1% Regel Firmenfahrzeuge

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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon Mühli » 22.10.2011, 00:57

Paul, ich bin jetzt kein Steuerberater, aber soweit ich das weiß, wird einem das 1% auf das Bruttogehalt angerechnet.
Effektiv bezahlen (versteuern) muss man natürlich nicht alles davon, deshalb "kostet" das deutlich weniger als 1%

Selbst wenn ich den Sprit selber zahlen muss, ist das Firmenauto einfach eine feine Sache

Gruß
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon Sonnenmelker » 22.10.2011, 08:15

Moin,
Effektiv bezahlen (versteuern) muss man natürlich nicht alles davon, deshalb "kostet" das deutlich weniger als 1%

So ist das.
Die 1% werden lediglich versteuert, bei einem Steuersatz von 40% und 40.000€ Auto bleiben davon 160€ übrig.

Selbst wenn ich den Sprit selber zahlen muss,

Muss man ja nicht, zumindest ist es nicht so im Steuerrecht verankert, dafür werden ja die 1% versteuert.
Wenn die Firma sagt es muss nichts bezahlt werden, dann muss nichts bezahlt werden, ganz legal.

Und wieso mit Sprit? Wenn Du Firmensprit privat verbrauchst, ist das illega

Eben nicht und es fahren sehr viele Firmenwagen, dass meinete OSE mit Subvention der Autoindustrie über die 1% Reglung.

Firmenwagen sind längst Teil des Gehaltes, durch die 1% Reglung stellt ein Firmenwagen eine massive Zuwendung dar, die fast unversteuert beim Angestellten ankommt.
Bezahlt wird diese Gehaltskomponente indirekt, wie jede Subvention, durch die Allgemeinheit.

Gruß
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon CFAR » 22.10.2011, 09:05

stimmt, Sprit ist bei 1% dabei, aber die 0,03%- Regelung sollte man nicht vergessen, die ist nicht unerheblich...
Sag Ja zu PV, aber Nein zum EEG! Sorry für die Tippfehler, ich bin Tabletuser.
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon Mühli » 22.10.2011, 12:49

Die 0,03% für den Weg zur Arbeitsstätte sind doch speziell für "Firmenwagen-Inhaber" nicht tragisch.
Speziell diejenigen Arbeitnehmer, die das als Zuwendung kriegen, haben oft recht kurze Arbeitswege.
Oder man setzt es als Werbungskosten ab bzw. kann es einfach verschwinden lassen (nicht legal, aber praxis)

Nä, ehrlich, ich hab das gesehn. Hab mein Privatauto zum gleichen Zeitpunkt gekauft, wo der Kollege einen Fabia gekriegt hat.
Was in den 3 Jahren an Reifenwechseln, Wartung usw. zusammengekommen ist, echt der Wahnsinn.
Gut, er hat das Firmenauto schon zu 50% gebraucht, war kein kein direktes Gschenk.
Trotzdem ist er ziemlich oft damit zur festen Arbeitsstelle gefahren.
Würde auch eins haben wollen, joa, gerne. Muss aber kein so teures sein

Gruß
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon GAST » 26.10.2011, 21:08

Mühli hat geschrieben:Die 0,03% für den Weg zur Arbeitsstätte sind doch speziell für "Firmenwagen-Inhaber" nicht tragisch.
Speziell diejenigen Arbeitnehmer, die das als Zuwendung kriegen, haben oft recht kurze Arbeitswege.
Oder man setzt es als Werbungskosten ab bzw. kann es einfach verschwinden lassen (nicht legal, aber praxis)

Gruß


Ich kenne da jemanden mit Firmenwagen (Audi A3) die hat extra ein möbliertes Zimmer in dem Ort gemietet wo die Firma ihren Sitz hat...da sie ihre Privatwohnung etwa 150km entfernt hat...
Ihrer Aussage nach ist das preiswerter als die Wegebesteuerung die sie sonst leisten müsste....
Ein paar Tage (3-5) im Monat ist sie dann auch in der Wohnung, immer wenn sie mal beim Firmensitz vorbeischauen muss...

Aber lassen wir das, die meisten Firmen wollen ihren MA damit keinen Gefallen tun und ihnen ein "Leckerlie" bieten...
Kann also doch noch keinen Fachkräftemangel unterhalb der obersten Gehaltsebene geben :oops:

Gruß
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Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon PV-Berlin » 03.11.2011, 18:31

Ein Dienstwagen rechnet sich für Beide.

Die beste Variante ist die Dienstwagen- Variante der Selbstständigen mit 10% , aber nur, wenn man sehr werthaltige Autos nimmt und relativ wenig dienstlich fahren muss. 3 Jahre fahren, danach zum Buchwert verkaufen und Rest einstecken. Schön über Restwert-Leasing! :D
Also ganz das Gegenteil der normalen Leasing-Verträge: hohe Anzahlung hohe Raten, niedriger Restwert!

Als GF fährt man am besten, mit einem schönen alten 12 Zyl. Jaguar, hat nur geringer Listenpreis, die Restaurationskosten interessieren nicht.
Dann ist man effektiv mit weniger als 100,- € p.M. ganz gut unterwegs.

Einigen ist das alles zu blöd und die fahren ganz privat ins Büro. Dank Sixt & Co. kann man sich dann für "Dienstreisen" und Dienstreisen was Nettes auf den Hof stellen lassen. Also je nach Jahreszeit.
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon Nachtstrom » 03.11.2011, 18:52

Die 1% Regel ist eine Sauerei. Denn man muß auch bei einem Gebrauchtwagen 1% des Brutto Listenpreises versteuern. Man kann sich gar keinen preiswerten Gebrauchtwagen anschaffen, man muß quasi als Gewerbetreibender/Firma einen Neuwagen nehmen.

Listenpreis 60.000€, Kaufpreis mit Rabatt 56.000€ wenn neu. Nach 4 Jahren ist der 16.000€ wert, oder was auch immer. Dennoch muß ich den Gebrauchtwagen der nur noch 16k€ wert ist mit 60k€ ansetzen und versteuern. Man wird bestraft wenn man weniger Geld ausgeben kann, oder sparen will.

Zudem wird man als Gewerbetreibender auch gleich als Händler eingestuft, sprich bei Verkauf irgendeines Firmeninventars (Monitor, Kopierer) oder Fahrzeugs an einen Privatmann haftet man 1 Jahr für den alten Kram. Egal ob man Computerhändler, Schreiner oder Metzger ist. Dank der Sachmängelhaftung in den ersten 6 Monaten haftet man immer voll. Das kurbelt natürlich auch wieder die Neuverkäufe an, alte Ware wird bei Firmen verschrottet, Pkws eher geleast.
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon PV-Berlin » 04.11.2011, 12:32

Die Sauerei hat Methode. Denn wer soll sich in D. denn Neuwagen der "Marken" privat noch kaufen? Die drei Rentner? BMW hat im Bereich 5er seit mehr als 10 Jahren in D. 60% plus Anteil Absatz über Firmen. Bei Audi A8, S Klasse und 7er kenne ich nicht eine Schleuder, die jemand privat sich angeschafft hätte. *weiterer Bekanntenkreis

Porsche im übrigen schon gar nicht!

Es steht ja jedem "Unternehmer" frei, seine km der Firma in Rechnung zu stellen (30 Cent Regelung) nur reicht das kaum, um einen Polo Diesel zu unterhalten, hab ich mir sagen lassen.

60.000,- € machen monatlich maximal 300,- € real netto weniger. Dafür nicht mit einer Ente fahren zu müssen, ist ja fair, oder? Den Verkauf aus der Firma muss man ja nicht direkt tätigen. Tante Erna (75 Jahre) darf auch mal für Stunden stolzer Besitzer eines S8 sein oder eines Turbo! :D
Für eine Reise nach ...., sind Rentner schon pfiffig genug im Kopf. Und wer zahlt denn in Echt private km? Ich kenne keinen der dies machen würde. Mal so unter uns Sauen.
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Re: 1% Regel Firmenfahrzeuge

Beitragvon kpr » 05.12.2011, 14:32

Einstein hat uns schon gelehrt, das alles im Leben relativ ist. Und so ist es auch mit der 1% Regelung.

Bei diesen Betrachtungen vergisst man oftmals den Blick auf die Alternativen und die Lösungen der Vergangenheit. Und meistens wird auf Einzelfälle abgestellt die "idealtpyisch" für die eigene Argumentation zurechtgebastelt wurden. Versuchen wir es mal objektiv.

"Dienstwagen" / "Firmenfahrzeuge" sind mathematisch-statistisch notwendigerweise mehrheitlich ein Fall von Arbeitnehmern.
Unternehmer bilden hier die Minderheit. Deswegen sollte man den Arbeitnehmer in den Vordergrund stellen.

Beim Arbeitnehmer kommt es sehr auf die individuellen Verhältnisse des jeweiligen Mitarbeiters an.
Es geht schon los.... "was kostet die Pauschalregelung?"
Fakt ist... jemanden der nicht oberhalb der SV-Grenzen verdient, kostet sie dramatisch mehr als jemand, der oberhalb dieser Grenzen verdient.
Und dann.. "was krieg ich dafür?"
Die wenigsten Firmen sind noch so spendabel und gönnen "Allzeit freie Fahrt". Die meisten arbeitsvertraglichen Regelungen sehen da erhebliche Einschnitte unterschiedlichester Art vor
- schlicht und einfach ein Zuschuss
- Begrenzung der privaten km
- Betankung bei Urlaubsreisen ins Ausland werden nicht übernommen
- Unfallschäden auf Privatfahrten müssen selbst übernommen werden
- bei uns: Die Geschäftsführung bittet statistisch erwiesene Verkehrsrowdies "zur Kasse". In freiem Ermessen.
... beliebig fortzusetzen.

Wer hier wirklich keinen Cent zuzahlen muss hat sicherlich bessere Karten.

Was nutze ich tatsächlich?
Da gibt es Mitarbeiter, die sind jeden Abend zu Hause. Würden sich - falls sie den Dienstwagen nicht hätten - einen gleichartigen Zweitwagen kaufen müssen. Natürlich nutzen die den Firmenwagen soviel und so oft es geht. Der Firmenwagen ist eher ein Lohnbestandteil aus dem Maßnahmenkatalog "Mehr Netto vom Brutto" (was ja wünschenswert ist!!!) und der tatsächliche private Nutzungsanteil an der Gesamtfahrleistung ist durchaus hoch. Da werden 20.000 km und mehr privat geschrubbt. Und einmal im Jahr ein satter crash gehört einfach zum Fahrverhalten dazu.
Da fährt jemand für 150 bis 300 Euro im Monat Auto; der eigene Wagen wäre DEUTLICH teurer.
So jemand geniesst Neiddebatten am Stammtisch schweigend.

Es gibt aber auch den Außendienstler mit 3 Kindern. Der ist 5-Tage die Woche mit seinem Audi A6 unterwegs.(Oder der "Inbetriebnahmeingenieur" der immer wieder wochenlang auf Auslandseinsätzen weilt.) Familien- und Urlaubsfahrten gehen damit schon mal gerade gar nicht. Bei seiner Freizeitgestaltung legt so jemand wert darauf, dass er viel mit der Familie zusammen ist und er am WE nicht mehr viel Autofahren muss. Möglicherweise lebt er in einer infrastrukturell gut erschlossenen Region.... und käme nie im Leben sich einen Zweitwagen zu kaufen.
2.500 Euro im Jahr... dafür dass jemand 3.000 km tatsächlich fährt? Ein Taxi wäre wohl billiger gewesen!
Das schlimme: Wenn die arme Sau am Tresen sagt, dass das gar nicht so günstig ist, wird er von den Neidern zerrissen.
Also hält er seinen Mund.

Man könnte die Liste der Beispiele unendlich fortsetzen. Man muss in jedem Einzelfall die Kosten vergleichen die jemand mit / ohne Dienstwagen hat;
und dabei halt nicht "ceteris paribus" vergleichen, sondern reale Vergleiche durchführen. Nicht jeder der einen A6 als Dienstwagen bekommt, würde sich den alternativ privat zulegen.
Und das kann aus den aufgezeigten Gründen, völlig unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Fakt ist dabei aber auch:
Einen Firmenwagen bekommt meist nur der, der das Auto als echtes Arbeitsmittel braucht - und die MEHRKOSTEN für private Nutzung für das Unternehmen belanglos ist.
Wenn Fimren noch (z.B. an leitende Angestellte) einen Dienstwagen am "Gehaltsbuffet" anbieten, dann kommt das nicht mit den "Kosten für den Unternehmer" in den Korb, sondern mit dem Nutzen für den Mitarbeiter. Da hat der Angestellte dann gerade mal noch den Vorteil, das unwägbare Kosten (Unfall, Verwertungsrisiko) nicht zu seinen Lasten gehen.)


Bei den Unternehmern ist es im Prinzip nicht anders.
Kein Unternehmer wird sich irgendwelchen Restriktionen bei der Kostenübernahme auferlegen;
kaum ein Unternehmer oder eines seiner Familienmitgleider wird höhere SV-Beiträge zu entrichten haben.
Da hat der Unternehmer sicherlich eine günstige Ausgangsposition.

Unterm Strich bleiben sicherlich ein paar Missbrauchsfälle.
Die machen den Kohl dann aber auch nicht fett.
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