fischi hat geschrieben:Hallo,
also ich sehe die Zukunft in Wasserstoff als Verbrennungsmotor,
da kannst Du Dich mit BMW zuammen tun, wobei ich deren "Projekte" in der Hinsicht als reine Werbe- und Imageträger einstufe ohne den Willen oder die Kompetenz, daraus irgendwann mal was Praxistaugliches bauen zu können.
schon aus dem Grund da Wasserstoff einen ca.3 fachen Heizwert wie Benzin hat.
Blöderweise macht sich ein Auto mit gigantischem Wasserstoffballon hinten dran nicht so gut und sobald Tanks ins Spiel kommen (600bar Hochdruck, Vakkuumgekühlte Flüssigtanks oder gar Metallhydridspeicher) siehts mit der Energiedichte im Vergleich zu Benzin ganz, ganz gruselig aus.
Ok, Akkus sind auch nicht besser.
Prinzipiell ist Benzin nun mal der perfekte Energieträger für Fahrzeuge und wäre er unendlich vorhanden und könnte nebenwirkungsfrei verbrannt werden würden wir auch niemals andere Fahrzeuge entwickeln.
Blöderweise ist das halt nicht der Fall.
Wasserstofantrieb:
1. Geringeres Gewicht gegenüber Hybrid oder Elektroautos (die Akkus sind sau schwer)
Kommt auf den "Tank" an. Große Unterschiede zum Li-Ionen Akku gibt es da nicht.
2. Man kann die Reichweite von Wasserstoff drastisch verlängern in dem man die Abwärme (Kühlung/Abgas) in Strom umwandelt (Sebeck-Effekt)
Seebeck hieß der Gute und haargenau dasselbe könnte man mit heutigen Verbrennungsmotoren auch machen, nur bringt es so gut wie nix.
Ob aus den 20% im Wasserstoffottomotor dann mit Thermoelement 21% werden halte ich für weitgehend irrelevant im Vergleich zu den 90%, die der Elektromotor schafft. (ohne vorher noch Strom in speicherfähigen Wasserstoff verlustreich umwandeln zu müssen)
und das Wasser im Auspuff wieder zu Wasserstoff umwandelt, den reinen Sauerstoff der Verbrennung zu führt (saubere Verbrennung/ besserer Wirkungsgrad)
...und das ganze dann als Perpetuum mobile und fertig ist das Wasser-Auto ;-)
3. in 20 Jahren wissen die wenigsten was sie mit ihren PV-Anlagen machen sollen, Wasserstoff herstellen (Regenwasser), spricht kostenlos Auto fahren. Das ist doch etwas.
Eine Elektroauto kann ich mir heute kaufen und sehr einfach zuhause ans Stromnetz anstöpseln.
Ein käuflich erwerbbares Wasserstoff nutzendes KfZ wüsste ich gerade nicht und ich hätte jetzt auch wenig Lust, nochmal grob 1 Mio. € für einen Hochdruckelektrolyseur + Kompressorstation + Tank + "Zapfsäule" zu investieren.
Das Kabel fürs Elektroauto kostet 10€ und ich bekomm es im nächstbesten Baumarkt.
4. Ich denke Wasserstoff kann auch, Gas oder Heizöl ersetzen, beim heizen, dazu noch eine Solaranlage. Umweltfreundlicher gehtes ja nicht mehr.
Ich heize in Zukunft ein Passivhaus lieber mittels Wärmepumpe und billigem Überschussstrom aus Windkraftanlagen.
Das funktioniert wenigstens und ist ziemlich günstig.
Ein energieautarkes Haus basierend auf Wasserstofftechnologie wurde mal in Freiburg errichtet. Kosten waren, glaube ich, 4 Mio. DM.
Was daran umweltfreundlich sein soll ist mir auch nicht klar. Alleine die Anlagentechnik schluckt wohl deutlich mehr an Ressourcen und Energie als ein Passivhaus mit gewöhnlicher Gasheizung in 100 Jahren benötigen würde.
Bis jetzt hat der Wasserstoff zwar ein paar Nachteile was die Speicherung angeht aber das werden wir in 20 Jahren auch im Griff haben, man muss sich nur BMW anschauen die machens im 7er vor.
Jepp, ein Auto, das ca. 30€/100km an Treibstoffkosten hat, eine stärkere Emission als ein durchschnittlicher LKW und bei dem sich der Tank in einer Woche selbständig entleert.
Was es kostet weiß ich nicht. Keine Ahnung, ob ein einstelliger Millionenbetrag reicht.
Und BMW ist auch den Hybrid überlegen, bei den normalen Verbrennungsmotoren, in Sachen Fahrspass als auch Gewicht und Verbrauch.
Klar ;~)
PS. Im Moment sind E-Autos auch nicht umweltfreundlicher egal ob der Strom jetzt aus Kohle oder Atom gewonnen wird
kommt drauf an, wie und womit man vergleicht.
Auf alle Fälle haben sie eine realitische Chance, irgendwann mal zu funktionieren.
mfg