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von irgendwer » 15.02.2010, 15:05
Eine Absorptions WP ist natürlich immer noch besser als ein konventioneller Heizbrenner. Aber im Vergleich zu einer modernen elektrischen WP mit 400% Wirkungsgrad erreicht eine Absorbtions-WP lediglich 150%. Da aber die maximale Heiz-Leistung einer Absorptions-WP ohne bewegliche Teile (also mit Gasblasenpumpe) zudem wesentlicher tiefer ist (Gasblasenpumpe hat eine begrenzte Umwälzleistung), muss ein Teil der Heizleistung durch die direkte Gasverbrennung erfüllt werden, was wiederum deren Gesamtwirkungsgrad reduziert: http://www.buderus.ch/public/d/info/ini ... .asp?gwp=6Das Ergebnis ist eine Absorptionswärmepumpe, die ohne bewegliche Teile arbeitet und die einen völlig geschlossenen Kreislauf aufweist und die im reinen Absorptionsbereich keinerlei Wartung benötigt. In der praktischen Ausführung erreicht man mit einem solchen System im Idealfall eine jährliche Energieeinsparung von etwa 25 % gegenüber dem heutige Stand der Verbrennungstechnik.
Wenn Gas anstatt direkt verheizt, teilweise elektrifiziert wird (z.B. BHKW), gewinnt man zudem an Netz-Flexibilität, da sich das Gas indirekt auch als Stromspeicher anbietet.
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von Reinheit » 15.02.2010, 15:31
irgendwer hat geschrieben:Eine Absorptions WP ist natürlich immer noch besser als ein konventioneller Heizbrenner. Aber im Vergleich zu einer modernen elektrischen WP mit 400% Wirkungsgrad erreicht eine Absorbtions-WP lediglich 150%. Da aber die maximale Heiz-Leistung einer Absorptions-WP ohne bewegliche Teile (also mit Gasblasenpumpe) zudem wesentlicher tiefer ist (Gasblasenpumpe hat eine begrenzte Umwälzleistung), muss ein Teil der Heizleistung durch die direkte Gasverbrennung erfüllt werden, was wiederum deren Gesamtwirkungsgrad reduziert: http://www.buderus.ch/public/d/info/ini ... .asp?gwp=6Das Ergebnis ist eine Absorptionswärmepumpe, die ohne bewegliche Teile arbeitet und die einen völlig geschlossenen Kreislauf aufweist und die im reinen Absorptionsbereich keinerlei Wartung benötigt. In der praktischen Ausführung erreicht man mit einem solchen System im Idealfall eine jährliche Energieeinsparung von etwa 25 % gegenüber dem heutige Stand der Verbrennungstechnik.
Wenn Gas anstatt direkt verheizt, teilweise elektrifiziert wird (z.B. BHKW), gewinnt man zudem an Netz-Flexibilität, da sich das Gas indirekt auch als Stromspeicher anbietet.
Als wir vor dreißig Jahren unser Haus gekauft haben, habe ich zum ersten Mal von Absorberwärmepumpen gelesen. Schon damals hatten die einen Wirkungsgrad von 180-200%, gemessen an der eingesetzten Primärenergie. Sind sie seitdem so viel schlechter geworden?
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von irgendwer » 15.02.2010, 15:59
Schon damals hatten die Absorberwärmepumpen einen Wirkungsgrad von 180-200%
Die Absorberwärmepumpen ohne bewegliche Teile bzw. Diffusionsabsorberwärmepumpe mit Ammoniak als Kältemittel haben kaum stabile Wirkungsgrade über 150% erreicht: http://books.google.ch/books?id=UNo3I6X ... q=&f=false http://books.google.ch/books?id=whk53fn ... mp&f=falsehttp://www.heatpumpcentre.org/About_hea ... dustry.aspEine Absorberwärmepumpe mit Lithium-Bromid, wo Wasser als Kältemittel verwendet wird und somit 0 Grad unter keinen Umständen unterschritten werden darf und zudem mit einer elektrische Umwälzpumpe versehen wurde (anstatt der Gasblasenpumpe ohne bewegliche Teile) erreicht vielleicht etwas höhere Wirkungsgrade. http://www.youtube.com/watch?v=wo2mGZzFBj0(Aber wenn man schon eine elektrische Umwälzpumpe einsetzt, kann man auch gleich eine elektrische WP mit höherem Wirkungsgrad einsetzen - ausser es handelt sich hierbei um eine Industrieanlage wo viel Prozesswärme (hohe Wärmeleistung) ohnehin gratis zur Verfügung steht.) Aber über 180% stabiler Wirkungsgrad für den Heimgebrauch ist stark zu bezweifeln und gehört wohl eher ins Märchenland.
Zuletzt geändert von irgendwer am 15.02.2010, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
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von JayM » 15.02.2010, 16:06
Hallo zusammen, ich finde das mit den Waermepumpen gar nicht so schlecht. Die meiste Waerme kommt aus der Umgebung (LuftWP) oder dem Boden (SoleWP = Geothermie!), d.h. eine WP nutzt zum eingesetzten Strom noch viel erneuerbare Energie aus der Umgebung. Selbst mit Kohlestrom angetrieben ist die WP gleich oder sogar besser als Oel- oder Gasheizung was CO2 Ausstoss angeht. Mit dem Europaeischen Strommix angetrieben ist sie sehr viel besser als direkte Verbrennung von Oel, Gas oder Kohle zum Heizen.
Phoenix hat natuerlich einen guten Punkt mit der Solarthermie. Allerdings hab ich da auch Sorgen um die dunklen kalten Wintermonate. Mein ideales Heizsystem haette folgendes: - eine 50 - 100 m Bohrung oder einen grossen Erdwaermetauscher im Garten - eine SoleWP - eine relativ kleine thermische Solaranlage, die bis in die Uebergangszeit fuer Warmwasser und ein wenig Zuheizen ausreicht, aber nicht fuers Heizen im Winter ausreichen muss. - eine Schaltung, die im Hochsommer uberschuessige Energie aus der Solarthermie in die Solebohrung oder den Erdwaermetauscher leitet. Damit wird dann im Winter die WP unterstuetzt. Finde ich besser als einen mehrere m3 grossen Waermespeicher im Haus. - eine PV Anlage kommt sowieso aufs Haus, kann dann also auch die WP antreiben, wenn es denn gerade zeitlich passt. - Voteil: maximaler Gebrauch von erneuerbarer Energie, kein Kamin oder Gasanschluss noetig, funktioniert gut mit Boden- oder Deckenheizung - Nachteil: teuer und kompliziert
Und hier ein Kompromissvorschlag zur Holznutzung. Das Holz kommt ins Kraftwerk, entweder als Beimischung zur Kohle oder besser im Holzpellet Blockheizkraftwerk. Die Heizleistung geht an einen Grossverbraucher (Krankenhaus, Wohnblock, etc.)Der Strom kommt ins Netz. Zum Heizen von weiteren Kleinverbrauchern (Einfmilienhaeuser, etc.) nimmt man dann eine elektrische WP. So wird aus 3 kWh Heizwert im Holz erstmal 2 kWh Heiznutzen fuer den Grossverbraucher und 1 kWh Strom im Blockheizkraftwerk. Die 1 kWh Strom kann ich dann noch mit einer WP in 3 - 5 kWh Heizleistung fuer mehrere Kleinverbraucher umsetzen. Insgesamt werden aus 3 kWh Holzheizwert also 5 - 7 kWh Heizleistung geholt. Besser als das Holz direkt zu verbrennen!?!
Hat hier schon jemand Erfahrung mit der solarthermischen Regeneration von Solebohrungen oder Erdwaermetauschern?
Gruss J
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von open source energie » 15.02.2010, 17:05
@ J Solarthermische Anlage bringt leider nichts. Im Winter reicht die Power nicht => vollwertiges WW Konzept... Im Sommer Überproduktion... Und Finanziell ist das ganze leider eh eine fragliche Sache... Bestes Heizungskonzept ist die Vermeidung von Verlusten. 1. Außenwände 0,10 - 0,09 2. Fenster Uw=0,8 3. kontrollierte Be und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung... => Passivhaus Dann kannst Du Dir den ganzen Aufwand sparen. Wer es dann ganz Umweltfreundlich möchte... Holzhaus als CO2 Speicher mit geflockter Dämmung aus Altpapier... Sowas haben wir  Gruß
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von irgendwer » 15.02.2010, 17:23
Na ja. Man kann ja Solarthermie schon mit einer WP kombinieren.
Solange die Solarthermie-Anlage im Sommer nicht mehr als 100% des Brauchwasserbedarfs deckt, ist ja auch nicht ein speziell grosser Pufferspeicher notwendig.
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von open source energie » 15.02.2010, 18:04
@ irgendwer
eine ST Anlage ist halt wirtschaftlich kritisch...
Gruß
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von irgendwer » 15.02.2010, 18:20
Aber auch nur weil eine ST-Anlage im Gegensatz zu einer PV-Anlage keine Einspeisevergütungen erhält. Zumindest im Vergleich zu einer Öl betriebenen Brauchwasseranlage ist eine ST-Anlage durchaus konkurrenzfähig. Zurück zum Thema: 3. kontrollierte Be und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung...
Übrigens, wenn man den Wärmetauscher der WP ebenfalls über diese Abluft nach der Wärmerückgewinnung füttert, dann rechtfertigen sich auch die Zusatzkosten für eine Sole-WP bzw. deren Bohrung kaum mehr.
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von open source energie » 15.02.2010, 18:30
@ irgendwer
Also aus der Abluft nach dem WT ist nicht mehr viel zu holen...
ST Anlage kostet ca. 5-6 TEUR (5m²) Ertrag ca. 2.850kWh (kumuliert) Nutzbar ca. 2.000 kWh Verluste und Überkapazitäten => 200l Hz
Kosten: 300€ (jährlicher Wertverlust / Abschreibung) Verlust für Zinsen ca. 80€ (sehr vorsichtig gerechnet) Stromkosten ca. 30€ Wartung ca. 40€ ---------------------------------------- Summe 450€ p.a.
=> kWh Preis ca. 22.5 Cent
1 Liter Hz Öl hat 10,8kWh => 9kWh Nutzbar... => 0,7 Cent /kWh
Hier kommen auch noch Betriebskosten hinzu, nur die für die größere Betriebsstunden... Aber auf 22,5 Cent kommt man nicht so schnell.
Gruß
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von JayM » 15.02.2010, 19:00
@open source energie, Bei den Preisen kann man ueberlegen ob man nicht besser 1 kWp PV (2800 Euro wenn man im Zusammenhang mit einer groesseren Anlage baut) und eine Luftwaermepumpe installiert. 1 kWp --> 900 kWh/a, mit CoP von 3.5 fuer die WP gibt das ueber 3000 kWh/a thermische Energie. Man kann dann das Netz gebrauchen, um die Zeitunterschiede Sommer/Winter auszugleichen (naja, dann wird es eher eine etwas theoretische Gegenrechnung von PV Strom und Heizleistung). Das funktioniert wirtschaftlich aber nur, wenn man fuer die kalte dunkle Jahreszeit sowieso eine LWP installieren will, denn die kostet soweit ich weiss gut ueber Euro 10 000 mit Einbau.
hhmmm .... Zum Glueck hab ich noch ein bisschen Zeit, darueber nachzudenken. Hausplannung steht erst nach dem Sommer an.
Gruss J
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