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von solarlux » 04.07.2011, 18:12
Mal eine "blöde" Frage nochmal zum Thema FI bzw. RCD.
Eine Waschmaschine sollte i.d.R. wenn es die Netzart zulässt über ein FI abgesichtert werden, gegen gefährliche Körperströme bei einem Gerätedefekt (Isolationsfehler der Phase vs. Gerätegehäuse)
Wie schaltet der Wechselrichter denn in "FI"-AB-Schaltung, wenn der WR-FI ausgelößt haben sollte, wie wird die Phase also abgeschaltet, wenn diese am Gerät anliegt?
Ich kann mir fast nur vorstellen, das wenn AC-Strom über das Gerätegehäuse zur Erde abfließt, das der WR die Phase kurzschließt und somit die (hoffentlich verbaute) Leitungsschutz/-Vorsicherung auslösen lässt.
Was ist nun also richtig, wie funktioniert der (elektronische) oder mechanische Summenstromwandler/FI/RCD im Wechselrichter?
Zuletzt geändert von Elektron am 04.07.2011, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.
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von Herrvolt » 04.07.2011, 19:24
Die Waschmaschine hat mit dem FI doch gar nichts zu tun. Oder laufen beide Geräte über den gleichen FI. WR würde ich auf jeden Fall über einen eigenen laufen lassen. Waschmaschine über einen anderen, daran kann dann noch mehr anschließen.
Wasserkraft, Energie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte Umweltschutz ist der Versuch die Erde zu erhalten, dass die Menschen noch darauf leben können. The earth isn`t a present from our parents, it is borrowed from our children.
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von sepp811 » 04.07.2011, 19:45
gosthr888 hats fachmännisch erklärt Vereinfacht für interessierte Nichtelektriker: Der FI vergleicht den Strom der reinfließt in die daranhängenden Stromkreise mit dem rausfließenden Strom; wenn ein zu großer Unterschied (heute meist 30 Milli-Ampere) da ist, weil z. B. was über ein aufgescheuertes Kabel abhaut, löst er aus und schaltet die daran hängenden Stromkreise ab. @solarlux: Kurzschließen tut der FI-Schalter nichts, er trennt selbst mechanisch auf vergleichbar wie ein Lichtschalter oder ein Sicherungsautomat.
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von Retrerni » 04.07.2011, 21:49
Ein FI ist ein Summenstromsensor (Residual Current Detector, auch Fehlerstromschalter genannt). In der Regel gehen alle Leiter durch einen Ringkern, auf dem eine Sensorwicklung sitzt. Im Regelfall heben sich jetzt das durch den Stromfluß im Hinleiter generierte magnetische Feld durch das des gleichen, entgegengesetzten Stromfluß im Rückleiter generierte aufgrund der Gleichheit auf. Fließt jetzt jedoch ein kleiner Teil des Stroms aufgrund eines Erdschlußes am Sensor vorbei, heben sich die Felder nicht mehr gegenseitig auf. Ist das verbleibende Feld jetzt stark genug (entsprich dem beim Auslösestrom zu erwartenden), löst es dann den Schalter aus, ähnlich der Anzugspule in einem Relais. Im Falle der Waschmaschine bzw. eines beliebigen Verbrauchers im Bad wäre der Fehlerstrom derjenige Strom, der durch den Benutzer gegen Erde (Wasserhahn etc.) abfließt. Die Abschaltzeiten liegen hier zwischen 300 ms (30 mA Sprung und 40 ms (150 mA Sprung)...
Nur was ghostr beschreibt ist ein Schwingkreistester, das ist etwas ganz anderes, er dient dazu zu prüfen, ob der WR eine Inselnetzbildung verhindert bzw. deren Entstehung erkennt. Wobei meines Wissens nach die Zeit in Deutschland bei 5 Sekunden liegt, in anderen Ländern nur bei 2 s...
Ciao
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von solarlux » 05.07.2011, 11:21
Herrvolt hat geschrieben:Die Waschmaschine hat mit dem FI doch gar nichts zu tun. Oder laufen beide Geräte über den gleichen FI.
Die Waschmaschine über ein FI war nur ein Beispiel, das dort ein vorgeschalteter FI im Erdschlußfehlerfall, das GANZE GERÄT SPANNUNGSLOS schaltet. Wie soll das bitte ein Wechselrichter machen, der keinen vorgeschalteten FI hat. Was macht ein Wechselrichter mit integriertem FI/RCD, wenn dieser auslösen würde. Er trennt doch höchstens die AC Anschlußklemme vom Stromnetz, trennt aber nicht das Gerät vom AC-Netz. Deswegen halte ich es für hinterfragungswürdig, warum einige Sagen,...steht doch irgendwo...muss kein FI vor den WR, wenn WR angeblich sowas wie'n FI irgendwie drin hat.
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von Retrerni » 06.07.2011, 22:25
Der WR verwendet seine internen Relais, um sich vom Netz zu trennen. Es verbleibt also nur noch dessen Netzfilter am Netz, das ist absolut unkritisch. Der Erdschluß tritt ja üblicherweise an den Modulen auf und selbst wenn er im WR auftreten würde, wäre dieser Platz mehr als ausreichend. Er unterbricht schließlich den vom Netz gegen Erde abfließenden Strom, das ist völlig ausreichend, und das üblicherweise mehrfach. Ein FI im Sicherungkasten würde nur noch die Wechselspannungleitung frei schalten (und das nur einfach), die gilt üblicherweise aber als sicher... Spannungslos wird er nie, die Verbindung zu den Modulen hat er ja noch. Das macht aber nichts, da keine galvanische Verbindung mehr zum Dach besteht...
Ciao
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