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von Kollektor » 11.08.2012, 18:06
open source energy hat geschrieben:Wenn wir jetzt zum alten Wechselkurs zur DM kommen hast Du gewonnen denn diese wird vermutlich schnell an Wert gewinnen. Was das aber langfristig bedeutet weiß keiner.
Es wird keinen Wechselkurs geben. Wofür auch ? Selbst Griechenland wird 1:1 in die Drachme wechseln falls es so weit kommen sollte. Hat nichts mehr mit der alten Drachme, DM oder FF zu tun. Natürlich werden sich die Nachfolgewährungen danach nach Angebot und Nachfrage verändern und das hängt von der Leistungsbilanz u.ä. ab.
Sonnige Grüße
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von Südostdach » 12.08.2012, 07:48
win_solar hat geschrieben:...Während der bisherigen Euro-Zeit ist es mir gut gegangen, ich konnte meinen Wohlstand halten bzw. ausbauen. Den meisten Lesern und Schreibern im PV-Forum geht es vermutlich ähnlich (wenn ich mir bspw. die kWp-Zahl mancher Betreiber ansehe)
Da hattest Du Glück. Für den normalen Arbeitnehmer ohne Zuschüsse durch den Staat bedeutete der Euro einen realen Kaufkraftschwund sowohl für sein laufendes Einkommen, als auch, und das ist ein Vielfaches schlimmer, für seine Ersparnisse. Nur ein Beispiel: wer vor der Euroeinführung einee LV über 200.000 DM hatte, hatte fürs Alter solide vorgesorgt. O.K., das hatten natürlich die Wenigsten. Heute hat er damit eine LV über 100.000 €, mal ehrlich, was bekommt man dafür heute noch? Habe mir kürzlich eine Rechnung für eine Öllieferung angesehen, lag im Jahr vor der Euroeinführung bei 35 Cent inkl. allem. Heute liegst Du bei gut dem 5-fachen. Strom hat sich nur gut verdoppelt, aber sonst sieht es düster aus. Nominale Einkommenszuwächse wurden durch Steuerprogression und Steuererhöhungen (MWST., Tabak etc.) wegbesteuert. Das Geld verlor aber ständig an Kaufkraft. Wer heute mehr als zwei Kinder hat bekommt heute von der ARGE oft mehr, als Netto von seinem Arbeitgeber. . Was ist mit Lebensversicherungen, Rentenfonds und ich weiß nicht was alles für Anlagemöglichkeiten, was passiert mit den Banken?
Falls die DM aufwerten würde, wäre das natürlich ein Traum für jeden LV-Besitzer, überhaupt für jeden, der Geldanlagen hat. Denn dann wäre das Geld endlich wieder etwas wert. Man sieht das in der Schweiz, da hat die Aufwertung des Franken dazu geführt, dass die Leute viel mehr Geld im Geldbeutel haben, als früher. Die fahren in die umliegenden Euroländer und kaufen für einen Appel und ein Ei ein, selbst einfache Arbeiter stürmen hier die Luxusgeschäfte, die sich die Deutschen hier schon lange nicht mehr leisten können. Aber auch in der Schweiz selbst hat das dazu geführt, dass z.B. der Preis für Benzin in Franken sich nur wenig in den letzten 10 Jahren verändert hat. Erstaunt bin ich immer darüber, dass wir dann angeblich alle arbeitslos sind. Fakt ist doch, vor der Euroeinführung ging es in D ständig bergauf mit dem Lebensstandard und der Wirtschaft, und das obwohl (oder eben beim Lebensstandard weilI die D-Mark Jahr für Jahr gegenüber den Südländern und dem Dolllar aufgewertet wurde. Lt. den Statistiken des Bundesamtes ist es damit aber seither nur noch talwärts gegangen. Schaut mal auf die Länder, die im Norden sich die Eurowährung nicht angetan haben, denen geht es blendend, und auch die Schweiz hat eine niedrigerere Arbeitslosigkeit als D. H#tte die Bundesrepublick nicht jedes neue Jahr seit Euroeinführung gigantische Neuschulden angehäuft, hätten wir hier wohl schon interessante Zustände, wie in der Weimarer Republik. Und nun bürgen wir auch noch für Schulden von Ländern, die nicht zu retten sind, auch wenn monatlich neue Milliarden ins Feuer geworfen werden, und das nun schon Jahrelang. Irgendwann sind diese Summen abzuschreiben, mal sehen, was dann passiert. Bin leider noch zu "jung" um mich da einfach zurück zu lehnen, wer heute über 80 ist, ist klar im Vorteil Grüße SOD
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von Sunraven » 12.08.2012, 08:12
Südostdach hat geschrieben:Nur ein Beispiel: wer vor der Euroeinführung einee LV über 200.000 DM hatte, hatte fürs Alter solide vorgesorgt. O.K., das hatten natürlich die Wenigsten. Heute hat er damit eine LV über 100.000 €, mal ehrlich, was bekommt man dafür heute noch?
Das sehe ich anders. Das ist kein Problem des Euro sondern liegt - an der Lebensversicherung als "Kapitalanlage", die nämlich erst einmal die Provision der Vermittler und dann die Rendite des Anbieters und danach erst die garantierte Mindestverzinsung aus dem Sparanteil (das ist nicht der eingezahlte Betrag!) erwirtschaften soll - an der Inflation Die Inflation wird kommen, denn sie ist die einzige Art, wie die Staaten aus den Schulden ohne Staatsbankrott wieder rauskommen. Muss ja keine Hyperinflation sein. Auch ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da waren das 4-5% und ich kann mich noch an die Meldung in der Tagesschau erinnern als die ARbeitslosenzahl erstmals über 1 Mio kletterte. Oh Mann bin ich alt sunraven
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von open source energy » 12.08.2012, 10:47
Die Inflation lässt sich eben nicht mehr so einfach berechnen. Früher gab es auch keinen Lidl oder Aldi keine Smartphones kein highspeed internet kein Pay tv etc. Man ist früher auch nicht zig mal in den Urlaub gefahren. Jede hat seinen eigenen Warenkorb und je nach Gewichtung fällt dieser eben anders aus. Heute muss man für einen TV vielleicht 20h arbeiten für meinen Opa war damals ein Monatsgehalt fällig. Diese ständige Euro Teuro Geschichten sind doch langweilig. Energie ist einer der Preistreiber wer nicht vorgesorgt hat / konnte hat nun ein Problem das stimmt.
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von Ryan » 12.08.2012, 13:35
open source energy hat geschrieben:Jede hat seinen eigenen Warenkorb und je nach Gewichtung fällt dieser eben anders aus.
Richtig. Auch wenn die offizielle Inflationsrate mit dem entsprechenden Warenkorb derzeit bei 1,7% liegt, so liegt z.B. meine persönliche Inflationsrate bei ca. 0,0%. Für jemanden der einen hohen prozentualen Anteil seines Einkommen für Energie ausgibt (deren Preissteigerungsraten recht hoch sind), für den liegt die Inflationsrate höher als die offiziellen 1,7%. Gruß, Ryan
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von open source energy » 12.08.2012, 14:19
@ Ryan
so schaut es aus, wenn ich heute durch die Stadt laufe sind die Kneipen voll und die Tische auch. Das hat es zur Zeit meines Opas nicht gegeben, dass man zum Zeitvertreib in die Stadt ging um Kaffee zu trinken.
Das Problem bei der gefühlten Inflation ist eben, dass keiner Buch über seine Produkte führt. Die Lebensqualität ist enorm gestiegen und daher halte ich das Thema auch mehr als abgenutzt. Es ist halt so typisch Deutsch sich zu beschweren, wenn ich mir nur die Anzahl der Autos auf den Straßen anschaue und mal im Kopf überschlage was so ein Auto im Monat kostet, dann kann das nach meiner Einschätzung nicht stimmen, da hat ne Hausfrau mit einem Kind schon ein SUV oder ein großes Vehicle, wenn ich daran denke mit welchen Kinderwagen und Autos meine Eltern zu kämpfen hatten...
Meine Inflation it im Minus, denn im PH brauchen wir defakto keine Energie und Auto fahren wir sehr wenig. Ein 0,33 Bier in Stuttgart kostet in der Bar heute noch keine 3,00€ und hatte zu DM schon 5 Mark gekostet.
Ich war zuletzt am Baggersee, da kam ne Mutter mit drei Kindern zum Eisverkäufer und hat 5 Magnum gekauft und war mal kurz rund 15-16€ los. Sorry, das gab es bei uns auch nicht! Dass da später Kohle fehlt wundert mich persönlich nicht.
Bei Rentnern könnte man eine Abwertung der Einküfte erkennen, jedoch haben die meisten Rentner so oder so nicht genug in die Kasse ein bezahlt. Zudem haben bei uns viele Renter ein Haus, meine Tante bewohnt rund 250m² mit 500m² Garten alleine und da sollte man dann nicht jammern wenn die Rente knapp ist. So jemand kam auch schon mal im Fernsehen, da habe ich mich tierish aufgeregt, dass sich die Frau beschwert hat sie komme mit Ihrer Rente nicht über die Runden hat aber ein großes Haus bewohnt alleine!
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von Südostdach » 14.08.2012, 07:20
Sunraven hat geschrieben:[Das sehe ich anders. Das ist kein Problem des Euro sondern liegt - an der Lebensversicherung als "Kapitalanlage", die nämlich erst einmal die Provision der Vermittler und dann die Rendite des Anbieters und danach erst die garantierte Mindestverzinsung aus dem Sparanteil (das ist nicht der eingezahlte Betrag!) erwirtschaften soll
Lt. deiner Argumentation wäre also ein abgeschlossener Sparvertrag bei einer Bank, eine Geldanlage in einem Steuersparmodell, etc. besser gelaufen. Nun ja, zumindest im letzteren Fall hätte man wohl "Erfolg" gehabt, die Abschreibung des Geldes hätte man vornehmen können. Im ersteren Fall hätte man nach Steuern sogar noch wesentlich weniger heute. Hatte kürzlich eine Diskussion mit einem alten Kollegen, der schon lange im Ruhestand ist. Auch er hat die Erfahrung gemacht, dass bei allen seinen Geldanlagen irgendetwas schief lief, und lediglich die LVs (die nun natürlich dank teilweiser Versteuerung uninteressant sind, dafür wurden nun ja die völlig unrentablen Bürokratiemonster Riester-Rente & Co. eingeführt, die den Staat viel Geld kosten, und nur für Ausnahmefälle eine vernünftige Geldanlage darstellen) eine gute und verlässliche Anlage waren. Ist natürlich klar, dass bei 1 % auf 10 jährige Bundesanleihen (dank Flutung der Märkte mit Geld aus dem Nichts durch die EZB), die Rendite bei LVs heute eine nicht mehr bei 5 % und mehr liegen kann, wie früher. Wer dumm war, konnte aber schon früher auch LVs mit wesentlich weniger Verzinsung finden. In Sachen Konsum, Berlin ist ja dafür bekannt, daß es über seine Verhältnisse lebt, hier sieht es so aus, wir hatten früher im Dorf 3 Gastwirtschaften, die alle gutes, ja soagar sehr gutes Geld verdienten. Heute haben wir noch eine einzige Gastwirtschaft, und ohne die stark frequentierte Bundesstraße (an der man früher noch wohnen konnte), wäre die sicher auch schon zu. Aber keine Diskussion, wer eine Fa. hat, die ins Ausland exportiert, ist mit dem Euro gut bedient, wer allerdings Kunden vor Ort hat, die kein Geld mehr haben, ist weniger gut damit gefahren. Wenn ich mich mit Kollegen unterhalte, da jammert jeder über die miserable Zahlungsmoral von Behörden, Firmen und vor allem Privatkunden, und auch in meiner Schublade stapeln sich diverse Mahnbescheide. Allerdings waren früher Handwerksbetriebe aus der Schweiz eine Konkurrenz, das hat sich umgedreht, nun verdienen viele deutsche Handwerker gutes Geld in der Schweiz, auch wenn das Hinüberbringen von größeren Maschinen über die Grenze etwas umständlich und zeitraubend ist, dazu kommt noch die Zettelwirtschaft mit der Mehrwertsteuer, meiner Erfahrung nach ist es den Aufwand wert, ich arbeite dort heute lieber als in D. Grüße Südostdach
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von RasGer » 14.08.2012, 20:59
Kollektor hat geschrieben:Aus Verantwortung und Solidarität für die Völkergemeinschaft in Europa, unserer Industrie und den Frieden in der Welt würde ich in einer Volksabstimmung klar für den Euro votieren. Ich will kein "Viertes Reich" und keine neuen Grenzen und Mauern in Europa !
Nun ja, aber momentan schaffen gerade die Euro-Retter das 4. Reich - Großeuropa. Und da es auf demokratischem Wege nicht klappt, wird getrickst und geschummelt, das sich die Balken biegen. Diese Personen (Polit-Bankster) willst Du im nachhinein noch mit Deinem "Ja" bestätigen und deren Macht unumkehrbar völkerrechtlich verbindlich festschreiben??? Ich denke, dass es Europa in den 90er Jahren nie besser ging und deshalb sollten wir versuchen zum Europa der Vaterländer mit allen seinen Vorzügen im Rahmen der damaligen EU zurückzukehren.
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von Tatra603 » 14.08.2012, 23:54
RasGer hat geschrieben:Ich denke, dass es Europa in den 90er Jahren nie besser ging und deshalb sollten wir versuchen zum Europa der Vaterländer mit allen seinen Vorzügen im Rahmen der damaligen EU zurückzukehren.
na aufs vaterland sch... ich schon lang. 
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