Naturschutz kontra Photovoltaik

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Beitragvon Eibel » 28.02.2007, 14:44

Wolkenvertreiber hat geschrieben: ...Photovoltaik ist Naturschutz...


Du hast ja Recht. Die Überschrift ist vielleicht etwas zu überspitzt. Wir brauchen beides, erneuerbare Energie und Naturschutz. Es gibt aber Dächer genug auf denen man Solaranlagen aufbauen kann ohne Bäume zu fällen. So bleibt beides im Einklang. Es bringt wenig wenn man für ein paar kWh Mehrertrag eine Eiche fällt. Das soll aber natürlich nicht heißen, daß freie Dächer nicht genutzt werden sollten.
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Re: Naturschutz kontra Photovoltaik

Beitragvon relu127 » 28.02.2007, 16:20

Hast du Langeweile !

Eibel hat geschrieben:Ich unternehme hier nun zum dritten mal einen Anlauf den Schutz der Natur zur Diskussion zu stellen. Denn Naturschutz scheint hier im Forum, wie das Recht auf eine eigene Meinung, nicht besonders hoch im Kurs zu stehen.

Ich fände es interessant wenn sich auch andere einmal zu diesen Statements äußern würden :

PV-Rüterberger hat geschrieben:Heute Nacht komplett absegen

bevor der neue Besitzer den Baum

zu Gesicht bekommt !!!

Dann haste endlich Ruhe !

:D PV-Rüterberger :D


Rio hat geschrieben:germanfarmer.........hat die Frau keine Kinder????? Dann mach doch den Vorschlag den Bla... ääääh Kleinen ein Baumhaus zu bauen.....so auf 1 Meter Stammhöhe!! :wink:


Calimero hat geschrieben:Die Weide ausschlagen lassen und dann die neuen Triebe mit Round Up behandeln ( Blätter einstreichen ) und Ruhe ist.

mfg Wolfgang

----

Hallo Hubsi

Falls es Dir noch nicht bekannt sein sollte: Round Up ist lediglich ein Salz (Glyphol). Es wird über die Blätter aufgenommen und geht bis in den Wurzelstock. Die Weide wird absterben und Gut iss!

mfg Wolfgang


enajr hat geschrieben:Für Totalentfernung eignet sich auch "Ringeln": einfach die Rinde rund um den Stamm ca. 1 cm breit entfernen, dann ist die ZUfuhr nach oben unterbrochen. ...
Gruß. enajr


germanfarmer hat geschrieben:GAnu genau, wegkriegen würde ich den schon, wenn ich nur dürfte... :lol:

Kette drum, Trecker vor und GAAAAAAAAASSSSSS geben !! :twisted:

Gruß
germanfarmer


wenn ich weiter suchen würde ließen sich bestimmt noch weitere "baumfreundliche" Einträge im Forum finden.

Aber kann es wirklich sein, daß man für die Photovoltaik Bäume opfert? Da ist es javielleicht sogar besser Strom aus Kohle zu gewinnen. Beides schadet der Natur aber Kohlestrom ist billiger :cry: :cry:
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Beitragvon bereil » 28.02.2007, 16:24

Ich meine, es wird etwas zuviel Wind um das Thema gemacht.
Den Beitrag von Eibel als Vorschlag für Aufkleber fand ich amüsant.

Als ich vor einigen Jahren mal für 10 Monate bei einer Organisation war, die auch gerne in Wälder gleiten (kriechen sagt man ja nicht) hatten wir den Befehl keine lebenden Bäume zu fällen !
Dem Untero...., dem wir sein Schlafgemach zubereiten durften sagte uns dann, wir sollen den Baum fällen.
Aber Herr ... wir dürfen doch keine lebenden Bäume fällen.

DIESER BAUM WIRD HIERMIT FÜR TOD ERKLÄRT - FÄLLEN !!!

Das hat er wirklich geschriehen, deshalb die Grossschrift.

Ich habe auch schon Büume gefällt, um damit zu heizen. Dabei habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Für meine Anlage musste kein Baum dran glauben, es hätte mich aber auch nicht sonderlich gestört, wenn doch :wink:

Wie immer - meine Meinung,

bereil
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Beitragvon Novak Dimon » 28.02.2007, 18:45

Moin!
An und wann ist es sicherlich nicht als Verwerflich anzusehen wenn ein Baum gefällt wird um z.B. die PV-Anlage zu entschatten. Ich habe zwar keinen Baum für meine PV-Anlage erlegt (würde auch nix bringen einen zu fällen, da müsste gleich ein ganzer Wald dran glauben ;) ) aber wenn in einem Wohngebiet jemand nen Baum wegmacht ist das doch seine Sache.
Das muss jeder mit seinem Gewissen ausmachen.

Ich würde z.B. gerne einen Baum vor unserem Haus abholzen da der die Kinderzimmer derart abschattet daß sogar im Sommer die meiste Zeit Licht brennen muss. :evil: DAS ist umweltschädlich! Leider ist der Baum Eigentum der Stadt und ich darf nichts machen. :(

Gruß
Christian
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Du fragst wer ich bin? Ich bin Novak, der Wanderer...
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Beitragvon Don Carlos » 28.02.2007, 21:18

Mir sind kleinkarierte Denkweisen und Banalitäten ein Gräuel, besonders dann, wenn sie zum Selbstzweck verkommen oder vom Problem ablenken.

Intakte Umwelt, intaktes Klima, CO2-Einsparung durch erneuerbare Energien! -
Eingängig gefällig. Sorgfältig zusammengestellt. Hehre Ziele – gar keine Frage.

Die Reihenfolge wurde bewusst so gewählt und zum Slogan stilisiert. Aber diese Postulate bedienen sich jeweils vorhergehenden These als Beweis. Wie wäre es den anders herum? CO2-Einsparung durch erneuerbare Energien, intaktes Klima, intakte Umwelt!
Für Photovoltaik ist Naturschutz! gilt das ebenso.
Das klingt nicht nur komisch, das ist es auch. Die Umkehrungen gehen also nicht - sie ist deshalb Nachfrage bedürftig und verlangen am Ende kein Ausrufungszeichen, sondern ganz dicke Fragezeichen.

Mein Verstand und mein Gefühl sträuben sich, wenn CO2-Einsparung im Kontext zu intaktem Klima und besonders zu intakter Umwelt gestellt wird. Besonders dann, wenn sie sich in Verbindung von frisch synthetisiertem Neusprech, wie Klimaignorant, Klimakiller, Umweltschädling, CO2-Leugner, usw. usw. befinden. Dies dient allein der Polarisation, dem Aufheizen von Emotionen, dem Aufhetzen der Menschen gegeneinander und nicht der Information und nicht der Sache und schon gar nicht der Natur.
Sie kanalisieren die Meinung und klammern die tatsächlichen Bedrohungen aus!
Beweis dafür ist unter anderem auch der vorliegende Thread.

Bei genauerem Nachdenken reduziert sich das Ganze auf ein einziges primäres Problem:
Intakte Umwelt.


Was ist das Objekt „Umwelt“ überhaupt. Das sollte man noch klären, bevor man sich mit ihrem gewünschten Zustand „intakt“ auseinandersetzt.
Bei Wikipeida gibt es da eine Menge zu lesen. Das spare ich mir hier, bis auf die schon fast 100 Jahre alte Definition: "Die Umgebung eines Lebewesens, die auf dieses einwirkt und seine Lebensumstände beeinflusst" von Jakob Johann von Uexküll oder noch einfacher: „Die Umwelt formt den Menschen“.
Diese These ist im Gegensatz zu den oben genannten sehr wohl eine reversible These. Sie scheint also wahr und beweisbar zu sein. Ja, der Mensch formt die Umwelt.

Und er hat dazu sogar eine Legitimation, auf die er sich gerne berufen kann:
Die ist im Alten Testament in der Genesis sehr klar ausgedrückt: Der Mensch hat das Recht sich die Erde untertan zu machen!
Nichts steht aber davon drin, dass dem Mensch die Berechtigung erteilt wurde die Erde zu verwüsten. Aber Rechte und Pflichten gehören zusammen, wie Tag und Nacht. Es ist erlaubt, die gegebenen Ressourcen zu nutzen, aber nicht sie zu verheizen und zu verschleudern.
Es ist dem Menschen erlaubt, dass er gesund ist und lange lebt. Nicht erlaubt ist, dafür zu Sorgen, das er krank (gemacht) wird und andere daraus Nutzen ziehen.
Insgesamt lässt sich hier ein Auftrag und die Pflicht für den Schutz von Natur und Umwelt durchaus ableiten.

Aber es ergibt keinen Sinn das Roden von Bäumen zu verbieten, egal ob es sich um eine besonders lästige und urwüchsige Weide handelt, wenn vielleicht beim nächsten Sturm durch sie größerer Schaden anrichtet wird. Es ergibt auch keinen Sinn Freizeit- und Erholungssport zu verbieten, wenn das tatsächliche Risiko besteht, eine Kröte zu verletzen, die nach der Versorgung ihrer Wunden von dem auf der anderen Straßenseite wartenden Storch verzehrt wird, samt Pflaster oder Notverband oder schon vorher vom nächsten Auto platt macht wird.
Das ist Mitgefühl oder Mitleid oder Rücksichtnahme. Klar sind das ebenso wichtige Aspekte für das Leben des Menschen selbst. Für die Existenz oder den Fortbestand der Erde oder der Natur oder des Menschen ist das allerdings ohne Belang. Und mit Naturschutz oder Umweltschutz hat dies nichts zutun.

Was ist das eigentlich „intakte Umwelt“? Dies auf Naturschutz und Umweltschutz reduzieren zu wollen, ist mit Verlaub, Blasphemie.
Welchen Stellenwert nimmt in der Prioritätenliste sauberes Wasser, Lebensmittel ohne künstliche Geschmacksverstärker und Konservierungs- und Farbstoffe, Pestizidreste, Hormonbestandteile, saubere Luft ohne gesundheits- oder nervenschädigenden Aerosole und Strahlungen von irgendwelchen chemischen oder physikalisch-technischen Prozessen usw. ein? Das sind wohl die Wichtigsten, aber ganz sicher nicht alle.

Diesen Dingen ist der Mensch der Neuzeit nicht etwa schutzlos ausgeliefert, weil sie durch höhere Macht oder besondere Gewalt erzwungen wurde. Nein, er hat sie selbst gewählt und nimmt das Ergebnis billigend in kauf, weil er gierig und machtgeil ist und unbelehrbar. Es dauert noch etwas, bis der Menschheit das klar wird. Umkehren geht immer. Nur die Bedingungen dafür werden immer ungünstiger und schlechter.

Der Mensch hat einen Kopf zum Nach- und Vordenken und er ist rund, damit die Gedanken auch mal die Richtung wechseln können. Er braucht keinen Standpunkt, weil dieser seinen Gesichtskreis auf den Radius Null einengt. Und in der Regel hat er einen mindestens zweistelligen Intelligenzquotienten. Bei manchen Menschen ist scheinbar oder ausnahmsweise ein Komma dazwischen. Sonst kämen sie nicht auf die Idee die eigenen Lebensgrundlagen Wasser, Luft und Nahrung massiv zu vergiften.

Im Mittelalter wurden Brunnenvergifter ohne wenn und aber gehenkt. Heute darf ungestraft alles Mögliche in die Luft, das Grundwasser, den Boden und die Nahrungsmittel entsorgt werden. Über den Sinn und die Folgen braucht mit mir niemand diskutieren. Besonders in homöopathische Dosierungen entfalten sie ihre besondere Wirksamkeit und erst recht in unbekannten Zusammensetzungen. Ein teuflisches Zeug, denn diese künstlichen, naturfremden Substanzen bleiben dem Menschen dauerhaft erhalten.
Kann sich noch jemand an DDT, TDD und PCB erinnern? Es gibt noch Schlimmere und es werden immer mehr! Diese Stoffe geraten zwar in Vergessenheit, sind aber dennoch ständig präsent! Und die Auswirkungen sind tagtäglich zunehmend spürbar - von A wie Allergien über K wie Krebs bis Z wie Zysten bei Mensch und Tier

Wir könnten nun auch sehr einfach unser Engagement in Photovoltaik einordnen. Es ist sehr wichtig – ganz ohne Zweifel. Aber es besteht die Gefahr einer Überbewertung, wenn nicht im Gegenzug mit Umstellung der Produktion von Energie aus regenerativen Quellen der Verbrauch ganz konsequent auf dem bestehenden Level eingefroren, also das Wachstum der Stromproduktion in einem kalkulierbaren Zeitraum schrittweise auf Null reduziert wird.
Aber solange die Gewinne der Stromversorger nicht in solche Projekte investiert werden und nur die Taschen der Vorstände und Aktionäre füllen, ändert sich nichts - nicht für den Menschen, nicht für die Umwelt.
Und wenn es auch keiner hören will, unser tolles Engagement kommt solange nicht über eine Alibifunktion nicht hinaus. Ebensolange ist es zwar nützlich, hat aber bestenfalls marginale Wirkungen als Umwelt- und Naturschutzinstrument – vergleichbar mit der Verschonung von Weide und Frosch.

Wer meinen Thread über das CO2-Problem verfolgt hat, kennt meine Ansicht dazu.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Schulzeit, als es um die Gesetze der Thermodynamik ging: Energieerhaltungssatz, Entropie, Anergie, Exergie, Agonie sollten als Stichworte genügen. Ich weiß nicht, ob auf den Lehrplänen der Schulen diese Themen inzwischen der Zensur anheim gefallen sind. Aber allein das Verständnis dieser Gesetze genügt, um (Blöd-)Sinn und Hintergrund der medialen CO2-Gefährdung der Umwelt mindestens in Frage zustellen.
Der anthropogene Anteil am CO2 beträgt zurzeit durchschnittlich 1,03 ppm (ppm = 10-6 = Teile pro Million) oder 0,28 %.
Wer möchte, kann das gerne nachrechnen.

Man kann es drehen wie man will, wovon lebt der Mensch? Die Antwort ist einfach: Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral . Und plötzlich gelangt man in die Nähe der Grundfragen der Philosophie. Und da gibt es dann nicht mehr so viele Möglichkeiten und passende Theorien .

Wie immer – meine Meinung

D.C.
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Beitragvon Kollektor » 28.02.2007, 21:32

Wir wohnen auf einem Hügel mit einem herrlichen Rundumfernblick. Die Bäume waren am Anfang recht niedlich. Dann wurden sie höher und höher. Nicht nur der Fernblick in den Schwarzwald, über den ganzen Ort und auch den eigenen Garten war gestört, sondern die nach Süden ausgerichteten Zimmer wurden immer dunkler, so dass man schon früh das Licht anschalten musste. Die wärmenden Sonnenstrahlen im Frühjahr und Herbst blieben aus und mussten durch wertvolle fossile Rohstoffe ersetzt werden.

Bild

Mit dem Plan, eine PV-Anlage zu installieren, fassten wir den Entschluss die direkt vor dem Haus stehenden Bäume in Brennholz zu verwandeln.

So sieht es heute aus:

Bild

Das Holz reicht für zwei Jahre im offenen Kamin:

Bild

In unserem parkähnlich angelegten Garten gibt es weiterhin viele schattige und lauschige Plätzchen mit mehr als 30 großen Bäumen:

Bild

Durch das Hanggrundstück haben wir den Fernblick wiedergewonnen, die Räume sind wieder lichtdurchflutet und hell und die wärmenden Sonnenstrahlen sparen viel wertvolle Heizenergie.

Durch die Südausrichtung auf dem Hügel haben wir eine optimale PV-Lage die viel diffuses Licht von allen Seiten heranlässt und durch den immerwährenden Wind die Module nicht zu heiß werden lässt. Das Ergebnis sind mehr als 1100 KWh/KWp in jedem der 3 Betriebsjahre.

Ich bin selbst Naturschützer und teile meinen Garten mit sehr vielen Lebewesen, die z.B. durch aufgeschichtete Steine und Holzhaufen eine lebenswerte Heimat haben. Zu meinen Mitbewohnern gehören Eulen, Fledermäuse und Wildbienen.

Bin ich nun ein Baumfrevler, der nur seinen Profit im Kopf hat ?
Sonnige Grüße
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