Genau Philip, das hat er richtig erkannt, der Herr G.
Herr Faust jedoch meinte: Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Wenn Du willst, beantworte mal 3 einfache Fragen:
... in Zukunft mit den regenerativen richtig fett Kohle verdienen...
1. Bitte, wer genau wird richtig fett Kohle verdienen?...Deutschland wird aufgrund der Förderung, die es hier gibt,...
Förderung heißt nicht rückzahlbarer oder zinsbegünstigter Kredit - also Geld aus der Staatskasse, generiert aus zukünftigen Steuern und Abgaben oder alternativ aus der Druckerei bzw. durch Nettokreditaufnahme und Staatsverschuldung...
Die verschenkten CO2-Zertifikate gehören dazu
2. Förderung zu wessen Gunsten, zu wessen Lasten und auf wessen Kosten?...auch in Deutschland Arbeitsplätze in der Entwicklung dieser Branche entstehen...
Deutschland hatte im Januar 2007
offiziell insgesamt 4.247.000 Arbeitslose. Davon 84.000 unter 20 Jahre.
In Deutschland müssen nach übereinstimmender Meinung der Fachleute bis zum Jahr 2020 ca. 40.000 MW Kraftwerkskapazität errichtet werden, da die bestehenden Kraftwerke ihre technische Lebensdauer erreicht haben bzw. wegen schlechter Wirkungsgrade unwirtschaftlich werden.
Unterstellt man das diese zu erneuernden Kapazität zu 100 % durch Photovoltaik erfolgt, sind das in den nächsten 13 Jahren rund 3100 MW pro Jahr.
Laut PHOTON 11/2006 wird allein EverQ Thalheim (Evergreen-Solar + Q-Cells) Mitte 2007 eine Produktionskapazität von 90 MW pro Jahr mit 15 Mitarbeitern pro Schicht haben.
Den Restbedarf an PE/MW für Zubehörproduktion, Montage und Wartung der Anlagen usw. kann man meinetwegen mit dem zehnfachen an notwendigen Arbeitskräften annehmen.
(Übrigens sind die Bilder in der PHOTON von den Produktionsanlagen in Bezug auf die Arbeitsplätze sehr aufschlussreich!)
3. Können die Arbeitsplätze in dieser Branche tatsächlich zur signifikanten Senkung der Arbeitslosenzahlen beitragen
und wieviel Arbeitsplätze fallen dadurch weg?
Interessanter Weise haben Schott und EverQ ihre Standortwahl für Deutschland allein damit begründet, dass sich hier weitaus mehr Solarmodule verkaufen lassen, als in den USA.
Damit ist auch klar, was bei verschlechterten Rahmenbedingungen passieren wird. Die lassen Herrn Gabriel ggf. doch glatt im Regen stehen!
[VT on

]
Es geht hier um nichts anderes als um die Rechtfertigung EU-weiter, massivster staatlicher Eingriffe, die die Gesetze der Marktwirtschaft zu nehmend weiter außer Kraft setzen - noch durchgreifender, als es bereits mit der Einführung des Euro erfolgte. Dabei wird nicht erkannt, dass statt der ökonomischen Schadensbegrenzung die Frist bis zum wirtschaftlichen Kollaps laufend verkürzt wird, wie es bisher alle planwirtschaftlich organisierten Ökonomien des letzten Jahrhunderts nachgewiesen haben.
Man möge das o. a. Dokument mal unter diesem Aspekt betrachten.
[/VT off

]
Wie dem auch sein - diesmal ist alles gaaaanz anders.
Wie immer meine Meinung
D.C.
P.S.
Ich erlaube mir an dieser Stelle den Hinweis auf ein passendes, absolut unwissenschaftliches Buch:
Ritter/Zeidler: >>Armut durch Globalisierung, Wohlstand durch Regionalisierung<< Leopold Stocker Verlag.
Herr Ritter ist Regierungsdirektor in der bav. Staatsverwaltung, Herr Dr. Zeidler war 22 Jahre OB in Würzburg.