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von Montio » 24.03.2011, 20:50
Sunstegen hat geschrieben:Mit das Wichtigste ist bei E-Methan ist nicht die Tatsache ob jetzt der Wirkungsgrad 2-3% besser oder schlechter ist (natürlich sollte der möglichst hoch sein) sondern es ist die Möglichkeit das Erdgasnetz mit seinem Speicher von 200TWh (das entspricht in etwa 1/3 des Stromverbrauch von Deutschland pro Jahr) als Langzeitspeicher zu benutzen und man hat wie beim Stromnetz ein flächendeckendes Netz zur Verfügung zur Verteilung . Auch hat man die Möglichkeit diesem Erdgasnetz sofort 5% Wasserstoff beizumischen was 10TWH bzw.10000Gwh entspricht und somit sofort die Spitzen aus Wind- und Sonnenstrom sinnvoll nutzen kann d.h. das Thema Netzüberlastung durch Wind-bzw.Sonnenstrom ist vom Tisch und zeitverzögert kann die ins Erdgassystem eingespeisste Energie wieder über dezentrale GUD-Kraftwerke unter Ausnutzung der Abwärme in Strom-und Windarmenzeiten für den Netzausgleich zu sorgen.
Ohne dem Sachverständigenrat Allwissenheit bescheinigen zu wollen: Das dortige "100% EE in 2050"-Konzept verwendet nur Druckluftspeicher. Hier stehen klar die Kosten im Vordergrund, was ich in vielen Diskussionen vermisse. Das kostengünstigste Szenario, das 15% Stromimport zulässt und eine Anbindung zu Norwegen vorsieht, käme sogar ohne PV (!) aus. Gruß Montio
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von Mühli » 24.03.2011, 20:58
Die Sachverständigen haben der PV vor wenigen Jahren rein gaaar kein Potential zugeschrieben. Das sollte nur für Taschenrechner und Satelliten dienen... Auch Kfz waren nur als Zwischenlösung gedacht, Pferde werden sich wieder durchsetzen. Oder Computer: Es besteht nur Bedarf an ein paar Rechnern, hat IBM mal gesagt... Soviel zu Prognosen von irgendwelchen Superschlauen
Gruß
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von kai » 24.03.2011, 21:59
Hi, also bis 50% Beimischung von Wasserstoff ist für einen Gas-Brennwertkessel kein Thema. Wurde bereits alles getestet. Neue Gas-Brennwertgeräte werden das also abkönnen. http://www.google.de/url?sa=t&source=we ... 6bBxTK4dbgJetzt müsste man nur noch seinen Sommerüberschuß in Wasserstoff möglichst verlustfrei umwandeln und in der heizperiode beimengen. Mal sehen wann das kommt. Vielleicht ist eine moderne 2015er Brennwert Therme dann doch eine Alternative zur Erdwärmepumpe  Gruß Kai
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von Mühli » 24.03.2011, 22:30
Das Problem ist, dass Wasserstoff nicht gut speicherbar ist und durch die Leitungen durchdiffundiert. Deshalb kann man nur recht geringe Anteile beimischen, glaube oben wurden 5% genannt, habs selber jetzt nicht nachgeschaut. Ansonsten wäre das mit dem Methan ja absolut sinnlos, wenn man einfach H2 dafür nehmen könnte. Probleme mit der Verbrennung wirds nicht geben, das stimmt wohl.
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von gernoot » 24.03.2011, 22:46
kai hat geschrieben:also bis 50% Beimischung von Wasserstoff ist für einen Gas-Brennwertkessel kein Thema. Wurde bereits alles getestet. Neue Gas-Brennwertgeräte werden das also abkönnen.
Zu bedenken ist aber, dass Wasserstoff bei gleichem Volumen nur etwas mehr als ein drittel Heizwert hat. Damit müssen bei allen Gasgeräten die Düsen nachgestellt werden. Also mal eben so einen veränderlichen Teil Beimischen ist wahrscheinlich schwierig. Mühli hat geschrieben:Das Problem ist, dass Wasserstoff nicht gut speicherbar ist und durch die Leitungen durchdiffundiert. Deshalb kann man nur recht geringe Anteile beimischen, glaube oben wurden 5% genannt, habs selber jetzt nicht nachgeschaut.
die Salzkavernen oder alte Gaslagerstätten sind hinreichend dicht für Wasserstoff auch Gasometer sollten sich so ausrüsten lassen, das Wasserstoff in größeren Mengen gespeichert werden kann. Die Diffusion durch Leitungen ist absolut unbedeutend bei der Menge die umgesetzt wird. Aber wie gesagt die Energiedichte ist deutlich geringer, dies spielt auch bei der Lagerung eine gewisse Rolle.
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von Montio » 25.03.2011, 10:15
Mühli hat geschrieben:Die Sachverständigen haben der PV vor wenigen Jahren rein gaaar kein Potential zugeschrieben. Das sollte nur für Taschenrechner und Satelliten dienen... Auch Kfz waren nur als Zwischenlösung gedacht, Pferde werden sich wieder durchsetzen. Oder Computer: Es besteht nur Bedarf an ein paar Rechnern, hat IBM mal gesagt... Soviel zu Prognosen von irgendwelchen Superschlauen
Gruß
SRU, die Superschlauen. Solche Urteile desavouieren eine Forschergruppe, die sich für 100% EE und eine Zukunft ohne Atom ausgesprochen uns sich klar gegen die Verlängerung der Laufzeiten ausgesprochen hatte. Ich weiß auch nicht alles, nur eines ist sicher: Denkverbote sind immer schlecht. Mit dem SRU-Gutachten kann man sich durchaus mal beschäftigen. Vor allen Dingen wenn es um eine Abwägung der Kosten geht, muss es weitergehen, wir stehen erst am Anfang. Es ist bisher zu viel Geld verschwendet worden, weil niemand einen richtigen Plan hatte und hat. Gruß Montio.
Zuletzt geändert von eggis am 25.03.2011, 10:18, insgesamt 1-mal geändert.
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