BHKW auf Rapsölbasis

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BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon automatix » 06.09.2010, 12:22

Servus,

was bekommt man für so ein Ding eigentlich an Kohle vom EVU?

danke
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon Mr.10.000Volt » 06.09.2010, 17:08

Such mal im BHKWForum

:arrow: http://www.bhkw-forum.de/

Dort sollte einer Bescheid wissen....
Wer, wenn nicht wir....

wann, wenn nicht jetzt?????
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon solarlux » 13.09.2010, 16:57

Hm,

kommt wohl darauf an, in welchem Jahr bei welcher Behörde man welchen Bescheid einreicht und
etwas beantragt.

http://www.scienceblogs.de/primaklima/2 ... ment142763

Im Prinzip müsste das BHKW ganz einfach möglich sein.

http://www.scienceblogs.de/primaklima/2 ... ment142689

Die Frage ist nur, wieviel Geld (bezogen auf die Investition) lässt sich mit Strom refinanzieren, und wie viel
Abwärme lässt sich sinnvoll nutzen, und wie soll das Einspeisemanagment laufen.

Soll Regelenergie bereitgestellt werden, oder Grundlast?
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon Kleinstromer » 29.09.2010, 03:19

BHKWs sind nur wirtschaftlich, wenn sie etwa ab 4000 h per anno laufen - kriegt man bei privater Nutzung in der Regel nie hin. Gleichzeitig sollte man schon einen Gutteil des Stromes selbst verbraten koennen, denn die Einspeiseverguetung ist ein Scherz am Rande...
Als Betriebsstoff dann Heizoel oder Gas. Rapsoel lohnt eher bei hoeherer Einspeisung, weil man dann den NaWaRo-Bonus bekommt, muss dann aber Rapsoel aus zertifizierter Quelle sein - das haben wir den Skandalen um das Palmoel aus Regenwaldplantagen zu verdanken. Ob es zertifiziertes Rapsoel in kleineren Mengen ueberhaupt zu vernuenftigen Preisen zu kaufen gibt, ist eine andere geschichte... Es gibt seit dem neuen EEG jedenfalls etliche groessere Pflanzenoel-BHKWs, die Konkurs gegangen sind, nur noch gelegentlich laufen oder auf fossilen Betrieb uebergegangen sind.

Fuer umweltfreundliches Heizen im Privatbereich ist derzeit Holz eine bessere und wirtschaftlichere Alternative, da bei nuechterner Betrachtung kleine BHKWs schlicht zu teuer sind.

Gruss

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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon firestarter » 02.10.2010, 09:41

huch,

erst heute über das Thema gestolpert

ich dang mal "hintenrum" an
Gleichzeitig sollte man schon einen Gutteil des Stromes selbst verbraten koennen, denn die Einspeiseverguetung ist ein Scherz am Rande...

jein,
also stimmt schon, dass eine möglichst hohe Eigenstromnutzung unabdingbar ist für einen wirtschaftlichen Betrieb
...GILT FÜR ANLAGEN NACH KWK-GESETZ

Hier wurde nach Rapsöl
und damit wohl FÜR ANLAGEN NACH EE-GESETZ gefragt.

Es gibt 2 Kategorien für BHKWs
1. Fossil-Betriebene (oder welche die nicht auf der positiven Brennstoffliste des EEG stehen)
die können sich nach KWK Fördern lassen, was je nach Anlagengröße bis zu 5,11ct/kwh für jede erzeugte kwh Strom bringt.
Hier ist Eigennutz halt günstiger, da man sich einen guten Teil Stromeinkauf spart (20ct?) und das ganze selber für vll. 8ct produzieren kann (bei Erdgas und mittleren Wartungskosten, ohne Abschreibung)
2. Anlagen nach EEG
da gibts ne Staffelung aus "Grundbetrag"+"KWK-Bonus"+"NawaRo-Bonus"+Technologiebonus
...alles in allem irgendwas zwischen 11 und 22 cent (...bitte nciht auf die exakten Daten festnageln, bin da gerad etwas knapp in der Zeit)
Hier ist hakt Einspeisung günstiger,
aber vorsicht...Vergütung ist fix und unabhängig von der Brennstoffpreisentwicklung (hohes Risiko)
und auch Wartungskosten im Bereich Rapsölmaschinen liegen deutlich höher

...Wurde so von Kleinstromer schon angeschnitten,
hoffe ich konnts aber nochmals verdeutlichen

und DOPPELT-VORSICHT
Es agieren seit knapp nem Jahr mehrere, sehr ZWEIFELHAFTE Firmen im Markt,
die unglaublich tolle Versprechungen machen, und fleissig Kohle einsacken ohne bisher liefern zu können
und grundsätliche Dinge wie "sinnvolle Abwärmenutzung" einfach mal ausblenden.

Einfahc bei uns im Forum nachfragen
gibt da Leutz, die sich besser auskennen und Ecuh bestimmt gern helfen

---------
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon Sonnenfinsternis » 13.11.2010, 17:51

firestarter hat geschrieben:und DOPPELT-VORSICHT
Es agieren seit knapp nem Jahr mehrere, sehr ZWEIFELHAFTE Firmen im Markt,
die unglaublich tolle Versprechungen machen, und fleissig Kohle einsacken ohne bisher liefern zu können
und grundsätliche Dinge wie "sinnvolle Abwärmenutzung" einfach mal ausblenden.

eine davon (***) war bis vor einem Jahr auch hier (im Bereich PVA) aktiv - einen von deren 'Verkäufern' hatte ich letztens da; auf diese Vergangenheit angesprochen meinte er "dies wären Kinderkrankheiten, das wäre jetzt alles gaaaaanz anders & besser ..." :roll:

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am Netz seit 17.10.2007 mit 6,3 kWp
36 * Suntechpower STP175S
1 * Fronius IG60HV
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http://www.sonnenertrag.eu/de/frohburg/sonnenfinsternis/1761/1380.html bzw. http://www.pv-log.com/Anlage/99.php
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon solarlux » 13.11.2010, 22:04

unabdingbar ist für einen wirtschaftlichen Betrieb
...GILT FÜR ANLAGEN NACH KWK-GESETZ



Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Wenn es wirtschaftlicher wäre Strom und Fernwärme zu verkaufen, würde man es wohl öfters tun.

Das lohnt sich aber offenbar nur über das KWK-Gesetz, das die unrentabele Kraft-Wärme-Kopplung auf ein halbwegs rentables Niveau anheben tut.

Es wäre doch bescheuert zu glauben, einer der Strom verkauft aus einer Kraft-Wärmemaschine macht Gewinn,

und einer der Strom UND Wärme verkauft macht Verluste (geht pleite).


Leider ist es offenbar wirklich so, und damit der NICHT so schnell Pleite geht der Strom UND Wärme aus seiner Kraft-Wärmemaschine verkauft, bekommt halt der jenige, der beides verkauft eben eine höhere Vergütung per Gesetz. Feddisch. Kapito.

Ich hätte es selbst nicht sofort verstanden, wenn ich dazu keine nachvollziehbare Erklärung wie von Herrn Wolfgang Flamme gefunden hätte:

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376205

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376130

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376421

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376391

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376271

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376247

http://www.readers-edition.de/2010/10/2 ... ent-376215


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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon firestarter » 14.11.2010, 00:24

oh man

soll das mal wieder ein versuch gezielter Verunsicherung der geneigten Leserschaft werden?

wenn schon zitieren,
dann bitte auch sinngemäß

also stimmt schon, dass eine möglichst hohe Eigenstromnutzung unabdingbar ist für einen wirtschaftlichen Betrieb
...GILT FÜR ANLAGEN NACH KWK-GESETZ


damit ist eben nicht der verkauf gemeint.

...und wenn man die Eigenstromnutzung perfekt steuern könnte,
dann würden die BHKWs auch ganz prima ohne Förderung auskommen.
Die grid-parity....haben die schon immer gehabt (auch nach refinanzierungkosten)

Dummerweise,
ist die Kenntnis darüber bei den Marktakteuren(Architekten, Energieberater, Installateure,etc.) äußerst gering,
die Verbreitung von den Versorgern nicht erwünscht (und auch aktiv geblockt, siehe z.B. VDE-Bericht '96),
und die Öko-Lobby sieht es als teufelszeug an, wenn fossil betrieben wird, auch wenn sich die Ökobilanz lt. gemis irgendwo zwischen Wind und PV bewegt.

aber nun wolln wir mal nicht den thread für so eine Diskussion versaun,
denn hier gehts halt speziell um einige schwarze Schafe im Markt, die gezielt bei den EEG-lern trommeln gehn um sie für sich zu gewinnen.

Und NEIN
bei denen muss man schon sehr vorsichtig sein
aber JA
BHKWs können absolut profitabel betrieben werden...wenn denn ein Profi (der nun nicht unbedingt vor nem Jahr noch Finanzprodukte vertickt hat) sich der Sache annimmt und es perfekt fürs passende Objekt dimensioniert wird.
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon Rainbow » 14.11.2010, 00:43

Hi @ll,
huhu firestarter :D ,
hi @automatix,
firestarter hat dir den Hinweis auf das richtige Forum gegeben, da sind die Fachleute für die BHK`s! :D
Ich hier als PV`ler hätte dir ebenfalls diesen Rat erteilt, ohne aber den Link zu kennen.
Wenn firestrater deine Fragen nicht beantwortet haben sollte, dann weißt du nun, wo man Antworten finden kann.

Mit sonnigen Grüßen,
gehören AKW`s abgeschaltet! Alle! Sofort!

Rainbow
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2. 20 Module Trina 175 Watt, WR: SMA SB 3000 TL
3. 12 Module Trina TSM 185-D, WR: SMA SB 2100 TL
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Re: BHKW auf Rapsölbasis

Beitragvon solarlux » 14.11.2010, 10:37

firestarter hat geschrieben:
also stimmt schon, dass eine möglichst hohe Eigenstromnutzung unabdingbar ist für einen wirtschaftlichen Betrieb
...GILT FÜR ANLAGEN NACH KWK-GESETZ


...und wenn man die Eigenstromnutzung perfekt steuern könnte..


Natürlich gilt das für (sonst unrentabele) Anlagen nach dem KWK-Gesetz. Rentabele Anlagen, bei den z.B. heißer Prozessdampf ausgekoppelt
und komplett genutzt wird, benötigen auch keine KWK-Zulage und erhalten dann auch wohl keine.

Je höher man die Temperatur auskoppelt für Fernwärme oder Prozessdampf etc., je weniger Energie bleibt für die el. Stromerzeugung übrig.

Also, der elektrische/thermische Wirkungsgrad kann baulich verändert werden.

Entweder wird der thermische Wirkungsgrad erhöht (Richtung Prozessdampf), oder es wird der elektrische Wirkungsgrad erhöht.

Aus der Sicht benötigt man mindestens 2 mini-BHKW für ein Ein-oder Mehrfamilienhaus. Ein BHKW das im Winter möglichst nutzbare Wärme liefert und dafür weniger Stromleistung inkauf nimmt, und ein 2. mini-BHKW das im Sommer möglichst wenig Wärme auskoppelt und möglichst viel Strom abgibt.

In jedem Fall sollte das mini-BHKW bestimmt nicht "dreckiger" laufen als ein Großkraftwerk, es müssten also Entschwefelungsanlagen/Abgasreinigungsanlagen installiert werden, und nicht wie heute eher ohne Abgasreinigung betrieben werden, richtig?

firestarter hat geschrieben:also stimmt schon, dass eine möglichst hohe Eigenstromnutzung unabdingbar ist für einen wirtschaftlichen Betrieb


Gilt das für mini-BHKW wie für klassische Kohlekraftwerke ebenfalls?

Oder warum soll die Eigenstromnutzung für ein BHKW nötig sein, und für ein Kohlekraftwerk nicht?

Warum soll also die Eigenstromnutzung (und nicht in erster Linie der Stromverkauf) NÖTIG sein?
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