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von LumpiStefan » 21.12.2011, 12:56
Ich hoffe, das meine Anfrage hier reinpasst. Ich habe derzeit etwas Probleme mit der Heizung, welche nicht mehr die volle Leistung liefert. Nun bin ich auf der Suche nach etwas um praktisch dauerhaft zuzuheizen. Dies wird natürlich nur elektrisch möglich sein. Die Frage ist, welche Art von Zuheizung ist aus Verbrauchssicht die günstigste? Im Endeffekt soll das Ding von ca. 9-19Uhr zuheizen. Es geht um eine Anhebung der Temperatur um etwa 4°C Mal ließt viel von Infrarotheizungen, aber auch Ölradiatoren findet man viel. Kann mir hier einer (oder auch zwei  ) ein paar Tipps und Hinweise geben? Stefan
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von machjafa » 21.12.2011, 13:24
Hi Stefan, in erster Linie würde ich mich um das Problem mit der Heizung selbst kümmern, bevor ich an den Folgen arbeiten würde. Warum bringt Deine Heizung nicht mehr die volle Leistung? Kann man Sie austauschen gegen ein energieeffizienteres Gerät? Musst Du Sie irgendwann in nächster Zeit sowieso austauschen? Kann man die Heizung ggf. reparieren? Ölradiatoren arebiten nach dem elektrischen Widerstandsprinzip. Elektrische Energie wird in Wärme umgewandelt und so ein Öl erwärmt, dass dann die Wärme wieder an die Umgebungslugt abgibt. Nicht besonders Umweltfreundlich, wobei die neueren Geräte eine bessere Leistungsbilanz haben. Infrarotheizungen bringen m.E. nur etwas, wenn man sich direkt im Raum aufhält. Der Effekt auf den Körper ist das angenehme daran. Der normale Heizeffekt ist nicht so prickelnd. Auch hier wird Strom verbraucht. Bei 10 Std. Betrieb pro Tag geht da schon ne Menge Strom durch den Zähler. Ich würde aber trotzdem zuerst an der Heizung selbst ansetzen (ohne Dein genaues Problem zu kennen  ) VG Marc
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von Mühli » 21.12.2011, 14:21
Zustimmung, warum geht die Heizung nicht ordentlich? Welche Brennstoffquelle? Wie alt ist das Ding? Sag mal an, hier werden sie geholfen!
Wenn wirklich zuheizen: Wie wärs mit einem Split-Klimagerät? Sind günstig und brauchen deutlich weniger Strom als ohmsche Heizer, weil sie nach Wärmepumpen-Prinzip funktionieren. Sind auch schnell installiert, 2 kleinere Löcher in der Mauer, paar Dübel, Stromleitung. Und wenn sie schon da ist, kann man im Sommer auch kühlen.
Gruß
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von LumpiStefan » 21.12.2011, 17:31
Generell gebe ich euch recht, das zuerste das Problem an der Heizung gefunden/behoben werden sollte. Vermutlich kriege ich gleich Schläge für die Information, das es sich um eine alte Erdgas-Heizung aus dem Jahr 1982 handelt. Diese hat eine Nennwärmeleistung von 37kW und ist von der Firma Rohleder. Die Vermutung des Monteurs war, das die Steuerung defekt ist. Leider gibt es für die Anlage keine Steuerung mehr vom Hersteller. Der Austausch der Anlage wurde auf etwa 10-15T€ veranschlagt. Nachdem derzeit keiner weiß, wie lange das Haus noch steht, wollen wir eigentlich keine derart hohe Investion machen. Die Heizung schafft es derzeit das Haus auf etwa 21°C zu erwärmen. Da hier aber eine PErson im Rollstuhl sitzt, ist es eigentlich zu kalt. Deswegen die Idee mit der Zusatzheizung.
Hoffe da shilft schon mal an Infos....
Stefan
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von jack65 » 21.12.2011, 20:21
nabend. ich kenne deine anlage zwar nicht, aber eins kann ich dir sagen: 10-15 tsd. euro sind pauschal gesagt eine frechheit für den austausch der heizung. wie gesagt, meine aussage beruht darauf, deine situation im heizungskeller nicht zu kennen. frage mal alternativ einen anderen heizungsbauer. um spekulationen vorzubeugen: bin selber meister und arbeite bei zweit grössten großhandel für haustechnik in deutschland.
und noch etwas: vergess die lösung strom. mit strom wärme zu erzeugen ist die teuerste aller lösungen. und wie sieht es mit deinem elektrischen hausanschluß aus? kann der die ganzen neuen kw´s verkraften?
mein nachbar hat vor 2 wochen eine 24 kw altanlage gegen ein brennwertgerät ausgetauscht. anlage hat keine warmwasserbereitung. kosten mit kamin knapp 4000.- nur so mal als vergleich.
zu deiner altanlage: wenn der kessel läuft, aber nicht die leistung bringt kann es meiner meinung nach nicht an der regelung liegen. versuch mal den kessel über den so genannten schornsteinfeger-schalter zu betreiben. dann ist die falls vorhandene aussensteuerung ausser betrieb und der kessel fährt über das kesselthermostat. das sollte bis ca. 75 grad hocch zu drehen sein, und diese temperatur muß der kessel dann auch erreichen.
für weitere überlegungen brauche ich genauere angaben, auch zum betriebsverhalten, temperaturen ect.
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von Atommafia » 21.12.2011, 20:40
Tach machjafa hat geschrieben: Ölradiatoren arebiten nach dem elektrischen Widerstandsprinzip. Elektrische Energie wird in Wärme umgewandelt und so ein Öl erwärmt, dass dann die Wärme wieder an die Umgebungslugt abgibt. Nicht besonders Umweltfreundlich, wobei die neueren Geräte eine bessere Leistungsbilanz haben.
Stimmt, einen neuen 2 kW Ölradiator eine Stunde mit voller Leistung betreiben ist kein Vergleich zum Uraltmodell (ebenfalls 2 kW eine Stunde mit voller Leistung benutzt) MfG
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von Mühli » 22.12.2011, 01:45
Bitte keinesfalls in Ölradiatoren investieren, das ist doch wirklich eine unkluge Lösung. Such dir einen guten Heizungsbauer, der dir nicht Premium untern Arsch schieben will und kauf dir eine neue Heizung! Wir haben eine Pelletsheizung gekriegt, kam mit Puffer und Solar auf ca. 22t€, ist aber eben etwas Premium und damals war "billig" noch schlecht.
Ein ordentlicher Erdgas-Brennwertkessel kostet doch nicht die Welt! Auch nicht mit neuem Kamin. Damit sparst du erst mal brutal im Vergleich zum jetzt-Zustand, schonst die Umwelt und hast auch noch eine gewisse Wertsteigerung.
Ist die Bude denn schon so alt oder hat sie sonstige Macken?
Kenn jetzt deine "Umgebung" nicht, evtl. wären ja Pellets auch eine Lösung. Oder eine Luftwärmepumpe und ein Pelletsofen dazu, falls das wegen alter Heizkörper oder ähnlichem nötig ist. Muss man mehr dazu wissen.
Gruß
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von futureman » 22.12.2011, 07:31
Die erste Frage wäre, wie lange soll das Haus noch stehen? Erst dann kann man die verschiedenen Optionen vergleichen.
Falls es nur ein zwei Winter sind macht ein neuer Kessel keinen Sinn. Hier wären Infrarotheizungen ideal, da ich rausgelesen habe, dass nicht unbedingt alle Räume über 20 Grad aufgeheizt werden müssen. Mit Infrarotheizungen kann man gezielt heizen und sie beim Umzug einfach von der Wand nehmen, dementsprechend braucht man für die Installation auch keinen Handwerker.
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von machjafa » 22.12.2011, 08:45
Die Idee von @jach65 macht Sinn. Stell die Heizung auf "Wartung/Schornsteinfeger" und probier aus, ob die Heizung auf maximale Leistung geht. Wenn ja dürfte die Aussenthemperaturregelung nen schlag haben.
Sollte sie aber nicht auf Max gehen könnte auch ein Fehler in der Brennkammer selbst vorliegen, z.B. Brennrost (falls vorhanden) ist teilweise dicht oder weggebrannt, der Messsensor in der Kammer ist defekt, das Gasmischungsverhältnis stimmt nicht mehr etc. etc. Kann man halt per Ferndiagnose nicht so einfach feststellen.
Was für ein Rohlederbrenner ist es denn? Ein CU 33?
VG Marc
Fällt mir noch spontan ein: hat die Umwälzpumpe noch genug Power?
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von LumpiStefan » 23.12.2011, 15:19
Es handelt sich bei der Heizung um eine Rohleder Typ R37. Umwälzpumpen sind insgesamt 2 Stück im Einsatz, sehen beide aber noch gut aus. Die Temperatur an der Heizung kommt nicht mal an die 50° mehr ran. Das mit dem Test hört sich gut an. Weiß nur auf anhieb nicht wo man das machen kann. Mal schauen....
Wie lange das Haus noch stehen soll, kann keiner so 100%ig sagen. Wenn es nach mir und meiner Frau geht nicht mehr wirklich lange. Leider haben wir darauf aber kein so großen Einfluss. Wenn es gut geht, also nur noch 1 oder 2 Jahre, wenn es nicht anders geht wohl maximal 10 Jahre.
Brennwertkessel geht wohl nicht, da dabei ein neuer Kamin notwendig wäre. Die ganze Bude ist so alt, das aus meiner Sicht sich keine große Investiotion lohnt. Im Endeffekt wird das Haus früher oder später (siehe letzte Zeile) sicher dem Erdboden gleichgemacht und im Anschluss kommt was neues hin. Das ganze Haus müßte von Grund auf saniert werden und bei dem Grundstück würde jeder vernünftige Mensch hier was größeres hinstellen. Aber das ist ein anderes Thema....
Stefan
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