Alles, was sonst nirgends reinpaßt Aber bitte: wir sind hier im Solarstrom Forum
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von Modulschrauber » 10.02.2010, 15:49
Hallo, ich verstehe es einfach nicht, wer kann es mir mal endlich erklären und meine Blockade auflösen? Worin liegen die Vorteile, wenn ich im Haushalt Ökostrom beziehe, also nicht mehr RWE. Die ganzen gängigen Argumente leuchten mir nicht ein. http://www.nullgradplus.de/?page_id=371.CO2 Einsparung: Aus meiner Steckdose kommen die gleichen Elektronen. Der Energiemix hat sich kein bisschen geändert. Es wird noch kein CO2 eingespart. 2. Neue Investitionen: Welche PV Anlage, welches Windrad,... würde sonst nicht gebaut? Ich kenne nicht die Finanzierung der einzelnen Objekte, kenne aber auch keinen Bauherrn der dadurch angeregt wurde. 3.Veränderung der Machtverhältnisse: Regional bestimmt. In Schönau wäre meine Position sofort klar. Wenn meine Gemeinde wieder neu mit der RWE verhandelt muß man gegen eine Verlängerung der Verträge argumentieren. 4.Ökostrom schafft Arbeitsplätze: Nicht die Ökostromanbieter sondern die Windkraft und Solaranlagenbauer schaffen Arbeitsplätze. 5.Ökostrom ist günstig: stimmt! Meine Bedenken auf der Spitze : Ein Ökostromanbieter ist einfach ein Büro mit Kaufleuten und Werbfutzis. Sie kaufen alternativen Strom aus regenerativen Quellen und verkaufen ihn unter teurer unter neuer Marke. Wenn das Personal bezahlt ist, fliesset ein Teil der Gewinne in regenerative Energie Anlagen, die sonst anders finanziert worden währen. Der Kunde hat jetzt ein gutes Gewissen und hohlt seine elektrischen Heizgeräte raus. Ich stell das mal so rein und bin gespannt auf Antworten. Kurt
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von Lucidus » 10.02.2010, 16:45
1. Bundesweit wurden durch den Einsatz erneuerbarer Energien rund 100 Mio. Tonnen Kohlendioxidausstoß vermieden! 2. Welche PV Anlage,,... würde sonst nicht gebaut? kenne aber auch keinen Bauherrn der dadurch angeregt wurde. Willkommen im Forum. 3. Ich gebs auf. 4. Da geb ichs auch auf. 5. na also.
Es grüßt Lucidus Lichter
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von hadl » 10.02.2010, 18:01
Modulschrauber hat geschrieben:Hallo, ich verstehe es einfach nicht, wer kann es mir mal endlich erklären und meine Blockade auflösen?
Worin liegen die Vorteile, wenn ich im Haushalt Ökostrom beziehe, also nicht mehr RWE. Die ganzen gängigen Argumente leuchten mir nicht ein.
Meine Bedenken auf der Spitze : Ein Ökostromanbieter ist einfach ein Büro mit Kaufleuten und Werbfutzis. Sie kaufen alternativen Strom aus regenerativen Quellen und verkaufen ihn unter teurer unter neuer Marke. Wenn das Personal bezahlt ist, fliesset ein Teil der Gewinne in regenerative Energie Anlagen, die sonst anders finanziert worden währen.
Der Kunde hat jetzt ein gutes Gewissen und hohlt seine elektrischen Heizgeräte raus.
Ich stell das mal so rein und bin gespannt auf Antworten.
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Hallo Modulschrauber Ich bekomme meinen Strom von den von Dir erwähnten Schönauern ( EWS Schönau ) Der Endabrechnung liegt ein vom TÜV- Nord überprüften Herkunftsnachweis bei, wie folgt: 93,3 % aus Erneuerbaren Energien 6,7 % Erdgas. Jetzt stell Dir mal vor es gäbe nur noch diese Anbieter und die entsprechenden Abnehmer, die Diskussion um den Atomausstieg hätte sich von selbst erledigt. Bevor Du nun fragst wo der ganze Ökostrom herkommen soll, gleich die Antwort. Das kann natürlich nicht über Nacht passieren. Aber wenn die Nachfrage immer größer wird, wird auch RWE nicht an diesem Markt vorbeigehen wollen. Was glaubst Du warum die – wenn auch notgedrungen – in Wind auf See und Solar in der Wüste investieren. Natürlich stets bemüht, dass künftige Stromerzeugung nicht zu dezentral erzeugt wird. Das könnte ja ihre Monopolstellung in Gefahr bringen. Vielleicht konnte ich Dir beim Auflösen Deiner Blockarde etwas weiter helfen. Hadl
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von Weidemann » 10.02.2010, 18:32
Modulschrauber hat geschrieben:1.CO2 Einsparung: Aus meiner Steckdose kommen die gleichen Elektronen. Der Energiemix hat sich kein bisschen geändert. Es wird noch kein CO2 eingespart.
2. Neue Investitionen: Welche PV Anlage, welches Windrad,... würde sonst nicht gebaut? Ich kenne nicht die Finanzierung der einzelnen Objekte, kenne aber auch keinen Bauherrn der dadurch angeregt wurde.
3.Veränderung der Machtverhältnisse: Regional bestimmt. In Schönau wäre meine Position sofort klar. Wenn meine Gemeinde wieder neu mit der RWE verhandelt muß man gegen eine Verlängerung der Verträge argumentieren.
4.Ökostrom schafft Arbeitsplätze: Nicht die Ökostromanbieter sondern die Windkraft und Solaranlagenbauer schaffen Arbeitsplätze. Kurt
zu 1. :  bitte, was ist das denn für eine Argumentation?? auch zu 2 und 4: das ist ja gerade der Unterschied: Bei den "echten" Ökostrom-Anbietern, das sind naturstrom, greenpeace energy, EWS (und evtl. noch lichtblick): Die bauen 1. neue Anlagen zu aus den Verkaufserlösen, die sonst nicht gebaut würden, kaufen 2. Strom z.B. aus Windparks und PV-Anlagen in Österreich oder von einem kleinen Wasserkraftwerk in Tschechien, die eben keine staatlich garantierte Abnahmemöglicheiten haben. Und betreiben 3. viel Forschung z.B. zu virtuellem kraftwerk oder Biogaseinspeisung... Wenn du dagegen die übrigen zig "Ökostrom"-Angebote (z.B. von den großen Netzbetreibern) meinst: Wer das kauft ist tatsächlich ein Idiot, weil er mehr zahlt, aber damit keinerlei Nutzen bewirkt: Er bekommt halt dann rechnerisch nur Wasserkraft-Strom, die anderen Kunden dafür mehr konventionellen Strom... und der Anbieter kassiert auch noch mehr, halt nur fürs unbegründet gute Gewissen. zu den Machtverhältnissen: Es geht hier nicht nur um räumliche Wirtschaftsmacht oder Macht über das Stromnetz, sondern vor allem auch um Forschungsmacht!! Nur durch immer weitere Forschung und handeln kommt überhaupt ein Fortschritt! Und dabei sind die kleinen Ökostromer wirklich topp, weil sie inzwischen groß genug sind, um sich an solchen Projekten zu beteiligen (z.B. greenpeace aktuell: Beteiligung an Studie über Potential von Mini-Windrädern... etc.) Außerdem: jede kWh, die die großen Netzbetreiber weniger verkaufen, machen deren Atom- und Kohleblöcker unwirtschaftlicher und unplanbarer. Und nimmt den Riesen die Macht, weiterhin den Strompreis über die Börsenpreise zu diktieren, da dieses Preisdiktat nur funktioniert, solange an der Börse nur winzige Mengen gehandelt werden, die die Riesen aus der Portokasse aufkaufen können um den Strompreis hoch zu halten.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von rudis » 10.02.2010, 18:58
Mit der Wahl deines Stromanbieters bestimmst DU wo dein Geld hinfließt. Du kannst also dein Geld weiterhin den großen Quasimonopolisten in den Ar*** schieben und ihnen damit sagen "Weiter so, verhindert weiterhin Konkurrenz und betreibt eure abgeschriebenen Meiler weiter bis zum Sanktnimmerleinstag (und verdient euch blöd dabei). ODER du zeigt ihnen: Mit mir nicht, ich unterstütze Anbieter XY da mir deren Politik sympatischer ist. Empfehlenswert ist imho EWS, Naturstrom, Greenpeace und Lichtblick.
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von Modulschrauber » 10.02.2010, 19:53
Danke für die Antworten,..
Ja natürlich, Ihr habt ja alle recht, wenn alle oder viele bei den echten Ökostomanbietern kaufen würden....
Ökostromvertrag abschliessen und etwas mehr für den Strom zahlen oder eine grössere PV anlage bauen? Wa sbringt weniger CO2? Habe auch noch einen 700l Speicher abgestaubt um die Thermische auf Heizunsunterstützung umzubauen.
Und dann der Kunde, mit dem Ökostromschildchen aus Holz an der Tür der sagt er braucht keine thermische Anlage und will Wärmepumpe da ja so völlig regenerativ. Und statt Energiesparen ...
ganz so einfach könnt ihr mich nicht überzeugen, ich kaue da auch schon länger. Kurt
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von Weidemann » 11.02.2010, 10:01
Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt nicht ganz. Wieso und von was sollten wir dich überzeugen?
und die größte CO2-Einsparung hast du, ganz einfach, wenn du eine große PV-Anlage installierst UND echten Ökostrom beziehst! (Wer ist denn heute so blöd, nur eine kleine statt einer möglichen größeren PV-Anlage zu installieren? Höchstens halt wenn man keinen Kredit bekommen sollte... in dem Fall würde ich eine große PV-Anlage vorziehen.)
Der Kunde mit der Wärmepumpe ist tatsächlich völlig regenerativ in seiner Wärmeerzeugung! Ob es dagegen noch bessere Alternativen gäbe (aber im Bezug auf was? Flächennutzung? Finanziell? CO2? Emmissionen? Materialaufwand? Energierücklaufzeit? politischer Einfluss? ) das mag sein, das kann man aber nur im Einzelfall entscheiden, und jedem ist dabei was anderes wichtig. Solange der Strompreis einigermaßen in Rahmen bleibt, ist eine Wärmepumpe doch eine feine Sache. ich würde an stelle des Wärmepumpenbesitzers lieber eine PV-Anlage statt einer solarthermischen installieren, um die künftig steigenden Strompreise durch Selbstverbrauch abfangen zu können...
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von Flinspach » 19.04.2010, 08:24
Hallo Mudulschrauber,
wie die Anderen schon sagten : es kommt auf den Anbieter an. Empfehlenswerte Ökostromanbieter beschränken sich nicht auf den Handel, sondern fördern auch Neuanlagen. Ich bin seit Jahren bei er EWS Kunde und habe letztes Jahr eine PV-Analge installiert. Für diese erhalte ich nun von der EWS eine Förderung - zusätzlich zur Einspeisevergütung !
LG
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von maguwa » 19.04.2010, 09:43
Hi Modulschrauber Modulschrauber hat geschrieben:Danke für die Antworten,.. Ja natürlich, Ihr habt ja alle recht, wenn alle oder viele bei den echten Ökostomanbietern kaufen würden....
du bist nicht für "alle" verantwortlich, sondern allein für dein Handeln. Wenn du es also für sinnvoll erachtest, "echten" (siehe andere Stellungnahmen weiter oben) Ökostrom zu beziehen, dann musst du das für dich tun und ggf. andere überzeugen. Wie heißt es so schön: global denken und lokal handeln. lg Martin
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von Pontijack 60 » 16.12.2010, 21:51
Es soll sogar Leute geben die sich als "grüne" bezeichnen, die zuhause sitzen und Däumchen drehen, warten bis andere was tun, aber wenn Wahlen sind machen sie bei den "Grünen" ein "X" und sind dann "grün"...........ich hoffe Du nicht !!!  )
"Die grossen 4 rechnen mit Dir!"
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