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 Elekt. "Strahlungen" bei Photovoltaikanlagen ? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
gero
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Angemeldet: 13.02.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 19:12 Nach oben

Hallo,
ich beschäftige mich zur Zeit mit der Planung einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 300 kWp.
Da sich die Anlage nur ca. 30 m von meinem Haus befinden würde, hätte ich die Frage, ob es bei Anlagen dieser Größe zu irgendwelchen "Strahlungen" bzw. elektr. Magnetfeldern kommen kann, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
Es würde mich freuen, wenn sich jemand findet, der hier Erfahrungen hat.
Gruesse gero
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Verfasst am: Nach oben

phenning
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 20:20 Nach oben

Natürlich entstehen kräftige elektrische und magnetische Felder - man hat es ja mit hohen Spannungen und Strömen zu tun. Während bei Mobilfunktelefonen und DECT-Geräten auf Grund der Pulsstruktur biologische Wirkungen immer noch nicht ausgeschlossen werden können, halte ich dies bei PV-Anlagen jedoch für unbedenklich.

Geh davon aus, dass sich in erster Näherung eventuelle Effekte quadratisch mit der Entferung abschwächen. 300 kW in 30 Metern Entfernung ist darum - etwa - genau so schädlich, wie 3 kW in 3 m Entfernung (gleiche Spannung, 100 facher Strom). Es ist hier im Forum wohl noch keiner damit aufgetreten, dass er nicht mehr schlafen könne, wenn er auf dem Dach über seinem Schlafzimmer eine 3 kWp-Anlage installiert hat.
Stoner
Vielschreiber
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Info: Betreiber
Angemeldet: 10.09.2007
Beiträge: 192
Wohnort: Bergkamen/NRW

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 20:29 Nach oben

Zitat:
Es ist hier im Forum wohl noch keiner damit aufgetreten, dass er nicht mehr schlafen könne, wenn er auf dem Dach über seinem Schlafzimmer eine 3 kWp-Anlage installiert hat.


Na wenn man schläft, produziert die Anlage in der Regel auch nicht..
Es sei denn man schläft nach der nachtschicht Very Happy Very Happy Very Happy

_________________
Gruß Sven Smile
---------------------------

4,4KwP bestehend aus:
22 Kyocera KC 200 GHT-2
SB 3800
Solarlog100
http://www.solarlog-home.de/familie-stein/
phenning
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Info: Betreiber
Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 20:33 Nach oben

Ist das jetzt ein Widerspruch zu meiner Aussage ? Very Happy

Mal Ernst beiseite:
Schlafstörungen (nachts) werden durchaus als Folge einer übertrieben starken Handynutzung (tagsüber) diskutiert.
Zehsar
Stammmitglied
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Info: Interessent
Angemeldet: 22.08.2007
Beiträge: 103

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 22:18 Nach oben

Vielleicht sollten wir uns auf diese Formulierung einigen:

"... nach den derzeitigen Erkenntnissen... "

Man muss unterscheiden zwischen biologischen Befindlichkeitsstörungen und medizinischen Wirkungen.
Weiterhin muss man differenzieren nach dem Energiegehalt. Die Strahlung einer PV-Anlage hat ganz sicher keine so hohe Energie emittieren, um eine Ionisierung zu erreichen, wie zum Beispiel radioaktive Strahlung, die ein aufbrechen der atomaren Bindungen bewirken, welche die Moleküle in den Zellen zusammenhalten.

Man weiß inzwischen, das nichtionisierende Strahlung diese Wirkung nicht hat, aber es hat sich gezeigt, dass auch diese Strahlung in einem biologischen System Störungen hervorrufen und die molekulare Bindungsenergie in den Zellen soweit schwächen kann, dass Krebspromotoren wie z.B. Zellgifte eine leichtere Arbeit haben DNS- Brüche herbeizuführen.

Elektromagnetische Wellen können biologische Wirkungen verursachen, die oft in Befindlichkeitsstörungen zu suchen sind. Sie lösen aber niemals direkt Krankheiten aus. Bei einem entsprechendem Langzeiteinfluss kann es aber zu einer Schwächung der Immunabwehr kommen, die immer nachteilige Folgen für die Gesundheit hat.

Man muss sich aber vor Augen halten: Alle Erkenntnisse sind statistischen Ursprungs und folglich je nach Interessenlage abhängig und manipulierbar.

Niemand hat je untersucht, welche biologische Wirkungen z. B. eine UMTS-Mobilfunkstation auf dem Dach oder an der Fassade mit einer in der Nähe vorbeführenden 110 kV-Leitung und einer Heizdecke oder dem schnurlosen Telefon auf dem Nachttisch hat auf Mann, Frau oder Hund oder Katze.
Sicherlich ist jede Wirkung für sich unbedenklich bis tolerierbar und letztendlich von der jeweiligen Dosis abhängig.
Die Wirkungen der PV-Anlage sei da eingeschlossen.

Die biologische Summenwirkung der elektromagnetischen Strahlung ist einfach noch nicht ausreichend beschrieben und erforscht. Diese Forschung wird n.m.M. nicht besonders forciert, weil die zu erwartende Ergebnissen wenig gewinnversprechend sind.

Über positive Wirkungen und dem Umgang damit kann man hier mal etwas lesen (Achtung O.T.): http://blog.realchemie.net/2007/09/05/agro-mafia-ethik/

Es gibt also keine abschließenden Erkenntnisse bzw. Ergebnisse über komplexere biologische Wirkungsmechanismen.
Vorsicht ist deshalb besser als Nachsicht und deshalb würde ich die Wechselrichter nicht unbedingt unter dem Bett betreiben, auch wenn sie noch so schön warm werden.

Z.
phenning
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 22:22 Nach oben

@Zeehsar: Du hast fast Recht. Ich glaube allerdings nicht an die These, dass Forscung da nichts brächte. Sondern das Problem scheint darin zu bestehen, dass nur ca. 1 % der Population elektrosensititv sind - und damit die Statistiken beliebig daneben liegen können. Solange wir keine Möglichkeit haben, die Gruppe der elektrosensitiven Personen herauszufinden und dort gezielte Studien zu betreiben, gibt es dafür kaum eine Lösung.


P.S.:
Leute, schaut mal den Thread "Bewerbung um den Europäischen Solarpreis" in "Diskussion über" an. Dort könnt Ihr Euch mal revanchieren für die Hilfe hier im Forum.
Zehsar
Stammmitglied
Stammmitglied


Info: Interessent
Angemeldet: 22.08.2007
Beiträge: 103

BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 23:24 Nach oben

Zitat:
...Sondern das Problem scheint darin zu bestehen, dass nur ca. 1 % der Population elektrosensititv sind - und damit die Statistiken beliebig daneben liegen können...


Richtig, weil eben die Statisken daneben liegen können, sind die 1% elektrosensitiven Lebewesen nicht signifikant. Frage mal Deine Katze, was sie zu DECT meint Mr. Green

Das Signifikanzniveau ergibt sich immer aus der jeweils gewählten Schwelle bzw. der Abstufung und ist abhängig von den willkürlich gewählten Kriterien.
Können also auch 99% oder 100% sein ... *grins*

Guck mal in den angegeben Link. Dann weist Du, was ich meine.

Z.
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1119
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 00:29 Nach oben

Ich stecke in der Thematik nicht wirklich drin, aber wird eine möglicherweise negative Beeinflussung nicht vor allem den Wechselfeldern zugesprochen, was ja dann im Normalbetrieb einer PV Anlage vor allem die Wechselstromseite betreffen müsste?

Und wenn demnach 300kW PV Leistung in 30m Entfernung Probleme bereiten, müssten dann nicht die EM Felder, die durchs ganz normale Haushaltsnetz erzeugt werden und in deutlich geringerer Nähe auftreten weit mehr Schaden anrichten?

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Heidjer
Öfters hier
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Info: Betreiber
Angemeldet: 21.11.2006
Beiträge: 20
Wohnort: Adendorf

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 10:24 Nach oben

Rolling Eyes
Hallo Leute, ein bisschen Physik schadet nun wirklich nicht bei der Betrachtung des Problems Laughing : Sowohl in den Modulen als auch in den Kabeln zu den Wechselrichtern fließt ausschlieslich Gleichstrom !! Somit gibt es dort auch keine elektromagnetischen Wellen Idea !
Es existiert dann lediglich ein statisches magnetisches Feld um die jeweilige Gleichstromleitung; werden Plus- und Minusleitung im engen Abstand parallel zueinander verlegt, kompensieren sich beide Magnetfelder (denkt mal an die "Rechte-Hand-Regel" im Physik-Unterricht)!

_________________
  • PV: 2,31 kWp / 1x SMA Sunny Boy 2500 / 11x SunTechnics STM 210 FWS
  • BHKW : Lion Powerblock Erdgas modulierend 2,5 - 16 kW th / 0,2 - 2,2 kW el
superhaase
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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 981
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 10:57 Nach oben

Heidjer hat Folgendes geschrieben:
Sowohl in den Modulen als auch in den Kabeln zu den Wechselrichtern fließt ausschlieslich Gleichstrom !! Somit gibt es dort auch keine elektromagnetischen Wellen Idea !

Das stimmt nun so auch wieder nicht.
Alle WR strahlen auch über die Gleichstromseite, also die PV-Module und die Kabel hierzu, elektromagnetische Felder im kHz-Bereich ab - wenn auch nur mit sehr geringer Leistung, da durch Filter weitgehend unterdrückt.
Das kommt durch die Taktung der Wechselrichterbrücke mit meist 16 kHz oder so.
Ferner schwingt bei trafolosen WR der PV-Generator mit Netzfrequenz oder auch doppelter Netzfrequenz mit und dürfte somit auch bei 50 bzw. 100 Hz etwas abstrahlen, was aber bei richtiger Erdung des Montagegestells auch gedämpft wird.

Ich sehe das aber als unbedenklich an - rein empirisch pragmatisch. Wink

ciao,
sh

_________________
10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=717
paybacktoday
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 26.04.2007
Beiträge: 430
Wohnort: Lauda-Königshofen

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 12:27 Nach oben

Hallo zusammen,

wenn ich euch jetzt richtig verstehe, dann habe ich unter einen Gestell das richtig geerdet ist und alle Schienen gute Verbindung haben, z.B. bei einer Kreuzmontage, dann habe ich unterm Dach keine großartigen Probleme da ich ja so eine Art Faradayschen Käfig über mir habe.

Aber selbst wenn man eine Strahlung von dem Generatorfeld hat ist es denke ich mal in 30m Entfernung nicht mehr so stark daß es schlecht für einen ist.

Ich hatte mal einen Fall mit einem Kunden, da war die Frau Elektrosensitiv und war gegen die PV-Anlage skeptisch, nun hat der Mann Sie überredet und die Anlage wurde gebaut. Laut Kundenaussage kann seine Frau jetzt besser schlafen wie vorher.

mfg Norbert
phenning
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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 19:08 Nach oben

@Cephalotus: Wechselfeldern von 50 Hertz werden keine biologischen Wirkungen nachgesagt. Bei Handys ist es vor allem die Pulsstruktur von ca. 300 Hz, die gewisse Wirkungen hat.

@Heidjer: Na, dann schau nochmal in das Physikbuch. Erstens können bei raschen Wechseln Sonne/Wolken erhebliche Zeitvariationen in den Ströme auftreten, also hat sich was mit statischen Feldern. Und zweitens ist das Solarkabel auf dem Dach in einer schönen Schleife verlegt (eine pro String). Das gibt eine sehr schöne Magnetfeldwirkung ins Dach hinein.

Zum Ausprobieren: Stell einen Kompass ins Dachgeschoss und miss mal, wie er sich im Laufe eines sonnigen Tages verändert.

Na und drittens: Siehe das Posting von superhaase.

@paybacktoday: "Eine Strahlung" vom Generator gibt es so pauschal nicht. Die Wirkung eines Faraday-Käfigs hat nichts mit Erdung zu tun, sie wirkt auch nicht gegen Magnetfelder, sondern nur gegen elektromagnetische Wellen mit Wellenlänge größer als 2 * Abstand der Gestellstangen.
superhaase
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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 981
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 17.02.2008, 11:47 Nach oben

phenning hat Folgendes geschrieben:
Wechselfeldern von 50 Hertz werden keine biologischen Wirkungen nachgesagt.

Kommt wohl auch auf die Stärke an.
Ich hab mal vor einigen Jahren was von einer Untersuchung gelesen, dass direkt unter einer 220kV-Leitung irgendwelche Verhaltensänderungen (mehr Agressivität wars glaub ich) von Insekten, insbesondere Bienen oder Wespen festgestellt wurden.
Allerdings weiß ich jetzt nicht, inwieweit das von anderer Stelle bestätigt oder widerlegt worden ist.

Ich möchte jedenfalls nicht eine 220kV-Leitung direkt über meinem Haus haben - obwohl ich "Elektrotechniker" bin und Strom "liebe". Wink

ciao,
sh

_________________
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phenning
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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 19:21 Nach oben

Hmm, ich möchte auch nicht da wohnen, wo die Bienen aggressiver sind ....

Natürlich kommt es auf die Stärke an. In 5 mm Entfernung ist das sogar lebensgefährlich Aber wie gesagt: bei Menschen werden in den einschlägigen Nachrichten eigentlich keine biologischen Effekte von 50 Hz diskutiert.

Als Patentlösung gegen Wespen kann ich übrigens Hornissen empfehlen. Wir haben welche im Garten, die sich auch schon mal die Wespen in der Weinrebe über der Terrasse schnappen. Da trinkt man in Ruhe seinen Tee, und plötzlich fällt eine _halbe_ Wespe von oben herunter
hgf1948
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 25.04.2006
Beiträge: 454
Wohnort: Am Ammersee

BeitragVerfasst am: 19.02.2008, 01:22 Nach oben

phenning hat Folgendes geschrieben:
Hmm, ich möchte auch nicht da wohnen, wo die Bienen aggressiver sind ....

Als Patentlösung gegen Wespen kann ich übrigens Hornissen empfehlen. Wir haben welche im Garten, die sich auch schon mal die Wespen in der Weinrebe über der Terrasse schnappen. Da trinkt man in Ruhe seinen Tee, und plötzlich fällt eine _halbe_ Wespe von oben herunter

Wespen an Weinstöcken auf unserer Terrasse kann ich auch beklagen.
Wie komme ich jetzt zu Hornissen (nicht nur gelegentlich ein einzelnes Exemplar), damit die Wespen uns nur noch halbiert aufsuchen Question

Gruß hgf

_________________
6,45 kWp, 30 Sanyo HIP-215NHE, 3 SMA SB 2100TL, SL800e, Inbetriebnahme 17.12.2007
Azimut 180°, Neigung 40°, Verschattungen (Gaube, 2 Kamine, 3 Bäume)
http://www.solarlog-home.de/essencepur
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