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 ÜWAG Fuld mit neuen Knüppeln... Nächstes Thema anzeigen
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Autor
solarbürger
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Angemeldet: 14.09.2006
Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 26.12.2007, 22:49 Nach oben

Das Überlandwerk Fulda fährt zum Beginn des nächsten Jahres (2008) einen neuen Knüppel gegen die Erzeuger von saubererm Solarstrom auf. Diesmal sollen die monatlichen Abschlagszahlungen nicht mehr gleichmäßig erfolgen sodern entsprechend den Erwartungen des jeweiligen Monats.
Konkret bedeutet die, das die ÜWAG Netz im in den ersten und letzten Monaten des Jahres nur geringe Abschläge zahlen will, im Sommer denn mehr. Für Anlagenbetreiber, die monatlich ihre Kredite bedienen müssen kann dies in 2008 zu Problemen führen.
Ich werde dies nicht akzeptieren. Gibt es Erfahrungen mit derartigen Abläufen? Bitte um Ratschläge...

(Ich betreibe einen eigenen Zähler...)
Danke

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BeitragVerfasst am: 26.12.2007, 23:12 Nach oben

Moin solarbürger,

wenn du keinen gegenteiligen Vertrag mit dem EVU hast, wirst du das wohl akzeptieren müssen, denn die Abschlagszahlung ist dann freiwillig.

Deine Alternative ist eine monatliche Rechnung und die würde dann ja auch nur über den tatsächlich erzielten Ertrag lauten dürfen.

Da bleibt dann nur in den ertragreichen Monaten Geld für die anderen Monate zurück zu legen.

Gruß von der Küste
Roman

PS: und sich überlegen ob man von diesem EVU noch seinen Strom beziehen will sowie man das noch tut.

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Beiträge: 518

BeitragVerfasst am: 27.12.2007, 10:02 Nach oben

Hallo,

ich denke, da wird es wenig Möglichkeiten geben, dieser Änderung zu widersprechen. Die EVU´s wollen halt keinen "Kredit" vergeben sondern möglichst zeitnah den tatsächlich produzierten Strom vergüten. In Summe kommt hier für die EVU´s auch ein beträchtlicher Betrag zusammen. Für die "Großen" wahrscheinlich dank der guten Gewinne kein Problem. Für Kleinere wird das aber schon mehr ausmachen.

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Grüße
Dieter
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BeitragVerfasst am: 27.12.2007, 13:22 Nach oben

es kommt auf einen Versuch drauf an. warum soll die Abrechnung des Bezuges anders sein als die der Lieferung? Der Stromverbrauch ist auch nicht gleichmäßig. Es gibt da einen Grundsatz der Gleichbehandlung.

Der SFV hat das mal so formuliert: http://www.sfv.de/lokal/mails/sj/abschlag.htm wobei der Text aber in beide Richtungen interpretiert werden kann.

Einer Betroffenen kann ja mal den SFV anschreiben und fragen, was sie von der Sache halten.

Sonnige Grüße
Harald

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BeitragVerfasst am: 27.12.2007, 13:34 Nach oben

Hallo,
sehe hierin absolut kein Problem. Habe es mehr oder weniger sogar bereut, mich nicht für die monatliche Abrechungsvariante entschieden zu haben. Die Abschlagszahlung seitens des Abnehmers ist sowieso knapp bemessen, zumindest bei mir. Stehe derzeit mit über 800 Euro im Plus. Was in den ertragsreichen Monaten aufläuft, wird halt in den übrigen abgezogen. Was solls

Grüße
schoenma
germanfarmer
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BeitragVerfasst am: 27.12.2007, 13:47 Nach oben

...ich finde das nicht dramatisch, die "Erntezeit" ist nun einmal der Sommer und dann gibt es eben auch das Geld für die "Ernte...
...und mit dem Erlös der "Ernte" musst Du dann über das Jahr kommen...
...fast wie in der Landwirtschaft...

Gruß
germanfarmer

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BeitragVerfasst am: 27.12.2007, 14:04 Nach oben

Sehe das auch nicht schlimm an.

Ich nenne das mal Marktwirtschaft, die EVUs können auch rechnen.
Der eine verkauft dam anderen etwas und erhält innerhalb 14 Tagen sein Geld, nicht viel mehr Geld und nicht viel weniger Geld.
Das ist insgesamt OK.

Wer seine Anlage vernünftig finanziert hat, der hat damit keine Probleme.

Wer mit der Bezahlung nach Ertrag nicht einverstanden ist, könnte ja eine mtl. Rechnung schreiben, was im Ende auf das gleiche rauskommt, jedoch Aufwand verursacht.

Entscheidend ist wie viel das EVU im Jahr als Ertrag (kWh/kWp) ansetzt, dieser Wert sollte dem letztem Jahr / Mittelwert entsprechen.
Ostfriesenstrom
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Beiträge: 858
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BeitragVerfasst am: 27.12.2007, 23:35 Nach oben

Moin solarbürger,

habe das mal beispielhaft mit meinen Jahresdaten dargestellt:

Image

wie man sieht entstehen nur in den ersten und letzten beiden Monaten ein Minus, in allen anderen Monaten würde ich mehr bekommen als mit meinem momentanen Abschlag.

Wobei in diesen vier Monaten bei meiner Anlage noch zu berücksichten ist, dass von Mitte November bis Mitte Januar eine Verschattung, im Extrem der gesamten Module, besteht und so der Ertrag noch niedriger ist, als durch das Wetter bedingt.

Es sollte also kein Problem sein in den übrigen Monaten des Jahres das nötige Geld zurück zu legen.

Gruß von der Küste
Roman

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Beiträge: 149

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 12:43 Nach oben

hallo solarbürger,

in hinblick auf die kredite ist das gar kein problem, wenn man das projekt
voher vernünftig durchgerechnet hat.

meistens ist bei den banken ein ganzes oder halbes tilgungsfreies
jahr vorgeschalten. wenn man nun das geld aus der einseisevergütung
nicht anderweitig ausgibt, sondern auf einem separaten konto beläßt,
dürfte es keine schwierigkeiten geben. die gibt es nur dann, wenn man
die anlage zum beispiel voll finanziert hat und nur 10 jahre laufzeit nimmt.
dann sollte es einem aber auch klar sein, dass man gegebenenfalls
was dazulegen muss.

bei großen anlagen gibt es gar keine alternative zur ist-abrechnung und
ist absolut üblich. da bezahlt der energieversorger immer die tatsächlichen
erträge.

wenn du dir voher die finanzierung vernünftig durchgerechnet hast,
gibt es sicher keine probleme durch den unterschied monatlich gleiche
abschläge oder ist-abrechnung.

wie und wo hast du denn die anlage finanziert?
laufzeit, zins und besicherung?

pv-fan
solarbürger
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Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 18:38 Nach oben

Vielen Dank für die Vielzahl an bisherigen Antworten.
Meine Wut richtet sich daher gegen das vorgehen dieses Stromversorgers, da bereits in der Vergangenheit die Betreiber von EEG Anlagen immer wieder Knüppel in die Beine geworfen bekamen. Ganze Aktenordner könnte man damit füllen.
Es war ein langer Kampf, bis die überhaupt einen eigenen Stromzähler akzeptierten, dann nochmals ein langer Kampf bis Abschlagszahlungen von denen akzeptiert wurden...
Die sollten sich in der Tat mal an die Gleichbehandlung zu Strombeziehern halten.
Sollten die keine Abschlagsregelung akzepieren so werde ich den Laden mit täglichen Rechnungen zuschütten. Es steht doch nicht geschrieben, dass Rechnungen monatlich zu stellen sind... Da ich täglich an deren Geschäftsstelle vorbei komme, werde ich also 365 einzelne Rechnungen in 2008 in deren Briefkasten werfen. Aufgrund starker Protetet in unserer Region überlegen wir derzeit diese Rechnungsflut als Protest vieler Anlagenbetreiber in 2008 zu starten. Zum Wechsel des Stromversorgers: dies hat natürlich schon stattgefunden.
Meine Frage an alle: Ist ein derartiges Vorgehen novh von anderen Netzbetreibern bekannt - oder geht die ÜWAG hier (wieder) einmal den Weg des Negativvorreiter ???

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BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 20:01 Nach oben

solarbürger hat Folgendes geschrieben:

Sollten die keine Abschlagsregelung akzepieren so werde ich den Laden mit täglichen Rechnungen zuschütten. Es steht doch nicht geschrieben, dass Rechnungen monatlich zu stellen sind... Da ich täglich an deren Geschäftsstelle vorbei komme, werde ich also 365 einzelne Rechnungen in 2008 in deren Briefkasten werfen. Aufgrund starker Protetet in unserer Region überlegen wir derzeit diese Rechnungsflut als Protest vieler Anlagenbetreiber in 2008 zu starten.


Sehr schöne Aktion - voll dafür Laughing Aber bitte das Zahlungsziel penibel überwachen und gleich am nächsten Morgen die Mahnung dazu - wenn schon dann richtig.

Daumendrückende Grüße
harald

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BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 21:06 Nach oben

Tach
solarbürger hat Folgendes geschrieben:
Für Anlagenbetreiber, die monatlich ihre Kredite bedienen müssen kann dies in 2008 zu Problemen führen.
Ich werde dies nicht akzeptieren. Gibt es Erfahrungen mit derartigen Abläufen? Bitte um Ratschläge...

(Ich betreibe einen eigenen Zähler...)
Danke



der Bank erklären das im Winter ca 4 Monate weniger gezahlt wird, dafür in den Sommermonaten mehr


MfG
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Beiträge: 628

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 21:23 Nach oben

Tach
solarbürger hat Folgendes geschrieben:

Die sollten sich in der Tat mal an die Gleichbehandlung zu Strombeziehern halten.


Wozu ?
Man liefert ja als PV-Anlagenbetreiber Strom, zB ein Vergleich: Handelsgeschäfte unter Kaufleuten und Handelsgeschäfte zwischen Kaufmann und Endverbraucher

Wenn man seitens der erneuerbaren Energien die Stromversorgung
übernehmen will , dann kann es nicht an einigen wenigen scheitern die sich ggfs finanziell übernommen haben und noch nicht einmal 2 Monate überbrücken können etc

Die Änderung des EEG-Umlageverfahrens von quartalsweise auf monatsweise folgt aus der EEG-Novelierung im Jahr 2004


Beim VDN gibt es auch Informationen dazu
http://www.vdn-berlin.de/eeg_profilwaelzung.asp

MfG
solarbürger
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Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 29.12.2007, 21:10 Nach oben

Es geht hier nicht darum wie einzelne Anlagenbetreiber ihre Anlagen finanziert haben. Dies war nur ein Beispiel. Es geht darum wie dieser Stromversorger sich immer wieder neues enfallen läßt um eeg Anlagenbereiber zu behindern oder gar zu blockieren. Wenn ich die bisherigen Rückmeldungen recht verstehe ist die ÜWAG hier erneut ein Vorreiter im negativen Sinn - und dies ohne Not. Man könnte auch fast sagen: "Aus Tradition blockierend..." In dem osthessischen Versorgergebiet der ÜWAG Fulda gibt es nach Unternehmensangaben mehr als 1700 PV Anlagen mit einer gesamtleistung von 22 MW. Es wurden also bereits über 100.000.000 € in der Region in PV Anlagen investiert. Dies ist ein enormer regionaler Wirtschaftsschub. Unzählige Arbeitsplätze leben hier bereits von der Photovoltaik. Millionen von Euro die in dieser Region gebunden wurden und nicht in Immobilienfonds in Dubai oder sonstwo fließen... Und dann dieser starre "Dino ÜWAG"... Das ist ärgermich. Aber die inbvestieren nun auch in Energieerzeugungsanlagen: in neue Kohle und Gaskraftwerke - weit weg von der Region Osthessen. Zur Vervollständigung sei aber noch gesagt: Ein Tochternunternehmen der ÜWAG (Synenergie) hat im vergengenen Jahr auch einiges in PV investiert...

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