von Wechselrichtern. Kann man behaupten, dass WR vom Typ SMA ( Wirkungsgrad 98 %) tatsächlich bessere Erträge liefern als WR vom Typ Kostal (Wirkungsgrad 95.5 %).
Ist es nicht auch das Zusammenwirken meherer Faktoren wie Anlagenauslegung, Standort, Umgebungsbedingungen.
Ein Bekannter von mir, weigert sich KOSTAL Wechselrichter von seinem Installateur geliefert zu bekommen, obwohl diese von ihm beauftragt wurden und er im Nachhinein erfuhr, dass SMA das bessere Produkt sei.....um es mal ganz laienhaft auszudrücken.
Ich finde WR von SMA natürlich auch gut, dennoch müssen doch auch andere WR-Hersteller ( wenn die Modulkompatibilität stimmt) eine Chance bekommen; es kann doch nicht sein, dass das Verkaufsargument 98 % Wirkungsgrad das Maß der Dinge ist.
Wer hat dazu eine Antwort? |
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Verfasst am:
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Fischkopp
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 25.07.2007
Beiträge: 651
Wohnort: Reinbek
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Verfasst am:
08.04.2008, 20:40 |
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Hallo Sonia,
Herzlich willkommen im Forum.
... gleich mit so einer Frage anzufangen!
Die Antwort ist nicht so einfach, ist auch unabhängig nachgemessen wurden und damit real.
Erst einmal ist ein höherer Wirkungsgrad tatsächlich in der Regel besser.
Aber...
Die Wechselrichter mit dem hohen Wirkungsgrad bei SMA sind die SunnyMiniCentral. Diese Wechselrichter gibt es für 6kW Leistung aufwärts. Kleinanlagen kann man damit nicht bauen. Selbst wenn man einen Wechselrichter voll mit Modulen bestückt ist man damit noch nicht aus dem Schneider. Es muß noch das Phasengleichgewicht stimmen, d.h. mehr als 4,6kW (+10%) sind für eine Phase nicht erlaubt. Die Wechselrichter sind einphasig... man muß sie also zu dritt einsetzen oder ein 6kW -Wechselrichter wird mit min. zwei 1kW kombiniert, dann stimmt es wieder mit dem Phasen(un)gleichgewicht.
Wenn das Dach teilweise/zeitweilig verschattet wird, ist es gut einzelne Modulfelder getrennt zu behandeln. Dafür haben die Wechselrichter sogenannte Tracker, die versuchen die Belastung der Module so einzustellen, daß die meiste Leistung abgegriffen werden kann. Die effektiven MiniCentrals verfügen nur über einen Tracker, sind also für gleichmäßige, nicht verschattete Modulfelder gedacht.
Die größeren Kostal-Wechselrichter können mehrphasig einspeisen und verfügen über mehr Tracker als eine SMA SunnyMiniCentral. Selbst wenn beide WR 10kW Leistung verarbeiten können, kann der Kostal allein eingesetzt werden, die MiniCentral kommt eigentlich nie allein ans Netz, das macht das EVU nicht mit.
Umgebungsbedingung sind eigentlich kein Kriterium, es sei denn das Gerät ist für Außenmontage gedacht. Dann muß das Gerät eine hohe Schutzart aufweisen und hat deshalb ein wasser- und staubgeschütztes Gehäuse. Sollte aber keinen Einfluß auf den Wirkungsgrad haben.
Die Frage, was ist der beste Wechselrichter für eine bestimmte Anzahl von Modulen auf einem bestimmten Dach ist nur individuell zu lösen, da die Verschattungsverhältnisse und die Modulparameter (Strom & Spannung) zu dem Wechselrichter passen müssen. Allein über die Modulspannung kann man einen um ca. 0,5% niedrigeren oder höheren Wirkungsgrad eines Wechselrichter erreichen. Es gibt aber auch Modul-Wechselrichterkombis, die gehen nicht sinnvoll zusammen.
Wenn Ihr Bekannter eine Anlage mit Höchstem Wirkungsgrad etc. bauen wollte, so müßte sie ca. 20kWp haben und die drei möglichen Modulfelder sollten homogen und unverschattet sein.
Für eine 10kWp kann ein dreiphasig einspeisender Wechselrichter die Beste weil wirtschaftlichste Lösung sein.
Bei den <6kWp-Anlagen haben div. verschiedene Hersteller von WR Modelle mit einem Wirkungsgrad ähnlich dem Kostal.
Wirkungsgrad ist ja nicht das einzige Kriterium für die Wechselrichterwahl. Rein wirtschaftlich betrachtet sollte ein geringerer/höherer Wirkungsgrad pro 1% mit min. ebenso erniedrigten/erhöhten Beschaffungskosten von einem Prozent korreliert sein.
Der Service von SMA ist als recht fix und entschlossen bekannt, Kostal ist ein relativer Newcomer (kommt wohl aus der Autoelektronik), von dem man über die Realität des Services noch nichts so recht weiß (... soweit ich das beurteilen kann).
Schließlich sollte man immer noch bedenken, falls mal was ist sollte sich der Solarteur auch gut mit dem Geräten und ihrem Verhalten auskennen.
Auf der Jagd nach Ertrag entwickeln doch viele Betreiber eine Menge Fragen/Sorgen, diese sind ja nicht nach der Wahl des "richtigen" Wechselrichters vobei!
Gruß
fischkopp |
_________________ mit 30x Solara 870TI (170W) & Sunnyboy 5000TL auf Photonenfang |
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