Frankreich braucht Strom aus Deutschland

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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon Cruso » 09.02.2012, 01:49

So billig ist bei denen der Strom gar nicht, bei den Rückbaukosten haben die sich gewaltig verkalkuliert.
Geht der Winter nur noch eine Woche so weiter, bekommen die eine nette Rechnung zusammen.
In den Deutschland werden ja schon die letzten Reserveblöcke Mannheim) an der franz. Grenze angeworfen um auszuhelfen.

http://www.schwaebische.de/wirtschaft/a ... 04442.html
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon Weidemann » 09.02.2012, 08:57

@nautica: Die Heizungen der Franzosen sind ja gerade KEINE Speicherheizungen! s.o., sie gefährden also die Netzstabilität in ganz Europa!

energyturnaround hat geschrieben:Warum macht man denn aus dieser Situation einen Generalangriff gegen AKWs? Die AKWs in Frankreich laufen doch, oder nicht?

Die Franzosen haben zur Zeit einfach einen zu hohen Stromverbrauch infolge der großen Anzahl von Elektroheizungen. Wenn Frankreich mit 100% EEs ausgestattet wäre, dann wäre das Problem genauso vorhanden.

Ich finde die Häme unangebracht und wenn wir statt in PV in Kohle investiert hätten, könnten wir genauso Strom nach Frankreich exportieren. Dann würde sich hier keiner freuen, oder?

Ganz einfach, bei 100% EE hätten die Franzosen keine Radiatoren mehr sondern vernünfitige Heizungen.
Wenn wir in Kohle investiert hätten... haben wir aber nicht!?

Das wird ein harter Weg in Frankreich... da haben wirs deutlich besser.
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon eggis » 09.02.2012, 09:30

energyturnaround hat geschrieben:Die AKWs in Frankreich laufen doch, oder nicht?

Bei 2 ct/kWh subventionierten Erzeugungskosten und Börsenpreisen von über 20-200 ct/kWh machen die zu Zeit ´nen fetten Reibach. :D
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon donnermeister1 » 09.02.2012, 09:52

energyturnaround hat geschrieben:...
Außerdem: Mal eine Frage an die Speicherheizungsexperten: Werden die einfach immer nachts (automatisch) eingeschaltet (früher war ja der Nachtstrom immer billiger, wegen der hohen Grundlastkapazität) oder haben die eine Steuerung über die man die remote steuern kann. Nur dann würden sie vielleicht ein wenig zur "Entlastung des Stromnetzbetriebs" beitragen. und selbst das ist schon eine gewagte These.


Das ist unterschiedlich. Nachtstromspeicherheizungen werden mit Schaltuhren oder Rundsteuerempfängern geschaltet. Bei denen mit Schaltuhren kann man von außen nix steuern, die schalten immer nur stur nach der Programierung. Bei denen mit Rundsteuerempfänger kann der VNB nach Gusto ein- und ausschalten.
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon GAST » 09.02.2012, 11:17

donnermeister1 hat geschrieben:
energyturnaround hat geschrieben:...
Außerdem: Mal eine Frage an die Speicherheizungsexperten: Werden die einfach immer nachts (automatisch) eingeschaltet (früher war ja der Nachtstrom immer billiger, wegen der hohen Grundlastkapazität) oder haben die eine Steuerung über die man die remote steuern kann. Nur dann würden sie vielleicht ein wenig zur "Entlastung des Stromnetzbetriebs" beitragen. und selbst das ist schon eine gewagte These.


Das ist unterschiedlich. Nachtstromspeicherheizungen werden mit Schaltuhren oder Rundsteuerempfängern geschaltet. Bei denen mit Schaltuhren kann man von außen nix steuern, die schalten immer nur stur nach der Programierung. Bei denen mit Rundsteuerempfänger kann der VNB nach Gusto ein- und ausschalten.


Hallo,
früher war es tatsächlich so das immer Nachts und irgendwie ab nach der Mittagsspitze für etwa 2-3 Stunden Niedertarifstrom gab.
Bei den neueren Tarifen gibts den RSE und eine Garantie für mind. xStunden Strom zum günstigen Preis...aber das evtl. zu wechselnden Zeiten...

Also sind die frz. Stromverbraucher wie die deutsche Industrie....wer viel verbraucht entlastet die Netze....vor allem wenn alle Kraftwerke auf Höchstlast laufen....kopfschüttel...

gruß
Jörg
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon BlackInventor » 09.02.2012, 12:24

Das wäre vielleicht so, wenn die Last auf wenig gefragte Bereiche zu verschieben wäre, aber zur Zeit gibt es doch round the clock zu wenig Strom, da hilft auch das speichern nicht.

Außerdem: Mal eine Frage an die Speicherheizungsexperten: Werden die einfach immer nachts (automatisch) eingeschaltet (früher war ja der Nachtstrom immer billiger, wegen der hohen Grundlastkapazität) oder haben die eine Steuerung über die man die remote steuern kann. Nur dann würden sie vielleicht ein wenig zur "Entlastung des Stromnetzbetriebs" beitragen. und selbst das ist schon eine gewagte These.


Hallo,

ich habe (leider) Speicherheizungen zuhause stehen, da Öl oder Gas für mich bautechnisch und ökonomisch nicht in Frage kommt.
Ich regel das im Moment so, dass ich die Grundlast mit Holz decke und je nach Wärmebedarf die E-Heizungen zuschalte.
In den Niedertarifzeiten lass ich diese auf ein Minimum aufheizen (ausser der Wetterbericht meldet einen sonnigen Folgetag wie z.Zt.) für den absoluten Minimalbedarf und sollte meine PV-Anlage genug bringen werden sie bei eher dunklen Tagen nach und nach voll aufgeladen, an sonnigen Tagen auch gleichzeitig.

Ich muss zugeben das die Möglichkeit jeden Heizkörper einzeln anzusteuern mit Investitionskosten verbunden war, macht sich aber bezahlt und mir irgendwie auch Spaß wenn ich meine Eigenverbrauchsquote sehe :D

Im Moment läuft das leider noch manuell über die Regler/Verteilereinheit aber ich hoffe inständig das endlich mal dieser SMA Home Manager auf den Markt kommt, meine Frau ist nämlich schon ganz schön genervt vom ewigen Pv-Leistungschecken und aufheizen lassen. Noch tut sie sichs an :roll: :danke:
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon energyturnaround » 09.02.2012, 15:57

Weidemann hat geschrieben:Ganz einfach, bei 100% EE hätten die Franzosen keine Radiatoren mehr sondern vernünfitige Heizungen.
Wenn wir in Kohle investiert hätten... haben wir aber nicht!?

Das wird ein harter Weg in Frankreich... da haben wirs deutlich besser.


Du wirst doch selbst zugeben, dass das gerade großer Unsinn war, oder?
Was haben Radiatoren mit EEs zu tun :roll: Ich kann eine Wärmepumpe mit AKW-Strom, mit Wind-Strom oder mit Kohlestrom versorgen.

"Wenn wir in Kohle investiert hätten... haben wir aber nicht!?" Ich wollte nur das Argument vowegnehmen, was bestimmt gekommen wäre: Hätten wir nicht in PV investiert könnten wir jetzt nicht uns selbst und die Franzosen versorgen.
Das stimmt natürlich nur zum Teil, weil es hier rein um ein kapazitives Problem geht, was man genauso über neue Kohlekraftwerke hätte lösen können.


Es geht doch nur darum, dass das ein reines Problem von unkluger Stromverwendung ist (lieber Wärmepumpen und BHKW statt Radiatoren) als ein Proble mit franz. AKWs.
Die Schadenfreude ist unangebracht und unklug. Es hat einfach rein gar nichts mit PV zu tun.
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon cephalotus » 09.02.2012, 17:24

Mühli hat geschrieben:Wieviel kostet denn Haushaltsstrom in Frankreich? Ist der so spottbillig? Ne Wärmepumpe rechnet sich doch immer?!?


Das schöne an Radiatoren ist, dass man sich das ganze Heizverteilsystem sparen kann, also kein Kamin, keine Heizleitungen, keine Heizungspumpe, keine Heizkörper, fällt alles weg, das ist sehr viel Geld.

Ein Radiator kostet vielleicht 50-100 Euro und den stöpselst Du an die Steckdose.

Wohnungen in Paris kosten schon mal 10.000 Euro pro m². Wenn Du dort ein Heizungssystem hast, das 1m² Stellfläche braucht, dann kostet Dich nur diese Stellfläche schon 10.000 Euro.

Darüber hinaus nutzt Dir eine Luftwärmepumpe bei -15°C (und meinetwegen +50°C auf der warmen Seite) auch herzlich wenig, die unterscheidet sich da in der Effizienz kaum mehr von der direkten E-Heizung.

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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon cephalotus » 09.02.2012, 17:26

Estomil hat geschrieben:Nicht wenn er durch unverantwortliches Handeln den zusammenbruch des ganzes systems verursachen kann!
Absolute idioten!


Es würde genügen, den Strom dann ggf. für einige Stunden abzuschalten. In Deutschland ja ein übliches Verfahren bei Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Im Ggenzug bekommt man als Kunde billigere Tarife.

Im Notfall würde ich lieber alle Heizungen vom Netz trennen (auch außerhalb der vertraglichen Vereinbarung) als einen kompletten blackout zu riskieren.
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Re: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Beitragvon cephalotus » 09.02.2012, 17:30

bskf hat geschrieben:Ich halte ebenfalls nichts davon, Verbote für bestimmte Heiztechniken auszusprechen. Ein Wechsel von heute auf morgen ginge vielleicht nicht. Ich bin allerdings sicher, dass von einem auf den nächsten Winter verdammt viele umstellen würden, müssten sie realistische Stundenpreise zahlen.


Ganz im Gegenteil. Bei Lastvariablen Tarifen halte ich Heizen mit Strom für eine der besten Lösungen in naher Zukunft. Strommangel ist weit seltener als Stromüberschüsse.
Ein gewisser themrischer Speicher über einige Stunden ist sinnvoll (WW-Boiler, Nachtspeicher therm. Masse des Gebäudes) und im Idealfall hätte man noch nen kleinen Holzofen, der in so seltenen Situationen wie jetzt zum Einsatz käme.
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