Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

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Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon Modulknecht » 21.01.2011, 18:45

Hallo

Ich habe im Internet leider kein ordentliches Forum über Windkraftanlagen gefunden, das liegt vermutlich daran, daß sich Privatpersonen und die Masse eher nicht damit beschäftigen....

Bei uns im "Eck" läuft ein Planungsverfahren für mehrere Windkraftanlagen, und die Planer klappern nun die Grundstückseigentümer ab und die Verfügbarkeit zu prüfen.

Wie sollte man sich verhalten ?

Es werden auch Pacht usw. in Aussicht gestellt und konkrete Ansagen gemacht.



Ich nehme an, es ist wie bei Dachflächen für PV, das es gut und schlechte/rentable Dächer gibt, und auch bei Pacht für Windkraftanlagen einen unterschied gibt.


Vielleicht kennt sich jemand an, und kann mir einige Tipps geben
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon JschulzeP » 21.01.2011, 19:23

Hallo
Bitte mach schnellstens eine Bauvoranfrage für deine Flächen die in der Zone liegen!!!!

Sonst kommt dein Nachbar und du gehst leer aus !!!

Hierbei handelt es sich nach dem Motto wer zu erst kommt malt zuerst.
Ob du dann den Standort verpachtest (min.10000,00€ bei 1,5 MW Anlage) oder selbst eine WKA betreibst ist dir überlassen.
Wobei ich nie nie nie verpachten würde!
In Eigenregie bekommst du min. das 3 -fache. :lol: Natürlich dem Risiko ausgesetzt. :?

Mfg Jochen
JschulzeP
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon Boelckmoeller3 » 21.01.2011, 20:16

JschulzeP hat geschrieben:.....
Wobei ich nie nie nie verpachten würde!
In Eigenregie bekommst du min. das 3 -fache. :lol: Natürlich dem Risiko ausgesetzt. :?

Mfg Jochen


Hallo,

ob die Bank dann so einfach ein oder auch zwei Milliönchen dafür als Kredit rausrückt ? :D
Geht das wirklich so einfach ?

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon eggis » 21.01.2011, 20:37

Ich hatte vor einigen Jahren mal die Chance ein Stück Ackerfläche an einen WEA-Betreiber zu verpachten.
Leider wäre nur die Zuwegung zur Anlage über mein Grundstück verlaufen und ich hätte weniger Pacht bekommen als der Besitzer des Grundstück auf dem die Anlage gestanden hätte. Da ich keine Ertragsbeteiligung bekommen hätte.

Letztendlich ist es nichts geworden, weil die UNESCO wegen des Panoramas etwas dagegen hatte.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon Paul Panzer » 21.01.2011, 20:44

Boelckmoeller3 hat geschrieben:
JschulzeP hat geschrieben:.....
Wobei ich nie nie nie verpachten würde!
In Eigenregie bekommst du min. das 3 -fache. :lol: Natürlich dem Risiko ausgesetzt. :?

Mfg Jochen


Hallo,

ob die Bank dann so einfach ein oder auch zwei Milliönchen dafür als Kredit rausrückt ? :D
Geht das wirklich so einfach ?

Viele Grüße:

Klaus

Nee natürlich nicht. Kommt auch auf das Bundesland an.

Nicht zu vergessen, dass die Banken etwa 10% EK haben möchten. :idea:
Auch wenn die WEA etwa 2Mio kostet muss man auch die Infrastruktur schaffen. :!:
Auch die Planungen mit mehreren Windgutachten sind nicht ohne...

Zu beachten ist auch die Kalkulation eines Ausfalls der WEA, etwa wegen Getriebeschadens. Dieser Ausfall muss aufgefangen werden, da die Banken weiter bedient werden müssen. :!: Kann man evtl. versichern, aber da Risiko mit nur einer WEA ist sehr hoch.
Mir ist ein Fall bekannt, da sollte das Getriebe wegen hoher Nachfrage (war in 2008) etwa doppelt so viel kosten als vorher. Da stand die Anlage schon mal 1/2 Jahr oder länger still....

:arrow: Da war ja noch die Frage...

Wie sollte man sich verhalten ?

Es werden auch Pacht usw. in Aussicht gestellt und konkrete Ansagen gemacht.

Ich würde mich auf jeden Fall ersteinmal kopperativ und interessiert zeigen.

Es gibt verschiedene Verfahren der Pachtaufteilung.
-z.B. Standort der WEA und gestaffelte Abstandsfläche
-oder aber auch Pacht eines Gebietes mit Zahlung an alle Grundstückseigentümer, je nach Standort der WEAen mehr und weniger. Dies favorisiert Vattenfall hier gerade...

Standortmäßig müssen natürlich die Abstände zu Wohngebieten von derzeit 1500m eingehalten werden.
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon P.Voltologe » 21.01.2011, 23:20

Also wenn eine Planung absehbar ist und schon Leute übers Land fahren, dann haben die meist schon Bauvoranfragen auf die Flurstücke gestellt und eventuell sind die auch schon positiv beschieden worden. Das geht auch ohne das der Eigentümer das selber macht oder direkt davon weiß. Das würde ich also zunächst prüfen. Dann sollte man sich selber einen Gefallen tun und schauen wie weit man von einem möglichen Standort weg wohnt, um die Eigenbelastung besser einschätzen zu können.
Für eine 2MW Mühle werden mit Zuwegung so rund (durchschnittlich) 2500qm Acker/Wiese/Land benötigt und dafür gibt es hier in NDS einen Pachtvertrag, der zwischen 15 und 20T€ Jahreszins angeboten wird.
Ob man selbst die Finanzierung, Errichtung und den Betrieb machen will, muss man wissen oder sich zutrauen, anderseits gibt es Gesellschaften, die sich da ganz gut auskennen und gerade so genannte Vollwartungsverträge (die manchmal bei der Genehmigungsbehörde gefordert sind) mit den Herstellern abschließen. Es gibt auch Mühlen die ohne Getriebe arbeiten (Enercon ist dafür bekannt), dann gibt es weniger Probleme im Antriebsstrang und weniger Öl auf der Höhe.
Man muss bei einem Pachtvertrag noch aufpassen, was man sich so an Lasten auf seinen Grund eintragen lassen muss. Eventuell fordert die Genehmigungsbehörde eine Rückbaugarantie und dann muss man dies noch finanziell absichern lassen, weil sollte die Betreibergesellschaft insolvent werden, fallen diese Lasten aus dem Grundbuch auf den Grundstückseigentümer zurück. So ein Rückbau wird nicht billig und könnten die gesamten Pachteinnahmen auffressen.

Also ich würde mich mich fachkundigen und erfahrenden Projektierungsgesellschaften, die möglichst örtlich in der Nähe angesiedelt sind (Referenzen vorweisen können) anvertrauen und von dort die ganzen Formalien organisieren lassen.

Grüße
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon Paul Panzer » 21.01.2011, 23:41

P.Voltologe hat geschrieben:...
Für eine 2MW Mühle werden mit Zuwegung so rund (durchschnittlich) 2500qm Acker/Wiese/Land benötigt und dafür gibt es hier in NDS einen Pachtvertrag, der zwischen 15 und 20T€ Jahreszins angeboten wird.
....

Das hängt auch von den Windverhältnissen ab. Bei diesem Preis muss aber gut Wind gehen...
Man muss bei einem Pachtvertrag noch aufpassen, was man sich so an Lasten auf seinen Grund eintragen lassen muss. Eventuell fordert die Genehmigungsbehörde eine Rückbaugarantie und dann muss man dies noch finanziell absichern lassen, weil sollte die Betreibergesellschaft insolvent werden, fallen diese Lasten aus dem Grundbuch auf den Grundstückseigentümer zurück. So ein Rückbau wird nicht billig und könnten die gesamten Pachteinnahmen auffressen.

...Grüße

Den Rückbau muss aber der Betreiber absichern. Das sollte im Pachtvertrag so geregelt sein. Anfänglich durch Bankbürgschaft, später durch Hinterlegung.
Zuletzt geändert von Paul Panzer am 22.01.2011, 00:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon P.Voltologe » 22.01.2011, 00:17

Zitat:"Den Rückbau muss aber der Betreiber absichern. Das sollte im Pachtvertrag so geregelt sein. Anfänglich durch Bankbürgschaft."
Das ist doch genau worauf ich hinweise. Mein Szenario ist, der Vertragspartner der die Garantie dem Verpächter gegeben hat verschwindet wirtschaftlich und dann würden Grundstückslasten an den Eigentümer zurückfallen und deshalb ABSICHERN. Die üblichen Bankbürgschaften sind hier bei uns regelmäßig zu gering angesetzt und wären sie angemessen zu den Kosten des Rückbaus, wären die Gebühren dafür zu teuer.

Grüße
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon Modulknecht » 23.01.2011, 08:47

Also Rückbau und Co wären angeblich abgesichert, aber die sagen, das sie nach 20J das ja nicht aufgeben wollen, und wenn das ding noch läuft, es weitergepachtet werden kann.


Die Beträge sind allerdings geringer, für eine 2MW WKA werden für die gesamte Stellund Kranfläche minimal 5000€ geboten, oder 2,5% vom Jahresertrag, der bei 7-8000€ liegen soll.

Da es schon viele WKA hier in der Gegend gibt, ist das Netz auch schon ziemlich ausgelastet und die Kabel müssen ca. 12km weit zur nächsten Umspannstation gelegt werden, es sind 3-4 WKA geplant. Selber ist mir der Aufwand und das Risiko zu hoch, eine Anlage würde angeblich 2,5Mio kosten inkl. der Stromanbindung

Aber so wie ich das sehe:
Alle Flächenbesitzer sind heiß auf die Pacht, und keiner will pokern, ob mehr zu holen wäre. Da in diesem Bereich viele einzelne Äcker unterschiedlicher Besitzer sind, hat jeder Angst "Wenn ich zuviel Verlange, bekommt es mein Nachbar...."

Mir ist auch klar, das die WKA Betreiber einen suchen, der möglichst billig die Fläche hergibt, aber ich weis nicht, ob es für das Gesamtprojekt und die Standortwahl überhaupt entscheidend ist, ob die Pacht im jahr 8000 oder 15000 Euro beträgt, ich kenne die finaziellen Dimensionen nicht
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Re: Windkraft Anlage auf dem Acker: Fragen dazu

Beitragvon mb84 » 23.01.2011, 09:07

Google mal zum Thema "Spieltheorie" da findest du nen Ansatz zur Lösung deines Problems und dem Verhalten deiner Nachbarn.
Die spinnen die Römer!

Aktueller Stromanbieter: ESWE Versorgung AG http://www.eswe-versorgung.de
Tarif: Naturstrom Garant zu 25,50 ct
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