Horrorszenario Blackout Stromausfall

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Re: Horrorszenario Blackout Stromausfall

Beitragvon GAST » 26.02.2011, 01:47

Hallo,
das Problem ist ja nicht das ein einzelnes Kraftwerk ausfällt weil es einen technischen Defekt hat, sondern das ein ganzer Kraftwerkspark ausfällt weil ein Hacker sich beweisen möchte, weil ein Hacker seine Kasse auffüllen möchte, oder was auch immer.

Wenn lediglich ein Kraftwerk auf einen Schlag "weg" ist, dann gibt es bei Stromknappheit mit Sicherheit mind. ein Flackern in der Beleuchtung, aber wenn es zu einer Kettenreaktion kommen sollte, dann kann durchaus auch ein riesiger Bereich betroffen sein, siehe Papenburg vor einigen Jahren!!

Auch wenn es hier von der BILD übertrieben dargestellt wurde, aber der Hinweis mit den Strommasten im Münsterland vor ein paar Jahren kam bereits, ist also nicht unmöglich das der Strom auch mal tagelang weg ist, je größer das betroffene Gebiet umso länger wird der Ausfall andauern können, denn die Netzbetreiber und EVUs haben ja mittlerweile alles auf letzte Rille reduziert...

Was auch nicht ganz abwegig sein soll ist die "Gefahr" das es durch Erruptionen auf der Sonnenoberfläche in bestimmten Zeiten zu irgendwelchen einflüssen auf der Erde kommen kann, so das dadurch die Trafos der Netzbetreiber zerstört werden (Habe dazu mal einen Bericht gesehen ich meine von Quarks&Co, demnach könnte es so heftig sein das dutzende Trafos abrauchen und die Netzbetreiber über monate hinweg keinen Ersatz bekommen weil es einfach keine Trafos auf vorrat gibt).

Wenn wir jetzt alle Inseltaugliche WR hätten, dann könnte es uns in bestimmten Zeiten ja fast egal sein, allerdings dürften über 99% der PV-Anlagen als reine Netzparallele Anlagen ausgeführt sein und die speisen nun mal nicht ein wenn auf der Netzseite nichts ansteht...
Wie sieht es da eigentlich bei WKA aus, speisen die auch nur ein wenn auf der Netzseite Strom da ist, oder könnte man mit den vorhandenen WKA auch ein abgestelltes Netz wieder anfahren??

Solder hat geschrieben:
Kann man das feststellen, dass in dem Kabel Strom fließt? Immerhin gibt es doch für genau diese Schaltfehler die fernbedienten Kabelschneider, damit der Monteur nicht im Lichtbogen verbrennt.


Es gibt zumindest berührungslose Stromprüfzangen, ein Elektriker sollte aber bei entsprechenden Spannungen MS+HS vorher mit so einem Teststab kontrollieren ob die Anlage tatsächlich Spannungsfrei geschaltet ist...Die 5 Sicherheitsregeln halt :wink:

Um mal das Thema von der BILD ein wenig wegzulenken, im letzten StirbLangsam Film war die Übernahme der Macht mittels geziehler Hackerangriffe das Thema...wäre also theoretisch möglich, siehe Angriff mittels "Wurm" auf Iranische Atomanlage...mittlerweile ist mind. eine Variante des Wurms auch in der deutschen Industrie angelangt, hat aber bisher keinen wirklichen Schaden verursacht...

Gruß
Jörg
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Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: Horrorszenario Blackout Stromausfall

Beitragvon solder » 02.03.2011, 13:50

Hallo Gast,

den tagelangen / wochenlangen Ausfall des Stromnetzes durch abgebrannte Trafos nach einer Sonneneruption sehe ich auch als viel wahrscheinlicher und gefährlicher an. Komischerweise liest man in entsprechenden Artikeln (z.B.auch bei Spiegel online) auch immer die Meinung der EVU, dass es hierfür keinen Handlungsbedarf gibt. Ich finde das sehr kurzsichtig. Sind denn die einzelnen Trafos so indiviuell gefertig? Ansonsten könnte man ja wenigstens einige Typen auf Vorrat hinstellen und dann auch nach First-In-First-Out-Prinzip bei aktuellen Projekten verwenden. Alle Ausfälle könnte das natürlich nicht verhindern, aber wenn bestimmte wichtige Zentren in D Strom hätten würde das m.E. schon helfen.

Beim Ersatz der abgeknickten Masten im Münsterland hat man sich auch erst mal mit Provisorien geholfen.

Dass ein Hacker alle Kraftwerke in D sabotiert ist extrem unwahrscheinlich. Zumal es eben auch viele kleinere (z.B. bei den Stadtwerken) gibt, die dann zumindest teilweise die Versorgung aufrecht erhalten, damit wichtige Infrastruktur weiter funktioniert (Krankenhäuser, Verwaltung...) Außerdem stimmt es ja wohl nicht, dass Krankenhäuser schon am 2. Tag keinen Strom mehr hätten...

Allerdings wundere ich mich auch über unsere Bauern: Fällt mal der Strom aus, dann muss gleich die Feuerwehr kommen, weil die Kühe nicht gemolken werden können. Warum haben die keinen Zapfwellengenerator? Der Traktor ist i.d.R. immer einsatzbereit und bei einem Zapfwellengenerator ist der Wartungsaufwand viel geringer als bei einem vollwertigen Notstromaggregat. Ein großflächiger/längerer Ausfall wäre für die doch eine Katastrophe.

Solder.
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Re: Horrorszenario Blackout Stromausfall

Beitragvon das_evu » 28.09.2011, 21:59

Elektro und Umwelt hat geschrieben::roll: :roll:
Dazu fällt mir eigentlich nur eines ein, typisch BILD! :wink:
...


Traurig genug dass Dir dazu nicht mehr einfällt.

Mag dieser Bild-Bericht auch reißerisch sein, wo sind die Alternativen wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint?

Da können wir auch noch so viel an installierter Einspeise-Leistung haben, wenn die Energiequelle gerade fehlt ist es Essig.
Wo sind die eigenen Bestrebungen der Stromretter, ihre erzeugte Energie teils auch zu speichern und dann zur Verfügung zu stellen wenn Bedarf ist?

Gähnende Leere nach wie vor in diesem Bereich, also mal bitte die Bälle etwas flacher halten.

Mit dieser Argumentation legt Ihr es ja geradezu an, dass das EnWG in dieser Hinsicht geändert wird, und entspechende Anforderungen etabliert werden.

Alles abschalten was Bäh ist, aber nix an gesicherter Leistung nachschieben/bereit halten, das kann ich auch mit dem Mund oder Schrift.

Energieversorgung eines Landes ernsthaft gemäß EnWG sicherstellen ist 'ne ganz andere Hausnummer.
das_evu
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