FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon RasGer » 12.10.2012, 20:36

Boelckmoeller3 hat geschrieben:gefühlsmäßig, wenn sich ein großer Windgenerator bereits im ersten Betriebsjahr energetisch amortisiert und wie angesprochen die alten Pumpen zu 9x % recyclingfähig sind und die neuen erheblich beim Verbrauch einsparen, dann wäre da 10 Jahre schon deutlich zu hoch gegriffen.



Hi Klaus mit allem Respekt aber diese Argumenation geht nicht. Stell Dir Vor Du hast 2 Bäh-Pads ein altes Pad (1) und ein neues Pad (2) und das neue verbraucht statt 10 Watt nur noch 2 Watt. Wann bitte nochmal hat sich die Anschaffung eines Bäh-Pad 2 energetisch amortisiert? :wink:

Also ja, die Frage steht weiterhin im Raum.
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon Boelckmoeller3 » 12.10.2012, 20:40

Ich abe gar kein Pad. :lol:
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon Mühli » 12.10.2012, 20:43

Ah, vielen Dank schonmal für die Infos.

Wegen der Pumpe: Bei uns brauchte die alte 50 Watt, die neue zwischen 5 und 25 Watt, im Mittel evtl. 12 Watt.
Dümpelt meist zwischen 7 und 15 Watt rum.
Bei 200 Heiztagen und 4800 Betriebsstunden macht das eine Ersparnis von 182 kWh jährlich bzw. 40€.

Ich hab was gefunden, weiß nicht obs stimmt, da heißt es, man braucht ~15kWh für die Erzeugung von 1 Kilo Stahl.
Kommt natürlich sehr auf die Gegebenheiten an...Recyclinganteil etc.

Für 1 Kilo Kupfer braucht man ca. 30kWh. Permanentmagnete sind auch drin, keine Ahnung wieviele es sind und wieviel Energie sie zur Herstellung brauchen.

Ansonsten ist an der Pumpe ja nix kompliziertes dran, selbst wenn die Verarbeitung nochmal die gleiche Menge Energie pro Kilo braucht.

Wieviel von was jetzt drin ist, darf sich jeder selbst ausdenken.

Gruß
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon RasGer » 12.10.2012, 20:49

In diesem Zusammenhang möchte ich mal auf eine sehr interessante Studie verweisen - die Tipping Point Studie (pdf) von der Stiftung zur Erforschung der Wirtschaftlichkeit von Nachhaltigkeit „Modelle für eine Welt im Wandel entwerfen".

Wenn ich mich recht entsinne wurde in der Studie in einer Passage ausgesagt, dass es der Menschheit schon in nicht allzu ferner Zukunft schwerfallen dürfte die jetztige Infrastruktur überhaupt in Schuss halten zu können - weil es einfach an den energetischen und natürlichen Ressourcen fehlt. Die Millionen von Brücken, Straßen, Gebäuden etc. pp. das wird so evtl. nichtmal instand gehalten werden können. Man wird sich auf Mangelwirtschaft umstellen müssen. Langlebige Güter werden gefragt sein. Die Wegwerf-Gesellschaft muss aufhören. Und das denke ich ist die einzige Wahrheit. Wenn die Wirtschaft entschleunigt wird, wenn nicht mehr soviel dafür aber langlebig produziert wird, das wird auch die Atomkraftwerke auf Dauer überflüssig machen.

Das die Wirtschaft oder die Politik jemals auf dieses Modell freiwillig umschwenkt, das bleibt wohl Utopie. Man macht mit dem Raubbau solange weiter bis es richtig knallt und dann fallen wir im Lebensstandard von einem "Tag" zum anderen ins Mittelalter zurück.
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon RasGer » 12.10.2012, 21:10

PS: Die Politik macht genau das Gegenteil von dem, was eigentlich notwendig ist. Dadurch, dass sie immer mehr Geld und mehr Geld ins System schütten, um den Konsum weiter und weiter am Leben zu erhalten und auszubauen, dadurch beschleunigen sie den Kollaps in Wahrheit... Die Politik und die öffentliche Meinung wähnt aber, Zeit dadurch zu kaufen, ein krankes Geldsystem am Leben zu erhalten...
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon Cruso » 12.10.2012, 21:12

Mal wieder die Welt:

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/ ... mmung.html

die schießen massiv gegen Dämmung, sicherlich kein Zufall.

Und picken sich immer das negative ohne alternativen heraus, im Artikel kostet die durchschn. Dämmung auch 70 000 Euro ist aus Styropor (vgl. PUR, Mineralw., Vakuum.)und brennt und bringt nichts.

Wobei es schon auch richtige Argumente gibt.


Ein neuer Laptop lohnt sich aus Umweltsicht nie, siehe Ct Artikel.
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon Mühli » 12.10.2012, 21:30

Genau. 70 000€. Pauschaler gehts eigentlich nicht, völlig wurscht wieviele Quadratmeter und welcher Zustand.

Dieses Yton-System hört sich doch vernünftig an. Frag mich, wieviel das kostet

Gruß
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon jodl » 12.10.2012, 21:40

Mühli hat geschrieben:Was ich jetzt wirklich gerne wissen möchte, liebes Publikum:

Wenn ein WDVS (also Styroplatten) nicht geeignet ist, was nimmt man dann?
Also keine Innendämmung, sondern Außen...ohne Holz-Vorhangfassade. Ideen?

Gruß


dazu müsste einer erst einmal wissen, warum denn etwas nicht geeignet sein soll
anscheinend bist du dir da selbst auch nicht so ganz sicher:
"WDVS" bedeutet erstmal nur "Wärmedämm-Verbundsystem" und sagt überhaupt nichts über die Art des verwendeten Dämmstoffs aus, der Schluss "also Styroporplatten" ist somit schon mal falsch.
wenn jetzt für einen Anwendungsfall "Styroporplatten" nicht geeignet sein sollen, dann gibt es jede Menge andere Dämmstoffe, von denen natürlich auch jeder seine Vor- und Nachteile hat

diablo-PV hat geschrieben:Hallo,

hatte es ja anfänglich bereits geschrieben.

Diffusionsoffene ("mitatmende") mineralische Ytong Multipor Dämmung (http://www.ytong-silka.de/de/content/wa ... system.php) oder von QuickMix Lobatherm MI-XPI. Ein super System, wir verarbeiten das derzeit. Allein weil es nachhaltiger und ökologischer ist, als der Kunststoffmist.


liest sich so als ob du für den Hersteller arbeitest.
mit wem soll die Dämmung eigentlich "mitatmen" ?
wer so ein Wort verwendet, disqualifiziert sich eigentlich schon selbst. Eine Dämmung "atmet" nicht, und sie kann auch nicht "mitatmen". Unbestritten ist der Diffusionswiderstand besser als bei PS, welche Auswirkungen das in der Praxis hat (oder ob es überhaupt merkliche Auswirkungen hat) soll mir mal einer zeigen. Und ob es wirklich "nachhaltiger und ökologischer" ist, wird wohl schwierig zu belegen sein, aber mit solchen Schlagwörtern kann man halt auch Kunden fangen


diablo-PV hat geschrieben:Und so viel teurer als Styropr ist es auch nicht. Die Vorteile der mineralischen Dämmung gleicht den Mehrpreis driuch geringere Folgekosten (Schäden etc.) mehr als aus.


die Frage ist immer, wie teuer ist denn "nicht so viel teuerer" ?
daß so ein System merklich teuerer ist als eines mit PS wird keiner bestreiten
und dann sollte man auch noch berücksichtigen, daß die Ytong Platten WLG 045 sind, im Gegensatz zu 032 bei PS
man braucht also viel größere Dämmstärken, was nochmals mehr kostet...

Mineralische Dämmstoffe sind auch mechanisch stabiler usw.
Inwieweit der zweifellos vorhandene Mehrpreis durch geringere Folgekosten ausgeglichen wird, hätte ich gern mal vorgerechnet, auch hier kann man durch geschickten Ansatz vieler Variablen jede mögliche Variante "belegen"

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo Mühli,
besser noch (aber auch teurer) wie Polystyrol von der Wärmeleitfähigkeit her ist PU-Schaum Wird auch heute beispielsweise für Aufsparrendämmungen eingesetzt.Obs an der Wand irgendwie besser wäre ist die große Frage. Aber die ganzen Verbundsysteme sind ja wohl nicht so das gelbe vom Ei. Die Kunstoffplatten haben den Vorteil dass sie meist nur aufgeklebt werden müssen. Das ist einfacher und schneller als Dübeln und an der Außenwand verspannen.
Da könnte man übrigens auch Naturdämmstoffe verspannen. Ist aber Alles dann teurer. Polystyrol ist einfach das Billigste !
Das Ideale, wenn auch wieder Teurere bleibt aber meiner Meinung nach die hinterlüftete vorgehängte oder vorgestellte Fassade.

Viele Grüße:

Klaus


nun das stimmt auch nur teilweise
noch besser als PU-Schaum wären z. B. Phenolharz-Dämmplatten (Resol) mit WLG z. B. 022
ob die Dämmung nur aufgeklebt, oder verdübelt werden muß, hängt von der Tragfähigkeit des Untergrunds ab und von der Zulassung des Systems.

Richtig ist die Aussage zum Preis
PS ist der günstigste Dämmstoff, alles andere kostet mehr bis ganz viel mehr
WDVS gibts auch mit Schilfmatten, oder Korkplatten. Oder mit Steinwolle
Kleben / dübeln, Armieren...ist da meist das Gleiche

wenn Geld keine Rolle spielt, oder hohe mechanische Belastbarkeit gefragt ist (Schlag, Beschuß) dann wirst du an einem mineralischen System nicht vorbeikommen. Gibts nicht nur von Ytong sondern z. B. auch mit Ziegel von Schlagmann (nicht weit weg von dir):
http://www.poroton-wdf.de/
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon RasGer » 12.10.2012, 21:41

Mühli hat geschrieben:Genau. 70 000€. Pauschaler gehts eigentlich nicht, völlig wurscht wieviele Quadratmeter und welcher Zustand.


Jau, wenn das System keine Nachschuldner mehr findet, müssen halt die bestehenden Eigentümer zur Neuverschuldung per EU-Dekret verpflichet werden. Wenn Nach-Dämmung erstmal für alle zum Zwang wird, selbst für heutige Neubauten, dann dürften die 70 kEUR sehr optimistisch angesetzt sein. Man bedenke die Nachfrage-Explosion. :roll:
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Re: FYI: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben

Beitragvon diablo-PV » 12.10.2012, 21:59

jodl hat geschrieben:liest sich so als ob du für den Hersteller arbeitest.


hallo,

nicht immer gleich das schlimmste von den anderen hier denken. :? Ich kommen überhaupt nicht aus der Branche. :roll:

"mitatmen" war daher auch in "" gesetzt, weil es natürlich nicht atmet, aber es umgangssprachlich so verstanden wird. Du hast recht, aufgenommen Feuchtigkeit wird wieder abgegeben (Feuchte-Regulierung). Nicht brennbar, aus einfachen Mitteln hergestellt. Sicher ist die WLG schlechter, aber "mein" Zeug kann ich ohne Probleme entsorgen, bei den Kunststoffkrempel, gibt es bis heute kein industrielles Verfahren zum Recycling. Bisher wir der Mist als Sondermüll auf Deponien gelagert.
Diese toll beworbenen KST-Dämmung und passend dazu deren Farbaufträge versetzt mit Algiziden und Fungiziden (Schimmel/Algenbefallhemmer), die nach wenigen Jahren ausgewaschen sind und dann das Grundwasser verpesten- ganz toll!

Ich verstehe daher deine recht forsche Gangart mit dem Hang zu Unterstellungen nicht ganz.

Deine PV Anlage kostet mich auch viel Geld und du kannst dir ein süsses Leben auf dem Rücken der anderen Strompreiszahler machen- würde ich, wenn ich böse wäre ja auch schelmisch sagen können, wenn man nicht hinter der Fassade der 4G und deren Handlager schaut. :lol:

Feine Sache von Poroton. Käme aber auf Grund baulicher Substanz bei uns nicht in Frage. Dennoch interessant.

MFG RENE
Zuletzt geändert von diablo-PV am 12.10.2012, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
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