Zukunft des Euro

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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Ralf Hofmann » 01.09.2012, 21:16

Hi,

Betatester hat geschrieben:Seit 2006 bewegen wir uns mit großen Wellen zwischen 1,20 und gut 1,50€ auf und ab.

Trotz Euro-Krise ist der Kurs durchaus als "robust" anzusehen.


aber nur, wenn der Euro mit so einer Spielzeugwährung wie dem US-Dollar verglichen wird, die genau so besch...en da steht.
Vergleich mal mit echtem Geld wie dem Schweizer Franken, dann sieht`s da schon ganz anders aus.
MfG
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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Betatester » 01.09.2012, 22:20

Was willst du den von unseren Blutsauger (Schwarzgeld Bunkern)?!?

Die Schweizer Nationalbank kämpft gerade mit "allen Mitteln" !gegen! die Aufwertung des eigenen Geldes, da die Schweizer sehr exportabhängig sind.

Die gegenwärtig massive Überbewertung des Schweizer Frankens stellt eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar und birgt das Risiko einer deflationären Entwicklung. Die Schweizerische Nationalbank strebt daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. Sie toleriert am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1.20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Der Franken ist auch bei 1.20 pro Euro hoch bewertet und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank weitere Massnahmen ergreifen.»


Deutschland (Export!!!!) hätte ebenfalls massivste Probleme bei einem zu starken Euro!

Den aktuellen Kurs von € zu $ halte ich für absolut i.O.

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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Südostdach » 02.09.2012, 06:28

Betatester hat geschrieben:Deutschland (Export!!!!) hätte ebenfalls massivste Probleme bei einem zu starken Euro!

Nervt Euch diese ständige Wiederholung von Halbwahrheiten nicht selbst?
Die DM kannte, so lange es sie gab, nur eine langfristige Richtung, nämlich die nach oben. Und ging es uns damals unter dieser ständig steigenden Währung schlecht? Lag die Kaufkraft der breiten Masse damals so darnieder wie heute?
Wenn man heute ins Ausland fährt ist man erschreckt, welchen Wechselkurs man heute erhält, nämlich den Gleichen, den man für die DM bekam, nur sind auch dort die Preise seither deutlich gestiegen. Letzteres gilt selbst für die USA, aber wer will in diesen gnadenlos über seine Verhältnisse lebenden Schnüffelstaat?
Der einzige Vorteil aktuell ist der, daß zwischenzeitlich selbst schweizer Arbeiter und Angestellte sich die ehemaligen Millionärsvillen auf der anderen Seite der Grenze anschauen, so daß wohl auch bei uns hier die Preise der Immobilien langsam wieder steigen, nachdem man sich in den letzten Jahren schon überlegen mußte, ob man nicht für das verbaute Kupfer und Altmetall im Haus mehr bekam, als für das ganze Haus.
Den aktuellen Kurs von € zu $ halte ich für absolut i.O.

Sehe ich auch so, eine Pleitewährung mit einer anderen Pleitewährung zu vergleichen, bringt allerdings nicht viel.

Grüße
SOD
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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon bettina » 02.09.2012, 07:24

Hallo :)

Herr Henkel , glaube der war mal BDI Präsident , hat mal gesagt Deutschland ist immer mit der steigenden D-Mark
zurecht gekommen . Das ist kein Ko Kriterium . Es gibt Instrumente um sich gegen Devisen Schwankungen abzusichern .
Interessant ist doch wenn man über die USA schon was schreibt , dass diese nirgends besser sind als EU aber immer mit
den Fingern auf uns zeigen und uns noch belehren wollen ,wie man aus der Misserie rauskommt . :evil:
Das monatliche Haushaltsdefizit beträgt ca. 100 Mrd. € in den Staaten .
Der Bundesstaat Kalifornien denkt laut über Insolvenz nach um den Staatshaushalt zu sanieren . Ebenso :
Connecticut, Louisiana , Oregon , Minnesota , Texas , Illinois .
Nur hört man davon nichts ! Aber die wollen uns zeigen wie es geht :juggle:
Der Bundesbank- Chef wollte auch schon hinwerfen , weil er mit der Politik des Gelddruckens ( ala Amerika ) und des Staaten-anleihen aufkaufen seines EU Chefs nicht konform geht .

MfG
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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Ralf Hofmann » 02.09.2012, 08:49

Hi,

Südostdach hat geschrieben:Sehe ich auch so, eine Pleitewährung mit einer anderen Pleitewährung zu vergleichen, bringt allerdings nicht viel.


genau so ist das.

Betatester hat geschrieben:Die Schweizer Nationalbank kämpft gerade mit "allen Mitteln" !gegen! die Aufwertung des eigenen Geldes, da die Schweizer sehr exportabhängig sind.

Deutschland (Export!!!!) hätte ebenfalls massivste Probleme bei einem zu starken Euro!


Sicher, das Problem hat JEDE exportorientierte Nation, da muss man IMMER einen gangbaren Mittelweg finden.
Der Unterschied ist nur - wir Europäer und die Amis können gegen den Währungsverfall nix mehr machen, wir müssen mit dem Strom schwimmen.
Die Schweizer dagegen haben das Heft des Handelns noch in der Hand, die können nahezu beliebig den Wechselkurs verändern.
Derzeit passen sie ihn eben ihren Exportmärkten an, um ihre Wirtschaft zu stützen.
Wenn die darauf, aus welchen Gründen auch immer, keinen Bock mehr haben lassen sie wieder die realen Unterschiede im Wechselkurs zu, gerade so wie sie wollen.
Diese Aktionsfähigkeit hat weder die Eurozone noch die USA, wir können nur noch hinterherrennen.

bettina hat geschrieben:Interessant ist doch wenn man über die USA schon was schreibt , dass diese nirgends besser sind als EU aber immer mit
den Fingern auf uns zeigen und uns noch belehren wollen ,wie man aus der Misserie rauskommt .
Das monatliche Haushaltsdefizit beträgt ca. 100 Mrd. € in den Staaten .
Der Bundesstaat Kalifornien denkt laut über Insolvenz nach um den Staatshaushalt zu sanieren . Ebenso :
Connecticut, Louisiana , Oregon , Minnesota , Texas , Illinois .
Nur hört man davon nichts ! Aber die wollen uns zeigen wie es geht.


Das Wahlk(r)ampfgelaber von drüben können wir ruhig ignorieren, es ist genau so wie Du sagst.

Die tiefen Unterschiede in der Politikauffassung bezüglich der Währungsstabilität werden ja auch von den Verantwortlichen gar nicht nach aussen kommuniziert, weil das ein absoluter Offenbarungseid des Kapitalismus und besonders des Finanz- und Bankensystems wäre:
Unsere Währungen steuern sowieso auf den Abgrund zu, der Kollaps ist durch unser Finanzsystem (Entstehung von Geld und dessen Verzinsung) systemimmanent.
Die Frage ist lediglich, wann passiert`s, nicht ob es passiert.

Wir Deutschen versuchen verzweifelt, unsere Währung "stabil" zu halten und über die Zeiten zu retten, mag die Welt um uns herum auch untergehen.
Das nutzt aber nur denen, die auf absehbare Zeit die Verantwortung für diese Nation abgeben, weil der große Knall erst nach ihnen kommt.
Dass er kommen wird, ist aber unausweichlich.
Darum ist es die andere Strategie, was auf die Geldwertstabilität zu schei....en, denn man lebt nur einmal und das ist heute.
So ist die Politik der USA und auch die Politik der Merkel-Gegner zu interpretieren und so verkehrt ist die auch nicht.

Die alles entscheidende Frage ist die, wie es nach einer globalen Währungsreform mit Verlust alles angesparten weitergeht.
Dass es darauf noch keine belastbare Antwort gibt, macht mir viel mehr Sorgen, denn die Fehler der Vergangenheit (Finanzsystem und Geldverzinsung) werden dann womöglich genau so wiedergemacht.
MfG
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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon open source energy » 02.09.2012, 11:11

@ Ralf

Wenn du dir so sicher bist hast Du bestimmt dein ganzes Vermögen in Franken gewechselt richtig?
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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Ralf Hofmann » 02.09.2012, 13:27

Hi,

open source energy hat geschrieben:@ Ralf

Wenn du dir so sicher bist hast Du bestimmt dein ganzes Vermögen in Franken gewechselt richtig?


wenn ich Geld übrig hätte, würde ich drüber nachdenken.

Ich investiere mein Geld derzeit in eine langfristige Autarkie meines Gebäudes, was die Energie- und Wasserversorgung betrifft.
Du siehst, es geht bei mir nicht um wirklich viel. :wink:

Ich rechne auch nicht Morgen oder Übermorgen mit dem Weltuntergang der Währungen und Finanzmärkte, aber ich denke, ich werde ihn noch miterleben.
Darum lebe ich jetzt auch noch ganz entspannt vor mich hin . . . 8)
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon RasGer » 02.09.2012, 22:45

Sollte nach dem Euro etwa das hier kommen... :mrgreen:

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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Ralf Hofmann » 03.09.2012, 13:23

Hi,

RasGer hat geschrieben:Sollte nach dem Euro etwa das hier kommen... :mrgreen:


da fehlt noch das Motiv mit der PV-Anlage . . . 8)
MfG
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Re: Zukunft des Euro

Beitragvon Südostdach » 06.09.2012, 08:41

Zum Trost für alle, die der seltsamen Ansicht hier sind, die Schweiz sei wegen des Aufwertungsdruckes zu bedauern, und Deutschland wegen der Abwertung des Euros zu beglückwünschen:
Gerade wurden die wettbewerbsbesten Standorte ermittelt. Und der Gewinner der Goldmedaille ist
tam - tam - tam
die Schweiz

Ach ja, das Glück der Euroabwertung für Deutschland, sprich der Geldwertverfall zu Außenwährungen hat Deutschland so geholfen, daß es auf dem Stand der letzten Erhebung blieb, weit weg von einer Medaillenchance, noch nicht einmal unter den ersten 5. Selbst die USA, die unter Obama nun wirklich in Sachen Industiepolitik (bei der Umweltpolitik sieht es auch nicht besser aus) wohl alles falsch gemacht haben, was nur falsch zu machen war, 6 Billiarden neue Schulden angehäuft haben, sind nur einen Platz schlechter als D!

Schon schlimm für D, wenn man so weit hinten steht, wenn man eine direkte Grenze zur Nr. 1 hat. Da fällt die Wahl des Standortes für einen neuen Betrieb leicht.

Grüße
SOD
Südostdach
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