Strom speichern ?

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Beitragvon GAST » 07.10.2009, 19:47

eweri hat geschrieben:
GLu hat geschrieben:Und zur Energie: Einem unbedarften Erstleser hier könnte der Verdacht kommen, hier sind nur Leute, die mit Kerzenlicht den Zählerablesen und mit einem Taschenrechner den Ertrag ausrechnen. Ich will ja noch leben ... bei 23,5 Grad im Wohnzimmer und reichlich Licht ...

GLu


Hm, nach mir die Sintflut - ach nee, das heißt ja "...nach mir die Klimakatastrophe". Nee, jetzt mal ehrlich - 2,5 Personen und 6000kWh/a das ist schon ganz schön viel.

Wir wohnen in einem 3 Personen Haushalt und sind bei ca. 2800kWh/a - ich habe nicht überall Energiesparlampen, der Kühlschrank ist ein mittelmässiges Modell und steht ganz oben auf der Abschussliste
Allerdings keine Gefriertruhe, kein zweiter Kühlschrank, keine zwei Fernseher, dafür drei Router, drei Computer, Waschmaschine, Wäschetrockner (der allerdings sehr sparsam verwendet wird) Stereoanlage im Standby, etc.

Ich würde mal schauen wie alt die Waschmaschine und die Kühlgeräte sind. Oder habt ihr Durchlauferhitzer?

MfG
eweri


Wir sind ein 3 Personenhaushalt, haben Durchlauferhitzer, eine etwa 10 Jahre alte Waschmaschine, ein LCD-TV, aber zum Stromsparen ein Lappi :wink: Ein großer Kühlschrank, eine Gefriertruhe, ein kaum benutzter Trockner...
Normale Energiesparlampen haben wir nicht, dafür aber teilweise standart Halogen und teilweise die neuen die Aussehen wie normale Glühlampen, aber einen Halogenstift enthalten.
Dazu hatten wir noch ein Terrarium und trotzdem nicht mehr als 4500kWh im Jahr...und da war dann noch der komplette Haushaltsstrom fürs 2 Familienhaus mit drin :oops:

Ich würde an deiner Stelle ersteinmal die 2 Kühlschränke gegen einen modernen (großen) mit mind. Energieeffizienzklasse A+ ersetzen...da passen auch ausreichend Getränke für 3 Personen 2-3Tage rein...denn die Getränke bleiben nicht länger kalt nur weil sie schon ne Woche vorgekühlt sind :wink:
Dann die 2 Gefrierschränke gegen eine Truhe mit mind. EEK A+ tauschen...
Dann für wenig benutzte Räume in denen ihr aber trotzdem ständig Licht anhabt die Lichtschalter gegen Bewegungsmelderschalter (gibt es in Unterputz) tauschen...
Wenn ihr alte Röhrenfernseher habt, Glückwunsch, behalt die solange wie es geht, die verbrauchen meist nur die hälfte von LCD-TV...

Brauchst du die 2 PC?? oder reichen evtl. 2 Notebooks/Netbooks??
Die verbrauchen ebenfalls wesentlich weniger (Das Netzteil von meinem HP mit 15,4Zoll hat 65 Watt) Ein Standartnetzteil von nem Tower meist 300-400Watt + Monitor..
Dann wäre da noch der Durchlauferhitzer, E-Herd+Backofen...die auf Gas, dann klappt es auch mit einem bezahlbaren Inverter,
Also wenn du dann auf die sonst üblichen 3000-3500kWh angekommen bist, dann kannst du dir evtl. nochmal gedanken machen das Ganze für unter 10-15k€ realisiert bekommst..

Problem ist halt das du für alles was eine elektronik enthält einen teuren Inverterwechselrichter benötigt, sowas mit mehr als 3KW in Bezahlbar zu finden??
http://www.franke-iv.de/Inverter.htm dort gibt es aufjedenfall welche die die Leistung haben und auch mit mehr als 24V zurecht kommen...
Nächstes Problem ist halt die Speicherkapazität der Batterien...Die Batteriekapazität bezieht sich auf eine Gleichmäßige Entnahme mit einem gleichmäßigen Strom.
Wenn die Batterie z.b. 12V und 100AH hat, so kann sie die nur liefern wenn sie 20Std. lang mit 5A entladen wird...erhöhst du die Entnahme z.b. auf 10A, so kannst du die Batterie nicht 10 Std. lang entladen, sondern nur ~7-8 Std.....usw.
Wenn du die Batterie mit 100A entlädst geht das meist nur für 50% der Kapazität, d.h. 30min.

Also kannst du dir ja denken welche Kapazität der Akku haben muss...

Achso, es gibt auch Tage wo wenig Sonne scheint, da musst du entsprechend mehr Strom "bunkern"...
Rechne da lieber nicht mit ~15KW Entnahmekapazität, sondern eher mit 30-40KW ...

Alternativ kannst du natürlich ein kleines Windrad nehmen, das kann evtl. auch Strom liefern wenn es dunkel ist....

grüße
Jörg
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Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re:

Beitragvon GLu » 10.12.2009, 18:08

Michael04 hat geschrieben:nur das speichern in einem akku kostet zwischen 10 und 25 ct pro kwh dazu kommen noch die verluste des akkus (die kosten für die erzeugung kommen noch dazu )

Da ich mich von dem Thema Speicherung noch nicht verabschiedet habe, und mir die genannten Kosten unrealistisch vorkommen, habe ich mal eine eigene Rechnung aufgemacht. Anlass war ein Mitarbeiter eines Betriebs, der über Gabelstaplernutzung Bescheid wußte und Angebote auf dem Schreibtisch hatte.

A:
Eine Staplerbatterie kostet, nimmt man eine junge gebrauchte ca. 1.500 €
Lass die Kosten für die Ladeeinheit auf 500 € kommen = 2.000 € Gesamtkosten
Eine Staplerbatterie lebt etwa 2.500 Ladezyklen. Nehmen wir an, wir kommen auf 250 "Lagetage" pro Jahr.
So erhöht sich die Lebensdauer auf 10 Jahre = Kosten für diese Batterie/Ladeeinheit = 0,55 € pro Tag.

B:
Meine PV-Anlage produziert im Schnitt 27 kw pro Tag. Die 0,55 € ergeben somit 4,4 % Kosten bezogen auf
die Einspeisevergütung. Interessant wird dies aber erst, wenn der zuzukaufende Strom sehr viel teurer wird.

C:
Nehmen wir also die Lebens-Gesamtleistung einer Staplerbatterie 50.000 kwh (2o kw Tagesleistung), so
kommen wir auf 0,04 € pro kwh

Lass die Batterie plus Ladegerät und Peripherie das Doppelte kosten, dann sind es immernoch nur 0,08 €/kw
In 20 Jahren (im Jahre Null nach Einspeisungsvergütungsende) allerdings, wird das EVU-KW etwa 0,80 € kosten.
Allerspätestens dann rentiert sich die Staplerbatterie allemal !

Worin liegt mein Denk/Rechenfehler ?

GLu

PS:
Und ob es eine USV oder eine Staplerbatterie sein sollte, werde ich auch noch klären.
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Re: Re:

Beitragvon neuharlingerstrom » 11.12.2009, 08:47

GLu hat geschrieben:
Michael04 hat geschrieben:nur das speichern in einem akku kostet zwischen 10 und 25 ct pro kwh dazu kommen noch die verluste des akkus (die kosten für die erzeugung kommen noch dazu )

Da ich mich von dem Thema Speicherung noch nicht verabschiedet habe, und mir die genannten Kosten unrealistisch vorkommen, habe ich mal eine eigene Rechnung aufgemacht. Anlass war ein Mitarbeiter eines Betriebs, der über Gabelstaplernutzung Bescheid wußte und Angebote auf dem Schreibtisch hatte.

A:
Eine Staplerbatterie kostet, nimmt man eine junge gebrauchte ca. 1.500 €
Lass die Kosten für die Ladeeinheit auf 500 € kommen = 2.000 € Gesamtkosten
Eine Staplerbatterie lebt etwa 2.500 Ladezyklen. Nehmen wir an, wir kommen auf 250 "Lagetage" pro Jahr.
So erhöht sich die Lebensdauer auf 10 Jahre = Kosten für diese Batterie/Ladeeinheit = 0,55 € pro Tag.

B:
Meine PV-Anlage produziert im Schnitt 27 kw pro Tag. Die 0,55 € ergeben somit 4,4 % Kosten bezogen auf
die Einspeisevergütung. Interessant wird dies aber erst, wenn der zuzukaufende Strom sehr viel teurer wird.

C:
Nehmen wir also die Lebens-Gesamtleistung einer Staplerbatterie 50.000 kwh (2o kw Tagesleistung), so
kommen wir auf 0,04 € pro kwh

Lass die Batterie plus Ladegerät und Peripherie das Doppelte kosten, dann sind es immernoch nur 0,08 €/kw
In 20 Jahren (im Jahre Null nach Einspeisungsvergütungsende) allerdings, wird das EVU-KW etwa 0,80 € kosten.
Allerspätestens dann rentiert sich die Staplerbatterie allemal !

Worin liegt mein Denk/Rechenfehler ?

GLu

PS:
Und ob es eine USV oder eine Staplerbatterie sein sollte, werde ich auch noch klären.


Moin ...

das wird auf alle Fälle sehr interessant werden nach dem Ablauf der garantierten Einspeisevergütungen wobei sich für manche PV Direktoren der ersten Stunden die Frage schon in wenigen Jahren stellt. Wer mit bedacht auf langlebige kristalline Zellen gesetzt hat wird vielleicht noch gar 30 weitere Jahre kostenlos "Strom vom Himmel" beziehen und er wäre bekloppt den für ein Butterbrot weiterhin ins Netz zu liefern. Die "Aufrüstung" der eigenen PV Anlage vom reinen Einspeiser zum Strommanagement beeinhaltet dann sowohl Batteriekapazität sowie Inselfähigkeit bei WR ... Nebst den reinen geldlichen Vorteilen die das bringen kann hat man auch auf älle Fälle mehr Ausfallsicherheit und braucht sich auch nicht mehr auf Gedeih und Verderb den Versorgern ausliefern. Mit der Verfügbarkeit von E-Autos wird eine zusätzliche Möglichkeit des Eigenverbrauchs des "Himmelsstroms" geschaffen.

Ich für meinen Teil investiere einen Teil meiner PV Überschüsse in den Aufbau eines "Autarkienetzes" und wenn die Preisentwicklung bei der PV Technik so weiter geht stelllt sich eh die Frage ob man weiterhin teuren Netzstrom beziehen muß

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Re: Re:

Beitragvon GLu » 11.12.2009, 10:58

neuharlingerstrom hat geschrieben:Die "Aufrüstung" der eigenen PV Anlage vom reinen Einspeiser zum Strommanagement beeinhaltet dann sowohl Batteriekapazität sowie Inselfähigkeit bei WR

Nun, diesbezüglich ist ja noch nichts verloren. Laut Aussage eines befreundeten Physikers beträgt die Lebensdauer
eines Wechselrichters etwa 10 Jahre. Dann werde ich auf jeden Fall einen Insel-WR nachrüsten.

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Re: Strom speichern ?

Beitragvon Pontijack 60 » 16.12.2010, 23:17

Es gibt die Fa. Allgäubatterie, die poduzieren Batterien nach Kundenbedarf in jeder Volt bzw. Amperezahl, unsere Staplerbatterie hat zB. 14 Kwh bei ca. 700 kg, also bräuchtest du zwei für 28 Kwh denn man darf die ja nicht ganz entladen. Soweit so klar. Unsere Batterie hat neu 1600.-€ gekostet also nicht besonders viel, dann wäre da noch der Stromumwandler der dürfte aber auch um ca 1500.- drin sein. Ich spiele mich auf jeden Fall auch mit dem Gedanken eine Staplerbatterie einzusetzen....mit 5Kwh...hehehehe.....so tief bin ich schon gesunken..hehe.
Übrigens unsere letzte Staplerbatterie hat trotz schonungslosem Umgang durch 12 Mitarbeiter, fast täglich geprügelt, gewürgt, und vergewaltigt sensationelle 16 Jahre überdauert!!!
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Re: Strom speichern ?

Beitragvon GLu » 17.12.2010, 09:34

Pontijack 60 hat geschrieben:Es gibt die Fa. Allgäubatterie ...

Genau mit denen habe ich vor etwa einem Jahr darüber gesprochen. Der zuständige Mitarbeiter erzählte mir, daß sie Anfang 2010 mit einem Dauerversuch anfangen wollen, eine oder mehrer Staplerbatterien über eine Photovoltaik zu laden um damit Erfahrungen zu machen. Ich denke, dieser Sommer dürfte bereits Ergebnisse gebracht haben. Vielleicht rufst Du da mal an.

Gruß, GLu
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Re: Strom speichern ?

Beitragvon sonnentau » 17.12.2010, 10:13

Die Pzs Batterien haben einen Nachteil bei der Selbstentladung sie beträgt bis zu 20 %.Eine OPzs für Solaranwendungen hat eine Selbstendladung von 2 %.Natürlich sind die Preise auch sehr unterschiedlich.Wärme hat zum Beispiel enorme Auswirkungen auf die Lebensdauer.Du brauchst auf alle Fälle ein Wechselrichter der an Netz mit angeschlossen werden kann.Es erspart Dir Steuerung und Laderegler.Z.B. SMA Sunny Island oder Victron Multi Plus.Batterien sind nicht kalkulierbar!Man sollte immer vom schlechtesten Fall ausgehen.
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Re: Strom speichern ?

Beitragvon wieso » 17.12.2010, 16:48

.... Hm wie ist es denn eigentlich mit der Selbstentladung , wenn die Batterie immer in Betrieb ist ? Und täglich geladen wird

Sonnentau du sagst bis 20 % bei Staplerbattrien , mit ist 5-10 % bekannt im Monat ( aber mag mich täuschen )

10 % wären bei meiner 1600 AH Batterie (24 volt ) dann ca 4 kwh im Monat also ca 48 kwh im Jahr , sind dann so pi mal Daumen 50 watt mehr Modulfläche als zu eine andern Batterie ohne (?) Selbstentladung

Ich hatte ein Angebot über OPZS für 600 AH und 3000 Euro vor 3- 4 Jahren und bin froh mich lieber für meine gebrauchte Gabelstapler batterie entschieden zu haben, mit ca 3 malso viel Kapazität ein drittel des Preises :D

Natürlich ist dies ein Risiko , da man nicht weiss wie die vorher in gebrauch war

Dafür hab ich mir dann 2.4 kw mehr an PV besorgt , damit die Lebenserwartung durch nicht zu häufiges tiefenentladen steigt

Gruss Lars
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Re: Strom speichern ?

Beitragvon sonnentau » 17.12.2010, 17:24

Hallo wieso,es gibt unterschiedliche Aussagen.Warum das so ist weiß ich auch nicht.Bei einer Planung sollte man aber wirklich vom schlechtesten ausgehen.Wie gesagt bei den heutigen Modulpreisen und der Größe der Anlage spielt es nicht so eine große Rolle.Die Verluste werden durch einen viel niedrigeren Anschaffungspreis kompensiert.Man sollte es aber wissen.
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Re: Strom speichern ?

Beitragvon Pontijack 60 » 21.12.2010, 00:03

der heute den 23. Tag in Folge (bei nur 2tägiger Unterbrechung) mit schneebedeckter Anlage hat ...

Der Schnee momentan zipft mich an, macht das eh schon schlechte 2010 voll nieder.
Winter ist ja schon schön aber nicht auf meinem Dach!

Mein Tarif läuft in 8 Jahren aus und wenn die VKW glauben sie können mich mit ein paar Ct. verseckkeln dann kommen auch bei mir die Staplerbatterieen.
Die lassen sich auch mit Nachtstrom aufladen.....was die Multis können, können wir schon lange

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