Wärmepumpe

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Re: Wärmepumpe

Beitragvon sunpower16,2 » 15.02.2010, 12:00

kommt da in solchen Monaten wie dieser Januar genügend rum? Also ich habe bei mir in diesem Januar die Sonne vielleicht 1 oder 2 mal kurz gesehen. Ansonsten war alles dunkel und grau in grau bei knackigen Minusgraden. Oder haste dann einen entsprechend großen Pufferspeicher, der 1 oder 2 Monate überbrücken kann?

Gruß, sunpower16,2
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon irgendwer » 15.02.2010, 12:02

.....eben und drum Theoretisch


Falsch. Im Wärmepumpen Prüflabor werden die Wärmepumpen installiert und die Wärmetauscher in einer Klimakammer unter genau bestimmten und stabil gehaltenen Temperaturbedingungen ausgemessen.

Die Betreiber waren jedoch selten zufrieden!! Die Invest,Kosten waren imens, die Lebensdauer der Technik unbefriedigend, die Isolierung des Hauses und vor allem des Niederenergie Heizsystems meist Fußbodenheizung zu windig.


Die Betreiber von Wärmepumpen in der Schweiz haben diesbezüglich andere Erfahrungen und sind froh, dass sie angesichts der gestiegenen Ölkosten wesentlich geringere Heizkosten aufweisen:
http://www.geothermie.ch/data/dokumente ... H_2007.pdf

So viel alte Wärmepumpen in der Schweiz? Hätte ne WP nen Kamin hätte ihnen der Kaminkehrer wegen schlechter Technik und WG schon lange den Garaus gemacht


Dieses verhältnismässig alte Haus ist ebenfalls mit einer Wärmepumpe und einer PV-Anlage versehen und kann damit sogar das Schwimmbad heizen:
http://www.keest.ch/realisierteprojekte ... pumpe.html

und natürlich Holz :wink: für das Wald-Land Schweiz


Eine PV-Anlage mit Wärmepumpe produziert 100 mal mehr Wärme als eine Holzheizung bei gleichem Flächenverbrauch.

Ein Wald produziert etwa 174'000 MJ pro ha:
http://miscanthus.at/sites/site_landw_allg.php

Bei 50 m2 entspricht das: 242 kWh und 100% Wirkungsgrad (!) der Holzheizung.

Mit einer Dachfläche von 50 m2 erreicht man bei 15% PV-Wirkungsgrad und 900 kWh und einer Wärmepumpe mit einem durchschnittlichen COP von 4: 27'000 kWh.

Und das Holz wächst übrigens nicht auf bestehenden Dächern und eine PV-Anlage muss nicht jedes Jahr mit einer Motorsäge geerntet werden.

So hat man mit ner WP zwar den WG einer El. Nachtspeicherheizung um den Faktor 2-5 Verbessert, Verbrennt aber noch immer vieleicht sogar Kostbaren PV-Strom


Im Winter verbratet man aber vor allem Windstrom und falls Du im Winter weiterhin von den Ölscheichs und Gas-Oligarchen abhängig sein möchtest, kannst Du auch nur Dein Brauchwasser mit Warmwasserboiler erhitzen - dazu reichen bereits 0.5 kW (Leistungsaufnahme):
http://www.aeh-oekotherm.ch/pdfFiles/Ko ... gleich.pdf
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon irgendwer » 15.02.2010, 12:05

kommt da in solchen Monaten wie dieser Januar genügend rum?


Mit WP und Windstrom schon:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/144/501400/text/
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon phoenixx2007 » 15.02.2010, 12:22

Tag sunpower16,2!
von sunpower16,2 » 15.02.2010, 12:00

kommt da in solchen Monaten wie dieser Januar genügend rum? Also ich habe bei mir in diesem Januar die Sonne vielleicht 1 oder 2 mal kurz gesehen. Ansonsten war alles dunkel und grau in grau bei knackigen Minusgraden. Oder haste dann einen entsprechend großen Pufferspeicher, der 1 oder 2 Monate überbrücken kann?


........ja natürlich, bei Schnee usw. kommt nix. Darum heißt das Zauberwort hier Pufferspeicher! Bei neuen Häusern zu machen, bei bestehenden schwieriger!

Solche Solarthermiehäuser sollte man viel stärker Fördern! Und nicht WP mit WG 3-4 die gefördert werden :roll: Solartrhermie das ist Sonnenenergie zum Heizen!
Aber nicht erst Strom aufwendig Produzieren wie mit PV um dann ne WP mit Faktor 2-5 zu Betreiben! :roll: :x

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Re: Wärmepumpe

Beitragvon phoenixx2007 » 15.02.2010, 12:50

Tag irgendwer!
Das ganze was Du hier schreibst hört sich nach Ing. o.ä. an! Vieleicht sogar nach Heizungsgeschäft!
Du meinst also es ist/wäre Sinnvoller in der CH das viel Holz in den Wäldern Verfaulen zu lassen als zu Ernten und zu Verbrennen weil Wärmepumpen, betrieben mit Photovoltaikstrom die Effektiv benötigte menge an Energie zum Heizen aus viel weniger Flächenverbrauch bewerkstelligen könne :shock: :|
.........so eine begründung ist wirklich einmalig, konnte ich noch nie hören und hört sich wahrlich nach nen Doktorstudium an!?

Als CO2-Klimasenker ist dieser Denkansatz von Dir "Irgendwer" ne Einbandstraße in der man die Realität vor lauter Theorie Verlohren hat!
Warum :shock:

Ganz einfach,
weil Dieser ansatz keinen Sinn macht den ob man Holz Verheizt oder Verfaulen lässt ist und bleibt Klimaneutral. Nur hat man beim, wenn man Holz Verfaulen lässt keine warmen Häuser :wink: :roll:
Somit ist Dein Technischer ansatz mit PV und WP warscheindlich sogar noch Klimabelastender weil bei der Herstellung dieser überfüßigen Technik zum Heizen sogar noch mehr zusätzliches CO2 anfällt und darum liegts Du leider mit Deinen Denkmuster erst mal:
Falsch

So wie man in den 1970Jahren nicht einsehen konnte/wollte das man mit Nachtspeicherheizungen teuere Elektrische Energie verschleudert,
so können viele, weil von den Energiekonzernen über viele Jahre gesponsert nicht war haben das es ist wie damals! Es hat sich eben nur der Elektrische Wirkungsgrad der Elektroheiztechnik geändert! Wärmepumpen unter Faktor 4,5 sollte man nicht Bauen und schon gleich gar nicht mit Subbventionen Fördern :x Mit dem gesparten Geld Solarhermie mit Pufferspeichertechnik Fördern!

Aber es ist wie so oft, Stromkonzerne-Atomlobby-Kohlelobbys lassen schön Grüßen,
wie ich auch,
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon open source energie » 15.02.2010, 13:24

@ Phönixx

Leider muss ich Dir hier widersprechen! Du hast hier eine Möglichkeit komplett außer Acht gelassen.

Für Dich gibt es entweder verfaulen oder verheizen... Eine etwas einfache Beschreibung des Naturkreislaufs. Außerdem diskreditierst Du damit den wundervollen Werkstoff Holz und seine vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Was nämlich die sinnvollste Möglichkeit ist, das Holz zu Nutzen und weniger Kunststoffe zu verwenden. Oder noch viel besser, Holzhäuser zu favorisieren. Da wird das CO2 für mehrere Jahrzehnte gespeichert und NICHT emittiert! Und noch als kleiner Nebeneffekt wird weniger Energie bei der Herstellung von Ziegeln und Beton, verbraucht.

UM ES GLEICH VORWEG ZU NEHMEN.... Abfälle von Straßenrändern etc. können zerkleinert in OSB Platten Anwendung finden...

Auch Dein Gedanke ist nur einer der Pellets - und Biomassenlobbyisten die sich die Welt so zusammenbauen wie sie am besten passt.


Gruß
open source energie
 

Re: Wärmepumpe

Beitragvon irgendwer » 15.02.2010, 13:31

Du meinst also es ist/wäre Sinnvoller in der CH das viel Holz in den Wäldern Verfaulen zu lassen


Wie kommst Du denn auf so einen Quatsch?

Die Schweiz verbrennt momentan mehr Energie als Öl- und Gas- in bestehenden Öl- und Gasheizungen als sie elektrische Energie verbraucht. http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00 ... r_id=00763

Die Schweiz hat bei weitem nicht genügend Holz um das Heizöl- und Heizgas- zu ersetzen, aber die Schweiz hat genügend Dachfläche um das Heizöl- und Heizgas- mit WPs mit PV und Solarthermie zu ersetzen.

Und Wärmeenergie lässt sich im Gegensatz zu elektrischer Energie sehr günstig speichern. Und das ist wichtig insbesondere mit dem steigenden Windstrom-Anteil:
http://www.jenni.ch/pdf/Waermepumpenanl ... nergie.pdf

Somit ist Dein Technischer ansatz mit PV und WP warscheindlich sogar noch Klimabelastender weil bei der Herstellung dieser überfüßigen Technik zum Heizen sogar noch mehr zusätzliches CO2 anfällt


Falsch. Selbst wenn der Strom zu 100% aus einem GuD-Kraftwerk enstammt, ist die WP weit klimaschonender als wenn das Gas direkt verbrennt wird:
http://www.izw-online.de/izw-berichte/ikk2000/laue.pdf

Es wird wesentlich mehr importiertes Öl und Gas eingespart (welches sich im Gegensatz zum Strom zudem ausgezeichnet speichern lässt), wenn es in flexiblen, effizienten BHKWs eingesetzt wird (und mit dem damit produzierten Strom WPs betrieben werden), als wenn es direkt in Öl- und Gasbrenner verheizt wird.
http://www.cat.com/cda/files/698811/7/CPGS_Bramming.pdf

weil Dieser ansatz keinen Sinn macht den ob man Holz Verheizt oder Verfaulen lässt ist und bleibt Klimaneutral.


Falsch. Besser ist man verstromt das limitierte Holz in flexiblen Fernwärmekraftwerken und benutzt den damit erzeugten Strom teilweise ebenfalls um WPs zu betreiben:
http://www.holzstrom.ch/
http://www.woodpower.ch/node/24

Auf diese Weise bleibt auch die Feinstaubbelastung wesentlich tiefer. :wink:
Zuletzt geändert von irgendwer am 15.02.2010, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon irgendwer » 15.02.2010, 13:33

Oder noch viel besser, Holzhäuser zu favorisieren.


Oder Türme von Windturbinen:
http://timbertower.de/
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon sunpower16,2 » 15.02.2010, 13:39

phoenixx2007 hat geschrieben:Tag sunpower16,2!
........ bei Schnee usw. kommt nix. Darum heißt das Zauberwort hier Pufferspeicher! ...
Phoenixx

Naja, der Schnee wäre jetzt nicht das Problem. Hintergrund: Ich habe eigentlich ziemlich viele Ideen in der Hinsicht - und ein altes verschiefertes 3-Familien-Fachwerkhaus (3 Etagenwohnungen). Das ist derzeit ungefähr so gut gedämmt wie ein Windfang und wartet darauf, dass ich was draus mache. Das Haus steht so, dass die Ostseite ca. 10° nach Süden und die Südseite (logisch) 10° nach Westen gedreht ist. Jetzt habe ich an die Südseite eine (recht große) Garage mit ein paar Nebenräumen und der PV oben drauf gebaut. Der Südgiebel ist zu ca. 40m² noch frei und die Ostseite bietet theoretisch auch nochmal ca. 50 m². Das Dach kannste aufgrund von Ausrichtung und Gaupen für sowas voll vergessen.

Der Plan: Die alten Schiefer runter und 'ne Wärmedämmung dran, darauf eine Hinterlüftung und in Eigenbau Kupferrohre und anstelle von Schieferplatten schwarz lackierte Kupferplatten. Ggf. mit Glasplatten oben drauf oder so, will mal in den nächsten Jahren Experimente machen, was besser geht. Und damit hätte ich eine riesige Solarthermie-Fläche, die fast senkrecht (geringe Neigung aus der Senkrechten durch die Überlappung der Platten) hängt. Ich denke mal, dass im Sommer eh genug Wärme bei rum kommt und ich die Anlage nur mit 1/4 Fläche laufen lassen brauch. Doch im Winter bei tief stehender Sonne - denke ich - wird jeder kleine Sonnenstrahl maximal ausgenutzt.

Und der Clou ist: Anstatt teure Schieferplatten und davor dann teure Solarthermiemodule zu kaufen, lande ich auf diese Weise preislich irgendwo dazwischen. Kupfer ist halt teuer, hat aber IMHO mit Abstand den besten Wärmeleitkoeffizient. Mal sehen, vielleicht kann ich die Mengen irgendwo günstig beziehen.

Nur bei so einer grauen Wolkendecke ist jetzt natürlich die hochspannende Frage, ob da irgendwas noch warm wird, oder ob da gar nix geht. In meiner Teil-Unterkellerung habe ich natürlich nicht unendlich viel Platz, um einen riesigen Pufferspeicher im Sommer aufzuladen, damit er den Winter 3 Wohnungen und Warmwasser beheizt.

Doch in einer Hinsicht verstehe ich Dich - Phoenixx - nicht wirklich. Ein Pufferspeicher mag das Sonnendefizit vielleicht im Winter wettmachen. Doch was soll an der Idee falsch sein, mit Windenergie eine Erdwärmepumpe anzutreiben? Wind ist im Herbst, Winter und Frühling ausreichend vorhanden und der Wirkungsgrad der WP ist doch nun wirklich an kalten wolkenverhangenen Wintertagen besser, als Solarthermie. Von der Nacht will ich gar nicht sprechen. Oder anders: Die Erde ist doch ein riesiger Pufferspeicher. Brauchst die Wärme doch nur rausholen.

Ich finde es auch durchaus richtig, dass der Gesetzgeber eben mehrere Ansätze zum klimaschonenden Umbau unserer Gesellschaft fördert - und das auch unterschiedlich stark. Damit werden doch mehrere Technologien in Wettbewerb zu einander gestellt. Und gerade durch den entstehenden Mix wird in Zukunft der gesammte Öko-Energie-Ansatz punkten:
* PV liefert erfüllt eben den Spitzenstrombedarf in der Mittagszeit
* Wind liefert eher zufällig den Strom auch zu anderen Zeiten
* Wasserkraft erfüllt die Grundlast rund um die Uhr
* Pumpspeicher schaffen zusätzlichen Ausgleich zwischen Spitzenangeboten und Spitzennachfragen
* Wärmepumpen senken den Bedarf an Strom bei gleicher Ausbeute gleichmäßig
* Lüftungsanlagen mit Wärmetauschern senken weiter den Energiebedarf
* Dämmungen senken ebenfalls den Bedarf an Wärmeenergie
* Solarthermie liefert Wärme (unter Zugabe von wenig Pumpenstrom) direkt, wenn Sonne da ist
Usw. So leistet jede Technologie ihren Beitrag zu allen Zeiten des Tages. IMHO wird man die Energiewende nur so schaffen.

Und übrigens Holz - natürlich ist es egal, ob es verfault oder ob es verbrennt. Nur: Das Holz muss irgendwie aus dem Wald in die Öfen kommen. Und da kommen mit Benzin betriebene Motorsägen und mit Diesel betriebene Transportfahrzeuge zum Einsatz. Daher ist es eben nur weitgehend klimaneutral, es zu verbrennen. UND ein Baum, der noch da steht und in voller Größe grünt und blüht, bindet bestimmt mehr CO2, als ein frisch gepflanzter Baum. Vor allem verfault er aber noch nicht.

Und nicht jeder Mensch hat die Zeit wie manche Rentner bei mir in der Gegend. Die laufen mit Handwagen und Fuchsschwanz bewaffnet in den Wald und holen das Holz, was lose auf dem Boden liegt. Das hat natürlich eine Top-Umweltbilanz, wenn man mal den Feinstaub durch den Reifen- und Schuhsolenabrieb vernachlässigt.

Grüße, sunpower16,2
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Re: Wärmepumpe

Beitragvon Reinheit » 15.02.2010, 14:41

Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, daß hier immer nur von strombetriebenen Wärmepumpen die Rede ist. ;) Kennt denn niemand die Möglichkeit, eine Kältemaschine - und eine Wärmepumpe ist doch nichts anderes - nach dem Absorberprinzip zu betreiben? Der Wirkungsgrad mag geringer sein als bei einer Kompressorwärmepumpe, aber dafür brauche ich nur eine Wärmequelle zum Betrieb (bis auf die Steuerung und eventuelle Pumpen). Das kann ein Öl- oder auch Gasbrenner sein, der sich ja z. B. mit Biogas betreiben läßt. Vielleicht klappt es sogar mit Solarkollektoren oder einer Verbrennung von Feststoffen. Ich bin da kein Fachmann. Ich kenne das Prinzip nur aus Veröffentlichungen der BINE. Einen Vorteil sehe ich in der starken Verringerung von mechanischem Verschleiß und Betriebsgeräuschen. Ich lerne aber gerne hinzu, wenn und warum das nicht funktioniert.
Edit: auch wenn das mein 111. Beitrag ist, hat er nichts mit Karneval zu tun. :)
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