Wegen der Staatsverschuldung wird es allerdings keine Inflation geben.
Japan hat z.B. eine Staatsverschuldung von 230% gemessen am jährlichen BIP und hat eher Deflations- als Inflationsprobleme.
Als Vergleich: Spanien ist momentan nur bei 68%.
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Zukunft des EuroModerator: Mod-Team Re: Zukunft des Euro
Wegen der Staatsverschuldung wird es allerdings keine Inflation geben.
Japan hat z.B. eine Staatsverschuldung von 230% gemessen am jährlichen BIP und hat eher Deflations- als Inflationsprobleme. Als Vergleich: Spanien ist momentan nur bei 68%.
Re: Zukunft des Euro
Langfristige (und nicht etwa Hyper-) Inflation ist wohl die wahrscheinlichste Variante, wie die horrenden Staatsschulden im Zaum gehalten werden. Solange mein Gehalt im Rahmen der Inflationsrate mitsteigt, ist mir das alles aber ziemlich wurscht.
Oh, warte mal, daran könnte es scheitern... 10,56 kWp Sanyo HIT 240 SE10 + SMA Tripower 10000TL
Re: Zukunft des Euro
Scheinbar scheinen viele einiges auszublenden, oder schicken andere in die Läden. Ein Stück Butter 2,60 DM, ein Bäckerbrötchen 0,80 DM, ein kleines Glas Honig 6,-DM, Tafel Schokolade( Milka) 1,70 DM usw.........nein, da ist nix teurer geworden. Eine Hose (nix besonderes) 240,-DM Den Ladenbesitzer hättet ihr einweisen lassen.
Der große Schnitt kam freilich am Anfang, aber gerade über den Jahreswechsel hat sich wieder einiges getan. Sicher sind die Löhne nominal gestiegen, sie haben sich jedoch nicht verdoppelt. Die Reallöhne in Deutschland sind in den letzten 10 Jahren effektiv gesunken - überall nachzulesen. Energie hab ich noch nichtmal betrachtet und ein TV Gerät brauche ich nur alle 10 Jahre, daher ist es fast egal, was dieses kostet. Essen muß ich täglich. Alex privat: 4,2kwp = 18 SolarFabrik Premium L Poly 235 an Sunways NT3700 seit 2011
Re: Zukunft des Euro
Ersatzteile (da auch genannt und mein Thema): ein stinknormaler Ölfilter (für irgendeine Karre): früher 6,-DM - heute 20,-DM;
Bremsbeläge - gleiche Relation..... Leuchtmittel KFZ: früher H4 zu 1,- -1,90 DM; heute H7 zu 5,-€ und die Dinger gehen 10 mal so häufig kaputt. privat: 4,2kwp = 18 SolarFabrik Premium L Poly 235 an Sunways NT3700 seit 2011
Re: Zukunft des Euro
die Preissteigerung sind im Prinzip erst die Folgen bzw die Symptome der Inflation. Da wird sie erst fühlbar und hier wird sie dann auch erfasst. Der Grund für die Preissteigerungen ist aber immer eine Erhöhung des Geldvolumens. Dabei kommt nicht nur durch die bekannte Druckerpesse neues Geld in den Markt, sondern vor allem durch Kredite (diese müssen ja nur zum Teil mit vorhandenem Kapital gedeckt werden, so dass ein Großteil davon "aus der Luft" erschaffen wird). btw hat England eine Gesamtverschuldung von über 500% BIP... das ist denke ich so ziemlich die Spitze in ganz Europa.
Re: Zukunft des Euro
Bedingt durch die globale Welt kann es doch aber auch passieren dass immer irgendwo günstige Angebote entstehen? Schau mal den Bausektor den Flugverkehr... Überall Wachstum aber keine Preissteigerungen.
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Re: Zukunft des Euro
Welche EU? Ich kenne kein Land, das EU heißt. Sofern Du Griechenland meinst, stimmt das natürlich, aber Amerika hat auch ein paar Einwohner mehr, und auch das Bruttosozialprodukt liegt etwas höher. Pro Einwohner ist die Verschuldung Griechenland im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt höher als die der USA! Eigentlich kaum zu glauben, daß es so etwas gibt! Die Zinsen, die die riesigen USA bezahlen müssen liegen höher, als die Zinsen, die das kleine Deutschland derzeit bezahlt, und das obwohl die FED mit aus der Luft geschöpftem virtuellen Geld (also Geld, das noch nicht einmal in Form von bedrucktem Papier besteht) über 60 % der neu emittierten Anleihen (dazu zählen auch Anleihen, die nur begeben wurden, um auslaufende Anleihen und Zinsen auf alte Anleihen zu bedienen) letztes Jahr aufgekauft hat, und auch bis heute weiterhin am Anleihenmarkt massiv aktiv ist! Wäre dem nicht so, lägen entweder die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen vermutlich im zweistelligen Bereich, oder die USA wären pleite. Vermutlich wohl letzteres, denn mir ist nicht klar, wer derzeit in der Lage und bereit wäre, rund 2/3 der Anleihen der USA zu kaufen. Auch wären ansteigende Zinsen bei dieser unter Bush und Obama explodierten Staatsverschuldung auch ohne zusätzliche Verschuldung (wie sie derzeit in extremem Ausmaß stattfindet) problematisch für den US-Haushalt.
Nun Florida ist bekanntlich ein Bundesstaat der USA, so wie Berlin ein Bundesland von D ist, Berlin wäre ohne den Länderausgleich und die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt schon lange nicht mehr zahlungsfähig. Bei Florida ist das aber nur ein Ausrutscher, bei Berlin aber ein Dauerzustand, allerdings scheinen sich das die anderen Bundesländer als "Schilda extrem" zur Erheiterung leisten zu wollen.
Eine interessante Sichtweise. Du bist also der Ansicht, daß jemand, der eine Bundesanleihe zeichnet, damit die Bundesregierung Berlin einen Zuschuß zum Haushalt geben kann (oder auslaufende Anleihen und Zinsen bezahlen kann), ein Spekulant ist. Stimmt eigentlich, er leiht das Geld der BRD, und spekuliert darauf, daß er 10 Jahre lang 1,6 % Zins erhält, und die größte Spekulation, daß in 10 Jahren andere Spekulanten da sind, die der BRD das Geld leihen, damit ihm die BRD sein Geld zurück bezahlen kann. Du unterscheidest hier offensichtlich in einheimische und ausländische Spekulanten. Und wenn ich das richtig interpretiere, sind ausländische Anleihenzeichner moralisch negativ zu werten? Sollte es also verboten werden, dass Ausländer Deutschland Geld leihen? Grüße Südostdach
Re: Zukunft des Euro
Man sollte nicht nur die Staatsverschuldung anschauen, sondern die Gesamtverschuldung eines Landes. Also Staatsschulden + Schulden der Firmen + Privatschulden.
Die Zinsbelastung der Staatsschulden müssen ja auch die Bürger erwirtschaften, die Zinsen bei den Firmen werden auf die Waren aufgeschlagen und müssen auch von den Bürgern bezahlt werden. Und wenn die Bürger Schulden haben müssen sie sowiso ihre Zinsen zahlen.
Re: Zukunft des Euro
Wade, bist Du sicher, daß Dir das einen Erkenntnissgewinn bringt?
Oder nur zusätzliche Verwirrung durch Unmenge an Daten? Wenn Du die Schulden von Deutschland mit Kanada oder Australien vergleichst, da stehen im einen Fall riesige Schulden ziemlich wenig Vermögen (auch wenn es für sich riesig ist) gegenüber, im anderen Fall stehen da relativ wenig Schulden riesigem Landbesitz mit gewaltigen Bodenschätzen gegenüber. Bei Schulden der Firmen: Eine Firma hat z.B. keine Schulden, sie verkauft irgendeine Ware per Internet und verdient nach Steuern 1000 € im Jahr. Eine andere Firma hat eine Milliarde Schulden, dafür aber Grundbesitz, Immobilien, Maschinen, die viele Milliarden wert sind. Welche Firma ist hier mehr wert, welche kann Probleme besser überwinden, welcher würdest Du lieber Geld leihen? Bei Privatleuten: Ich habe einen Ex-Mieter, der hat bei allen möglichen Leuten Schulden, die ständig größer werden, denn wenn man nicht zahlt, kommen Mahn-, Gerichtskosten etc. dazu.. Seine Schulden sind allerdings nur ein paar Prozent von den Schulden, die ich habe. Ich weiß heute aber auf Jahre hinaus: Am Monatsanfang habe ich schon das verdient, was mir am Monatsende abgebucht wird. Vor Jahren hatte ich etwa gleich hohe Schulden, wußte aber erst am Monatsende, ob ich mehr oder weniger, als mir abgebucht wurde, eingenommen habe. Was ich damit sagen will, Schulden und Schulden sind völlig verschiedene Dinge, selbst wenn sie vom Betrag her gleich sind. Grüße Südostdach
Re: Zukunft des Euro
ja stimmt schon, Schulden sind nicht gleich Schulden, aber das wird ja bereits mit den Zinsen bewertet. Jemand mit guter Bonität (Einkommen, Besitz) zahlt weniger Risikoaufschlag (=Zinsen) als jemand der nicht Schuldwürdig ist.
Ein anderes Beispiel: Der Saat will sich entschulden und erhebt 99% Steuern auf alles und jeden und ist damit nach 2 Jahren Schuldenfrei. Die Bürger und Unternehmen haben jedoch kaum mehr Vermögen um irgendwas zu kaufen oder zu investieren und müssen dies Kreditfinanzieren. Juchee Staat ist nun Schuldenfrei! Dafür hat er die Schulden auf die Bürger und Unternehmen abgewälzt! Das Land ist nun trotzdem Bankrott. Und nochmal: Es spielt keine Rolle wer die Schulden hat, Der Staat fordert die Zinsen per Steuer ein, Unternehmen über höhere Preise, und der Bürger zahlt die Zinsen sowiso direkt. Also zahlt in jedem Fall der Bürger die Zinsen, und er haftet auch für die Schulden des Staates. Das Problem ist, dass unser Schuldgeld / Zinsgeldsystem nur durch Wachstum erhalten werden kann. Wenn das Wachstum nicht mit den Zinsen mithalten kann, gibts irgendwann nen rießen Kabuum und es fängt von vorne an (z.b. Hyperinflation und danach neue Währung). Ein weiteres Problem des Zinsgeldsystem ist, dass sich das immer mehr Geld bei immer weniger Leuten häuft. Wenn man nur 10% der reichsten Menschen der Welt das Guthaben streicht (oder ihnen halt noch nen paar Millionen lässt), wäre das ganze Schuldendebakel abgehakt... und mal ehrlich, wiso soll 99% der Weltbevölkerung schaffen um bei den paar Multimilliardären ne Stelle mehr oder weniger aufm Konto steht.
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