Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

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Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Michael05 » 03.09.2011, 14:50

Hallo Allerseits,

im Zuge unserer PVA-Installation wird auch unser 200m² Flachdach "neu gedeckt".

Bei der ganzen Angebotsreiterei, wurde mir von einem Dachdecker auch eine Flachdachisolierung empfohlen. Diese Isolierung wäre 160mm stark und hätte einen Wärmeleitwert von 0,35.

Da es hierbei um einen Mehrpreis von etwa 9000€ geht, sind wir nun am überlegen, ob es sinnvoll ist dieses noch zusätzlich durchführen zu lassen.

Momentan haben wir zwischen den Sparren der Zimmerdecke 200mm Klemmfilz mit WGL40 und eine Dampfsperre Raumseitig installiert.

Hier ein kleines Bild zur Veranschaulichung:
Bild


Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, ob es sich lohnt die Mehrkosten zu investieren.

Danke und viele Grüße,
Michael

P.S. Unser Dach hat eine Fläche von 200m² - Kosten ohne Dämmung 19000,--€ / Kosten mit Dämmung 28000,--€
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon arberrad » 03.09.2011, 15:04

Ich habe eine änliche Dachsanierung durchgeführt und spare jetzt jedes jahr 1500l Heizöl.Kann ich dir nur entfehlen.Dein Geld hast in 10 Jahren wieder reingespart.
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.09.2011, 15:07

Hallo,

in zusätzliche Dämmung zu investieren lohnt sich eigentlich immer.
Der Horizont der Leute bewegt sich aber meist keinesfalls weiter als 5-10 Jahre.
Häuser stehen aber etwas länger.
Was ist das für eine Dämmung die dir angeboten wurde ? WLG 035 klingt nach Glaswolle, Steinwolle oder Styropor ?
Es gibt auch noch Besseres auf PU-Basis bis zu WLG 02x. Ist allerdings schon teurer.
In deinem Fall denke ich über den ungedämmten Zwischenraum ? nach. Im Prinzip dämmt stehende Luft nämlich auch recht gut, Da dürfte allerdings dann kein Luftdurchsatz durch den Zwischenraum stattfinden. Kann man nicht eine Dämmung noch in den Zwischenraum einbringen ? Z.B.: Glas- oder Steinwolle WLG 035 ? Oder kommt man wegen Lattung/Schalung da nicht mehr ran ?
Falls man rankommt, das wäre meiner Ansicht nach die beste Lösung um die Luft dort zu beruhigen und für 180mm Glaswoole WLG035 sind wir von den reinen Beschaffungskosten bei etwa 7 € / qm. Könnte man auch noch selber machen wenn das Dach abgedeckt ist. Soviel Arbeit ist das nicht.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Michael05 » 03.09.2011, 15:41

Hallo

also die Dlämmplatte steht als Flachdachdämmplatte 160mm stark, kPa 150, EPS 035 im Angebot, Wenn ich nachgoogle, kommt dabei eine expandierte Polystyrol-Platte heraus (EPS-Hartschaum).

Alternativ hatte ich auch an eine zusätzliche Lage Klemmfilz über der bestehenden gedacht. Doch dies müsste dann von oben erfolgen zumal gerade in dem Bereich wo die zwei Sparren (oben und unten) zusammenkommen, relativ wenig Platz ist. Da die Unterschalung von unten sehr gut ausgesehen hat, bedeutet dies, diese an mehreren Stellen zu öffnen. Zumal es wohl nicht langt, die Rolle nur durch die kleinen Öffnungen in den Zwischenraum zu legen und aufzuscheiden, denn die rollt wahrscheinlich überall hin, nur nicht da hin wo sie soll.

An Einblasdämmung hatte ich auch schon gedacht, die kann ich dann auch noch später durchführen, da wir jetzt parallel auch noch das Haus einpacken mit Wärmedämmung.

Gruß
MIchael
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.09.2011, 15:53

Hallo Michael,

falls es so ist dass die Dachsparren von oben während der Erneuerung freigelegt werden, würde ich empfehlen dann etwas mit dem Zwischraum bezüglich Dämmung zu tun. Sicher könnte man später auch noch Dämmung einblasen. ich denke aber das kommt im Endeffekt dann ein Stück teurer. Da in den Zwischenraum eine Dämmung reinzuklemmen ist im Prinzip mit 2 Leuten an einem Tag erledigt.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Michael05 » 03.09.2011, 16:05

Hi Klaus,

geplant wurde nur, die alte Repanolschicht zu entfernen und dann auf die Lattung den neuen Belag drauf zu machen.

Bei einer Dachfläche von 10x20m müsste ich dann etwa alle 3,5 auf der Länge (somit mit Anfang und Ende insgesamt 7) Öffnungen der Schalung erstellen um da rein zu kommen.

Es hört sich zumindest nicht ganz so easy an. Das Verlegen stell ich mir jetzt auch nicht so problematisch vor, nur das rankommen halt.

Michael
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.09.2011, 16:21

Nagut :D
, jetzt habe ichs erst richtig verstanden, es müsste also die bestehende Schalung von oben an diversen Stellen geöffnet werden.
Das ist dann allerdings etwas schwieriger, da solltest du jetzt mal rechnen, auch mit deinem Handwerksbetrieb zusammen bezüglich dem Aufwand was da das Beste ist. Bestimmt hat der da auch einen Vorschlag bezüglich einer Dämmung des Zwischenraumes. Oder, eventuell kann dir ja da jemand gleich wenn die Schalung freiliegt eine Einblasdämmung reinmachen. Mit denen kenne ich mich allerdings nicht aus. Ich würde allerdings immer noch dazu tendieren eher mit dem Zwischenraum irgendwas zu machen als auf dem Dach.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Michael05 » 03.09.2011, 16:50

Der Zwischenraum ist auch mein Favorit, da ansonsten die Attika ja auch angepasst werden muss....

Net einfach ....

Gruß
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon hundertprosolar » 03.09.2011, 17:36

Moin,

@ Michael:
Bitte beachte bei der gesamten Aktion, dass vom Grundsatz her die "Dampfdiffusionswiderstandszahl μ" der Dämmstoffe von innen nach außen gesehen möglichst abnehmen sollte. Siehe hierzu diese Seite: http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/. Da kannste ja mal die Konstruktion (zumindest grob OHNE das Gebälk) eingeben und prüfen, ob irgendwo Kondensation auftreten könnte.

Das wird in erster Linie von dem bereits vorhandenen Dämmstoff (200mm WLG40) abhängen, nämlich wie groß DESSEN μ-Wert ist. Wenn dieser deutlich kleiner ist als der Wert vom geplanten EPS (handelsüblich Styropor), kann es Dir passieren, dass Du Dir auf Dauer ein "Nassdach" schaffst und richtig Kosten entstehen können.
Das, was Du in Deiner Zeichnung als Damp"sperre" titulierst, ist in Wirklichkeit auch nur eine Dampf"bremse", lässt also (in hinreichend geringem Maße) auch Wasserdampf durch. :wink:
Sonnige Grüße von 100% Solar (Michael)
hundertprosolar
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Re: Zusätzliche Dachdämmung empfehlenswert?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 03.09.2011, 20:36

ja, viele Leute machen das Alles ganz prima und legen dann zum Schluß oben als Dachhaut außen Bitumen oder Stahblech oder sonstwas drauf. :D Eben ezwas was regendicht und meist auch diffusionsdicht ist.
Ist ja hier auch so vorgesehen. Wenn das Dach nach oben also weitgehend diffusionsdicht ist, wovon ja hier auszugehen ist, muss zwischen der Dämmung und dem Dach, also im Zwischenraum über der Dämmung und unter dem Dach noch für Luftdurchsatz von Außen (Hinterlüftung) gesorgt werden. Das hätte aber eigentlich im jetzigen Zustand auch schon so sein müssen. :D Vielleicht ist es ja so.
In dem Moment wo man aber eine Hinterlüftung unter der Dachhaut hat, kann man oben drauf dämmen was man möchte, das schadet zwar nichts, bringt aber nach der Hinterlüftung auch nichts mehr an zusätzlichem Dämmwert.. Noch ein Argument welches gegen eine Aufdachdämmung hier spricht.
Glas- oder Mineralwolle auf derselben im Zwischenraum gelegt ist aber bestimmt kein Thema.
Der U-Wert Rechner ist übrigens eine feine Sache, nutze ich auch schon länger.

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