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Moderator: Mod-Team
von JayM » 26.01.2010, 11:55
Hallo Phoenixx et al, CSP ist sicher eine interessante Moeglichkeit erneuerbaren Strom zu produzieren. Besonders attraktiv ist natuerlich, dass man die Waerme speichern kann und das Ganze damit 'dispatchable' wird! CSP Turmkraftwerke koennen auch auf hohen Temperaturen laufen und lassen sich daher einigermassen effizient als Gas-Hybridkraftwerke bauen. Die 4.x c/kWh stehen aber auch erst am Ende einer betraechtlichen Lernkurve. Bei CSP geht es jetzt aber richtig los mit den Projekten, hauptsaechlich in den USA und Spanien. Bei den Kosten bin ich mir aber ueberhaupt nicht sicher, dass das langfristig wirklich billiger wird als PV. PV ist am Ende nicht viel mehr als beschichtetes Glas mit zwei Draehten dran und ein bisschen Powerelektronik, viel einfacher wird es nicht mit der Stromerzeugung! Bei CSP muss man eine aehnliche Flaeche mit Spiegeln (= beschichtetes Glas ohne Draehte!?) bedecken, braucht zusaetzlich aber noch die Trackingmechanik, Absorber, einen Haufen Rohrleitungen und ein mehr oder weniger konventionelles Dampfkraftwerk. Auch die laufenden Kosten werden sicher hoeher sein als bei PV. Die Weltbank hat sich in dem Bereich vor einigen Jahren schon engagiert. Hier ist die letzte Praesentation, die ich finden konnte: http://siteresources.worldbank.org/INTCC/Resources/CSP_Overview_CTF.pdf. Slide 36 hat eine Kostenprojektion, die sicher in Richtung unter 10 c/kWh zeigt. Am Ende dieses Artikels http://www.gezen.nl/wordpress/?page_id=211 gibt es noch einige nuetzliche Referenzen von verschiedenen Organisationen fuer alle, die mehr lernen wollen, ... und Englisch bzw. Hollaendisch verstehen. Aber muss es CSP statt PV sein? Warum nicht beides? Soviel PV wie moeglich dicht am Verbraucher (bis zu 100% der Mittagsspitzenverbraueche = ca. 80 - 90 GWp in Deutschland). Zusaetzliche Sonnenenergie aus CSP, um die uebrig gebliebenen Tagesspitzen am spaeten Vormittag und spaeten Nachmittag zu fuellen. Damit koennte Solarenergie wahrscheinlich bis zu 50 oder 60% des Gesamtbedarfes decken ... . Spannende Zeiten! Gruss J
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von JayM » 26.01.2010, 12:16
Zum Thema Stirling Kraftwerk, schaut mal hier vorbei http://peswiki.com/energy/Directory:Stirling_Engines. Hab ich mal beruflich angeschaut. Von all den Ankuendigungen schien mir Whispergen am weitesten zu sein ( http://www.whispergen.com/main/HOME/). Ich hab die Entwicklungen bei Whispergen aber schon ein paar Jahre nicht mehr verfolgt, daher hab ich keine aktuellen unabhaengigen Informationen. Wenn man ihrer Webseite glauben kann haben die aber schon eine ganz schoene Produktionskapazitaet. "2008 (Sept): Official Launch of 'Efficient Home Energy' (EHE) company - in a 2,700sq m factory building site in Tolosa, Spain with planned annual capacity of 30,000 units per year (single shift)" Whispergen laueft mit Gas. Eine Umstellung auf Solar scheitert wahrscheinlich an den sehr niedrigen Temperaturen, die in D mit Solarthermie moeglich sind. Da muss man wirklich in Laender mit hoher direkter Sonneneinstrahlung gehen und dann mit Parabolspiegeln arbeiten: http://www.stirlingenergy.com/Gruss J
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von phoenixx2007 » 28.01.2010, 19:21
Guten Abend rudis + JayM . rudis, und wie soll der hohe Wartungsaufwand zustande kommen? Bei nen Diesel, egal obs ein Panzer Lastwagen oder Schiffsdiesel ist gibt es abrieb im Motor Regelmäßige Ölwechsel mit oft Hunderten Litern ÖL. Beim Stirling hat man ein geschlossenes System ohne Ölwechsel, wenn ich mich nicht Irre?! JayM, also zu Kaufen gibt es die Dinger als BHKW fürs Eigenheim schon ne weile. Man wollte sie mit PÖL Betreiben dem aber der Gesetzgeber den garaus machte  . Sie sind relatiev teuer die BHKW's mit Stirling  Warscheindlich das Problem ! MFG Phoenixx 
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von rudis » 28.01.2010, 22:05
Also ich habe ein Buch über Stirlingmotoren allgemein gelesen, da mich das mal sehr interessiert hat. Das ist aber schon ca. 2 Jahre oder mehr her. Stirlings gibt es schon lange; im Buch wurde die verschiedenen Entwicklungen vorgestellt. So weit ich das noch weiß war aber immer wieder das Problem des Verschleises. Ein Problem ist z.B. die Abdichtung der Kolben (Rollsockendichtung). Sorry, das ich das nur noch sehr allgemein sagen kann, hatte das Buch aber damals nur geliehen. Meine Interessen haben sich halt verändert in Richtung Photovoltaik, auch auf Grund der Erkenntnis, dass bei zu schaffenden Temperaturdeltas keine vernünfigen Wirkungsgrade erreichbar sind. Wollte ursprünglich eine Stromsolaranlage mit Röhrenkollektoren aufbauen 
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von Pontijack 60 » 16.12.2010, 22:45
Ein grosses Zentrales Thermiekraftwerk ist leichte Beute für einen Terroranschlag! Ausfallzeit mindestens 3 Jahre! =Strompreis erhöhen Nordafrika ist politisch unsicher (man denke an Quaddaffi & Consorten) -ergo- wir sind wieder mal von jemandem abhängig, von wegen Wohlstand in die Region bringen. Die Kohle wird schon von korrupten Politikern weggesackt, auch in Afrika! (es sei hier keinem Verwehrt an das Gute im Menschen zu glauben! aber glauben heißt: "nichts wissen" oder "wer gar nichts weiß, muss alles glauben!) Mehrere tausend Kilometer lange Leitungen, wieder leichte Beute für Anschläge! Totalausfallzeit mehrere Wochen! = Strompreis erhöhen Die Multis haben in Afrika natürlich wieder den Finger drauf und können Preispolitik nach belieben machen. Photovoltaik in Europa; ich kann einen Anschlag auf ein Haus machen dann hat der und im schlimmsten Fall ein paar Nachbarn keinen Strom, Ausfallzeit max. ein paar Tage. Ringsum funktioniert der Rest einwandfrei wie gehabt, eine Staplerbatterie in jedem Keller würde die Multis zum verzweifeln bringen!
Ich glaube an das auf meinem Dach, Afrika kann warten! Jack Ponti
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von Michael04 » 16.12.2010, 23:08
Pontijack 60 hat geschrieben:eine Staplerbatterie in jedem Keller würde die Multis zum verzweifeln bringen!
hast du eine ?? nein !! dein Beitrag passt gut in die Zeitung mit den Bildern Michael
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von Sunstegen » 17.12.2010, 09:51
Desertec ist eine sehr gute Sache aber es wird sicher noch 10 Jahre dauern bis der "Erste Strom" aus einem CSP Kraftwerk aus Nordafrika bei uns in Mitteleuropa ankommt. Nach meiner Einschätzung und Kenntnis der Länder Nordafrikas werden die als Erstes sich selbst mit Strom versorgen wollen und es ist auch politisch notwendig damit die Bevölkerung in den Länder zu dieser Art der Zusammenarbeit steht. Der grosse Vorteil von PV bei uns ist ja, daß der PV Strom der hier erzeugt wird auch Lokal verbraucht wird (gilt heute zu 100%). wenn man nun sich aus heutiger Sicht das Jahr 2020 betrachtet sind die ersten PV- Anlagen schon aus der Förderung und können Strom für um die 3-4 Cent/kwh. Neue Anlagen werden dann wenn man eine jährliche Kostenreduzierung von 8% bis 2020 unterstellt für 12 Cent/kwh liefern. Also nicht teuerer als Strom aus CSP aber der Strom aus CSP kann natürlich dann Energie liefern wenn PV nicht liefern kann. d.h. CSP kann auch einen erheblichen Teil des Speicherproblemes lösen helfen. Insofern sehe ich keinen Gegensatz zwischen PV-Anlagen lokal und CSP Kraftwerken. Wir brauchen beides um auf 100% erneuerbare Energie zu kommen.
Gruss Martin 4,1kwp, 32xSolpowerGM572 , 1x SMA 4000 Dach Süd-5Grad Ost 42 Grad GPS: 47,59/7,58 396müMeer
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