Hi,
Südostdach hat geschrieben:Sehe ich auch so, eine Pleitewährung mit einer anderen Pleitewährung zu vergleichen, bringt allerdings nicht viel.
genau so ist das.
Betatester hat geschrieben:Die Schweizer Nationalbank kämpft gerade mit "allen Mitteln" !gegen! die Aufwertung des eigenen Geldes, da die Schweizer sehr exportabhängig sind.
Deutschland (Export!!!!) hätte ebenfalls massivste Probleme bei einem zu starken Euro!
Sicher, das Problem hat JEDE exportorientierte Nation, da muss man IMMER einen gangbaren Mittelweg finden.
Der Unterschied ist nur - wir Europäer und die Amis können gegen den Währungsverfall nix mehr machen, wir müssen mit dem Strom schwimmen.
Die Schweizer dagegen haben das Heft des Handelns noch in der Hand, die können nahezu beliebig den Wechselkurs verändern.
Derzeit passen sie ihn eben ihren Exportmärkten an, um ihre Wirtschaft zu stützen.
Wenn die darauf, aus welchen Gründen auch immer, keinen Bock mehr haben lassen sie wieder die realen Unterschiede im Wechselkurs zu, gerade so wie sie wollen.
Diese Aktionsfähigkeit hat weder die Eurozone noch die USA, wir können nur noch hinterherrennen.
bettina hat geschrieben:Interessant ist doch wenn man über die USA schon was schreibt , dass diese nirgends besser sind als EU aber immer mit
den Fingern auf uns zeigen und uns noch belehren wollen ,wie man aus der Misserie rauskommt .
Das monatliche Haushaltsdefizit beträgt ca. 100 Mrd. € in den Staaten .
Der Bundesstaat Kalifornien denkt laut über Insolvenz nach um den Staatshaushalt zu sanieren . Ebenso :
Connecticut, Louisiana , Oregon , Minnesota , Texas , Illinois .
Nur hört man davon nichts ! Aber die wollen uns zeigen wie es geht.
Das Wahlk(r)ampfgelaber von drüben können wir ruhig ignorieren, es ist genau so wie Du sagst.
Die tiefen Unterschiede in der Politikauffassung bezüglich der Währungsstabilität werden ja auch von den Verantwortlichen gar nicht nach aussen kommuniziert, weil das ein absoluter Offenbarungseid des Kapitalismus und besonders des Finanz- und Bankensystems wäre:
Unsere Währungen steuern sowieso auf den Abgrund zu, der Kollaps ist durch unser Finanzsystem (Entstehung von Geld und dessen Verzinsung) systemimmanent.
Die Frage ist lediglich, wann passiert`s, nicht ob es passiert.
Wir Deutschen versuchen verzweifelt, unsere Währung "stabil" zu halten und über die Zeiten zu retten, mag die Welt um uns herum auch untergehen.
Das nutzt aber nur denen, die auf absehbare Zeit die Verantwortung für diese Nation abgeben, weil der große Knall erst nach ihnen kommt.
Dass er kommen wird, ist aber unausweichlich.
Darum ist es die andere Strategie, was auf die Geldwertstabilität zu schei....en, denn man lebt nur einmal und das ist heute.
So ist die Politik der USA und auch die Politik der Merkel-Gegner zu interpretieren und so verkehrt ist die auch nicht.
Die alles entscheidende Frage ist die, wie es nach einer globalen Währungsreform mit Verlust alles angesparten weitergeht.
Dass es darauf noch keine belastbare Antwort gibt, macht mir viel mehr Sorgen, denn die Fehler der Vergangenheit (Finanzsystem und Geldverzinsung) werden dann womöglich genau so wiedergemacht.