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Sonnenfinsternis
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Verfasst am:
29.03.2008, 22:04 |
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Artikel vom 29.03.2008 in der Leipziger Volkszeitung (LVZ):
Solarbranche braucht Fachkräfte
Photovoltaikkonzerne und Universitäten planen spezifizierte Berufsbilder
Die Solarbranche boomt. Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich kürzlich darauf geeinigt, 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs der EU bis 2020 durch erneuerbare Energien wie Solar- oder Windkraft zu decken. Experten rechnen daher mit einem rapiden Anstieg der Arbeitsplätze im Bereich der Solartechnik und Photovoltaik in den kommenden Jahren. In Ostdeutschland wurden in den letzten zwei Jahren in der Solarbranche mehr Jobs geschaffen als in der Chemieindustrie und Energiewirtschaft. Deutschland weist mit 70 Fabriken die weltweit höchste Dichte an Solarzellenfirmen auf. Unternehmen wie der Thalheimer Konzern Q-Cells sind daher ständig auf der Suche nach neuen qualifizierten Fachkräften.
Die im Zukunft Solar Event vertretenen Unternehmen Q-Cells, EverQ und CSG haben kürzlich rund 500 Schüler in die Produktionsstätten nach Thalheim eingeladen, um ihnen Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder der Branche zu geben und Arbeitskräfte für die Zukunft zu gewinnen.
Derzeit werden bei Q-Cells 80 Lehrlinge in 16 Berufen ausgebildet, bis 2008 sollen es 200 Auszubildende plus 20 Studenten werden. Q-Cells kooperiert dazu unter anderem mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wo ab dem Wintersemester 2009/2010 ein Masterstudiengang Photovoltaik beginnt. „Ein Probelauf ist bereits gestartet“, erklärt Physikprofessor Thomas Thurn-Albracht, „Photovoltaik wird jetzt schon als Wahlpflichtfach für die Diplomphysiker angeboten und gut angenommen.“ Auch die Hochschule Anhalt setzt auf die Branche der erneuerbaren Energien und bietet ab dem nächsten Wintersemester einen Bachelor-Studiengang Solartechnik an. „Das neue dabei ist, dass die Schulabsolventen zunächst einen Ausbildungsvertrag mit Q-Cells abschließen müssen, um mit dem Studium beginnen zu können“, erläutert Laboringenieur Andreas Rittel. „So können wir Theorie und Praxis optimal verzahnen.“ Die Absolventen hätten somit beste Voraussetzungen für eine Übernahme in einem der Solarunternehmen. Welche Berufsbezeichnung sie dann tragen werden, steht bis jetzt noch nicht fest.
„Zurzeit gibt es noch keine spezifischen Berufe in der Solarbranche“, erklärt Matthias Krieg, Ausbildungsleiter der Q-Cells AG, „das wollen wir ändern. In naher Zukunft sollen in unseren Unternehmen Berufe wie Solartechniker und Mechatroniker mit Schwerpunkt Solartechnik spezifiziert werden.“
Die deutsche Photovoltaikbranche wird nach Einschätzung des Marktforschungsinstitus IFO München auch in den nächsten Jahren stark wachsen. Bis 2010 rechnen Wissenschaftler mit einer Umsatzverdopplung von heute 5,5 Milliarden Euro auf über zehn Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahlen in den auf Solarenergie spezialisierten Konzernen werden bis zum Ende des Jahrzehnts auf 54 000 ansteigen. Auch und besonders in der Region Mitteldeutschland wird die Wirtschaft von dieser Entwicklung profitieren. Hier werden schon heute 20 Prozent der weltweiten Solarzellenproduktion gefertigt - Tendenz steigend. Für Schulabsolventen ist also eine Orientierung hin zur Photovoltaikbranche durchaus vielversprechend – vorausgesetzt sie besitzen genügend Motivation und Grundkenntnisse in den Fächern Physik, Mathematik und Chemie.
Denn den Azubis bei Q-Cells wird in der Ausbildung viel abverlangt. „Man muss schon einiges auf dem Kasten haben, um hier mitzukommen“, verrät ein Elektroniker für Automatisierungstechnik in der Lehre. Und Ausbilder Rene Schon, der unter anderem Prüfungen in Mechatronik abnimmt, sagt: „Unsere Prüfung ist schon sehr hart.“ Auch die Gehälter werden in naher Zukunft angepasst. „Wir zahlen aktuell noch unter dem Chemietarif“, erzählt Ausbildungsleiter Krieg. Aber wir wollen bis zum September 2008 den Tarif erreichen.“ Ines Hofmann
www.solarwirtschaft.de www.q-cells.de |
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Verfasst am:
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phenning
Forumsinventar

Info: Betreiber
Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden
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Verfasst am:
30.03.2008, 09:45 |
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1.Photovoltaik als Studieninhalt ist ok - sowohl in der Mechatronik und Elektrotechnik (Module, WR, Gesamtsystem) als auch in der Physik (Zellen, also festkörperphysik). Es sollte sich aber immer um ein Wahlfach handeln.
2.Einen nur auf PV bezogenen Studiengang halte ich für obsolet - auch an einer Fachhochschule wird breiteres Wissen vermittelt. So etwas könnte nur die Vertiefungsrichtung eines allgemeineren Studiums "regenerative Energieversorgung" sein - und ist es auch an verschiedenen Hochschulen.
3.Das Modell mit dem "Ausbildungsvertrag" gibt es in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten - dort heißt es Berufsakademie. Auch wenn wir von dort immer gute Leute bekommen, die bei uns weiter studieren: Das ist keine akademische Ausbildung, in der die Studierenden lernen, den Dingen auf den Grund zu gehen, Punkt.
Hochschulen müssen Generalisten ausbilden, die auch dann noch einen Job finden, wenn sich die Technik ändert. Gerade im Bereich der Energietechnik kann dies sehr schnell geschehen.
Hochschulen dürfen sich nicht von kurzfristigen Spezialbedürfnissen der Industrieunternehmen abhängig machen - dafür ist das System zu teuer. |
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Atommafia
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 534
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Verfasst am:
30.03.2008, 10:06 |
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Tach
| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Hochschulen müssen Generalisten ausbilden, die auch dann noch einen Job finden, wenn sich die Technik ändert. Gerade im Bereich der Energietechnik kann dies sehr schnell geschehen.
Hochschulen dürfen sich nicht von kurzfristigen Spezialbedürfnissen der Industrieunternehmen abhängig machen - dafür ist das System zu teuer. |
Statt Lehrerschwemme PV-Spezialistenschwemme
Dann gibt halt eine Menge Taxifahrer die bei den Fahrten über Solarzellen
reden können und den Fahrgästen erklären , warum fast die gesamte Zellenproduktion im Fernost stattfindet und in D nicht mehr konkurrenzfähig produziert werden kann.
MfG |
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