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von solder » 16.03.2011, 10:37
Hallo,
so nach und nach erfährt man immer mehr technische Details. So stand gestern bei Spiegel Online, dass in Japan 60Hz und 50Hz benutzt werden. Lt. Wikipedia 50Hz im Osten und 60Hz im Westen. Da ist es ja klar, dass man nicht einfach Strom aus dem 60Hz-Netz des Westens in den Osten transportieren kann um die Erzeugungslücke auszugleichen. Immerhin sind 6 Reaktoren mit rund 6GW Leistung allein in Fukushima I ausgefallen (beim Beben wurden aber auch noch weitere AKW an der Ostküste abgeschaltet).
Was mich interessiert: Gibt es eine Karte, wo man die Grenze zwischen 50/60Hz sehen kann? Weiß jemand was zu den historischen Gründen für 2 Frequenzen? Japan ist das lt. Wikipedia einzige Land (in Liberia findet aktuell der Übergang von 60 auf 50Hz statt), das sich solch' einen Wahnsinn leistet (anders kann ich das nicht bezeichnen). Ist was über Frequenzumrichter bekannt, die einen Übergang von einem zum anderen Netz schaffen könnten?
Solder
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von eggis » 16.03.2011, 10:58
Moin solder, Wiki hilft weiter!  Östliches Japan 50 Hz (Tokio, Kawasaki, Sapporo, Yokohama, und Sendai); Westliches Japan 60 Hz (Osaka, Kyoto, Nagoya, Hiroshima). 
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von gernoot » 16.03.2011, 11:37
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von solder » 16.03.2011, 15:04
Danke für die Info Wikipedia schrieb: In Summe sind vier Kurzkupplungen mit einer Kupplungsleistung von je 300 MW in Shin Shinano, Sakuma Dam, Minami-Fukumitsu und der Higashi-Shimuzu Frequency Converter in Betrieb.
Diese 1,2GW sind natürlich nicht gerade viel, wenn man bedenkt, wieviel AKW-Leistung jetzt fehlt. Keine Ahnung, ob der Süden das ausgleichen könnte, aber ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Flaschenhals (gerade mal die Leistung eines AKW-Blocks) mit dazu beiträgt, dass jetzt im Norden nicht genug Strom da ist. Dabei haben sie noch "Glück", dass Millionenstädte wie Sendai vorläufig wohl keinen Strom mehr brauchen. Weiß jemand was über die historischen Hintergründe? Solder
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von gunnar_kaestle » 06.08.2011, 10:25
solder hat geschrieben:Weiß jemand was über die historischen Hintergründe?
Ich glaube, das lag an den regional akzentuierten Vertriebserfolgen von Kraftwerkstechnik aus dem Hause Siemens (50Hz) und Westinghouse (60Hz). In der Phase der Industrialisierung Japans haben die einen das nordamerikanische System vertrieben, die anderen die europäische Variante. Mir persönlich gefallen 50 Hz besser, einfach weil man besser rechnen kann: Eine Halbwelle sind 10ms, allerdings sind 60Hz Systeme (Trafos+Generatoren) bei gleicher Leistung kompakter: di/dt steigt bei größerer Grundfrequenz an. Gruß, Gunnar
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